Ian Kopacka Kleine Fische

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kleine Fische“ von Ian Kopacka

Eigentlich sind alle zufrieden. Fisch und seine Freunde sind glücklich, weil sie immer genug Gras zum Rauchen haben. Der Drogendealer ihres Vertrauens ist glücklich, weil sein Geschäft gut läuft. Und seine rechte Hand auf der Straße ist glücklich, weil er von allen respektiert, ja sogar gefürchtet wird. Und dann passiert etwas. Ein Brandanschlag bringt die Drogenquelle zum Versiegen und den Drogendealer dazu, um sein Lebenswerk zu bangen. Fisch, den die Vorstellung der bevorstehenden Nüchternheit nervös macht, wird durch einen defekten Toaster unvermutet zum Privatdetektiv. Wird er dahinterkommen wer für seine missliche Lage verantwortlich ist? Und was haben ein alter Feind, eine neue Flamme, ein hypochondrischer Koch und zwei vernunftsresistente Zwölfjährige mit der Sache zu tun? "Kleine Fische" ist eine originelle Antihelden-Geschichte über Drogen, Freundschaft und Verrat – humorvoll, erfrischend unmoralisch und gespickt mit einer Prise Gewalt.

Stöbern in Krimi & Thriller

Spectrum

Eine interessante neue Serie. Die Figur des Dr. Burke gefällt mir sehr und ich freue mich auf weitere Bücher dieser Reihe.

Bonbosai

Die sieben Farben des Blutes

Ein sehr interessanter Thriller mit klitzekleinen Kritikpunkten.

ChattysBuecherblog

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Abgrundtiefer Thriller

saboez

Der Totensucher

Das ist Spannung vom Feinsten !!

Die-Rezensentin

Death Call - Er bringt den Tod

Wie immer fesselnd bis zur letzten Seite.

Blackfairy71

Schandglocke

Sehr zu empfehlen!

Fuexchen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Roman mit dem Charakter einer Kurzgeschichte

    Kleine Fische
    R_Manthey

    R_Manthey

    03. July 2015 um 15:13

    Wenn man einem Drogenboss das Lager anzündet, hat man meistens nicht mehr viel zu lachen. Eine besondere Variante dieser allgemeinen Erkenntnis, die sich offenbar noch nicht überall herumgesprochen hat, lernt man in diesem Buch kennen. Der Drogenboss erweist sich jedoch nur als Kleinkrimineller, der sich zur Abschreckung der Konkurrenz einen unterbelichteten, aber großformatigen Schläger hält. Zu seiner Kundschaft gehören auch ein paar leicht befreundete Herren, deren Lebensinhalt allerdings nur noch in ständigem Zugedröhntsein besteht. Und das Ganze spielt in irgendeinem Viertel irgendeiner Stadt in Österreich. An der Suche nach dem Brandstifter beteiligt sich neben mehreren Protagonisten der Handlung auch der Leser, denn der wird fast bis zum Ende in Ahnungslosigkeit gehalten. Das Interessante an dieser Geschichte mag darin bestehen, dass sie immer aus der Sicht der jeweils bereits mehr oder weniger im Rausch Befindlichen erzählt wird. Dadurch fehlt ihr jegliches Moralisieren. Aber andererseits kann man sich auch kaum mit ihren Helden identifizieren, sondern betrachtet sie allesamt eher wie merkwürdige Gestalten, mit denen man nicht unbedingt etwas zu tun haben möchte. Da die Figuren vielleicht absichtlich ohne große Tiefenschärfe ausgestaltet wurden, trägt das Ganze eher den Charakter einer etwas zu lang geratenen Kurzgeschichte, die jedoch sehr gut geschrieben ist und aus außergewöhnlichen Blickwinkeln erzählt wird. Vielleicht hat sie der Autor unbewusst wie eine mathematische Arbeit konstruiert, denn man weiß oft nicht, wozu die einzelnen Teile eigentlich gut sind, bis schließlich das Puzzle am Ende zusammengesetzt wird. Fazit. Eine recht ungewöhnlich, aber gut erzählte Geschichte aus der Kifferprovinz, in der die Guten völlig abhandengekommen zu sein scheinen. Unterhaltsam, aber vielleicht etwas zu lang für diese Art des Erzählstils.

    Mehr
  • Rezension zu "Kleine Fische" von Ian Kopacka

    Kleine Fische
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. December 2011 um 13:50

    Kurzbeschreibung: Eigentlich sind alle zufrieden. Fisch und seine Freunde sind glücklich, weil sie immer genug Gras zum Rauchen haben. Der Drogendealer ihres Vertrauens ist glücklich, weil sein Geschäft gut läuft. Und seine rechte Hand auf der Straße ist glücklich, weil er von allen respektiert, ja sogar gefürchtet wird. Und dann passiert etwas. Ein Brandanschlag bringt die Drogenquelle zum Versiegen und den Drogendealer dazu, um sein Lebenswerk zu bangen. Fisch wird durch einen defekten Toaster unvermutet zum Privatdetektiv. Wird er dahinterkommen, wer für seine missliche Lage verantwortlich ist? Zum Autor: Ian Kopacka wurde 1980 in Graz geboren. Nach einem Jahr als mittelloser Gitarrist einer Rockband in London kehrte er nach Graz zurück und studierte dort Mathematik. Zurzeit rechnet er hauptberuflich und schreibt in seiner Freizeit. "Kleine Fische" ist sein erster Roman. Rezension: Stefan, Paul und Wolfgang, genannt Fisch, sind Freunde seit der Schulzeit. Alle drei verbindet die Leidenschaft des Kiffens und das, im wahrsten Sinn des Wortes, in vollen Zügen. Alles läuft seinen gewohnten Gang bis eines Tages die Drogenquelle versiegt: Karl Bess, dem örtlichen Drogendealer, wurde der Lagerraum mitsamt dem kompletten Cannabisvorrat angezündet und ausgerechnet Fisch soll herausfinden, wer Bess damit ans Leder will. Ferner lernt der Leser die beiden zwölfjährigen Willi und Thomas kennen, die beide aus zerrütteten Familien stammen und eine Freundschaft, die mehr auf Hassliebe beruht, verbindet. Beide haben nur Unsinn im Kopf und sind auf dem besten Weg, in eine Verbrecherkarriere abzudriften. Dann ist da noch Erich, unzufriedener Koch in einem Gasthaus, der sich für seinen homosexuellen Vater schämt und heimlich eine bestimmte Art von Pflanzen in seinem Gewächshaus züchtet... Wie all diese Personen zusammenspielen und was sie miteinander verbindet sollte man gelesen haben. Anfangs war ich etwas irritiert, da Ian Kopacka in kurzen, knackigen Kapiteln sehr viele Zeitsprünge miteinbaut, besser gesagt, jedes Kapitel spielt an einem anderen Tag, in einem Zeitraum vom 4. bis 7. Juli. Das jeweilige Datum wird glücklicherweise am Kapitelanfang abgedruckt, sonst hätte ich mich sicherlich heillos verheddert. Doch gerade diese Zeitsprünge macht "Kleine Fische" zu etwas Besonderem: Der Leser wird häppchenweise mit der Geschichte gefüttert, es werden einzelne Puzzlesteine zu einer am Ende stimmigen Gesamtgeschichte zusammengefügt und der Zufall spielt hierbei eine sehr große Rolle. Geht man anfangs noch davon aus, dass jemand Drogendealer Karl Bess ausbooten will, indem er sein Lager anzündet, darf man sich am Ende davon belehren lassen, dass es ganz anders war. Sehr gut gelungen sind auch die Perspektivwechsel, die die Geschichte noch einen Tick interessanter machen. Abwechselnd wird aus den Blickwinkeln sämtlicher Charaktere berichtet und man lernt ihre Sichtweise auf die Dinge kennen. Auch kommen (schwarzer) Humor und Skurrilität nicht zu kurz, vieles wirkt überzeichnet, doch passt das glänzend zur Geschichte. "Kleine Fische" konnte mich sehr gut unterhalten und ich bin auf weitere Werke von Ian Kopacka gespannt. Sein Debütroman verspricht einiges für die Zukunft und ich kann ihn besten Gewissens empfehlen. Wer allerdings meint, es hier mit einem Kriminalroman zu tun zu haben, der wird enttäuscht. Vielmehr ist "Kleine Fische" eine Geschichte, in der Drogen die Hauptrolle spielen, aber auch Freundschaft, Gewalt und vor allem der Zufall nicht zu kurz kommen. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt einen rot-weiß karierten, ausgeblichenen Hintergrund, im Vordergrund steht ein alter Toaster, aus dem eine Scheibe Toastbrot, in die eine Cannabispflanze eingebrannt ist, herauslugt. Fazit: "Kleine Fische" ist ein gelungenes Romandebüt, das sich mit den Themen Drogen, Freundschaft, aber auch Gewalt und Brutalität auseinandersetzt - aber nie ohne ein Augenzwinkern. Eine wirklich erfrischende Antihelden-Geschichte!

    Mehr
  • Rezension zu "Kleine Fische" von Ian Kopacka

    Kleine Fische
    A_Klinger

    A_Klinger

    13. May 2011 um 16:50

    Drei Freunde Anfang 20 haben alle irgendwie den Absprung in ein normales, produktives Leben verpasst und schlagen sich die Zeit mit gemeinsamem Kiffen tot. Und das passt ihnen auch so. Aber dann passiert plötzlich etwas und der lokale Drogendealer gibt auf einmal nichts mehr her. Und das passt den Dreien dann weniger. Große Frage: Was ist passiert? Wer ist dafür verantwortlich? Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von 4 Tagen. Die Kapitel verfolgen die Geschichten von insgesamt 9 verschiedenen Personen, die mehr oder weniger in die Sache verstrickt sind. Die Kapitel sind nicht chronologisch angeordnet, sondern springen mal nach vor, mal zurück. Aber gerade das macht den Reiz des Buches aus. Stück für Stück kommen Details zum Vorschein, die zur Auflösung der Problemstellung beitragen. Überraschendes Ende nach einem aufregenden Showdown. Der Schreibstil des Autors ist kurz gehalten und präzise, er ist kein selbstverliebter Schwafler sondern man hat beim Lesen das Gefühl, dass er selbst, sowie seine Protagonisten auch, sich nicht immer ganz so ernst nimmt. Insgesamt fand ich den Roman sehr lustig, für alle, die auf schrägen Humor stehen auf jeden Fall zu empfehlen.

    Mehr