Iain Lawrence

 4,1 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Die Tochter des Leuchtturmwärters, Skeleton Tree und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Iain Lawrence

Iain Lawrence, geboren in Sault Ste. Marie, Ontario, studierte Publizistik und arbeitete für verschiedene kleinere Zeitungen. Er ist begeisterter Segler, Kenner einsamer Inseln, Journalist und Jugendbuchautor und lebt auf den Gulf Islands in British Columbia. Zunächst verfasste er zwei Reisebücher, bevor er sich dem Schreiben von Jugendromanen zuwandte. Seine Kinder- und Jugendbücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Im Verlag Freies Geistesleben sind bereits mehrere Titel von ihm erschienen, u.a. das für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte Buch Der Riesentöter und zuletzt Winterpony.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die Tochter des Leuchtturmwärters (ISBN: 9783772540592)

Die Tochter des Leuchtturmwärters

 (8)
Neu erschienen am 04.10.2022 als eBook (Download) bei Freies Geistesleben.

Alle Bücher von Iain Lawrence

Cover des Buches Die Tochter des Leuchtturmwärters (ISBN: 9783772540592)

Die Tochter des Leuchtturmwärters

 (8)
Erschienen am 04.10.2022
Cover des Buches Skeleton Tree (ISBN: 9783772529733)

Skeleton Tree

 (8)
Erschienen am 17.03.2021
Cover des Buches Tom Tin und das Sträflingsschiff (ISBN: 9783772540714)

Tom Tin und das Sträflingsschiff

 (3)
Erschienen am 25.11.2014
Cover des Buches Winterpony (ISBN: 9783772529689)

Winterpony

 (3)
Erschienen am 25.08.2020
Cover des Buches Tom Tin und die Insel der Kopfjäger (ISBN: 9783772540721)

Tom Tin und die Insel der Kopfjäger

 (2)
Erschienen am 25.11.2014
Cover des Buches Der Geist (ISBN: 9783772540615)

Der Geist

 (2)
Erschienen am 25.11.2014
Cover des Buches Der Herr der Nussknacker (ISBN: 9783772540417)

Der Herr der Nussknacker

 (1)
Erschienen am 13.08.2014
Cover des Buches Die Tochter des Leuchtturmwärters (ISBN: 9783772528378)

Die Tochter des Leuchtturmwärters

 (1)
Erschienen am 08.03.2017

Neue Rezensionen zu Iain Lawrence

Cover des Buches Skeleton Tree (ISBN: 9783772529733)
wortmelodies avatar

Rezension zu "Skeleton Tree" von Iain Lawrence

Ein Abenteuerbuch für Jugendliche
wortmelodievor einem Jahr

Zwei Jungen, die auf einer einsamen Insel stranden und dort überleben müssen - das klingt zunächst nach wenig Innovation und tatsächlich war ich deshalb auch mehrfach kurz davor, das Buch abzubrechen. Doch letzten Endes hatte die Geschichte dann doch einen besonderen Kniff, der mich am Lesen gehalten hat. Dieser besondere Kniff waren einerseits die mysteriösen Umstände, unter denen die Jungs gemeinsam auf dem Boot und letzten Endes auf der Insel gelandet waren, und andererseits die besondere Beziehung des Protagonisten zum Raben Thursday, der zu einem ständigen Begleiter und Freund wird. Die Hintergründe dieser beiden Elemente der Geschichte zu erkunden sorgten für eine subtile Spannung, die sich bis zum Schluss hielt.

Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch an einigen Stellen Längen hatte und mit einigen Klischees gearbeitet hat, die man von so einer Art Geschichte erwarten würde. Hier hätte ich mir etwas mehr Originalität gewünscht, zumal für mich auch der Schreibstil nicht besonders herausstach. Ich würde "Skeleton Tree" am ehesten noch als Abenteuerbuch einordnen, das für jüngere Jugendliche sicher eine gute Unterhaltung bietet, für ältere Jugendliche und Erwachsene aber vermutlich nicht mehr viel Lesespaß bereitet.

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Cover des Buches Skeleton Tree (ISBN: 9783772529733)
mesus avatar

Rezension zu "Skeleton Tree" von Iain Lawrence

Die wilde Seele der Natur
mesuvor einem Jahr

Eine ungewöhnliche Geschichte die zum Nachdenken anregt. 

Der junge Chris ist mit seinem Onkel und einem Jungen namens Frank auf einer Bootstour in Alaska unterwegs, als das Unglück geschieht. Sie kentern, der Onkel stirbt und die beiden Jungen stranden als Schiffbrüchige an einer verlassenenen Küste. Sie sind dort ganz allein und müssen nun ums Überleben kämpfen. Umgeben von Wildnis und gefährlichen Tieren versuchen sie sich zurechtzufinden und die Hoffnung auf Rettung nicht zu verlieren.

Ein eindrucksvolles Buch, es erzählt von Zweifel, Hoffnung, Liebe, Vertrauen Verlust, dem Kampf und dem Sieg über sich selbst, die Natur und die eigenen Ängste. Da lohnt sich das Lesen!

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Cover des Buches Winterpony (ISBN: 9783772529689)
Jofees avatar

Rezension zu "Winterpony" von Iain Lawrence

Eines der berührendsten Bücher, die ich je gelesen habe
Jofeevor 2 Jahren


Ein kleines weißes Pony tobt fröhlich in den weiten Wäldern umher, als Menschen es fangen und zähmen. Es geht durch einige Hände, wird geschlagen und gequält, bis der Polarforscher Robert F. Scott es auserwählt, um gemeinsam mit 20 anderen weißen Ponys die weite Reise zum Südpol anzutreten. Scott hat sich vorgenommen, als erster Mensch den Pol zu erreichen. Dort bekommt es auch einen Namen: James Pigg. Als das Team den Boden der Antarktis betritt, wird das Pony Teil eines spektakulären Wettrennens, das in die Geschichte eingehen wird. Denn Roald Amundsen hat ebenfalls überraschend angekündigt, als Erster den Südpol erreichen zu wollen. Doch nur eine Mannschaft kann den Sieg davontragen und in der weiten Eislandschaft wird es ein Kampf um Leben und Tod - für Mensch und Tier.


Zuallererst: Die Perspektive war einfach der Wahnsinn. Das lest ihr bestimmt in fast allen Rezensionen zu diesem Buch, aber es ist einfach so ;-) Die ganze Expedition wird aus der Sicht des weißen Winterponys erzählt, was unglaublich rührend und zuckersüß ist. All die Strapazen der Reise, die schönen Momente, die traurigen - wir erfahren, wie das Pony darüber denkt und vor allem, zu was ein Pferd eigentlich fähig ist. Dass Tiere zum Beispiel Gefühle riechen können hatte ich jetzt nicht nur gehört, sondern beim Lesen selber miterlebt, da Jimmy Pigg quasi direkt in die Männer hineinschauen kann und weiß, was in ihnen vorgeht. 

Unter Jimmys Beschreibungen haben mir die Szenen am besten gefallen, in denen sich die tapferen Männer (das sage ich jetzt nicht, weil Männer automatisch tapfer sind, sondern weil es hier einfach definitiv der Fall ist) so herzergreifend um ihre zugeteilten Ponys kümmern, sich für sie in Gefahr begeben, für sie leiden, einfach alles für sie tun. Jedes einzelne Pony ist wichtig für die Expedition. Dieses starke Band der Liebe war die ganze Zeit über zum Greifen nah. Besonders kam das natürlich zwischen unserem Winterpony und seinem Führer Patrick zur Geltung. Über die Zeit hinweg sind die beiden so verbunden, wie es sich andere Pferdemenschen nur erträumen könnten.

Gleichzeitig war es umso grausamer, als die Mannschaft einzelne verloren hat, da ich sie alle so sehr ins Herz geschlossen und liebgewonnen habe. Mehrmals hatte ich Tränen in den Augen, was bei mir wirklich etwas heißen soll, oder bin in ein tiefes schwarzes Loch aus Traurigkeit gerutscht wie in einen Strudel. So traurig, dass ich noch nicht einmal weinen konnte. 

Schade war, dass sich die Handlung in der Mitte des Buches so gezogen hat. Sie startete abwechslungsreich und endete wahnsinnig fesselnd, sodass ich immer dachte: Nur noch dieses Kapitel. (Natürlich wurden es noch ein paar mehr, und schließlich war das Buch vorbei...) Zwischendurch war das ganz und gar nicht so, die Geschichte verlief so langsam, dass ich immer wieder woanders hingestarrt habe und das erst nach einer Weile bemerkte. Das lag vor allem daran, dass Jimmys Kapitel zum Großteil aus marschieren, fressen und weiterstapfen bestanden. Mir ist natürlich klar, dass das einfach der Inhalt einer Südpolexpedition ist, deshalb wäre wahrscheinlich einfach kürzen der entscheidende Tipp gewesen. Immerhin haben sich die Kapitel aus Sicht des Ponys mit informativen Texten zur Reise abgewechselt, was ein wenig Varianz mit sich brachte. Ich glaube allerdings, dass ich, wenn ich das Buch irgendwann ein zweites Mal lese, flüssiger durchkommen würde. Denn erst jetzt habe ich meine Zeit mit dem wundervollen Jimmy Pigg zu schätzen gelernt und würde sie das ganze Buch über genießen.

 

Glaubt mir, es tut mir so unglaublich weh, diesem Buch keine fünf Sterne geben zu können. Doch zwischendurch bin ich leider ziemlich hängengeblieben, weshalb ich "Winterpony" im Vergleich mit anderen Büchern doch mit vier Sternen bewerten muss. Das hält mich natürlich trotzdem nicht davon ab, euch das Buch wärmstens zu empfehlen, wenn ihr ein besonders Leseerlebnis haben wollt. Das Pony und seine Geschichte haben mich fassungslos, geschockt und unfassbar traurig zurückgelassen. Zum Schluss ist mir noch wichtig zu sagen: Ich werde dich nie vergessen, James Pigg. Du bist ein guter Junge.

 

Und während ich das schrieb, kamen mir schon wieder die Tränen.

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