I.G. Nikolov

 4.1 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Niani.

Lebenslauf von I.G. Nikolov

Ivana G. Nikolov wurde 1986 in Serbien geboren. Ihr erstes Buch schrieb sie im Alter von sieben Jahren und hütet es noch heute in einer Schublade. Doch zunächst studierte sie Geoökonomie, machte einen Master in Marketing und Public Relations und arbeitete mehrere Jahre in der Werbebranche. Dann entschied sie sich, doch wieder Schriftstellerin zu sein.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von I.G. Nikolov

Cover des Buches Niani (ISBN:9783944359281)

Niani

 (9)
Erschienen am 01.07.2017

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Rezension zu "Niani" von I.G. Nikolov

Fantasyabenteuer zum Nachdenken
Denii_rambo013vor einem Jahr

Irgendwo, auf einem weit entfernten Mond lebt der Stamm der Uhala. Hier haben die Frauen die Hosen an und bestimmen, wie gelebt wird. Niani, ein junger Krieger des Stammes, hat davon die Nase gestrichen voll. Als er dann auch noch Eleani, die zukünftige Herrscherin des Stammes begleiten und beschützen soll, könnte sein Verhalten nicht ambivalenter sein. Einerseits hasst er diese Frau aus ganzem Herzen, andererseits schwört er, sie zu beschützen.

Und je mehr Seiten ich umblätterte, desto größer wurde meine Faszination für das Buch. Es mag an einigen Stellen vielleicht ein wenig langatmig sein, doch die Autorin lässt diese winterliche Welt ... diesen winterlichen Mond vor dem inneren Auge des Lesers entstehen, so gut ist alles beschrieben und ausgeschrieben worden. Außerdem lernt man eine völlig fremde Kultur kennen, die ihren eigenen Regeln und Lebensweisen folgt und mit den unwirtlichen Lebensbedingungen zu kämpfen hat.

Unterwegs werden Entscheidungen getroffen, Gefühle kultiviert und allerlei nicht freundlich gesinnten Lebewesen getrotzt. Es wird spannend, gefühlvoll und man fiebert unweigerlich mit der Gruppe rund um Niani und Eleani mit. 

Pluspunkte gibt es für die massiven Charakterentwicklungen, denn kein Charakter denkt und handelt am Ende wie noch zu Anfang. Gerade Niani reift auf dieser Reise heran, erkennt seinen Platz in der Welt und beginnt, viele Begebenheiten zu verstehen, die ihm vorher nicht in den Kram passten.

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Rezension zu "Niani" von I.G. Nikolov

Eine abenteuerliche Reise
Kapitel94vor einem Jahr

Auf einem uns fremden Planeten lebten einst vier Stämme zusammen: die Belai, die Meandi, die Isnari und die Olumdu. Wie bei so vielen anderen Völkern auch, mussten die Männer das Überleben aller sichern und verfügten somit auch über die Entscheidungsgewalt. Doch ihre Vorliebe zum Krieg trieb die Stämme letztendlich auseinander: die Belai zogen in den Norden und nannten sich die Uhala, die Meandi gingen in den Süden, die Isnari in den Osten und die Olumdu in den Westen. Da jedoch alle paar Jahrhunderte ein Sonnensturm auf ihrem Planeten wütet, hat nur der Stamm der Uhala überlebt, denn diese reisten zu einem kleinen Mond, der nicht von der Sonne sondern von dem Stern La’aka erhellt wird. Doch auch auf Unatsu, so der Name des Mondes, scheint das Leben der Uhala in Gefahr zu sein, denn der Winter wird so bitterkalt, dass sie in den Untergrund flüchten müssen und auch das Licht von La’aka löscht regelmäßig alles Leben auf der Oberfläche aus. Schon bald trauen sich die Uhala nicht mehr aus ihren Höhlen, weswegen sich auch ihr Erscheinungsbild ändert: Ihre einst dunkle Haut- und Haarfarbe verblasste, ihre Haare wurden silbern, ihre Haut schneeweiß.

Ihre Lebensgewohnheiten erlebten ebenfalls einen Wandel. Da die Macht der Männer vier Stämme auseinander trieb, ernennen die Uhala eine Frau zur Anführerin – die Große Mutter. Als diese nun in einer Vision sieht, wie La’akas Licht selbst das Leben in den Höhlen auslöscht, beauftragt sie eine kleine Gruppe von Kriegern, Heilern und einer neuen Großen Mutter, in den Osten zu ziehen, um die Erhaltung des Stamms zu sichern. Mehrere Monate lang müssen sich die Uhala durch dichte Schneewehen kämpfen, sie werden von Garnas – den gefährlichsten Lebewesen – angegriffen und müssen in der Kälte einige Verluste in Kauf nehmen. Doch vor allem für Niani ist dies keine einfache Reise. Als Sohn der ehemaligen Großen Mutter Anehi und Gefährte der neuen Anführerin Eleani hat er eine der wichtigsten Aufgaben: Er muss Eleani mit seinem Leben beschützen und das klingt leichter als es tatsächlich ist, denn er hasst seine Gefährtin und die erniedrigende Art und Weise wie sie die Männer behandelt.

Normalerweise brauche ich immer ein paar Kapitel, um mich in einen Fantasyroman einzufinden, doch bei Niani – Der Schneekrieger war ich von Anfang an tief in die Geschichte gezogen worden. Langsam wird einem die neue Umgebung mit ihren Sitten und Bräuchen erklärt, es fühlte sich beinahe so an, als würde mich Niani an die Hand nehmen und mir sein Volk geduldig vorstellen. Die Spannung lässt dann aber auch nicht lange auf sich warten, die kleine Gruppe von Kriegern zieht los und wird immer wieder neuen Gefahren ausgesetzt. Hier hätte ich es schön gefunden, wenn die Herausforderungen etwas variiert hätten: Mehr als einmal müssen die Uhala gegen einen Garna kämpfen oder in einem schlimmen Schneesturm Schutz suchen. Es kam mir manchmal so vor, als würden sich einige Situationen wiederholen und das nahm dem Buch ein wenig die Spannung.
Doch vor allem Niani, sein bester Freund Mirlan und Eleani hatten es mir wirklich angetan. I.G. Nikolov hat es geschafft, die Charaktere so greifbar darzustellen, dass man sich als Teil der Uhala fühlt. Ich habe mit ihnen gekämpft, gelitten, mich mit ihnen gefreut und geärgert und am Ende sogar ein klein wenig Trennungsschmerz empfunden. Niani – Der Schneekrieger ist zwar kein actiongeladener Fantasyroman, der einen zittern und bangen lässt, dafür enthält er unvorhersehbare Wendungen und fiktionale Freunde, an die ich mich gern zurückerinnere und die ich vielleicht sogar ein zweites Mal besuchen werde.

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Rezension zu "Niani" von I.G. Nikolov

Sehr interessante Geschichte
histerikervor 2 Jahren

Inhalt:
Niani ist ein Krieger auf dem Mond Unatsu. Sein Volk lebt im Winter immer in Höllen unter der Erde, so dass er bis jetzt keinen Schnee gesehen hat. Als die Große Mutter ihn und seine 17 Gefährten auf eine lange Reise schickt, wird es sich ändern.

Bewertung:
Mir hat das Buch sehr gefallen. Die Idee war interessant und mit keiner anderen Geschichte, die ich kenne vergleichbar. Das finde ich schon eine Leistung, manchmal ähneln sich die Bücher in diesem Genre schon sehr.
Vor allem die Problematik des Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Struktur habe ich nicht erwartet und daher war ich positiv überrascht. Natürlich gab es hin und wieder Parallelen, aber diese waren nicht sehr offensichtlich und die Geschichte behielt ihre Eigenständigkeit.
Die Charaktere waren gut gewählt, man hatte welche, mit denen man sich identifizieren konnte und welche, die einem nicht zusagten. Was mir aber sehr gefiel, war, dass keiner der Hauptcharaktere nur schwarz-weiß war (bei den Nebencharakteren lässt es sich wahrscheinlich nicht ganz vermeiden). Trotz der Tatsache, dass der Titel nur den Protagonisten erwähnt, spielen die Frauen hier eine große Rolle und das gefiel mir an dem Buch.
Mein einziger Kritikpunkt hat nichts mit der Geschichte selber zu tun, sondern mit dem Lektorat. Es waren sehr viele Rechtschreibfehler oder zusätzliche Wörter im Text, dass es teilweise auf jeder Seite vorkam. Dies hat für mich den Lesefluss sehr gestört. Da ich es aber der Autorin nicht ankreiden will, bewerte ich es nicht.

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