I.M.D. 100% Bulle

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Inhaltsangabe zu „100% Bulle“ von I.M.D.

Sie heißen Catturandi und bilden die sagenumwobene Elitetruppe der Polizei von Palermo, die darauf spezialisiert ist, flüchtige Mafia-Bosse aufzuspüren. I.M.D., der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss, ist einer von ihnen. Er berichtet aus seinem lebensgefährlichen Alltag als Mafia-Jäger, von hochgeheimen Operationen, von den Techniken modernster Fahndungsarbeit und nicht zuletzt von spektakulären Festnahmen.

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  • Rezension zu "100% Bulle" von null null

    100% Bulle
    luci

    luci

    29. October 2011 um 23:29

    Ein sehr interessanter und gut geschilderter persönlicher Bericht eines Catturandi Beamten! Das Buch gibt einem einen extrem guten Einblick in das ganze Geschehen rund um die italienische Mafia! Ein kleiner Kritikpunkt: Man muss wirklich am Ball bleiben, da es sonst extrem schwierig ist am Ball zu bleiben, was die Gegenden, Namen, Verhaftungen, mafiaverbindungen, etc anbelangt! Aber sehr zu empfehlen!

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  • Rezension zu "100% Bulle" von null null

    100% Bulle
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    21. April 2011 um 07:32

    An der Mafia Front 100% Bulle ist der Bericht eines Mitglieds einer italienischen Sondereinheit der Polizei, deren einzige Aufgabe es ist, in aller Härte, Professionalität und dabei immer im Rahmen der Gesetzte bleibend, die Machenschaften der Mafia zu durchbrechen und die Capos und Bosse der Mafia gercihtswirskam dingfest zu machen. Verständlich, dass das in Ich-Form gehaltene Buch über die eigenen Erfahrungen nicht unter vollem Namen des Autors gedruckt wurde. I.M.D. sind verschleiernde Initialen, die dem Schutz des Polizisten und Autors dienen. Vom Stil her spricht und schreibt I.M.D. umgangssprachlich und direkt. Das Buch ist keine journalistische Dokumentation oder eine trockene, kriminalistische Betrachtung, sondern führt mitten hinein in die Welt der Sondereinheit, der Cosa Nostra, der Omerta, der weitverzweigten „Geschäftsfelder“ der Mafia und gibt, eine außerordentliche Stärke des Buches, einen Einblick in die Persönlichkeiten der unnachgiebigen Polizisten ebenso, wie in die der Gegner auf Mafia Seite. 1995 beginnt der Dienst des I.M.D. bei den „Catturandi“, jene Sondereinheit der Kriminalpolizei aus Palermo, die unter Gefahr für das eigene Leben und das ihrer Familien vollen Einsatz bringt. Natürlich werden die entsprechenden Fahndungsmethoden geschildert und noch einmal eindrucksvoll vor Augen geführt, wie sich die technischen Möglichkeiten in den letzten 14, 15 Jahren verändert haben. Angefangen vom ersten Handy, dass der Sondereinheit zur Verfügung gestellt wurde bis zur modernsten Computertechnik heute. Dennoch wird auch deutlich, dass all diese Technik immer nur Hilfsmittel ist und nicht die alleinige Grundlage der Erfolge ausmacht. Im Buch geht I.M.D. näher auf das Verhältnis von Hightech und solidem Handwerk ein und beschreibt unmissverständlich, dass alle Technik nur so hilfreich sein kann wie die Motivation und die Kompetenz des sie benutzenden Polizisten. In lebendiger, teils ironischer, mit trockenem Humor versehener, allerdings auch eher grober und ungeschliffener Sprache ergibt sich während der Lektüre ein, allerdings kuam differenziertes, realistisches Bild der gefährlichen Arbeit der Catturandi. Auch die manches Mal glücklichen Zufälle, die zu Fahndungserfolgen führten (ein zufällig entdeckter Treffpunkt am Ende einer kleinen Sackgasse wurde so einem der Mafia Bosse zum Verhängnis) finden ebenso Erwähnung wie die akribische Fahndungsarbeit und die Vorlieben und Marotten der „Bosse“, die, bei aller Vorsicht der Kriminellen, diese doch ein wenig berechenbar machten, wenn man um die persönlichen Vorlieben genügend Informationen gesammelt hatte. Wie ein Thriller liest sich das Buch über weite Strecken, in dem, naturgemäß, eine sachliche Distanz wenig zu finden ist. Dies ist durchaus, neben der manchmal allzu simplen Sprache, eine Schwäche des Buches. Seite für Seite ist spürbar, dass I.M.D. (natürlich!) voller Überzeugung und Stolz auf seine Arbeit ist und die Haltung, Motivation und Kompetenz der Einheit jederzeit aus den Zeilen fließen lässt. Manchmal wirkt das übertrieben und zu einsetig pathetisch. Andererseits aber, verständlich ist diese hohe, eigene innere Beteiligung schon. Sein Augenzeugenbericht über den Anschlag auf den Mafia Richter Giovanni Falcone spricht aus sich heraus hier bereits eine deutliche Sprache, dass Verständnis oder Nachsicht für die Cosa Nostra bei I.M.D. zu Recht nicht zu finden sein wird. Wer persönliche bekannte Kollegen in Fetzen gesprengt in den Wracks ihrer Dienstfahrzeuge zu Gesicht bekommt, der ahnt, dass die Cattulani an vorderster Front in Italien viel riskieren und nicht immer gewinnen. Auf ihrem Weg, der sich nicht in Bürozeiten und Dienstberichte pressen lässt, sondern einzig und allein sich darum dreht, „das gesetzte Ziel zu erreichen“. Kompromisslos, hart, gefährlich und durchaus spannend, mit Ironie und teils Galgenhumor versehen, bietet das Buch aus erster Hand einen intensiven Einblick in den Kampf gegen die Mafia, der hier und da zu oberflächlich daher kommt.

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