Iain Banks

 3.8 Sterne bei 213 Bewertungen
Autor von Bedenke Phlebas, Die Wespenfabrik und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Iain Banks

Iain Menzies Banks wurde 1954 in Dunfermline, Schottland geboren. Er studierte Englische Literatur, Philosophie und Psychologie an der Stirling Universität und lebte anschließend einige Zeit in London. 1988 zog er zurück nach Schottland und lebte zunächst in Edinburgh, später in Fife. 1984 veröffentlichte er seinen ersten Roman, „Die Wespenfabrik“. Sein erster Science-Fiction Roman, „Bedenke Phlebas“, erschien 1987 unter dem Namen Iain M. Banks. 2006 erklärte er, warum er unter zwei verschiedenen Namen veröffentlichte. Der Mittelname Menzies sei der Wunsch seiner Eltern gewesen, der allerdings bei der offiziellen Registrierung durch einen Fehler weggefallen sei. Das Manuskript von „Die Wespenfabrik“ reichte der Autor als Iain M. Banks ein, jedoch wurde dieser Name erst bei seinen SciFi-Romanen gewählt, um diese von seinen anderen Werken abzugrenzen. Im April 2013 gab Banks bekannt, dass er an Krebs in einem späten Stadium litt. Am 09. Juni 2013 starb Iain Banks in Kirkcaldy. Er war bekannt als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren der Gegenwart, „The Guardian“ schrieb, er sei die Messlatte, an der sich alle anderen SciFi-Romane orientieren müssen.

Alle Bücher von Iain Banks

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Bedenke Phlebas

Bedenke Phlebas

 (32)
Erschienen am 14.04.2014
Die Wespenfabrik

Die Wespenfabrik

 (26)
Erschienen am 01.01.1997
Der Algebraist

Der Algebraist

 (21)
Erschienen am 06.04.2009
Das Kultur-Spiel

Das Kultur-Spiel

 (13)
Erschienen am 01.12.2004
Die Sphären

Die Sphären

 (14)
Erschienen am 03.11.2008
Exzession

Exzession

 (10)
Erschienen am 01.03.2002
Die Brücke

Die Brücke

 (6)
Erschienen am 01.10.1999

Neue Rezensionen zu Iain Banks

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S

Rezension zu "Bedenke Phlebas" von Iain Banks

Bedenke Phlebas, rezensiert von Götz Piesbergen
Splashbooksvor 4 Jahren

"Bedenke Phlebas" ist ein Science Fiction-Roman des schottischen Schriftstellers Ian Banks. Der Roman erschien ursprünglich 1987 und wurde 2002 wohl das erste Mal vom Heyne-Verlag auf Deutsch herausgebracht. Im Rahmen des "50 Jahre Science Fiction bei Heyne"-Jubiläums wird das Buch nochmal neu herausgebracht.

Ian Banks ist leider 2013 an Gallenblasenkrebs gestorben. Er war damals 59 Jahre alt. Geboren wurde am 16. Februar 1954. Sein erstes Buch erschien 1984. "Die Wespenfabrik", ein Thriller, war auch gleichzeitig sein Durchbruch. Nach diesem Erfolg beschloss er, sich als hauptberuflicher Autor zu versuchen. Seine normalen fiktionalen Werke schrieb er als Ian Banks, seine SciFi-Geschichten wurden unter Ian M. Banks herausgebracht. Dabei waren letztere Geschichten hauptsächlich Teil des sogenannte "Kultur"-Zyklus.

Die Kultur ist ein Riesenreich, das von sich selbstbewussten künstlichen Intelligenzen geleitet wird. Innerhalb der Kultur gibt es keinen Zwang und es ist alles möglich. Es ist fast eine Utopie. Und die Nachbarn fürchten deshalb dieses Reich. Aus diesem Grund gibt es Krieg zwischen der Kultur und den Idiranern, einem religiös kapitalistischem Reich.

Für diese fundamentalistische Spezis arbeitet der Wandler Bora Horza Gobuchul. Er soll für sie ein auf einer fremden Welt gestrandetes, junges Kultur-Gehirn bergen. Doch ist er nicht der einzige Interessent. Und so entbrannt ein Wettlauf, dessen Ende über die Zukunft der Galaxie bestimmen wird.

Wenn man "Bedenke Phlebas" mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es "komplex". Denn Ian Banks schildert einen Konflikt, bei dem alle Beteiligten weder richtig gut noch richtig böse sind. So ist einem die Kultur schon allein durch ihre Utopie suspekt, während die Idiraner mit ihrer religiösen Arroganz antagonistisch rüberkommen, auch wenn sie in diesem Konflikt die Unterlegenen sind.

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http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/20686

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Rezension zu "Inversionen" von Iain Banks

Inversionen, rezensiert von Henning Kockerbeck
Splashbooksvor 4 Jahren

Auf den ersten Blick könnte man "Inversionen" weniger als Science Fiction, sondern eher als Fantasy-Roman betrachten. Es gibt Könige, Prinzessinen, edle Recken und schöne Damen, finstere Machenschaften in prächtigen Palästen. Die gewohnten Attribute einer Science Fiction-Geschichte – hochentwickelte Technologie, Raumschiffe, die Bewohner freumder Welten – kommen nicht oder nur sehr verschlüsselt vor. Aber die Welt, die Ian Banks beschreibt, lehnt sich nicht, wie bei so vielen Fantasy-Geschichten, an ein idealisiertes Bild des realen Mittelalters an. Der Leser fühlt sich eher an die Renaissance erinnert. Alte Machtstrukturen zerbrechen, neue beginnen sich herauszubilden. Die Entwicklung neuer Technologien liegt in der Luft. Und ein weiteres schon beinahe unverzichtbares Merkmal von Fantasy fehlt völlig – Magie. Außer, man erklärt einige erstaunliche Ereignisse, die um Vosill herum passieren, damit. Aber hier könnte der alte Satz von Arthur C. Clarke wieder zur Geltung kommen, nach dem Wissenschaft auf die Menschen wie Magie wirken muß, wenn die Wissenschaft nur hoch genug entwickelt ist und die Menschen (in diesem Fall auch der Leser) wenig genug darüber erfahren. Der Klappentext, der zunächst wenig bis nichts mit der Geschichte zu tun zu haben scheint, bietet eine mögliche Erklärung für die Fragen an, die der Roman offen läßt, aber nicht die einzige denkbare.

Die beiden Erzählstränge um Vosill und DeWar laufen fast bis ganz zum Schluß nebeneinander her. Man fühlt sich an die beiden parallelen Geraden erinnert, die sich bekanntlich erst im Unendlichen treffen und schneiden. Dabei fällt erst nach und nach auf, wie oft sich der Titel – "Inversionen", also Umkehrungen – als Motiv wiederfindet. Das beginnt beim Offensichtlichen, wenn die Heldin der einen Geschichte eine Frau ist, der Held der anderen ein Mann. Aber auch die Intentionen oder zumindest die Wirkungen der beiden Hauptprotagonisten sind quasi invertiert. Die Fremde Vosill bringt Bewegung und Veränderung in die erstarrte und, aus unserer heutigen Sicht, rückständige Welt des Königshofes. DeWar auf der anderen Seite verhindert als Leibwächter des Militärursupators eine weitere Veränderung oder eine Rückkehr zur alten Monarchie. Man kann sagen, er bremst die Veränderungen, die überall um ihn herum geschehen, ein wenig. Und auch in der Auflösung der Geschichte(n) wird eine Inversion sichtbar, über die hier aber noch nichts verraten werden soll.

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http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/3934

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Rezension zu "Der Algebraist" von Iain Banks

Der Algebraist, rezensiert von Götz Piesbergen
Splashbooksvor 4 Jahren

Obwohl Ian Banks sowohl allgemeine Belletristik-Romane als auch "Science Fiction"-Bücher schreibt, ist er vor allem für letztere bekannt. Vor allem die Titel der sogenannten "Kultur"-Reihe haben dafür gesorgt, dass der Name des Autors einen gewissen positiven Klang besitzt. Doch sein neustes Werk "Der Algebraist" spielt außerhalb jener thematischen Serie.

In der Zukunft werden die interstellaren Distanzen durch künstliche Wurmlöcher überbrückt. Die mächtige Mercator-Gilde kontrolliert diese, kann jedoch nicht verhindern, dass sie immer wieder durch Konflikte vernichtet werden. Sie können zwar ersetzt werden, doch muss der Transport erst durch lichtschnelle Schiffe geschehen, wodurch er etwas dauert. Abhilfe könnte die sogenannte Dweller-Liste verschaffen. Sie kennzeichnet die Positionen alternativer Portale, die alle unbekannt sind. Die Dweller sind mächtige Lebensformen, die an dem Rest der Galaxie kein Interesse haben, und die Gasplaneten der Galaxie bewohnen. Sie sind uralte Wesen, deren Lebensspanne in Tausenden von Jahren gemessen wird, und deren Geschichte in die Jahrmillionen geht. Es gibt nur wenige Personen, die mit ihnen in Kontakt treten können. Und zu denen gehört Fassin Taak. Doch während er seiner Mission nachgeht, kommt es in seinem Heimatsystem zu einer Rebellion, und der Kontakt zur restlichen Galaxie wird vernichtet.

Ian Banks "Der Algebraist" strotzt nur so vor Ideen und interessanten Einfällen. Da ist zum einen die Mercator-Gilde, die neben ihrer bekannten Tätigkeit auch künstliche Intelligenzen mit fast religiösem Eifer jagt. Denn deren Existenz ist seit einem Krieg verboten. Oder die Art und Weise wie Fassin Taak mit den Dweller in Kontakt tritt. Da deren Eigenzeit im Vergleich zu der von anderen Spezies deutlich langsamer ist, passt er sich ihrem Niveau an. Und dies sind nur zwei Beispiele, die im Roman vorkommen und vom Autor super umgesetzt werden.

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http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/12257

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Iain Banks wurde am 16. Februar 1954 in Dunfermline (Großbritannien) geboren.

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