The Rum Diary

von Hunter S. Thompson 
4,3 Sterne bei94 Bewertungen
The Rum Diary
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (75):
localhavocs avatar

Entspannende Gesellschaftskritik. Gut mit Cuba Libre als Nachtlektüre zu lesen.

Kritisch (4):
littleowls avatar

Ein Klassiker, den man sich sparen kann.

Alle 94 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "The Rum Diary"

Nach "Angst und Schrecken in Las Vegas" die nächste Kultverfilmung mit Johnny Depp

Im Winter 1959 fliegt der dreißigjährige Amerikaner Paul Kemp nach Puerto Rico, um dort eine Stelle als Reporter anzutreten. Es folgt eine wilde Reise voll Sonne, Sex, Rum - und der Ahnung vom drohenden Untergang. Der lange verloren geglaubte erste Roman von Hunter S. Thompson erzählt die höchst aktuelle Geschichte vom Ende der Unschuld Amerikas und wurde jetzt mit Johnny Depp in der Hauptrolle verfilmt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453503830
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:284 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:09.07.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.1998 bei Simon & Schuster erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    littleowls avatar
    littleowlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Klassiker, den man sich sparen kann.
    The Rum Diary

    Meine Meinung

    Das letzte, wirklich das allerletzte, was ich von diesem Roman erwartet hatte, war eine Midlife Crisis-Story. Und doch ist es genau das, was ich bekommen habe. Journalist Paul ist gerade mal um die dreißig, hat aber schon genauso große Angst vor dem Alter wie vor Sesshaftigkeit. Kaum ist der Mietvertrag für seine Wohnung unterschrieben, zieht es ihn auch schon wieder in ein anderes Land. Er befürchtet, langsam zu alt für ein abenteuerliches Vagabundenleben zu sein und sein bisheriges Leben vergeudet zu haben. Das ständige Selbstmitleid und die Wankelmütigkeit haben mir diesen Protagonisten nicht gerade sympathisch gemacht. Und mal ehrlich, Puerto Rico ist vielleicht nicht ganz der richtige Ort für den Start ins Spießerdasein? Genervt hat mich außerdem, dass Paul immer nur abwartet, wie sich die Dinge um ihn herum entwickeln, aber nicht selbst die Initiative ergreift. Erst auf den letzten dreißig Seiten wurde der Roman wirklich spannend, vorher plätscherte die Geschichte nur gemächlich vor sich hin.

    Ich habe nach dem Lesen nochmal auf den Buchrücken geschaut – das Zitat „A hard-bitten story of love, journalism and heavy drinking.“ stößt mir rückblickend ziemlich bitter auf. Denn wenn es hier um eines ganz sicher nicht geht, dann um Liebe. Pauls Objekt der Begierde, Chenault, wird von ihrem Mann Yeamon schlecht behandelt, er selbst erweist sich jedoch als nicht viel besser. Für mich ist Chenault die wahre Leidtragende dieser Geschichte, nicht der neurotische Protagonist. Nach einer Szene, in  der Yeamon sie ganz beiläufig schlägt und dann ins Haus schickt, hatte dieser als Nebenfigur übrigens auch jegliche Sympathie bei mir verspielt. Einige andere Nebencharaktere fand ich dagegen sehr interessant und vergleichsweise liebenswert, beispielsweise den Fotografen Sala und den Chefredakteur Lottermann. Alle anderen Figuren haben bei mir keinen nennenswerten Eindruck hinterlassen.

    „The Rum Diary“ ist quasi halbautobiografisch, und ich bin mir sicher, dass der Autor die Situation an diesem Ort zu dieser Zeit auch ganz gut einfängt: Die brütende Hitze, die Tristesse, der chaotische Zustand der Redaktion, das ständige Trinken und die Aufstände der Einheimischen. Allerdings hat mir einfach eine gute Story drumherum gefehlt – und etwas liebenswertere Figuren. Der Schreibstil ist nicht schlecht, konnte mich aber auch nicht wirklich begeistern. Zumindest gibt es ein paar gute Lacher.

    Fazit

    Leider nicht halb so gut, wie ich gehofft hatte. Wer hätte gedacht, dass sich 200 Seiten so ziehen können?

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    LeveretPales avatar
    LeveretPalevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wilder, skuriller und komischer Urlaub von einem Buch
    Der lustige Untergang

    The Rum Diary ist ein geniales Werk, welches mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Der Stil ist sarkastisch bis zynisch und sehr einfach zu lesen und verursachte bei mir sehr viel Gelächter. Auch konnte ich die karibische Hitze förmlich spüren, weil die Beschreibungen und der Stil perfekt für diese Geschichte sind.

    Die Geschichte handelt von Paul Kemp, der 1959 nach Puerto Rico fliegt, um dort in einer englishsprachigen Zeitschrift zu arbeiten. Die Journalisten sind dort alles Alkoholiker und Verrückte und Paul bildet dabei, zumindest was das erste angeht, keine Ausnahme. Das Wort "Rum" kommt wahrscheinlich fast öfter vor als jedes andere.
    Auch wenn es keinen wirklichen roten Faden zu geben scheint und einfach die Handlung der drei Monate, in denen die Handlung spielt, vor sich hinläuft, ist es alles andere als langweilig oder nichtspannend. Immer wieder kommt es zu verrückten Situationen, wilden Eskapden und neue, mehr oder weniger kranke Gestalten betreten die Bühne, die alles nur noch wilder machen, während im Hintergrund der ganzen Exzesse sich das ungute Gefühl breit macht, dass allles kurz davor steht den Bach hinunterzugehen. Ein sehr interessanter und unterhaltsamer Roman.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Rum Diary" von Hunter S. Thompson

    Wir fuhren auf einer gepflasterten Straße einen Berg hinunter ans Wasser. Nichts deutete auf eine Zeitungsredaktion hin, und ich hatte den Verdacht, dass er mich nur hierher brachte, um mich loszuwerden. Wir bogen um eine Ecke, und plötzlich stieg er auf die Bremsen. Direkt vor uns war so etwas wie ein Bandenkrieg im Gang. Ein kreischender Mob versuchte in ein altes, grünliches Gebäude einzudringen, das wie ein Lagerhaus aussah.

    Der Roman »Rum Diary« wurde erst 1998, knapp vierzig Jahre nach seiner Entstehung, in den USA veröffentlicht – und als späte Entdeckung gefeiert. Hunter S. Thompson, hierzulande vor allem bekannt durch die Verfilmung seines Buches »Fear and Loathing in Las Vegas« (Regie: Terry Gilliam), erzählt darin ein ereignisreiches Kapitel aus dem Leben des Reporters Paul Kemp, der mit seinen 30 Jahren schon weit herumgekommen ist.

    Im Januar 1959 fliegt Kemp von New York nach Puerto Rico, um in der boomenden Hauptstadt San Juan einen neuen Job als Lokalreporter bei den »Daily News« anzunehmen. Es ist nicht der Wunsch nach einer seriösen beruflichen Karriere, die ihn antreibt, sondern das schnelle Geld, Abenteuerlust und Sinnsuche.

    Tatsächlich erwarten Paul Kemp in San Juan interessante Nebenjobs und jede Menge aufregende Erlebnisse, was vor allem auf die chaotischen Zustände bei den »Daily News« zurückzuführen ist. Chef des maroden Unternehmens ist Ed Lotterman, ein ehemaliger Kommunist und hoffnungslos überforderter Choleriker. Die anderen Mitarbeiter bezeichnet Thompson in einem Vorwort als vagabundierende Journalisten.

    Manche von ihnen waren eher Journalisten als Vagabunden, andere eher Vagabunden als Journalisten. Von wenigen Ausnahmen abgesehen arbeiteten sie nebenbei als freie Möchtegern-Auslandskorrespondenten und wollten mit dem journalistischen Establishment möglichst wenig zu tun haben.

    Zu den Kollegen von Paul Kemp gehören unter anderem Bob Sala, ein notorisch misstrauischer Fotoreporter, der jeden Tag aufs Neue ankündigt, Puerto Rico den Rücken zu kehren; Yeamon, ein unberechenbarer, streitsüchtiger Freak, der mit der Harpune auf Hühner schießt; und Moberg, ein völlig durchgeknallter Schwede, der sich gern bis zur Besinnungslosigkeit betrinkt und nachts in der Redaktion – zum Entsetzen von Lotterman – auf das teure Telexgerät pinkelt.

    Doch nicht nur Moberg, auch die anderen saufen, was das Zeug hält. Rund um die Uhr kippen die Protagonisten Rum in sich hinein, um sowohl der Tropenfäule als auch der Ungewissheit des nächsten Tages Herr zu werden. Es herrscht ein rauher Umgangston.

    Schließlich gibt es noch Chenault, die amerikanische Freundin von Yeamon, die Paul Kemp schon auf dem Flug nach San Juan unter eher ungünstigen Bedingungen kennenlernt, zu der er später aber eine besondere, nicht unproblematische Beziehung entwickelt.

    Das Verhalten von Kemp und seinen Kollegen ist meist zynisch, arrogant und rücksichtslos, was eines Nachts beinahe dazu führt, dass er, Yeamon und Sala von einer Horde aufgebrachter Puertoricaner gelyncht werden. Gefahr droht Kemp,Yeamon und Chenault später auch bei einem Ausflug zum Karneval nach St. Thomas, wobei die Hauptfiguren aus Thompsons Roman die misslichen Lagen, in die sie geraten, selbst herbeiführen – durch unbedachtes Draufgängertum, amerikanische Großkotzigkeit und maßlos übertriebenen Alkoholkonsum.

    Es sind keine sympathischen Menschen, die Thompson in »Rum Diary« zeichnet. Dennoch leidet und fiebert man mit ihnen, vielleicht, weil man ihren Kampf ums Überleben in einer fremden Welt und äußerst spannungsgeladenen Gesellschaft irgendwie verstehen kann, ganz sicher aber, weil »Rum Diary« eine hervorragend erzählte Geschichte ist, der es mit ihren exotischen Schauplätzen, einem Haufen wilder Kerle und etwas Sex an keinen Zutaten für ein großes Leseabenteuer mangelt.

    Zu empfehlen ist die hier besprochene Ausgabe des Blumenbar Verlages. Sie ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern enthält im Anhang auch einige Briefe von Hunter S. Thompson sowie ein Nachwort von Johnny Depp, ein einfühlsamer Nachruf auf den kultigen Schriftsteller, der sich 2005, noch keine 70 Jahre alt, in seinem Haus in Woody Creek bei Aspen das Leben nahm.

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    Rogers avatar
    Rogervor 7 Jahren
    Rezension zu "The Rum Diary" von Hunter S. Thompson

    Paul Kemp fliegt nach Puerto Rico um dort als Journalist bei den San Juan Daily News zu arbeiten. Dort trifft Kemp auf diverse verrückte Typen, die alle fest davon überzeugt sind, dass die Zeitung bald pleite sein wird. Das tropisch Wetter und die Unmengen an Rum die konsumiert werden lassen die Grenze zwischen Wirklichkeit und Realität schwinden und der Aufenthalt auf Puerto Rico wird zum absurden und phantastischen Trip. Typisch Gonzo!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Kurzmeinung: soll angeblich bald verfilmt werden, das freut mich sehr :-)
    Rezension zu "Rum Diary" von Hunter S. Thompson

    Filming will begin on March 30th 2009 in Puerto Rico. Johnny Depp - Paul Kemp.

    das wär dann die dritte verfilmung eines HST-buches, feintser stoff baby!

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    Beagles avatar
    Beaglevor 10 Jahren
    Rezension zu "The Rum Diary" von Hunter S. Thompson

    Nicht so gut wie Thompsons opulenter Roman "Angst und Schrecken in Las Vegas" und doch sehr schön zu lesen. Rum Diary gibt einen guten Einblick in die Verhältnisse der damaligen Zeit, die entwicklungen Puerto Ricos und die Figuren sind oftmals zum schmunzeln.

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    EdeKnievels avatar
    EdeKnievelvor 10 Jahren
    Rezension zu "Rum Diary" von Hunter S. Thompson

    Super Buch... schnell zu lesen, stellenweise witzig, aber zugleich auch traurig und erschreckend.... auf jeden Fall zu empfehlen...

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    Sophists avatar
    Sophistvor 10 Jahren
    Rezension zu "Rum Diary" von Hunter S. Thompson

    Puerto Rico im Jahre 1959. Der Journalist Paul Kemp reist in P.R. ein um bei der englischen Zeitung "The Daily News" zu arbeiten. Diese Zeitung stellt sich jedoch als "Sauladen" raus, in dem sich fast nur Säufer und Verrückte rumtreiben. Seine Freizeit verbringt er hauptsächlich damit sich mit seinen Redaktionskollegen volllaufen zu lassen, im Meer baden zu gehen und ein paar sporadischen One-Night-Stand(s). Klingt langweilig, ist es aber nicht. Hinter all dem kann man schon den drohenden Untergang der Zeitung (die immer wieder vom Ruin bedroht ist), der einzelnen Charaktere und Kemp selbst erkennen.
    Welcher dann am Ende auch eintritt. Beeindruckt hat mich vor allem der Schreibstil in diesem Buch von Hunter S. Thompson. Er ist wirklich in der Lage extrem flüssig und "sprechend" zu schreiben. Man möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen und kann sich die tropische Hitze, den titelgebenden Rum und den Abstieg des Protagonisten bildlich vorstellen.

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    Pleitegeiers avatar
    Pleitegeiervor 11 Jahren
    Rezension zu "Rum Diary" von Hunter S. Thompson

    Der Amerikaner Paul Kemp fliegt nach Puerto Rico um dort bei einer kurz vor dem Untergang stehenden englischen Zeitung als Journalist zu arbeiten. Das ganze endet in einem Chaos aus Rum, Freundschaft und Abenteuer

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    localhavocs avatar
    localhavocvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Entspannende Gesellschaftskritik. Gut mit Cuba Libre als Nachtlektüre zu lesen.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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