Ian Johnson

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Autor von Die vierte Moschee, A Mosque in Munich und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ian Johnson

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Ian JohnsonDie vierte Moschee
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Die vierte Moschee
Die vierte Moschee
 (4)
Erschienen am 19.01.2011
Ian JohnsonA Mosque in Munich
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A Mosque in Munich
A Mosque in Munich
 (1)
Erschienen am 10.08.2011
Ian JohnsonMcQ's in Undergraduate Obstetrics and Gynaecology
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McQ's in Undergraduate Obstetrics and Gynaecology
Ian JohnsonHow to Lead and Still Have a Life
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How to Lead and Still Have a Life
How to Lead and Still Have a Life
 (0)
Erschienen am 01.12.2000
Ian JohnsonWilliam Alwyn
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William Alwyn
William Alwyn
 (0)
Erschienen am 25.08.2005
Ian JohnsonBeauty Is a Rare Thing
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Beauty Is a Rare Thing
Beauty Is a Rare Thing
 (0)
Erschienen am 01.02.2009
Ian JohnsonHarmonization of Education and Training Programmes for Library, Information and Archival Personnel
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Ian JohnsonHarmonization of Education and Training Programmes for Library, Information and Archival Personnel
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Neue Rezensionen zu Ian Johnson

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Rezension zu "Die vierte Moschee" von Ian Johnson

Rezension zu "Die vierte Moschee" von Ian Johnson
nurittinvor 6 Jahren

Ich habe das Buch in der türkischen Version gelesen und ganz interessant gefunden. Wenn jemand, der das Buch in der deutschen Ausgabe hat und nicht mehr behalten will, an meine Adresse senden, damit ich es auch lesen kann?
Meine Adresse:
Nurittin Yıldıran
Cankaya Anadolu Lisei
Seyranbagları/Ankara/Türkei

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Rezension zu "Die vierte Moschee" von Ian Johnson

Rezension zu "Die vierte Moschee" von Ian Johnson
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Die Angst vor dem Islamismus geht um in Europa. Besonders nach dem 11. September 2001 hat sich in der Wahrnehmung des Islam nicht nur in Deutschland etwas geändert. Aktuell wird diskutiert, ob die arabischen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens nach ihren Revolutionen (Tunesien und Ägypten sind noch nicht das Ende) nach entsprechenden Wahlen nicht doch wieder den radikalen Islamisten in die Hände fallen, wie es in Gaza geschah und im Iran.

Doch die politischen Sorgen des Westens um die islamistische Gefahr sind geheuchelt. Das vorliegende Buch des Journalisten Ian Johnson, der schon viel über 9/11 und über den Zusammenhang von Zivilgesellschaft und Religion veröffentlichte, beschreibt, mit viel Hintergrundwissen und ausgezeichnet recherchiert, die Geschichte der sogenannten „vierten Moschee“ in München. Sie trägt deshalb diesen Namen, weil sie, wie Johnson 2003 zufällig auf einer Weltkarte des Islam entdeckte, neben den Moscheen in Mekka, Jerusalem und Istanbul als die wichtigste Moschee der Welt, eben die vierte Moschee bezeichnet wird.

Und das hat Gründe, wie er in seinem Buch zeigt. Schon die Nazis rekrutierten Moslems zur Unterstützung und nach dem Zweiten Weltkrieg rüstete der CIA im Rahmen des Kalten Kriegs die Münchner Moschee zu einem Zentrum für radikale Islamisten auf. Oft mit Unterstützung anderer Geheimdienste wurden Intrigen gesponnen und immer wieder die Muslimbrüderschaft gefördert und ausgebildet.

Genau jene Gruppierung, vor dem man nun (vielleicht zu Recht) befürchtet, dass sie, wie schon so oft, hinter den Kulissen in Ägypten und anderswo die Fäden ziehen wird. Die zu alles anderem als demokratischen Verhältnissen führen werden.

Letztendlich, so Johnson in seinem beunruhigenden Buch, haben die westlichen Geheimdienste in und über die vierte Moschee in München-Freimann, 9/11 und die Folgen selbst herbeigeführt. „Über die vierte Moschee wurde der Westen zum Paten des 11. September 2001.“

Ein Buch, das in der Debatte über den radikalen Islam und seine Rolle in Europa und der Welt nicht mehr wegzudenken ist.

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Rezension zu "Die vierte Moschee" von Ian Johnson

Rezension zu "Die vierte Moschee" von Ian Johnson
michael_lehmann-papevor 8 Jahren

Die Geister, die man rief

Schon Goethe wusste, dass man mit den Geistern, die man ruft, auf Dauer aufpassen muss, sonst entgleiten sie der Kontrolle.
Im Blick auf den fundamentalistischen, gewaltbereiten Islam ist dies nachweislich in kleineren Bereichen bereits geschehen. Die Taliban in Afghanistan, von den gleichen Amerikanern bewaffnet und unterstützt, stark gemacht zu Zeiten gegen die Sowjetunion, die nun seit Jahr und Tag im Kampf gegen die fundamentalistischen Muslime in Afghanistan stehen. Auch El Kaida ist letztlich aus einer ähnlichen, am anderen, geographischen Ort zunächst unterstützten, Gruppe hervorgegangen. Machtpolitische Strategien, die den Drahtziehern über kurz oder lang über den Kopf wachsen und nicht unmaßgeblich zur allgemein weltweiten, terroristischen Bedrohung nun beitragen.

Ian Johnson nun ist es zu verdanken, dass in sprachlich intensiver und packender Form ein fulminant recherchierter Einblick in die Entwicklung des Islam in Deutschland und Europa vorliegt, der bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreicht und genauestens aufzeigt, wie kurz- bis mittelfristige Machtstrategien und machtpolitische Hoffnungen, gerade zu Zieten des kalten Krieges und im Blick auf die Gegnerschaft zur Sowjetunion, auf lange Sicht hin unkontrollierbar über den Köpfen derer zusammenschlagen, die höchstens mittelbar als Nachfahren mit den ursächlichen Ereignisse zu tun haben.

Der Pulitzer Preisträger Ian Johnson, intensiv an der Aufarbeitung des 11. September beteiligt und mittlerweile ein anerkannter Experte für den Islam auch in seiner extrem gewaltorientierten Form, stieß durch Zufall in einem einschlägigen Buchladen in London auf eine „Weltkarte“ des Islam und hier, verwunderlicherweise, auf eine Moschee in München, das „islamische Zentrum“ als viertwichtigste Moschee.

Dem geht Johnson nun minutiös im Buch nach und beschreibt, über weite Strecken wie in Roman- und Thrillerform, eine Geschichte der zielgerichteten Unterstützung des Islam von den Machthabern des dritten Reiches über diverse Geheimdienste und die CIA bis in die jüngere Vergangenheit hinein. Auch die aktuell vielgenannte Muslim-Brüderschaft spielt in diesem Zusammenhang eine tragende Rolle.

Seite für Seite legt Johnson fundiert und bestens informiert Zeugnis darüber ab, wie intensiv zu Zeiten auch radikal gesinnte Gruppen von Muslimen als vermeintliche Helfer im Kampf gegen den kalten Krieg oder andere Gefahren für „die westliche Demokratie“ (sprich die Vorherrschaft der Macht auf dieser Welt) von diversen Regierungen unterstützt und regelrecht aufgebaut wurden zu einer Stärke und einem inneren Fanatismus, der ganz offenkundig seit längerem bereits nicht mehr beherrschbar ist. Am Beispiel der Geschichte der Moschee in München und der Vorgänge in dieser reißt Johnson in bestem Sprachstil den Vorhang weg und lässt einen ungeschönten Blick auf die Überheblichkeit und die Selbstüberschätzung von Machtinteressen zu, der klar vor Augen stellt, dass ein Großteil aktueller Probleme nichts anders sind als hausgemachte Folgen kurzsichtiger Entscheidungen über Jahrzehnte hinweg.

Erschreckend sind aber auch die Einblicke in die festgefügte Denkweise gerade solcher islamischer Gruppen. Die Passagen über die innere Haltung des Moslem in der westlichen Welt, wie sie im Buch unter anderem durch Muhammad Hawari in einem Vortrag offen gelegt werden, beunruhigen zutiefst.

Und auch über das konkrete Thema hinaus hat das Buch Bedeutung und Wirkung. Denn diese Form des strategischen Handelns vollzieht sich, nicht zuletzt durch amerikanische innere Interventionen, ja seit Jahrzehnten weltweit. Von Ägypten bis El Salvador und Nicaragua zurück nach Lybien reichen die ständigen Versuche eines „Strippenziehens“, die langfristig gesehen immer wieder zu instabilen Verhältnissen und extremen Haltungen geführt haben.

Das Buch ist eine kluge und intelligente, dabei spannend zu lesende, Darlegung der „gemachten“ Entwicklung des Islam mitsamt seinen fundamentalistischen Ausprägungen, zugleich ein Dokument der geheimen Arbeitsweise machtpolitischer Strategien und zu guter Letzt eine Mahnung gegenüber jenen hochfahrenden Einmischungen und Impulsen, die immer wieder nu aus kurzsichtigen Machtinteressen stattfinden. Eine wichtige Lektüre.

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