Iain Banks

 3,9 Sterne bei 224 Bewertungen
Autor von Bedenke Phlebas, Die Wespenfabrik und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Iain Banks

Iain Menzies Banks wurde 1954 in Dunfermline, Schottland geboren. Er studierte Englische Literatur, Philosophie und Psychologie an der Stirling Universität und lebte anschließend einige Zeit in London. 1988 zog er zurück nach Schottland und lebte zunächst in Edinburgh, später in Fife. 1984 veröffentlichte er seinen ersten Roman, „Die Wespenfabrik“. Sein erster Science-Fiction Roman, „Bedenke Phlebas“, erschien 1987 unter dem Namen Iain M. Banks. 2006 erklärte er, warum er unter zwei verschiedenen Namen veröffentlichte. Der Mittelname Menzies sei der Wunsch seiner Eltern gewesen, der allerdings bei der offiziellen Registrierung durch einen Fehler weggefallen sei. Das Manuskript von „Die Wespenfabrik“ reichte der Autor als Iain M. Banks ein, jedoch wurde dieser Name erst bei seinen SciFi-Romanen gewählt, um diese von seinen anderen Werken abzugrenzen. Im April 2013 gab Banks bekannt, dass er an Krebs in einem späten Stadium litt. Am 09. Juni 2013 starb Iain Banks in Kirkcaldy. Er war bekannt als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren der Gegenwart, „The Guardian“ schrieb, er sei die Messlatte, an der sich alle anderen SciFi-Romane orientieren müssen.

Alle Bücher von Iain Banks

Cover des Buches Bedenke Phlebas (ISBN: 9783453315914)

Bedenke Phlebas

 (34)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Die Wespenfabrik (ISBN: 9783902950635)

Die Wespenfabrik

 (28)
Erschienen am 07.10.2015
Cover des Buches Der Algebraist (ISBN: 9783453525375)

Der Algebraist

 (21)
Erschienen am 06.04.2009
Cover des Buches Das Kultur-Spiel (ISBN: 9783453520066)

Das Kultur-Spiel

 (13)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Die Sphären (ISBN: 9783453525009)

Die Sphären

 (15)
Erschienen am 03.11.2008
Cover des Buches Exzession (ISBN: 9783453196797)

Exzession

 (10)
Erschienen am 01.03.2002
Cover des Buches Die Brücke (ISBN: 9783453130593)

Die Brücke

 (6)
Erschienen am 01.10.1999

Neue Rezensionen zu Iain Banks

Cover des Buches Das Spiel Azad (ISBN: 9783453042759)P_Gandalfs avatar

Rezension zu "Das Spiel Azad" von Iain Banks

Ungewöhnlicher Science Fiction Roman
P_Gandalfvor 5 Tagen

Ein, zwei Vorbemerkungen:

- wieder ein Buch, bei dem ich lieber 4,5 als 5 Sterne vergeben hätte

- Band 2 des Kultur Zyklus steht in keiner Verbindung zu Band 1.


Gurgeh lebt auf einem Habitat irgendwo im Universum ein beschauliches Leben. Er ist ein professioneller Spieler und lebt auch davon Spieletheorien zu veröffentlichen. Doch irgendetwas fehlt ihm in seinem Leben. Und so nimmt er indirekt Kontakt zu BU Besondere Umstände - so etwas wie die CIA im Kultur Reich - auf. Tatsächlich hat man dort Verwendung für ihn.

Die Kultur hat in der kleinen Magellanschen Wolke eine andere Raumfahrt-betreibende Zivilisation entdeckt, die im Buch als "Imperium" bezeichnet wird. Ein wesentlicher, stabilisierender Faktor im Imperium ist ein Spiel - das Spiel Azad. 

Über dieses Spiel definiert sich die herrschende Klasse im Imperium, ja sogar der Kaiser selber. Gurgeh soll als Vertreter der Kultur am Spiel teilnehmen,

Soweit die grobe Beschreibung der Ausgangssituation.

Banks hat einen SciFi Roman geschaffen, in dem über die Ebene des Spiel die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Imperium und Kultur herausarbeitet . Doch das Spiel geht noch weit darüber hinaus.

Fazit:

Wer epische Weltraumschlachten und -abenteuer sucht, ist hier falsch. Der Roman lebt von den intensiven Charakteren - allen voran Gurgeh - und dem immer tieferen Eintauschen von Gurgeh in die ihm fremde Gesellschaft des Imperiums.

Auch wenn das Buch schon älter ist, die dargestellten Unterschiede und Konflikte zwischen einzelnen Kulturen lassen sich auch in unsere heutige Zeit transportieren. 

Und manchmal wünscht man sich, die Anführer eines Staates würden sich über ein so komplexes Spiel definieren :-).

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Cover des Buches Bedenke Phlebas (ISBN: 9783453315914)P_Gandalfs avatar

Rezension zu "Bedenke Phlebas" von Iain Banks

SciFi Klassiker
P_Gandalfvor 2 Monaten

Bedenke Phlebas ist der erste Teil des Kultur Zyklus des schottischen Schriftstellers Iain Banks.

In einer fernen Zukunft bekriegen sich die "Kultur" und die Idiraner. Während die Kultur für eine menschlich geprägtes aber von KI beherrschtes Imperium geschildert wird, in dem Entscheidungen vor allem rational getroffen werden, stehen die Idiraner für eine fundamental religiös geprägte, kapitalistische Zivilisation. Die Devise der Idiraner könnte zur Kurzformel "alles erobern und niemals zurückweichen" zusammenfassen. 

Die Hauptperson des ersten Romans ist Horza, ein Gestaltwandler, der mit den Idiraner paktiert und die Kultur aufgrund der Macht der KIs ablehnt. Im Auftrag der Idiraner soll er ein Gehirn (KI) bergen, dass auf einer Welt der Toten gestrandet ist. 

Mehr als die Hälfte des Buches beschreibt eher episodenhaft und mehr oder weniger die Irrungen und Wirrungen schildert, bis Horza endlich auf der Welt der Toten landet. Über diesen Teil kann man streiten.

Das letzte Drittel des Buches entschädigt dafür vollauf.

Insgesamt in meinen Augen ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.

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Cover des Buches Die Wespenfabrik (ISBN: 9783902950635)A

Rezension zu "Die Wespenfabrik" von Iain Banks

Trivial, abstoßend, dumm - ohne Unterhaltungswert, sinnlos und ohne Moral.
Alexander_Klymchukvor 2 Jahren

Dieses Buch wurde mir von einem guten Freund ans Herz gelegt, was auch der Grund war, warum ich es nicht nach wenigen Seiten wieder weg gelegt habe, sondern durchhielt, obwohl aus anfänglichem Stirnrunzeln, Unbehagen und Unverständnis zunehmend etwas wurde, das man wohl treffenderweise als Ekel bezeichnen kann.


Was die von mir bevorzugte Literatur angeht, war ich noch nie zartbesaitet. Stephen Kings "Nachtschicht", Clive Barker´s "Bücher des Blutes", Howard Philipps Lovecraft´s "Berge des Wahnsinns", Bret Easton Ellis´ "American Psycho" ... zum Kaffeekränzchen eigneten sich die Bücher, die ich mit Begeisterung verschlang, wahrlich nie. Doch das war eine andere Art Unterhaltung. Unterhaltung, die nicht vorgab mehr zu sein, als sie war. "Die Wespenfabrik" will "funny" sein, wie der Autor versichert. Das ist sie nicht. Sie "schockiert", schrieb die Presse nach der Veröffentlichung, obwohl der Autor dies nie im Sinn zu haben vorgab. Das tut sie jedoch!

Hochgelobt wird dieser Mr. Banks. Die Wespenfabrik machte ihn auf einen Schlag weltberühmt. Die Erzählweise wird verglichen mit dem magischen Realismus lateinamerikanischer Schriftsteller. 1992 wurde der Roman mit dem Kurd-Laßwitz-Preis für den besten ausländischen Science-Fiction-Roman ausgezeichnet (obwohl sogar der "Autor" diese Tatsache als "albern und dumm" bezeichnet, weist seine Erzählung keinerlei Merkmale eines Science-Fiction-Romans auf). Bei einer Umfrage unter 25000 britischen Lesern nach dem besten Buch des 20. Jahrhunderts schaffte es "Die Wespenfabrik" auf Platz 23.


Nichts davon kann ich nachvollziehen!


Weder der Schreibstil, noch die scheinbar gut recherchierte Ausdrucksweise eines unter dem Borderline-Syndrom leidenden Menschen, noch die kühl, beiläufig und distanziert beschriebenen Gewaltausbrüche des Protagonisten wissen zu unterhalten. Nichts davon hat in meinen Augen eine Existenzberechtigung.


Was mir fehlt ist eine wie auch immer geartete Aussage, meinethalben ein roter Faden, der sich entweder an einer Moral oder an dem Fehlen einer solchen orientiert, aber selbst dies konnte ich nicht finden. 


Bei seiner Veröffentlichung 1984 wurde das Buch oft als "abstoßend" und "widerwärtig" bezeichnet. Das kann ich wiederum sehr gut nachvollziehen.


Ich wünschte, ich hätte dieses Buch nie gelesen. Es hat Bilder, Spuren, Narben in mir hinterlassen, von denen ich inständig hoffe, dass sie irgendwann verblassen.


Und auch wenn die nachfolgenden Werke von Mr. Banks wohl einen gänzlich anderen Tenor einschlagen, ja, einem völlig anderen Genre angehören und in eben diesem wegweisend sein sollen, weiß ich eines mit Sicherheit: nie wieder werde ich ein Buch lesen, das Iain Banks geschrieben hat!


Ich kann jedem, der sich selbst gerne Schmerzen zufügt, nur empfehlen dieses Buch zu lesen und seine eigenen Erfahrungen zu sammeln.


Alle anderen vernunftbegabten, empathiefähigen und nach neuen Extremen suchenden Lesern kann ich nur raten, einen großen Bogen um dieses Buch zu machen. Es ist ein Abgrund, in den man nicht blicken sollte, denn manche Dinge kann man nicht ungeschehen machen.

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Zusätzliche Informationen

Iain Banks wurde am 16. Februar 1954 in Dunfermline (Großbritannien) geboren.

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