Iain M. Banks Inversionen.

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(2)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Inversionen.“ von Iain M. Banks

Die Welt, in der Inversionen spielt, ist ein Planet mit zwei Sonnen. Abgesehen davon ist sie eine wiedererkennbare Fantasiewelt aus Rittern, Prinzen, Belagerungen, Liebe und Verrat. Zwei Wanderer aus fernen Ländern kommen in zwei verschiedenen Königreichen an und werden zu engen Vertrauten zweier Monarchen. Als Leibärztin des Königs Quience kämpft Doktor Vosill an zwei Fronten: zum einen gegen das Misstrauen gegenüber ihrem überlegenen medizinischen Wissen und zum anderen gegen die Vorurteile ihr als Frau gegenüber. Zur gleichen Zeit bemüht sich DeWar, Oberleibwächter des Generals UrLeyn, seinen allzu gutgläubigen Schützling vor einer allzu gefährlichen Welt zu schützen. Beide Geschichten werden in abwechselnden Kapiteln erzählt, und obwohl sich ihre Wege niemals kreuzen, sind die Leben dieser zwei sehr verschiedenen Personen möglicherweise stark miteinander verknüpft. Das hängt allerdings davon ab, wem Sie glauben -- denn die Erzähler dieser Geschichten sind alles, nur nicht vertrauenswürdig. Vosills Geschichte wird von ihrem liebeskranken Assistenten erzählt -- Jahrzehnte, nachdem die Ereignisse stattfanden. Und DeWars Geschichtenerzähler hält seine beziehungsweise ihre Identität geheim. Wenn an den Geschichten überhaupt etwas Wahres ist, dann wird es zusätzlich durch eine Vielzahl von Legenden, Vorgeschichten und Mythen verworren, die mit den zentralen Berichten in Zusammenhang stehen. Möglicherweise sind die Fakten aufgrund der Zeit und der Absicht der Erzähler etwas aufgebauscht, aber die Zwei sind von den Ereignissen, über die sie berichten, derart persönlich betroffen, dass ihre Geschichten eine starke Intensität annehmen (unterstützt natürlich durch den selbstsicheren und lebhaften Schreibstil des Autors Banks). In Inversionen ist Liebe viel leidenschaftlicher, Angst viel greifbarer, Blut viel dicker, Krankheit viel elender -- und Abenteuer viel fantastischer. --J.B. Peck

In "Inversionen" wechseln sich zwei Erzählstränge ab: Einer besteht aus den Berichten, die der Gehilfe der königlichen Leibärztin Vosill ...

— Splashbooks
Splashbooks
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Inversionen, rezensiert von Henning Kockerbeck

    Inversionen.
    Splashbooks

    Splashbooks

    13. December 2014 um 10:00

    Auf den ersten Blick könnte man "Inversionen" weniger als Science Fiction, sondern eher als Fantasy-Roman betrachten. Es gibt Könige, Prinzessinen, edle Recken und schöne Damen, finstere Machenschaften in prächtigen Palästen. Die gewohnten Attribute einer Science Fiction-Geschichte – hochentwickelte Technologie, Raumschiffe, die Bewohner freumder Welten – kommen nicht oder nur sehr verschlüsselt vor. Aber die Welt, die Ian Banks beschreibt, lehnt sich nicht, wie bei so vielen Fantasy-Geschichten, an ein idealisiertes Bild des realen Mittelalters an. Der Leser fühlt sich eher an die Renaissance erinnert. Alte Machtstrukturen zerbrechen, neue beginnen sich herauszubilden. Die Entwicklung neuer Technologien liegt in der Luft. Und ein weiteres schon beinahe unverzichtbares Merkmal von Fantasy fehlt völlig – Magie. Außer, man erklärt einige erstaunliche Ereignisse, die um Vosill herum passieren, damit. Aber hier könnte der alte Satz von Arthur C. Clarke wieder zur Geltung kommen, nach dem Wissenschaft auf die Menschen wie Magie wirken muß, wenn die Wissenschaft nur hoch genug entwickelt ist und die Menschen (in diesem Fall auch der Leser) wenig genug darüber erfahren. Der Klappentext, der zunächst wenig bis nichts mit der Geschichte zu tun zu haben scheint, bietet eine mögliche Erklärung für die Fragen an, die der Roman offen läßt, aber nicht die einzige denkbare. Die beiden Erzählstränge um Vosill und DeWar laufen fast bis ganz zum Schluß nebeneinander her. Man fühlt sich an die beiden parallelen Geraden erinnert, die sich bekanntlich erst im Unendlichen treffen und schneiden. Dabei fällt erst nach und nach auf, wie oft sich der Titel – "Inversionen", also Umkehrungen – als Motiv wiederfindet. Das beginnt beim Offensichtlichen, wenn die Heldin der einen Geschichte eine Frau ist, der Held der anderen ein Mann. Aber auch die Intentionen oder zumindest die Wirkungen der beiden Hauptprotagonisten sind quasi invertiert. Die Fremde Vosill bringt Bewegung und Veränderung in die erstarrte und, aus unserer heutigen Sicht, rückständige Welt des Königshofes. DeWar auf der anderen Seite verhindert als Leibwächter des Militärursupators eine weitere Veränderung oder eine Rückkehr zur alten Monarchie. Man kann sagen, er bremst die Veränderungen, die überall um ihn herum geschehen, ein wenig. Und auch in der Auflösung der Geschichte(n) wird eine Inversion sichtbar, über die hier aber noch nichts verraten werden soll. Rest lesen unter: http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/3934

    Mehr
  • Rezension zu "Inversionen." von Iain M. Banks

    Inversionen.
    Renrew

    Renrew

    04. October 2008 um 16:59

    Gut zu lesen