Iain Levison Betriebsbedingt gekündigt

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Inhaltsangabe zu „Betriebsbedingt gekündigt“ von Iain Levison

Zwecks Profitmaximierung haben Jake Skowrans Arbeitgeber ihre Fabrik in eine Billiglohnregion verlegt. Nun lebt er in einer sterbenden Stadt, arbeitslos, von seiner Freundin verlassen und verschuldet wie beinahe alle, die er kennt. Doch Jake gibt die Hoffnung auf wenigstens bescheidene Teilhabe am amerikanischen Traum in Form von Arbeitsplatz, Familie und Eigenheim nicht auf. Er will arbeiten und er ist wütend auf die Welt des Turbokapitalismus, in der seine Zukunft verloren zu gehen droht.§Als ihm eine Chance geboten wird, ergreift er sie und geht seinen eigenen Weg: Er schlägt die Laufbahn eines Auftragsmörders ein. Der Tätigkeit des Tötens geht er nun mit derselben sorgfältigen Gewissenhaftigkeit nach, wie seinen bisherigen Jobs - er entsorgt nun seinerseits angeblich wertlos gewordenes Humankapital.§Der Revolver wird dabei zum Instrument seiner Revolte und zur Grundlage neuen Selbstbewusstseins: Jake wird sich nicht nur eine neue Existenzgrundlage, sondern auch Respekt verschaffen ... Und während gleichzeitig die Polizei ihr Netz um ihn herum immer enger zieht, erhält die Geschichte vom Wandel des ehrlichen Fabrikarbeiters Jake zum bezahlten Killer zunehmend die Züge eines paradoxen Bildungsromans.

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  • Böse Geschichte, faszinierend erzählt!

    Betriebsbedingt gekündigt

    Callso

    06. September 2013 um 15:22

    Sehr beeindruckend. Mein dritter Roman von Iain Levison hat mal wieder sämtliche Erwartungen erfüllt. Tolle Charaktere, eine düstere Stimmung, feine Spannung und ein toller Stil des Autors. US-Bürger Jake Skowran wurde entlassen und sackt immer mehr ab. Alleingelassen und finanziel abgebrannt, fristet er ein karges Dasein. Dann schult er quasi um udn wird kurzerhand zum Berufskiller. Mit schwarzem Humor wird man Teil der bösen Geschichte udn erlebt wie aus einem Normalo ein Psycho wird, der viel zu schnell schießt und denkt!  Iain Levison verpackt diesen Stoff so brisant, so angnehm politisch und auch so wundervoll nachvollziehbar. Iain Levison, für mich einer der feinen Perlen der US-Romanautoren....

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  • Rezension zu "Betriebsbedingt gekündigt" von Iain Levison

    Betriebsbedingt gekündigt

    Graf Zahl

    02. October 2009 um 22:10

    In Zeiten der Weltwirtschaftskrise ist es an der Zeit sich neue Möglichkeiten zum Geldverdienen zu erschließen. Jake, Ich-Erzähler des Romans, tut sich so eine Möglichkeit auf. Die Firma,in der er gearbeitet hat wurde wegrationalisiert, seine Freundin ist daraufhin mit einem Autohändler durchgebrannt und sogar sein Kabelanschluss wurde stillgelegt. Aus heiterem Himmel unterbreitet ihm der hiesige Buchmacher und Drogenboss, bei dem er auch noch Spielschulden hat, das Angebot seine Frau umzubringen. Ehe er sich versieht hat er einen neuen Broterwerb. Er ist Auftragskiller. Nach anfänglichen Zweifeln stellt er fest, dass er sogar seine bisherigen Berufserfahrungen in diesem ungewöhnlichen Gewerbe einsetzen kann. Levisons Roman ist im Original schon 2003 erschienen. Aber er besitzt heute mehr Aktualität denn je. Er ist eine beißende Kritik an gängigen Geschäftspraktiken. Das Problem ist er nur, dass er, anstatt diese Kritik nur dezent anzudeuten, seine Gedanken viel zu deutlich kundtut. Es hätte gereicht den Verfall der Stadt und ihrer Personen nach dem Wegbrechen des größten Arbeitgebers kommentarlos zu beschreiben. Stattdessen lässt sich der Protagonist mindestens einmal zu oft über die Ungerechtigkeiten des Systems aus. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch eine wunderbare Abrechnung mit den amerikanischen Verhältnissen. (Die europäischen Verhältnsse sind übrigens auch nicht viel anders, siehe Nokia Bochum). Trotz der zutiefst unmoralischen Taten kommt Jake doch als ein sympathischer Durchschnittstyp wie du und ich rüber. Man möchte lieber nicht darüber nachdenken, was man selbst in seiner Situation täte. Die Geschichte lebt voll und ganz von ihrem Proagonisten. Ein weiterer kleiner negativer Einwand ist, dass die Story doch etwas zu dünn und teilweise doch recht hanebüchen ist. Die Polizei kommt zwar vor und ist auch erst auf der Spur des Mörders, aber irgendwann ist von ihr gar nicht mehr die Rede. Alles in allem ein durchaus lesenswerter Roman, gerade in der heutigen Zeit. Besonders die ersten zwei Seiten sind wirklich großartig und versprechen eigentlich ein bisschen mehr als dann gehalten wird. Aber trotzdem: besser als das meiste, was es sonst so gibt.(3,5/5)

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