Hyeonseo Lee , Johanna Wais Schwarze Magnolie

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Inhaltsangabe zu „Schwarze Magnolie“ von Hyeonseo Lee

Ein langer Weg in die Freiheit - das erschütternde und berührende Schicksal einer jungen Nordkoreanerin! Hyeonseo Lee wurde in Nordkorea geboren, einem Land, aus dem so gut wie keine Nachrichten nach außen dringen. Als Siebenjährige erlebt sie erstmals eine öffentliche Hinrichtung. Oft sieht sie im Grenzfluss zu China Leichen schwimmen, Menschen, deren Flucht in ein besseres Leben misslang. Zur Zeit der großen Hungersnot wird Hyeonseo Lee von ihrer Familie nach China geschickt - und beginnt zu ahnen, was Freiheit bedeutet. Dies ist ihre Geschichte. Hyeonseo Lee wächst in Nordkorea auf. Das Wort des »großen Führers« Kim Il-sung ist unangefochtenes Gesetz, öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Als Mitte der 1990er-Jahre eine Hungersnot ausbricht, wird Hyeonseo Lee als Teenager ganz allein nach China zu Verwandten geschickt. Dort lebt sie zehn Jahre lang als illegale Einwanderin, ständig in der Angst, von den chinesischen Behörden aufgegriffen und abgeschoben zu werden. Schließlich wagt sie den Schritt und gelangt unentdeckt nach Südkorea. Dort ist sie ganz auf sich allein gestellt, ohne Freunde, ohne Verwandte. Eines Tages erhält sie die Nachricht, dass ihre Familie aufs Land abgeschoben werden soll - wegen der schlechten Versorgungslage in Nordkorea ein fast sicheres Todesurteil. Hyeonseo Lee macht sich auf, ihre Mutter und ihren Bruder zu retten. Kann es gelingen, eine ganze Familie heimlich außer Landes zu bringen? Eine abenteuerliche Flucht beginnt.

Sehr interessante Geschichte einer Flucht, die auf Sensationsgier verzichtet.

— BettinaR87

Interessanter Einblick in Nordkorea und wohl eine vergleichsweise untypische Flucht-Geschichte aus diesem Land.

— GrauerVogel

Außergewöhnliches Leben einer außergewöhnlich starken Frau. Schockierend was das Leben in Nordkorea ausmacht!!! Wozu es die Menschen treibt

— AnMich_09

Eine mitreißende und spannende Lebensgeschichte, die eindrucksvoll zeigt, wie bedeutend Mut und Willensstärke sind.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Aufwühlend. Erschreckend. Mutig.

— LimitLess

Die gefährliche Flucht einer mutigen Frau mit tiefen Einblicken in ein Land, welches wir meist nur von der Landkarte kennen

— Hexchen123

hochinteressanter Einblick in das Leben in Nordkorea!

— Gute_Miene

Unbedingt lesen!

— krissysch

Wer sich für Nordkorea interessiert, sollte das Buch unbedingt lesen.

— Luiline

Ein echtes Muss für jeden Leser, der sich auch nur ansatzweise für Politik und Menschenrechte interessiert, sollte sich "Schwarze Magnolie"

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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Sowohl als Buch als auch als Film echt beeindruckend! Kann Embrace jedem empfehlen :)

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  • Die Geschichte einer ungewöhnlichen Flucht

    Schwarze Magnolie

    BettinaR87

    10. October 2017 um 07:14

    Ihr Name ist Hyeonseo Lee, doch das ist weder ihr Geburtsname, noch der zweite oder dritte, den sie sich selbst gegeben hat. Geboren in Nordkorea durchläuft sie die typischen Stationen eines nordkoreanischen Mädchens – immer mit dabei die Dynastie von Kim Jong-il (Vater) und Kim Jong-un. Sei es auf den Porträtfotos im Wohnzimmer, auf Plakaten in der Stadt, als Stimme im Radio oder in der verräterisc geprägten Politik des Landes: Eine Diktatur, die darauf basiert, die Bevölkerung zu täuschen und regelmäßig zu opfern. Und da die Diktatur bereit ist, für ihre Macht auf Knopfdruck viele Einwohner des eigenen Landes zu töten, bleibt sie an der Macht und beeinflusst alles, womit die junge Hyeonseo Lee in Kontakt kommt. Eines Tages, kurz vor ihrem 18. Geburtstag, wagt sie es und überquert die Grenze nach China – ein kleines Abenteuer, bevor sie volljährig wird und quasi vollständig dem System angehörig werden muss. Doch ihr Ausflug wird bemerkt und es wird zu gefährlich, um zu ihrer Familie zurückzukehren. Sie bleibt einstweilen bei Verwandten, die sie jedoch auch nicht unbegrenzt aufnehmen können. Stattdessen wollen sie sie verheiraten – mit einem Jungen, für den sie nichts übrig hat. Erneut flieht sie – und ist nun völlig auf sich allein gestellt. Es wird nicht ihre letzte brenzlige Situation oder ihre Flucht bleiben, bis sie letztendlich zu Ruhe kommen und sich ein „normales“ Leben aufbauen kann. Das sie jetzt dafür nutzt, um unter anderem für Menschenrechte zu kämpfen. Zusammen mit David John erzählt Hyeonseo absolut fesselnd von ihrer persönlichen Geschichte, die sie mit dem Land und der Diktatur gekonnt verwebt, So kann man als Leser überhaupt erst einschätzen, warum sich welche Person wie verhält – wirklich wertvolle Informationen über das Land selbst sind auch dabei. Über das gesamte Buch hinweg wechselt sie die Perspektive zwischen einem persönlichem Bericht und erzählter Geschichte mit wörtlicher Rede. Die persönliche Bindung, die man umgehend zu Hyeonseo aufbaut, sorgt dafür, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Dabei berichtet sie nicht etwa mit Sensationsgier, noch will sie sich als das weinerliche Opfer darstellen. Sie ist sich dessen bewusst, dass ihre Flucht keine typische war. das spricht sie auch an, indem sie von anderen Flüchtlingen berichtet, die noch viel schlimmeres haben durchstehen müssen. Stattdessen legt sie ganz einfach ihre Sicht der Dinge dar und erklärt, statt zu rechtfertigen – schonungslos sich selbst gegenüber, offen für Kritik und selbstbewusst, indem sie sich nach wie vor zu ihrem Heimatland bekennt. Sie hat gelernt, die Regierung und Politik von dem Land und den Menschen, die dort leben, zu trennen. Ein wichtiger Punkt, den man als Leser durchaus mal im Hinterkopf behalten sollte, wenn man es ihr nicht nachtun kann. Fazit: Ein zwischenmenschlich exzellent verfasstes und wichtiges Buch für alle, die wieder einmal über ihren Tellerrand hinausschauen möchten.

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  • Das Mädchen mit den sieben Namen

    Schwarze Magnolie

    GrauerVogel

    02. July 2016 um 13:53

    Die vollständige Rezension wurde auf meinem Blog veröffentlicht:http://pieni-lepakko.blogspot.de/2016/07/rezension-schwarze-magnolie.htmlKurz vor ihrem 18. Geburtstag beschließt die junge Nordkoreanerin, die damals noch Min-young Park hieß, über den gefrorenen Fluss nach China zu schleichen. Ein letztes verbotenes Abenteuer, bevor sie erwachsen wird. Doch dann kommt es ganz anders, der Rückweg ist ihr versperrt und sie muss notgedrungen in China bleiben - in ständiger Gefahr entdeckt und ausgeliefert zu werden. Nachdem Mut zur Freiheit von Yeonmi Park gelesen hatte, wollte ich noch eine zweite Nordkorea-Biografie lesen, um vergleichen zu können. Und ich bin sehr froh darüber, denn Hyeonseo Lee gibt einem noch einmal völlig andere Einblicke in dieses Land. Beide Frauen stammen aus der Grenzstadt Hyesan und haben jahrelang illegal in China gelebt, bevor sie schließlich nach Südkorea flohen. Das ist jedoch auch schon alles, was die beiden gemeinsam haben.Im Gegensatz zu Yeonmi Park ist Hyeonseo Lee in Nordkoreas Oberschicht aufgewachsen und führte daher ein eher angenehmes Leben dort. Selbst die große Hungersnot musste sie nie am eigenen Leib erfahren. Allerdings war es sehr spannend, unter was für schlechten Umständen selbst die hochrangigen Familien zum Teil leben müssen. So beschreibt sie zum Beispiel eine Wohnung, in der die Familie gelebt hat, mit schwarzem Schimmel an der ganzen Außenwand und ohne Heizung oder warmes Wasser.Zudem hat Hyeonseo Lee viel länger die Schule besucht und auch die Jungpioniere, die entfernt vergleichbar mit der Hitlerjugend sein dürften. In China war ihr Weg ein sehr untypischer. Sie gelangte nicht durch Schleuser hinüber, sondern ging alleine und kam zunächst bei Leuten unter, die sie kannte. Bald schon jedoch musste sie sich allein durchschlagen und sie gehört wohl zu den ganz wenigen, die nie gezwungen waren im Rotlichmileu zu arbeiten. Auch ihre Flucht in den Süden könnte untypischer nicht sein. Man sagte ihr damals, sie gehöre zu den seltenen 1 %, die auf diesem Wege ins Land kommen. Umso schwieriger gestaltete es sich, ihre Familie nach zu holen. Ich habe wirklich mit ihr gelitten!Ich bin sehr froh, noch ein anderes Buch zu diesem Thema gelesen zu haben und war doch überrascht, wie wenig Gemeinsamkeiten die beiden Geschichten der jungen Frauen aufweisen. Aber es zeigt uns deutlich, dass es unzählige dieser Geschichten dort draußen gibt und auf lange Sicht möchte ich gerne noch mehr davon hören bzw. lesen.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Flucht aus Nordkorea

    Schwarze Magnolie

    LimitLess

    23. March 2016 um 11:23

    Nordkorea, ein Land über das man generell sehr, sehr wenig erfährt. Umso interessanter ist ein detailreicher Bericht einer ehemaligen Einwohnerin des Landes. Für mich war vieles unbegreiflich, die Unterdrückung, die Menschenrechtsverletzungen, das gegenseitige Ausspionieren. Durch Hyeonseo Lees Beschreibungen des Alltags, der Menschen, der Lebensumstände lernt man jedoch zu verstehen, warum die Nordkoreaner so sind wie sie sind, so handeln und so leben wollen und warum bis heute eine Diktatur wie diese fortbestehen kann. Die Biografie ist durchwegs spannend erzählt, Lee und ihr Co-Autor haben eine schöne Sprache für diese mutige und wichtige Geschichte gefunden, die mich unglaublich gefesselt hat. Lee erzählt aus ihrem Leben und dem Leben ihrer Familie. Es ist ein sehr ehrliches Buch, dass auch einen sehr guten Einblick in die Flüchtlingsthematik gibt. Zwar anderer Kontinent, andere Länder, andere Beweggründe. Ängste, Sorgen und Probleme sind jedoch die gleichen, wie es wahrscheinlich die Flüchtlinge heutzutage durchmachen. Auch Hyeonseo Lee lebte lange Zeit als "Illegale". Als könnte man als Mensch irgendwie illegal sein. Es wird Zeit, dass die Menschheit diese Beschreibung für Menschen endgültig aus dem Wortschatz streicht! Es ist nämlich nicht nur ein Bericht aus Nordkorea, sondern auch ein Bericht über ihre Flucht aus diesem Land. Lee hatte auch ziemlich viel Glück in ihrem Leben, dass sie jetzt da ist wo sie ist. Umso bedeutender ist es, dass sie sich für die Menschen in Nordkorea einsetzt, die es weniger leicht haben und ihre Geschichte ein Bewusstsein für die Lage in Nordkorea schafft. Ich habe Lee sehr gerne auf ihrer Reise begleitet, ihr kritischer Blick auf Vieles konnte mich überzeugen. Fazit Aufwühlend, erschreckend, mutig. Der Bericht aus der Hölle lässt niemanden kalt zurück. Es ist ein spannend erzählter autobiografischer Roman, den ich wirklich jedem empfehle. Es wird nicht nur sehr detailliert über das Leben in Nordkorea erzählt, sondern enthält auch eine wichtige Beschreibung einer Frau, die flüchtet und während ihrer Flucht durch China als illegal betrachtet wird. http://anjasbuecher.blogspot.com/2016/03/rezension-schwarze-magnolie-wie-ich-aus.html

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  • Autobiographisch UND Spannend!

    Schwarze Magnolie

    Mizuiro

    14. November 2015 um 21:58

    Nun, das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit, nämlich auf dem Leben der Autorin.  Wenn sich bei einem Roman das Gefühl einschleicht, dass das doch ein bisschen überspitzt oder unrealistisch oder übertrieben wäre und man jedes Mal ein bisschen genervter wird, wird man bei diesem Buch noch mehr geplättet und von dem Verlauf der Geschichte noch mehr gefesselt. Denn - und das ist ein großes Lob an eine solche autobiographische Geschichte - Schwarze Magnolie ist unglaublich spannend! Sicher, es mag daran liegen, dass ich mich bisher sehr wenig mit Nordkorea und damit, wie das Leben dort aussehen könnte, auseinander gesetzt habe, aber das Buch konnte mich von Anfang bis zum Ende begeistern. In der Mitte des Buches finden sich Fotos aus dem Leben der Autorin, die noch einmal verdeutlichen, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt, die hier erzählt wird. Wer aber jetzt glaubt, es würde 415 Seiten nur über eine schlimme Zeit im bösen Nordkorea gehen, irrt sich übrigens (und hat offensichtlich auch den Klappentext nicht gelesen, hähä): Schwarze Magnolie erzählt auch das Leben der Autorin NACH ihrer Zeit in Nordkorea und die ist im Übrigen auch nicht weniger verstörend und spannend! Das Buch regt zum diskutieren an, über politische Zusammenhänge und gesellschaftliche Systeme, und wenn sogar ICH das sage, die ich Politik im Normalfall für ein grauenvolles Gesprächsthema halte, dann heißt das was, meine Lieben! Leider habe ich es nur in der deutschen Übersetzung gelesen, aber dafür hat mich auch der Schreibstil sehr angesprochen. Es wirkt authentisch, wenn man das so sagen kann... Naja, der Stil passt einfach. Alles in Allem finde ich das Buch einfach gelungen und vergebe fünf Sternchen.

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  • Ein aufschlussreiches Buch über ein erschreckendes Land

    Schwarze Magnolie

    Hexchen123

    07. October 2015 um 12:11

    Ein spannender Lebensbericht, welcher mich sehr berührt hat. Aus den Schlagzeilen kennen wir Nordkorea schon lange, doch was innerhalb der Grenzen vor sich geht, darüber gibt es nur wenige Aussagen. Eigentlich hatte Hyeonseo ein glückliche Kindheit. Geliebt von Ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, aufgewachsen mit ihrem Bruder. Es war normal, dass man seit frühester Kindheit mit dem Kim-Regime aufgewachsen und dementsprechend erzogen wurde. Der Schulunterricht bestand hauptsächlich aus Auswendig lernen und Übungen für die Feiern zu Ehren des Führers. Das Denunzieren und Bespitzeln wurde schon in der Schule geübt, so dass man als Erwachsener perfekt darin war. Es gehört zum normalen Alltag in Nordkorea. Erst als junge Erwachsene verstand Hyeonseo, dass man keiner Menschenseele trauen konnte. Wird man verraten, so kommt man schnell in das gefürchtete Arbeitslager oder wird öffentlich hingerrichtet. Selbst ihr Stiefvater starb unter mysteriösen Umständen in einem Krankenhaus, nachdem er zuvor unter Beobachtung stand und später gefoltert wurde. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag beschließt Hyeonseo, den grenznahen Fluss nach China zu überqueren, um ihre Verwandten dort zu besuchen. Ihr Ausflug sollte eigentlich nur ein paar Tage dauern, doch dann erhält sie die Nachricht, dass sie nicht nach Nordkorea zurückkehren kann. Ihre Flucht sollte 10 Jahre dauern, bis sie endlich sicheren Boden in Südkorea unter den Füßen hatte. Doch selbst dann war der Alptraum nicht zu Ende. Erneut begibt sich Hyeonseo in Gefahr, um ihre Mutter und ihren Bruder ebenfalls aus Nordkorea zu befreien und in den Süden zu holen. Wenn man dieses Buch liest denkt man eigentlich, man hat es mit einem Scientfiction-Roman zu tun. Leider ist es aber die harte Realität und ich stellte mir öfters die Frage, wie es sein kann, dass so eine Welt, so ein Land mit solch einer Diktatur tatsächlich noch existiert. Die Zustände dort sind so schlimm, dass man eigentlich gar nicht darüber nachdenken will. Unterdrückung, Hungersnot, Folter und Tod sind an der Tagesordnung und der „geliebte“ Führer lacht sein syphisantes Lächeln von allen Ecken und Wänden. Hyeonseo und all die anderen Menschen welche sich wagen dieses Land zu verlassen, koste es was es wolle und selbst den Tod in Kauf nehmen, sind zu bewundern. Nicht umsonst heißt der Titel dieses Buches „Ein Bericht aus der Hölle“, er hat sich bestätigt von der ersten bis zur letzten Seite. Das Buch „Schwarze Magnolie“ ist sehr einfach, interessant und spannend geschrieben. Dennoch kommt man nicht so lässig durch die Seiten, da man das gelesene auch erst einmal verarbeiten muss. Es gewährt uns tiefe Einblicke in dieses fremde Land und lässt so manche Gefühle in einem aufwallen. Abgerundet wird das ganze noch durch mehrere Farbfotos und zwei Landkarten welche die Flüchtlingsrouten und die Umzüge der Familie innerhalb Nordkoreas zeigen. Mein Fazit Wer Biographien mag und sich auch noch für das Land Nordkorea interessiert ist hier gut aufgehoben. Man erfährt sehr viel über das Leben in diesem Kim-Regime – zurück bleibt Dankbarkeit, dass es sich in unserem eigenen Land so viel besser leben lässt.

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  • Grausam und fesselnd und spannend, wunderbares Buch!

    Schwarze Magnolie

    krissysch

    27. September 2015 um 18:47

    Hyeonseo Lee wird in Nordkorea geboren und verbringt dort ihre Jugend. Als Kind nimmt sie erste Anflüge wahr, dass der Führer und die Regierung ihres Landes sehr streng sind und lernt mit der Zeit, sich anzupassen und sichanderen gegenüber zu verstellen, um sich und ihre zu Familie zu schützen. Denn schon eine falsche Äußerung, eine winzige Kleinigkeit, könnte in ihrem Land harte Strafen mit sich ziehen. Während sie auch die Grausamkeit ihrer Regierung, Hinrichtungen, verhungernde Menschen und Folter sieht, erfährt sie aber auch gleichzeitig die Liebe ihrer eigenen Familie. Als sie schließlich Verwandte in China besuchen möchte, kann sie plötzlich nicht mehr zurück und muss von da an auf sich allein gestellt und illegal in China überleben, mit dem Wunsch, es bis nach Südkorea zu schaffen und ihre in Nordkorea zurückgebliebene Familie ebenfalls mit dort hinzunehmen. Doch all dies scheint nahezu unmöglich, denn wird sie in China entdeckt, so würde sie nach Nordkorea zurückgeschickt, wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach der Tod erwarten würde.. Für mich persönlich war alles rund um Nordkorea ein Thema, das ich zwar sehr interessant finde, aber leider nur sehr wenig darüber weiß. Daher wollte ich Schwarze Magnolie sehr gerne lesen und habe gehofft, dass es mir neben politischen Hintergründen und Infos zu Traditionen und Lebensweisen der Nordkoreaner auch gefallen wird, weil es mich fesselt und berührt. Und tatsächlich ist Schwarze Magnolie ein Buch, das alles davon hat! Hyeonseo Lee führt ein sehr bewegendes Leben und ich musste mir beim Lesen immer wieder in Erinnerung rufen, dass sich diese Erlebnisse niemand ausgedacht hat, sondern dass ihr alles wirklich passiert ist. Sie erzählt von den verschiedenen Abschnitten in ihrem Leben, wie zum Beispiel ihrer Kindheit in Nordkorea und ihrem Besuch in China, von dem sie schließlich nicht mehr nach Nordkorea zurückkehren konnte. Dabei schafft sie es auf unglaubliche Weise, alles interessant werden zu lassen und genau die Details aus ihrem Leben zu erwähnen, die man als Leser spannend findet. Der Erzählstil ist dabei sehr gut gewählt, eine gelungene Mischung aus sachlichen Berichten und Emotionen, die die Seiten nur so dahinfliegen und den Leser in ihr Leben eintauchen lassen. Das Besondere an dem Buch ist der Mix aus ihren eigenen Gefühlen, Berichten über die politische Lage und wie sie diese zur jeweiligen Zeit wahrnimmt,  Erinnerungen an Gesetzte, die Grausamkeit des Landes, aber auch dessen Schönheit, und viele kleine Details, die das Leben der Nordkoreaner beschreiben. All das hat mir sehr, sehr gut gefallen. Das Buch war für mich nicht nur spannend, weil ich mehr über die politischen Hintergründe erfahren habe, sondern vor allem weil Hyeonseo Lee so ein bewegendes Leben geführt hat, in dem schon so viel passiert ist, dass man sehr viel daraus lernen und mitnehmen kann. Denn obwohl sie und ihre Familie sehr viel schlimmes miterlebt haben, gibt es auch viele schöne Momente in dieser Geschichte und Hyeonseo zeigt immer wieder, wie stark sie ist und dass man nicht aufgeben sollte. Egal welche Schwierigkeiten sich ihr in den Weg gestellt haben, sei es als Kind so zu tun als verehre sie ihren Führer mehr als alles andere,  illegal und allein in China zu überleben oder ihrer Familie Geld über die Grenze nach Nordkorea zu schmuggeln - sie ist eine Frau, die man nur bewundern kann, für das was sie erreicht hat und für das was sie tut. Ich war beim Lesen schockiert, welch Grausamkeit in der Nordkoreanischen Regierung herrscht, wie mit dem Volk umgegangen wird, wie schwer das Leben dort ist. Und gleichzeitig fasziniert, wie wichtig die Familie in diesem Land ist, wie stark und mutig viele der Menschen sind und was sie alles versteckt vor der Regierung tun. Wenn euch solche Schicksale oder Kultur und Hintergründe von Nordkorea interessieren, dann solltet ihr unbedingt dieses Buch lesen! Es war unglaublich erschreckend und traurig, gleichzeitig aber auch spannend und interessant. Und es nimmt den Leser mit auf eine Reise in eine andere Welt. Eine Reise voller Angst und Unterdrückung, aber auch Freiheit. Auf eine Reise in Hyenseo Lees Leben.

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  • Ein sehr interessantes Buch

    Schwarze Magnolie

    Legra

    17. September 2015 um 21:48

    Die Geschichte von Hyenseo Lee ist bewegend sowie erschütternd. Sie erzählt von ihrem Leben, ihrer Flucht aus Nordkorea und von den vielen schrecklichen Dingen, die sie auf diesem Weg erleben musste. Das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen und bin immer noch geschockt über die tragischen Erlebnisse. Dass dies im heutigen Zeitalter noch gegeben ist, kann man sich kaum vorstellen. Oft musste ich mir in Erinnerung rufen, dass sie es wirklich erlebt hat und es heute noch so ist. Es ist einfach schrecklich, aber gleichzeitig auch sehr interessant! Mit diesem Buch habe ich nun einen tieferen Einblick bekommen.

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  • Spannend und erschreckend zugleich

    Schwarze Magnolie

    Luiline

    29. August 2015 um 14:30

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Buch "Schwarze Magnolie - Wie ich aus Nordkorea entkam; Ein Bericht aus der Hölle" von Hyeonseo Lee mit David John. Vorab möchte ich sagen, dass es sehr schwer ist, so ein Buch zu bewerten, da es sich nicht um Fiktion handelt. Die Autorin hat ihr Leben geschildert, daher kann man an dem Inhalt ja nichts kritisieren. Kurzinformationen: Verlag: Heyne / Erscheinungsjahr: Juli 2015 / Originaltitel: "The Girl with Seven Names" (2015) /Seitenzahl: 415 / ISBN: 978-3-453-20075-3 / Preis: 19,99 € (Hardcover mit Schutzumschlag) / Auch als eBook erhältlich! Zum Inhalt: Hyeonseo Lee wächst in Nordkorea auf. Das Wort des »großen Führers« Kim Il-sung ist unangefochtenes Gesetz, öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Als Mitte der 1990er-Jahre eine Hungersnot ausbricht, wird Hyeonseo Lee als Teenager ganz allein nach China zu Verwandten geschickt. Dort lebt sie zehn Jahre lang als illegale Einwanderin, ständig in der Angst, von den chinesischen Behörden aufgegriffen und abgeschoben zu werden. Schließlich wagt sie den Schritt und gelangt unentdeckt nach Südkorea. Dort ist sie ganz auf sich allein gestellt, ohne Freunde, ohne Verwandte. Eines Tages erhält sie die Nachricht, dass ihre Familie aufs Land abgeschoben werden soll – wegen der schlechten Versorgungslage in Nordkorea ein fast sicheres Todesurteil. Hyeonseo Lee macht sich auf, ihre Mutter und ihren Bruder zu retten. Kann es gelingen, eine ganze Familie heimlich außer Landes zu bringen? Eine abenteuerliche Flucht beginnt. Meine Meinung: Zunächst lässt sich sagen, dass der Buch sehr schön gestaltet ist. Vorne und hinten gibt es eine Karte, wo man die Route der Autorin und ihrer Familie verfolgen kann. Innen gibt es ein paar Seiten mit Fotos. Das Buch ist keine leichte Lektüre. Zunächst beschreibt die Autorin das Leben ihrer Mutter und wie diese ihren Vater kennengelernt hat. Am Anfang muss man sich an die Namen der Menschen und Orte gewöhnen und man wird mit Informationen überhäuft. Dadurch war der Einstieg in das Buch nicht ganz so leicht. Dann begleitet man die Autorin durch ihre Kindheit und Jugend und schließlich auf ihrer Flucht. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin in ihrer Erzählung etwas springt und es war kein klarer Faden zu erkennen. Im Laufe des Buches hat sich das aber gelegt und die Erzählung wurde strukturierter. Manche Episoden waren interessanter als andere, aber wenn man sich beim Lesen immer wieder in Erinnerung gerufen hat, dass das wirklich passiert ist, dann musste man an manchen Stellen doch ziemlich schlucken. Die Autorin erzählt ihre Geschichte und trotzdem meinte man an manchen Stellen, dass man einen Roman liest. Die ein oder andere Szene war etwas wirr und holprig und ich hatte das Gefühl nicht alles richtig verstanden zu haben. Da hätte ich mir ruhig etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Man bekommt viele Einblicke in das Leben der Nordkoreaner und trotzdem kann man es sich nicht vorstellen, dass so etwas heutzutage noch existiert. Die Kapitel waren meist recht kurz und ich konnte oft nur wenige Kapitel am Stück lesen. So konnte ich das Gelesene erst verarbeiten, aber trotzdem wollte ich immer sofort wissen wie es weitergeht.Die letzten hundert Seiten habe ich dann aber an einem Stück gelesen. Fazit: Eine anspruchsvolle Lektüre, die ich jedem ans Herz legen kann, der sich für die Thematik rund um Nordkorea interessiert. Man bekommt einen spannenden und grausamen Einblick in das Leben eines Menschen, der unter der Diktatur zu leiden hatte, aber einen Weg in die Freiheit gefunden hat. Daher gibt es von mir 4 Sterne!

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  • Ein Buch zum Nachdenken!

    Schwarze Magnolie

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. August 2015 um 12:25

    Die Autorin Hyeonseo Lee beschreibt in "Schwarze Magnolie" ihr Leben und ihre Flucht aus Nordkorea. Ihre Biographie reicht von ihrer Kindheit in einem der am meisten isolierten Länder der Welt über ihre eher zufällige Flucht nach China und dem jahrelangen Versteckspiel aus Angst vor Deportation bis hin zu ihrer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat über Menschenrechtsverstöße in Nordkorea. Ausgrenzung und Verfolgung sowie die Indoktrinierung einer ganzen Bevölkerung durch Gewalt und Unterdrückung waren prägend im Leben der Nordkoreanerin, die aufgrund dieser Umstände auch mehr als einmal ihren Namen ändern musste. Dieses Buch schwere Kost zu nennen, wäre Wahrheit und Lüge zugleich. Hyeonseo Lee schreibt mit einer Leichtigkeit, die man eher in einem Roman vermuten würde. Ich hätte "Schwarze Magnolie" vermutlich verschlungen und in einem Tag durch gehabt, wenn da nicht das Thema gewesen wäre. Diese Biographie ist harter Stoff. Es ist keine Erfindung, keine phantastische Erzählung. Die komplette Rezension gibt es auf meinem Blog.

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