Iain Levison Hoffnung ist Gift

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Inhaltsangabe zu „Hoffnung ist Gift“ von Iain Levison

Jeff Sutton, Taxifahrer in Dallas, fährt eine Frau vom Flughafen in eine noble Villengegend. Da sie nicht genug Geld dabei hat, bittet sie ihn mit ins Haus. Als kurz darauf ihre zwölfjährige Tochter verschwindet, steht für die Polizei schnell fest, dass hier nur einer als Täter in Frage kommt. Dabei ermitteln die Hüter des Gesetzes höchst nachlässig. Keiner glaubt an Jeffs Unschuld. Auch er selbst hätte schon fast aufgegeben, als am Tag der Urteilsverkündung sein Fall eine völlig überraschende Wendung nimmt.

Eine wirklich gruselige Vorstellung, wegen eines nicht begangenen, grausamen Verbrechens beschuldigt, angefeindet und angeklagt zu werden.

— Lesestunde_mit_Marie

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  • Rezension zu "Hoffnung ist Gift" von Iain Levison

    Hoffnung ist Gift

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2012 um 21:23

    Eine gut bezahlte Fahrt verspricht sich Jeff Sutton, Taxifahrer in Dallas, als er eine Frau mehrere Kilometer vom Flughafen bis zu ihrem Haus fahren soll. Leider hat sie das Geld nicht passend und so bittet sie Jeff mit ins Haus, damit sie das restliche Geld holen kann. Da Jeff nach vielen Stunden Taxifahrt auf die Toilette muss, von ihr davon die Erlaubnis einholt und bekommt, geht er mit hinein. Er ist aber bedacht, nicht mehr als nötig anzufassen, schon gar nicht die Fenster, das hat er als Fensterbauer in seinem vorherigen Job gelernt, weil man sonst mal irgendwann mit den Fingerabdrücken darauf konfrontiert wird. Die Dame bezahlt Jeff, er bedankt sich für das gute Trinkgeld und verabschiedet sich. Kaum im Taxi eingestiegen, fallen ihm zwei angetrunkene junge Mädchen, Studentinnen, auf und er bietet ihnen eine kostenlose Fahrt bis ins Studentenheim an. Als ob er für seine Naivität und Gutmütigkeit bestraft werden soll, wird einem der Mädchen schlecht und sie übergibt sich in seinem Wagen, auch das noch. Zum Feierabend muss er also den Wagen noch reinigen und das mit Dampfstrahler, Hochdruckreiniger, damit diese Sauerei auch richtig weggeht. In einer lakonischen Wortwahl und Ich Erzählung beginnt diese Geschichte, in der man nebenbei an Gedanken und Erlebnissen aus der Vergangenheit und dem Alltag von Jeff erfährt und man sich ein Grinsen im Gesicht nicht verkneifen kann. An dem darauffolgenden freien Tag von Jeff, klopft es plötzlich an seiner Tür. Drei Männer stehen davor, darunter ein Polizist und Jeff denkt an einen Todesfall in der Familie, beschwert sich innerlich noch über die Steuerverschwendung, ein Mann hätte doch gereicht, aber es kommt anders. Jeff wird von der Situation völlig überrumpelt, die Männer betreten seine Wohnung, alle Zimmer werden begutachtet und er tappt mit seinen Antworten, die ihm gestellt worden, von einem Fettnäpfchen ins nächste. In Handschellen wird Jeff abgeführt und mit aufs Revier zum Verhör genommen, noch weiß weder Jeff, noch ich als Zuhörer was eigentlich passiert ist. Die Gratisfahrt der beiden Mädchen kommt Jeff in den Sinn, jemand muss ihn verraten und angezeigt haben, aber wird man deshalb verhaftet, in Handschellen abgeführt, von drei Männern? Auf der Wache erfährt er schließlich warum er verhaftet wurde. Er soll die Tochter der Frau, die er vom Flughafen nach Hause gefahren hat, entführt haben. Zudem wurden Fingerabdrücke auf der Fensterbank gefunden, seine, obwohl er seine alte Regel hundertprozentig beachtet hat: Fasse niemals einen Fenster in einem fremden Haus an. Aber die akribische Reinigung seines Autos und sein Wohnungsputz an seinem freien Tag, machen ihn weiter verdächtig. Es folgen Verhöre und er wird in die Untersuchungshaft des Todestraktes gesteckt, zu seiner eigenen Sicherheit. Dort sinniert er mit einem Mithäftling, der als mehrfacher Mörder einsitzt, in Gesprächen auf seinem Hofgang, die in dem ganzen Geschehen fast tröstlich und menschlich wirken. Ab sofort beginnt für Jeff ein wahrer Alptraum und er muss in sarkastischen Dialogen und Beschreibungen innerhalb der Geschichte erkennen, es gibt keine guten Polizisten, Anwälte, Richter, kein Mitleid und so gut wie keine Hoffnung. Den Titel „Hoffnung ist Gift“ finde ich sehr passend gewählt, wird man doch genau damit durchweg konfrontiert. Im englischen wurde es mit „The Cab Driver“ benannt und macht die Hauptfigur somit zum Titel. Zur falschen Zeit, am falschen Ort, als eine falsche Person hätte auch gut gepasst und wie man dann in die Mühlen der Justiz gelangen kann, wenn sich angebliche Fakten und die Ermittler erst einmal an jemand festgebissen haben, zeigt sich hier mehr als deutlich. Die Geschichte mag an Grisham erinnern, wird auch mit Kafka „ Der Prozess“ verglichen, bietet aber eine absolut eigene Story und Handlungen, die durch den Sprecher Thomas M. Meinhardt bravourös vorgetragen werden. Er schafft es mühelos, die Ich Erzählung, die oft monologartig eng um Jeff gestrickt ist, dennoch spannend und den einzelnen Situationen angepasst, wiederzugeben. Mehr als einmal muss man den Kopf schütteln, wünscht sich einen Zeugen, einen Freund, einen richtigen Hinweis und die richtigen Schlussfolgerungen von den Ermittlern und muss doch mit anhören, wie sich die Schlinge immer mehr um den Hals von Jeff legt. Dabei wird auf Action, Schusswechsel, Verfolgungsjagd verzichtet, weil dieser Krimi allein von den Vorgängen, Gedanken, Dialogen lebt, was ich mir persönlich hin und wieder etwas spannender gewünscht hätte, aber auf diese Art doch fesselt. Ein kurzweiliger Justiz (Irrtum) Krimi, der sich mit absoluter Gewissheit schon mehrere Male in der amerikanischen Geschichte zugetragen hat und auf einer wahren Begebenheit beruhen soll, sicher nicht immer so ausgeht wie hier. Von mir gibt es 4 Punkte für dieses Hörbuch, welches Krimi -Noir Liebhabern gefallen wird, die auf leise und lakonische Krimis stehen.

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