Iain Reid

 3.4 Sterne bei 101 Bewertungen
Autor von The Ending, Zurück ins Nest und weiteren Büchern.

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Enemy

Erscheint am 01.02.2019 als Taschenbuch bei Droemer Taschenbuch.

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The Ending

The Ending

 (96)
Erschienen am 02.11.2017
Zurück ins Nest

Zurück ins Nest

 (4)
Erschienen am 17.09.2012
Enemy

Enemy

 (0)
Erschienen am 01.02.2019
I'm Thinking of Ending Things

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 (1)
Erschienen am 30.06.2016

Neue Rezensionen zu Iain Reid

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Hellomymedias avatar

Rezension zu "The Ending" von Iain Reid

Enttäuschend!
Hellomymediavor einem Monat

Die originale Rezension findest du hier. Ich freue mich auf deinen Besuch! ;-)

Ein hochgelobter Psychothriller von einem bis dato unbekannten Autor erschien im November letzten Jahres im Droemer-Taschenbuchverlag. Bei Recherche zu „The Ending“ fällt auf, dass der Roman von den Pressestimmen überwiegend sehr positive Resonanz erhalten hat, wo hingegen die „normale“ Leserschaft ziemlich gespalten in ihrer Meinung ist. Welcher Seite ich angehöre und welche weiteren Leseeindrücke aus der Lektüre gewonnen werden können, das erfährst du in der folgenden Rezension.

Sofort während des Einstiegs in den Thriller fällt auf, ein welch talentierter Schreiber der Verfasser vorliegenden Werkes ist. Der Schreibstil lässt sich durch die recht kurze Satzlänge gut und einfach lesen. Dennoch kann „The Ending“ zunächst nicht ganz überzeugen, da gut die ersten achtzig Seiten im seichten Fluss ihrer Langatmigkeit dahintreiben, ohne die startende Zündung einzuleiten.

Hat man jedoch diesen schwächelnden Anfang überwunden, so enttarnt Iain Reid sein wahres Talent, sein verstecktes Ass, welches er aus seinem Ärmel zieht: Das Aufbauen einer düsteren und schneidend kalten Atmosphäre. Als Leser scheint man die eisigen Temperaturen durch die Seiten hinweg einsaugen zu können, während man die leicht schaurigen Vorkommnisse beobachtet. Vorliegendes Werk jedoch sofort als „Horror“ abzustempeln, um ein noch breiteres Publikum anzulocken, finde ich dann doch zu viel des Guten, denn diese Zielgruppe wird mit dem Buch nicht gut beraten sein.

Die sphärische Erzählung ohne jegliche Kapitelstruktur hat einen spannungsverdichtenden Aufbau. Man kann das Buch also, parallel zur Handlung, in einem Rutsch erleben, da die Geschichte nicht in verschiedene Abschnitte aufgegliedert ist, sondern als ein Ganzes, Zusammenhängendes präsentiert wird.

Durch einen unmittelbaren Start erscheint „The Ending“ im nachträglichen Revuepassieren wie eine Kurzgeschichte. Als unvoreingenommener Leser startet man den Roman – und genauso blättert man auch die letzte Seite des Buches um. Die präsentierten Protagonisten bleiben bis ganz zum Schluss ziemlich unnahbar, was mich in dem Zusammenhang sehr gestört hat. Dadurch, dass das vorkommende Personenensemble so klein ist, hat ein gewöhnlicher Leser in dieser Erzählung keine Identifizierungspersonen, was die Handlung so starr und unlebendig erscheinen lässt. Nichtsdestotrotz fördern die Hauptfiguren über den Lauf des Buches interessante Gedankengänge und Gespräche zutage, die teilweise mit ihren philosophischen Ansätzen glänzen können, die den Gehalt des Romans stärken.

Während des Mittelteils fügt der Autor geschickt Neugier erweckende Handlungsschnipsel ein und wirft sie dem Leser wie Futter den Hunden zu. Ich für meinen Teil war gespannt auf die letztendliche Auflösung, was denn nun hinter all diesen seltsamen Vorkommnissen und Wendungen steckt – und was an diesem bizarren und skurrilen Abend Realität und Einbildung war! Hier sollte ich jedoch eines Besseren belehrt werden.

„The Ending“ lässt sich einfach in drei große Abschnitte einteilen. Der enttäuschende und geschwindigkeitsarme Anfang kann die lobhudelnden Kritiken des Buchrückens nicht einmal im Ansatz einlösen, dafür kann der Mittelteil durch seine spannende und eisige Atmosphäre umso mehr überzeugen. Das Ende jedoch gleicht in gewisser Weise dem Anfang: Es lässt einen unbefriedigt zurück. Nach einem immer dichter werdenden Spannungsaufbau präsentiert uns der Autor ein frustrierendes Ende, welches in stark negativem Sinne im Gedächtnis hängen bleibt.

Wenn ich jetzt nachträglich über den Thriller nachdenke, dann bin ich mir total unsicher. Das Gefühl, ich könnte etwas verpasst haben, und ich müsste das Buch doch noch ein zweites Mal lesen, um den letztendlichen Plot-Twist in voller Gänze zu verstehen, werde ich nicht los. Aber der Fakt, dass das Ende große Logiklöcher nicht abzudecken weiß, lässt sich nicht leugnen. Bei Betrachtung der Resonanzen auf sämtlichen Leseplattformen fällt auf, dass das Buch, wie schon im Ohröffner erwähnt, sehr polarisiert. Einem großen Teil geht es so wie mir, und die Wendung lässt sie frustriert zurück, den anderen gefällt das Ende umso mehr. Für mich ist „The Ending“ ein Thriller, der mich einerseits unterhalten konnte, andererseits aber auch so enttäuscht und mit einem Fragezeichen im Gesicht zurücklässt, dass es den anderen Büchern gegenüber unfair wäre, ihn positiv zu bewerten. Zudem ist der angesetzte Preis von knapp fünfzehn Euro für ein solch knapp formuliertes Buch meinem Empfinden nach zu hoch.

„The Ending“ ist ein atmosphärischer Psychothriller, der sicherlich die Geister scheidet. Wer Reiz an einem spannenden, polarisierenden Werk hat, der sei hiermit gut beraten. Die Übrigen sollten die Finger davon lassen.

Ich vergebe zwei von fünf Sternen.

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M

Rezension zu "The Ending" von Iain Reid

Mehrdimensional
MeisterYodavor 4 Monaten

Bis jetzt weiß ich nicht genau, wie ich das Buch bewerten soll. Das erstmal vorab. Ich schwanke noch zwischen „wahnsinnig gut“ und „ total bescheuert“.

Der Klappentext macht schon mal Lust auf mehr. Eine Frau, ihr Freund und eine lange Autofahrt durch das neblige und düstere Kanada zu seinen Eltern. Die ganze Story spielt also an einem einzigen Abend. Gut, das Buch ist jetzt auch nicht besonders dick. Aber es hat es in sich.

Es geht darum, dass die Frau, deren Namen der Leser nicht erfährt, eigentlich Schluss machen möchte – es ihrem Freund aber nicht richtig sagen kann oder will. Stattdessen reden sie während der knapp dreistündigen Fahrt über Gott und die Welt, stellen Theorien und Hypothesen auf, um sich am Ende weiter anzuschweigen, weil keiner den anderen so recht versteht.

Die Sätze sind kurz und knapp, geben der Story Würze. Die Charaktere bleiben zweidimensional, was im Hinblick auf den Plottwist dann aber nachvollziehbar ist. Mehr kann ich gar nicht verraten, ohne zu spoilern.

Ich würde sagen, kann man lesen, ist mal was neues. Aber wenn man es nicht tut, ist es auch nicht schlimm.

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ConnyKathsBookss avatar

Rezension zu "The Ending" von Iain Reid

Raffinierter Psychothriller
ConnyKathsBooksvor 5 Monaten

Eine junge Frau fährt mit ihrem Freund Jake durch die winterliche Weite Kanadas, um dessen Eltern auf einer abgelegenen Farm zu besuchen. Die beiden kennen sich erst seit wenigen Wochen, doch sie denkt darüber nach, Schluss zu machen. Während es draußen zusehends dunkler wird und ein Schneesturm aufzieht, wird auch die Atmosphäre immer unheimlicher. Warum erzählt Jake so wenig über sich selbst? Wer ist der mysteriöse Anrufer, der sie ständig belästigt? Merkwürdige Dinge gehen vor sich, die Ereignisse spitzen sich bald dramatisch zu und am Ende bleibt nur noch eine Frage.

"The Ending" ist das Romandebüt des kanadischen Autors Iain Reid. Ein origineller und ungewöhnlicher Psychothriller, bei dem die Meinungen aber weit auseinander gehen. Mir persönlich hat die Geschichte gut gefallen. Denn wenn ein Buch es schafft, dass man lange darüber nachdenkt, es gleich noch einmal lesen will und sogar im Netz auf der eigens dafür gegründeten Website recherchiert, dann hat der Autor definitiv etwas richtig gemacht.

Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der namenlosen jungen Frau erzählt. Ganz langsam baut sich eine richtig bedrohlich-gruselige Atmosphäre auf. Gerade die Szenen bei Jakes Eltern fand ich total unheimlich. Durch die gelegentlich eingeschobenen Gespräche weiß man auch bereits, dass etwas Entsetzliches passiert ist. Aber wie alles zusammenhängt, das wird erst mit den letzten Sätzen klar. Ein Ende, das es wirklich in sich hat und eine völlig überraschende Wende, die viele Fragen aufwirft, aber einfach genial konstruiert wurde. Einzig mit den Passagen über Philosophie und Psychologie konnte ich nicht viel anfangen.

Insgesamt kann ich daher "The Ending" empfehlen. Ein raffinierter Thriller, der für ein besonderes Lesevergnügen sorgt. 4 Sterne von mir.

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