Iain Banks

 3.8 Sterne bei 218 Bewertungen
Autor von Bedenke Phlebas, Die Wespenfabrik und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Iain Banks

Iain Menzies Banks wurde 1954 in Dunfermline, Schottland geboren. Er studierte Englische Literatur, Philosophie und Psychologie an der Stirling Universität und lebte anschließend einige Zeit in London. 1988 zog er zurück nach Schottland und lebte zunächst in Edinburgh, später in Fife. 1984 veröffentlichte er seinen ersten Roman, „Die Wespenfabrik“. Sein erster Science-Fiction Roman, „Bedenke Phlebas“, erschien 1987 unter dem Namen Iain M. Banks. 2006 erklärte er, warum er unter zwei verschiedenen Namen veröffentlichte. Der Mittelname Menzies sei der Wunsch seiner Eltern gewesen, der allerdings bei der offiziellen Registrierung durch einen Fehler weggefallen sei. Das Manuskript von „Die Wespenfabrik“ reichte der Autor als Iain M. Banks ein, jedoch wurde dieser Name erst bei seinen SciFi-Romanen gewählt, um diese von seinen anderen Werken abzugrenzen. Im April 2013 gab Banks bekannt, dass er an Krebs in einem späten Stadium litt. Am 09. Juni 2013 starb Iain Banks in Kirkcaldy. Er war bekannt als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren der Gegenwart, „The Guardian“ schrieb, er sei die Messlatte, an der sich alle anderen SciFi-Romane orientieren müssen.

Alle Bücher von Iain Banks

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Buchformat:
Cover des Buches Bedenke Phlebas9783453315914

Bedenke Phlebas

 (32)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Die Wespenfabrik9783902950635

Die Wespenfabrik

 (27)
Erschienen am 07.10.2015
Cover des Buches Der Algebraist9783453525375

Der Algebraist

 (21)
Erschienen am 06.04.2009
Cover des Buches Das Kultur-Spiel9783453520066

Das Kultur-Spiel

 (13)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Die Sphären9783453525009

Die Sphären

 (14)
Erschienen am 03.11.2008
Cover des Buches Exzession9783453196797

Exzession

 (10)
Erschienen am 01.03.2002
Cover des Buches Einsatz der Waffen9783453058262

Einsatz der Waffen

 (6)
Erschienen am 01.09.1994

Neue Rezensionen zu Iain Banks

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A

Rezension zu "Die Wespenfabrik" von Iain Banks

Trivial, abstoßend, dumm - ohne Unterhaltungswert, sinnlos und ohne Moral.
Alexander_Klymchukvor 6 Monaten

Dieses Buch wurde mir von einem guten Freund ans Herz gelegt, was auch der Grund war, warum ich es nicht nach wenigen Seiten wieder weg gelegt habe, sondern durchhielt, obwohl aus anfänglichem Stirnrunzeln, Unbehagen und Unverständnis zunehmend etwas wurde, das man wohl treffenderweise als Ekel bezeichnen kann.


Was die von mir bevorzugte Literatur angeht, war ich noch nie zartbesaitet. Stephen Kings "Nachtschicht", Clive Barker´s "Bücher des Blutes", Howard Philipps Lovecraft´s "Berge des Wahnsinns", Bret Easton Ellis´ "American Psycho" ... zum Kaffeekränzchen eigneten sich die Bücher, die ich mit Begeisterung verschlang, wahrlich nie. Doch das war eine andere Art Unterhaltung. Unterhaltung, die nicht vorgab mehr zu sein, als sie war. "Die Wespenfabrik" will "funny" sein, wie der Autor versichert. Das ist sie nicht. Sie "schockiert", schrieb die Presse nach der Veröffentlichung, obwohl der Autor dies nie im Sinn zu haben vorgab. Das tut sie jedoch!

Hochgelobt wird dieser Mr. Banks. Die Wespenfabrik machte ihn auf einen Schlag weltberühmt. Die Erzählweise wird verglichen mit dem magischen Realismus lateinamerikanischer Schriftsteller. 1992 wurde der Roman mit dem Kurd-Laßwitz-Preis für den besten ausländischen Science-Fiction-Roman ausgezeichnet (obwohl sogar der "Autor" diese Tatsache als "albern und dumm" bezeichnet, weist seine Erzählung keinerlei Merkmale eines Science-Fiction-Romans auf). Bei einer Umfrage unter 25000 britischen Lesern nach dem besten Buch des 20. Jahrhunderts schaffte es "Die Wespenfabrik" auf Platz 23.


Nichts davon kann ich nachvollziehen!


Weder der Schreibstil, noch die scheinbar gut recherchierte Ausdrucksweise eines unter dem Borderline-Syndrom leidenden Menschen, noch die kühl, beiläufig und distanziert beschriebenen Gewaltausbrüche des Protagonisten wissen zu unterhalten. Nichts davon hat in meinen Augen eine Existenzberechtigung.


Was mir fehlt ist eine wie auch immer geartete Aussage, meinethalben ein roter Faden, der sich entweder an einer Moral oder an dem Fehlen einer solchen orientiert, aber selbst dies konnte ich nicht finden. 


Bei seiner Veröffentlichung 1984 wurde das Buch oft als "abstoßend" und "widerwärtig" bezeichnet. Das kann ich wiederum sehr gut nachvollziehen.


Ich wünschte, ich hätte dieses Buch nie gelesen. Es hat Bilder, Spuren, Narben in mir hinterlassen, von denen ich inständig hoffe, dass sie irgendwann verblassen.


Und auch wenn die nachfolgenden Werke von Mr. Banks wohl einen gänzlich anderen Tenor einschlagen, ja, einem völlig anderen Genre angehören und in eben diesem wegweisend sein sollen, weiß ich eines mit Sicherheit: nie wieder werde ich ein Buch lesen, das Iain Banks geschrieben hat!


Ich kann jedem, der sich selbst gerne Schmerzen zufügt, nur empfehlen dieses Buch zu lesen und seine eigenen Erfahrungen zu sammeln.


Alle anderen vernunftbegabten, empathiefähigen und nach neuen Extremen suchenden Lesern kann ich nur raten, einen großen Bogen um dieses Buch zu machen. Es ist ein Abgrund, in den man nicht blicken sollte, denn manche Dinge kann man nicht ungeschehen machen.

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S

Rezension zu "Bedenke Phlebas" von Iain Banks

Bedenke Phlebas, rezensiert von Götz Piesbergen
Splashbooksvor 5 Jahren

"Bedenke Phlebas" ist ein Science Fiction-Roman des schottischen Schriftstellers Ian Banks. Der Roman erschien ursprünglich 1987 und wurde 2002 wohl das erste Mal vom Heyne-Verlag auf Deutsch herausgebracht. Im Rahmen des "50 Jahre Science Fiction bei Heyne"-Jubiläums wird das Buch nochmal neu herausgebracht.

Ian Banks ist leider 2013 an Gallenblasenkrebs gestorben. Er war damals 59 Jahre alt. Geboren wurde am 16. Februar 1954. Sein erstes Buch erschien 1984. "Die Wespenfabrik", ein Thriller, war auch gleichzeitig sein Durchbruch. Nach diesem Erfolg beschloss er, sich als hauptberuflicher Autor zu versuchen. Seine normalen fiktionalen Werke schrieb er als Ian Banks, seine SciFi-Geschichten wurden unter Ian M. Banks herausgebracht. Dabei waren letztere Geschichten hauptsächlich Teil des sogenannte "Kultur"-Zyklus.

Die Kultur ist ein Riesenreich, das von sich selbstbewussten künstlichen Intelligenzen geleitet wird. Innerhalb der Kultur gibt es keinen Zwang und es ist alles möglich. Es ist fast eine Utopie. Und die Nachbarn fürchten deshalb dieses Reich. Aus diesem Grund gibt es Krieg zwischen der Kultur und den Idiranern, einem religiös kapitalistischem Reich.

Für diese fundamentalistische Spezis arbeitet der Wandler Bora Horza Gobuchul. Er soll für sie ein auf einer fremden Welt gestrandetes, junges Kultur-Gehirn bergen. Doch ist er nicht der einzige Interessent. Und so entbrannt ein Wettlauf, dessen Ende über die Zukunft der Galaxie bestimmen wird.

Wenn man "Bedenke Phlebas" mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es "komplex". Denn Ian Banks schildert einen Konflikt, bei dem alle Beteiligten weder richtig gut noch richtig böse sind. So ist einem die Kultur schon allein durch ihre Utopie suspekt, während die Idiraner mit ihrer religiösen Arroganz antagonistisch rüberkommen, auch wenn sie in diesem Konflikt die Unterlegenen sind.

Rest lesen unter:
http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/20686

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Rezension zu "Inversionen" von Iain Banks

Inversionen, rezensiert von Henning Kockerbeck
Splashbooksvor 5 Jahren

Auf den ersten Blick könnte man "Inversionen" weniger als Science Fiction, sondern eher als Fantasy-Roman betrachten. Es gibt Könige, Prinzessinen, edle Recken und schöne Damen, finstere Machenschaften in prächtigen Palästen. Die gewohnten Attribute einer Science Fiction-Geschichte – hochentwickelte Technologie, Raumschiffe, die Bewohner freumder Welten – kommen nicht oder nur sehr verschlüsselt vor. Aber die Welt, die Ian Banks beschreibt, lehnt sich nicht, wie bei so vielen Fantasy-Geschichten, an ein idealisiertes Bild des realen Mittelalters an. Der Leser fühlt sich eher an die Renaissance erinnert. Alte Machtstrukturen zerbrechen, neue beginnen sich herauszubilden. Die Entwicklung neuer Technologien liegt in der Luft. Und ein weiteres schon beinahe unverzichtbares Merkmal von Fantasy fehlt völlig – Magie. Außer, man erklärt einige erstaunliche Ereignisse, die um Vosill herum passieren, damit. Aber hier könnte der alte Satz von Arthur C. Clarke wieder zur Geltung kommen, nach dem Wissenschaft auf die Menschen wie Magie wirken muß, wenn die Wissenschaft nur hoch genug entwickelt ist und die Menschen (in diesem Fall auch der Leser) wenig genug darüber erfahren. Der Klappentext, der zunächst wenig bis nichts mit der Geschichte zu tun zu haben scheint, bietet eine mögliche Erklärung für die Fragen an, die der Roman offen läßt, aber nicht die einzige denkbare.

Die beiden Erzählstränge um Vosill und DeWar laufen fast bis ganz zum Schluß nebeneinander her. Man fühlt sich an die beiden parallelen Geraden erinnert, die sich bekanntlich erst im Unendlichen treffen und schneiden. Dabei fällt erst nach und nach auf, wie oft sich der Titel – "Inversionen", also Umkehrungen – als Motiv wiederfindet. Das beginnt beim Offensichtlichen, wenn die Heldin der einen Geschichte eine Frau ist, der Held der anderen ein Mann. Aber auch die Intentionen oder zumindest die Wirkungen der beiden Hauptprotagonisten sind quasi invertiert. Die Fremde Vosill bringt Bewegung und Veränderung in die erstarrte und, aus unserer heutigen Sicht, rückständige Welt des Königshofes. DeWar auf der anderen Seite verhindert als Leibwächter des Militärursupators eine weitere Veränderung oder eine Rückkehr zur alten Monarchie. Man kann sagen, er bremst die Veränderungen, die überall um ihn herum geschehen, ein wenig. Und auch in der Auflösung der Geschichte(n) wird eine Inversion sichtbar, über die hier aber noch nichts verraten werden soll.

Rest lesen unter:
http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/3934

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Iain Banks wurde am 16. Februar 1954 in Dunfermline (Großbritannien) geboren.

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