Ian Lawrence

 4,1 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Winterpony.

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Cover des Buches Winterpony (ISBN: 9783772529689)

Winterpony

 (3)
Erschienen am 25.08.2020

Neue Rezensionen zu Ian Lawrence

Cover des Buches Winterpony (ISBN: 9783772529689)
Jofees avatar

Rezension zu "Winterpony" von Ian Lawrence

Eines der berührendsten Bücher, die ich je gelesen habe
Jofeevor 3 Jahren


Ein kleines weißes Pony tobt fröhlich in den weiten Wäldern umher, als Menschen es fangen und zähmen. Es geht durch einige Hände, wird geschlagen und gequält, bis der Polarforscher Robert F. Scott es auserwählt, um gemeinsam mit 20 anderen weißen Ponys die weite Reise zum Südpol anzutreten. Scott hat sich vorgenommen, als erster Mensch den Pol zu erreichen. Dort bekommt es auch einen Namen: James Pigg. Als das Team den Boden der Antarktis betritt, wird das Pony Teil eines spektakulären Wettrennens, das in die Geschichte eingehen wird. Denn Roald Amundsen hat ebenfalls überraschend angekündigt, als Erster den Südpol erreichen zu wollen. Doch nur eine Mannschaft kann den Sieg davontragen und in der weiten Eislandschaft wird es ein Kampf um Leben und Tod - für Mensch und Tier.


Zuallererst: Die Perspektive war einfach der Wahnsinn. Das lest ihr bestimmt in fast allen Rezensionen zu diesem Buch, aber es ist einfach so ;-) Die ganze Expedition wird aus der Sicht des weißen Winterponys erzählt, was unglaublich rührend und zuckersüß ist. All die Strapazen der Reise, die schönen Momente, die traurigen - wir erfahren, wie das Pony darüber denkt und vor allem, zu was ein Pferd eigentlich fähig ist. Dass Tiere zum Beispiel Gefühle riechen können hatte ich jetzt nicht nur gehört, sondern beim Lesen selber miterlebt, da Jimmy Pigg quasi direkt in die Männer hineinschauen kann und weiß, was in ihnen vorgeht. 

Unter Jimmys Beschreibungen haben mir die Szenen am besten gefallen, in denen sich die tapferen Männer (das sage ich jetzt nicht, weil Männer automatisch tapfer sind, sondern weil es hier einfach definitiv der Fall ist) so herzergreifend um ihre zugeteilten Ponys kümmern, sich für sie in Gefahr begeben, für sie leiden, einfach alles für sie tun. Jedes einzelne Pony ist wichtig für die Expedition. Dieses starke Band der Liebe war die ganze Zeit über zum Greifen nah. Besonders kam das natürlich zwischen unserem Winterpony und seinem Führer Patrick zur Geltung. Über die Zeit hinweg sind die beiden so verbunden, wie es sich andere Pferdemenschen nur erträumen könnten.

Gleichzeitig war es umso grausamer, als die Mannschaft einzelne verloren hat, da ich sie alle so sehr ins Herz geschlossen und liebgewonnen habe. Mehrmals hatte ich Tränen in den Augen, was bei mir wirklich etwas heißen soll, oder bin in ein tiefes schwarzes Loch aus Traurigkeit gerutscht wie in einen Strudel. So traurig, dass ich noch nicht einmal weinen konnte. 

Schade war, dass sich die Handlung in der Mitte des Buches so gezogen hat. Sie startete abwechslungsreich und endete wahnsinnig fesselnd, sodass ich immer dachte: Nur noch dieses Kapitel. (Natürlich wurden es noch ein paar mehr, und schließlich war das Buch vorbei...) Zwischendurch war das ganz und gar nicht so, die Geschichte verlief so langsam, dass ich immer wieder woanders hingestarrt habe und das erst nach einer Weile bemerkte. Das lag vor allem daran, dass Jimmys Kapitel zum Großteil aus marschieren, fressen und weiterstapfen bestanden. Mir ist natürlich klar, dass das einfach der Inhalt einer Südpolexpedition ist, deshalb wäre wahrscheinlich einfach kürzen der entscheidende Tipp gewesen. Immerhin haben sich die Kapitel aus Sicht des Ponys mit informativen Texten zur Reise abgewechselt, was ein wenig Varianz mit sich brachte. Ich glaube allerdings, dass ich, wenn ich das Buch irgendwann ein zweites Mal lese, flüssiger durchkommen würde. Denn erst jetzt habe ich meine Zeit mit dem wundervollen Jimmy Pigg zu schätzen gelernt und würde sie das ganze Buch über genießen.

 

Glaubt mir, es tut mir so unglaublich weh, diesem Buch keine fünf Sterne geben zu können. Doch zwischendurch bin ich leider ziemlich hängengeblieben, weshalb ich "Winterpony" im Vergleich mit anderen Büchern doch mit vier Sternen bewerten muss. Das hält mich natürlich trotzdem nicht davon ab, euch das Buch wärmstens zu empfehlen, wenn ihr ein besonders Leseerlebnis haben wollt. Das Pony und seine Geschichte haben mich fassungslos, geschockt und unfassbar traurig zurückgelassen. Zum Schluss ist mir noch wichtig zu sagen: Ich werde dich nie vergessen, James Pigg. Du bist ein guter Junge.

 

Und während ich das schrieb, kamen mir schon wieder die Tränen.

Cover des Buches Winterpony (ISBN: 9783772529689)
0Soraya0s avatar

Rezension zu "Winterpony" von Ian Lawrence

Winterpony
0Soraya0vor 4 Jahren

Zum Inhalt (Klappentext):
In den weiten Wäldern Sibiriens streift zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein junges weißes Pony frei im Schutz seiner Herde umher. Doch alles ändert sich, als es von Menschen gefangen wird. Zusammen mit zwanzig anderen Ponys wird es als Zugpferd für die Expedition von Robert F. Scott ausgewählt, der als erster Mensch den Südpol erreichen will. Ein Abenteuer beginnt …
Die Männer geben dem Tier auch einen Namen: James Pigg. Als das Team den Boden der Antarktis betritt, wird das Pony zum Teilnehmer eines spektakulären Wettrennens. Denn Roald Amundsen hat überraschend angekündigt, ebenfalls als Erster den Südpol betreten zu wollen. Aber nur eine Mannschaft kann gewinnen, und nicht jeder kann überleben – noch nicht einmal die Tiere. 

Meine Meinung:
Schon nach wenigen Seiten ist man Mitten in der Geschichte gefangen. Der den Erzählstil aus Sicht des Ponys wirkt die Geschichte direkt nochmal etwas lebendiger.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und vor allem altersgerecht gestaltet. Sehr gut gefallen hat mir die detaillierte Beschreibung der einzelnen Ponys und dass so auch deutlich wurde, wie unterschiedlich deren Charaktere sind. So wird die Geschichte trotz der vielen dunklen Seiten, doch etwas bunter.
Auch wenn die Geschichte an sich wirklich interessant ist, gibt es zwischendurch immer mal wieder kleine Längen. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Inhalt gewünscht.

Fazit:
Alles in allem eine wirklich schöne Geschichte, die aber nicht immer locker flockig daher kommt, sondern auch die dunklen Seiten zeigt.

Cover des Buches Winterpony (ISBN: 9783772529689)
Sonjalein1985s avatar

Rezension zu "Winterpony" von Ian Lawrence

Für Ruhm und Ansehen
Sonjalein1985vor 4 Jahren

Inhalt: Zu Anfang des 20. Jahrhunderts ist ein Großteil unserer Erde erforscht. Nicht so die Antarktis. Wer zuerst am Südpol ankommt, dem winken Ruhm und Ehre. Und so beginnt ein gnadenloses Wettrennen zwischen Roald Amundsen und Captain Scott, die sich den Gefahren der weißen Wildnis stellen. Captain Scott setzt bei der Bewältigung von Lasten auf Ponys und dies ist die Geschichte von einem von ihnen.

Meinung: „Winterpony“ von Iain Lawrence ist ein spannendes Buch, das die Geschichte lebendig werden lässt.
Erzählt wird aus der Perspektive des Ponys James Pigg, das in seinem Leben schon viel Schlimmes erleiden musste, sich aber trotzdem sein unschuldiges Wesen und seine Freundlichkeit bewahrt hat. Man darf ihn auf seiner Reise begleiten und mit ihm die Gefahren und Strapazen erleben.
Nebenbei erfährt man, in eigenen Abschnitten, noch einige Fakten des großen Abenteuers, und zwar, sowohl aus dem Lager von Roald Amundsen, als auch von Captain Scott.
So wird die Vergangenheit wunderbar lebendig und spannend und nachvollziehbar dargestellt.
Man lernt die Mannschaft und die Umstände der Reise kennen. Ebenso wie die einzelnen Charaktere der anderen Ponys und den Gefahren, der sie sich stellen müssen.
„Winterpony“ ist nicht nur ein spannendes Buch, sondern ebenfalls sehr lehrreich und gut gemacht.
Mir zumindest hat es gefallen. Und wer sich ebenso für geschichtliche Ereignisse, als auch für Pferde und Ponys interessiert, wird hier sicher ebenfalls seine Freude haben.

Fazit: Gelungenes Buch, in der ein geschichtliches Ereignis aus der Sicht eines Ponys erzählt wird. Sehr zu empfehlen.

 

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