I.L. Callis

 3.9 Sterne bei 9 Bewertungen
I.L. Callis

Lebenslauf von I.L. Callis

Ein beängstigendes Gedankenspiel um die Zukunft der Menschheit: I.L. Callis ist gebürtige Italienerin, jedoch wuchs sie in den Hauptstädten Deutschlands und Frankreichs auf. Für ihr Jura-Studium zog sie nach Salzburg. Neben ihrer juristischen Tätigkeit sammelte sie beim ORF erste journalistische Erfahrung und forschte später am Institut für Europäische Rechtsgeschichte zur nationalsozialistischen Gesetzgebung. Sie verfolgte die Entwicklung der neuesten Forschung zur Gen-Scheren-Technik CRISPR. Mit deren Hilfe ist es nicht nur möglich, die DNS von Lebewesen und Pflanzen zu verändern, die Eingriffe sind zudem nicht mehr nachvollziehbar. Der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, Eingriffe in das Erbgut von Pflanzen und Tieren mittels dieser Technologie als solche zu kennzeichnen, sieht Callis daher als die einzig richtige an. Sie beschäftigt sich weiter mit dem Thema, spricht über zwei Jahre hinweg sowohl mit Forensikern, Mikrobiologen, Medizinern als auch Ethikern und betreibt den Blog „Das Alphabet der Schöpfung“. In ihrem gleichnamigen Thriller-Debüt denkt sie die Thematik weiter und erzählt vom Journalisten Alexander Lindahl. Dieser bekommt die Möglichkeit, über das Gentechik-Unternehmen Phoenix zu schreiben. Während er zunächst begeistert ist, merkt er bald, dass die Firma dabei ist, Grenzen der Ethik zu überschreiten und die Zukunft der Menschheit zu gefährden.

Neue Bücher

Im Jahr der Finsternis

 (1)
Neu erschienen am 21.03.2019 als Hardcover bei Emons Verlag.

Alle Bücher von I.L. Callis

Das Alphabet der Schöpfung

Das Alphabet der Schöpfung

 (8)
Erschienen am 20.09.2018
Im Jahr der Finsternis

Im Jahr der Finsternis

 (1)
Erschienen am 21.03.2019

Neue Rezensionen zu I.L. Callis

Neu

Rezension zu "Im Jahr der Finsternis" von I.L. Callis

Beängstigender Politthriller
Danielakruegervor 2 Monaten

Die Vergangenheit darf sich nicht wiederholen

And if all others accepted the lie which the Party imposed- if all records told the same tale- then the lie passed into history and became truth. George Orwell "1984"

Umbruchstimmung in Europa. Während die "Bewegung", die ihren Sitz in Wien und Verbindungen nach Deutschland hat, die Bevölkerung durch gezielte Falschinformationen und Gerüchte zu beeinflussen versucht, plant die französische Gruppierung "Gladius" bereits einen Anschlag, dem sie jemand anderen in die Schuhe schieben wollen, - um Unruhe zu stiften und Ängste zu schüren.

Ziel dieser beiden Bewegungen ist es, die Bevölkerung davon zu überzeugen, Europa von den Ausländern und Flüchtlingen zu befreien und sich wieder mehr um das eigene Volk zu kümmern.

Zitat S.72
Bei ihrer Arbeit fühlte sich Sophie oft wie ein Hirte, der eine Herde Schafe zu deren Schutz vor sich hertrieb.

Zur selben Zeit fliegt der Rechtsanwalt Viktor Hellberg mit seiner Tochter nach Wien, um seine Mutter, die bekannte Kriegsfotografin Simone Colbert zu bestatten.
Er weiß nicht, was seine Mutter in Wien vor hatte und möchte diese "Angelegenheit" schnellstmöglich hinter sich bringen.
Doch plötzlich wird seine Tochter Marie entführt. Die Entführer wollen etwas, dass Simone in ihrem Besitz hatte.
Und langsam dämmert es Viktor, in welche Machenschaften seine Mutter verstrickt war.

Zitat S.145
Es gibt eine bewährte Doppelstrategie für militärische Operationen: Für Angriffskriege redet man den gebildeteren Teilen der Bevölkerung eine humanitäre Intervention ein - dem Rest der Bevölkerung macht man Angst vor einem gefährlichen Feind.

Schon der Klappentext weckte meine Neugierde, denn was kann in Zeiten der Flüchglingskrise und politischen Neugruppierungen wie der AFD aktueller sein, als das Thema dieses Buches?

Im Grunde geht es darum, dass man nicht alles glauben kann, was einem die Politik und die sozialen Netzwerke suggerieren wollen. Die Verschwörungstheorie in diesem Thriller ist realistisch und absolut beängstigend, wie gewisse Personengruppen die Bevölkerung wie Marionetten in einem Spiel bewegt.
Um das ganze Thema nicht zu trocken werden zu lassen, ist es anhand einer actionreichen Geschichte dargestellt und mit viel Wissen gespickt.

Ein Attentat, eine Entführung und ganz viele Lügen.
Ich persönlich lese eher keine politischen Bücher. Dieses jedoch hat die Autorin so aufregend und geschickt verpackt, dass man nur so durch die Seiten fliegt und man nur hoffen kann, dass diese Machenschaften rein fiktiv sind.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet und auch die Szenen sehr ansehnlich beschrieben. Ich bin positiv überrascht und hatte nicht damit gerechnet, dass mir dieser Thriller so gut gefallen würde.

Fazit: Ein absolut aufregender und actionreicher Politthriller, gut recherchiert und absolut aktuell.
Toller Stoff für einen Kinofilm.

Kommentieren0
3
Teilen

Rezension zu "Das Alphabet der Schöpfung" von I.L. Callis

Ein guter Wissenschaftsthriller
loewevor 5 Monaten

Den emons Verlag kenne ich seit vielen Jahren. Ich liebe die Regional Krimis und auch die Serie 111 Orte ist in meinem Buchregal zu Auf vertreten. Diese Titel sind aber alle als  Taschenbuch erschienen.

Um so mehr habe ich mich gefreut mit „Das Alphabet der Schöpfung“ ein Hardcover in den Händen zu halten. Bücher aus Papier sind eben immer etwas tolles, aber ein schön gebundenes Hardcover macht einfach noch mal mehr Spaß  Auch das Cover gefällt mir ausgesprochen gut.

Ich habe schon den einen oder anderen Wissenschaftsthriller gelesen und einige waren mir dann doch einen Tick zu wissenschaftlich, so dass der Unterhaltungswert leider etwas auf der Strecke geblieben ist. Da braucht man in diesem Fall definitiv keine Angst zu haben. Ein Wissenschaftsthriller ja, aber alles gut verständlich umgesetzt, so das genügend Raum für die Spannung und die Unterhaltung bleibt 

I.L. Callis hat einen Schreibstil, der mich gleich mit den ersten Seiten so an das Buch gefesselt hat, das ein beiseite legen schier unmöglich war!

Gentechnik…ein bedeutsames Thema wurde hier aufgegriffen. Die Autorin hat mit dem Journalist Alexander Lindahl eine interessante Persönlichkeit erschaffen. Ich empfinde die Figur als rund und stimmig aufgebaut, aber auch die anderen Protagonisten sind passend. Zum Teil erscheinen mir die Charaktere zwar etwas überspitzt, aber wenn man sich vorstellt was alles in einem Unternehmen abgeht, welches sich mit solch kühnen „Zukunftsvisionen“ beschäftigt, da müssen die Figuren ja schon etwas speziell sein, oder?

Es hat mir gut gefallen Alexander Lindahl zu begleiten. Ich möchte gar nicht so genau wissen wie weit die Wissenschaft, beziehungsweise einige Unternehmen schon gegangen sind…Ich befürchte das einige Ansätze die die Autorin uns hier in ihre Thriller verarbeitet hat wahrscheinlich gar nicht mehr so in weiter Ferne liegen 

Auch wenn ich die eine oder andere Handlung von der Hauptfigur nicht so ganz stimmig empfunden habe, so konnte ich dem Buch doch einiges abgewinnen. Für mich gab es mit diesem Titel viele schöne Lesestunden!

 

Kommentieren0
27
Teilen

Rezension zu "Das Alphabet der Schöpfung" von I.L. Callis

Frankenstein lässt grüßen!
schillerbuchvor 6 Monaten

Ein chinesisches Experiment, bei dem menschliches Erbgut mit einer Genschere manipuliert wurde, entsetzt zur Zeit die Forscherwelt. Der Wissenschaftsthriller von I.L.Callis bekommt dadurch eine erschreckende Aktualität und ich danke dem Emons Verlag, der mir ein kostenloses Leseexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt hat und mir so diese Lektüre möglich gemacht hat.

Der Inhalt

Alexander Lindahl ist Journalist, der sein Geld als freier Journalist von Reisereportagen verdient, in denen er hinter die glatten Kulissen der Länder schaut, die er bereist. Ein Studienfreund unterbreitet ihm ein lukratives Angebot: Er soll ein Buch über seine Firma Phoenix schreiben, ein international organisiertes Pharmaunternehmen, das vor allem im Bereich innovative Impfstoffe forscht. Alexander nimmt das Angebot an, merkt jedoch schnell, daß bei Phoenix noch andere Forschungsprojekte laufen, die strengster Geheimhaltung unterliegen. Sein Instinkt signalisiert ihm, daß hier etwas ganz und gar nicht stimmt: Er wird überwacht, einige Mitarbeiter wurden krank oder sind auf merkwürdige Art und Weise zu Tode gekommen,  das alles nährt sein Misstrauen. Er versucht, mehr über die Arbeit in der Firma herauszufinden und stößt auf ein geheimes Forschungsprojekt, dessen Kühnheit ihn entsetzt…..

Die Hauptpersonen

Alexander Lindahl ist ein Journalist, dem es vor allem darum geht, Missstände aufzudecken und Öffentlichkeit für sie zu schaffen. Seine Erfahrung ist, daß die Regierungen in aller Welt diese scheuen und dadurch immer wieder zum Handeln gezwungen werden. Als er den Auftrag, das Buch über Phönix zu schreiben, übernimmt, weiß er, daß Max van Damme, sein Komilitone und Firmengründer, darin die Arbeit seiner Firma für Laien verständlich beschrieben haben möchte mit dem Ziel, Fördergelder aus der Industrie einzuwerben. Max van Damme ist ehrgeizig und hat eine Vision für sein Unternehmen: „Phönix dient den Menschen“ ist sein Wahlspruch.

Alexander steht Firmen wie Phönix kritisch gegenüber, aber das Angebot ist so lukrativ, daß er sich darauf einlässt. Schon an seinem ersten Tag wird ihm ein Betreuer an die Seite gestellt, Maik, und er merkt schnell, daß es hier nicht um Betreuung, sondern um Überwachung geht. Als er auf das geheime Forschungsprojekt Lazarus stößt, dessen ursprünglicher Forschungsleiter mit einem Burnout in einer psychiatrischen Klinik landet, wird ihm klar, daß er jetzt zu viel weiß. Selbst wenn er seinen Auftrag nun abbricht, wird  er aus dieser Geschichte nicht mehr herauskommen. Als er im Moor des Spandauer Forsts auf eine geheime Forschungssation trifft, wird ihm das ganz Ausmaß des Projekts bewußt und er weiß, daß er alles dafür tun muß, es zu stoppen.

Meine Meinung

Dieser Thriller ist wirklich spannend und hat ein hochaktuelles Thema: Wie weit kann Forschung gehen, was für eine Rolle spielen enthische Grundsätze noch, wenn Forscher Möglichkeiten haben, Grenzen zu überschreiten? Dies oft unter dem (womöglich gut gemeinten) Vorwand, medizinischen Fortschritt zu ermöglichen, aber mit Folgen, die möglicherweise unbeherrschbar sind. I.L.Callis ist das Pseudonym der Thriller-Autorin Ines Eberl, die für diesen Roman 2 Jahre lang recherchiert hat, am Ende des Buches gibt es ein Quellenverzeichnis und Hinweise auf die beratenden Wissenschaftler. Man merkt, daß sie eine erfahrene Thrillerautorin ist, sie hält die verschiedenen Handlungsstränge souverän in der Hand. Als Leser*innen wissen wir immer mehr, als die Hauptperson Alexander Lindahl: Zum Beispiel, daß ein Forschungleiter sich auf eine riskante Spiongetätigkeit eingelassen hat, wie die Leitung von Phönix versucht, das aus dem Ruder gelaufene Lazarusprojekt zu beenden oder wie eine Gerichtsmedizinerin, bei der Untersuchung der Jacke eines im Spandauer Forst verschwundenen Jungen auf Genspuren stößt, die sie kaum für möglich hält.

Dabei ist dieser Thriller nicht unbedingt etwas für empfindsame Leser*innen: Die Szenen im Moor des Spandauer Forstes haben einen richtigen Ekelfaktor und es gibt ziemlich viele Tote. Hier stellte ich mir, wie schon öfter bei der Lektüre von Thrillern, in denen es um die Pharmaindurstie geht, wie realistisch eigentlich die beschrieben Szenarien sind: Skrupellosigkeit unterstelle ich ihnen durchaus, aber ob sie tatsächlich auch über Leichen gehen?

Was mich bei der Lektüre etwas gestört hat war, wie in mir als Leserin von Anfang an mit einer gewissen Penetranz der Verdacht geschürt wurde, daß in diesem Konzern etwas ganz und gar nicht stimmt – das hätte ich mir subtiler gewünscht. Manches ist auch ziemlich plakativ, so zum Beispiel wenn Alexander auf dem Weg zu seinem ersten Gespräch mit Phönix im Taxi an einer roten Ampel neben einem Kinoplakat zum Film „Metropolis“ hält, dem Film von Fritz Lang, in dem ein Professor einen künstlichen Menschen erschafft. Ich habe das jedoch in Kauf genommen, denn das Thema hat mich gefesselt und der Roman hat eine Dynamik entwickelt, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich vergebe deswegen aber nur 4 Sterne.

Fazit: Spannende Lektüre mit Tiefgang, die zum Nachdenken anregt.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 27 Bibliotheken

auf 9 Wunschlisten

von 6 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks