Ian Manook

 3.9 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Ian Manook

Kriminalromane unter zweitem Namen: Ian Manook ist das Pseudonym des französischen Autors und Journalisten Patrick Manoukian. Er ist 1949 in Meudon, Frankreich geboren und wohnt heute in Paris. Manook studierte an der Universität Paris-Sorbonne Rechts- und Politikwissenschaft, anschließend Journalismus am Französischen Presseinstitut. Bereits im Alter von 18 Jahren trampte er für zwei Jahre durch die USA und Kanada und legte dabei über 40.000 Kilometer zurück. Nach seinem Studienabschluss bereiste er Island, Belize und Brasilien, bevor er eine Stelle als Journalist bekam. Sein Pseudonym Ian Manook benutzt er seit 2003, aber erst seit 2013 schreibt er unter diesem Namen Kriminalromane. Sein Debütroman „Yeruldelgger“ um den gleichnamigen Kommissar erschien 2013 und gewann 2014 den SNCF-Preis.

Neue Bücher

Der Mongole - Kälter als der Tod

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Neu erschienen am 13.01.2020 als Taschenbuch bei Blanvalet. Es ist der 2. Band der Reihe "Der Mongole".

Alle Bücher von Ian Manook

Cover des Buches Der Mongole - Das Grab in der Steppe (ISBN:9783734108709)

Der Mongole - Das Grab in der Steppe

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Erscheint am 21.09.2020
Cover des Buches Der Mongole - Kälter als der Tod (ISBN:9783764506063)

Der Mongole - Kälter als der Tod

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Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Yeruldelgger (ISBN:9782253163886)

Yeruldelgger

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Erschienen am 03.01.2015
Cover des Buches Yeruldelgger, 1 MP3-CD (ISBN:9782356418470)

Yeruldelgger, 1 MP3-CD

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Erschienen am 12.02.2015

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Neue Rezensionen zu Ian Manook

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Rezension zu "Der Mongole - Kälter als der Tod" von Ian Manook

Tot unter der Yakkuh
ulrikerabevor 5 Tagen

Es ist ein bizarrer Fund mitten in der mongolischen Steppe. Ein Mann und sein Pferd liegen beide erschlagen unter einer toten Yakkuh. Dieses Ereignis ist das erste in einer Reihe von absonderlichen Vorkommnissen. Der harte und vom Leben gezeichnet Kommissar Yeruldelgger sowie seine Ermittlerin Oyun stehen vor vielen Rätseln. Aber auch persönlich werden die beiden tief in die Ereignisse hineingezogen. Der Mord an einer Prosituierten, die Yeruldelgger kannte, soll ihm angelastet werden. Und Oyun wirft sich Hals über Kopf in eine Affäre mit dem jungen Soldaten, der ihr zur Unterstützung bereitgestellt wurde. Alle losen Fäden laufen in einen Fall von Menschenhandel über die Grenzen von der Mongolei über Russland bis nach Frankreich zusammen.

Eigentlich ist es kaum zu glauben, was in der unwirtlichen Einöde der Mongolei so alles los ist: Kühe, die vom Himmel fallen, Kadaverhaufen, die in Brand geraten, Leichen, die in Gletscherspalten stecken, Zeugen, die in Tod getrieben werden. Und alle Hinweise zielen auf Yeruldegger oder sein Umfeld. Klingt nicht wirklich glaubwürdig. Yeruldelgger hat hier wirklich alle Hände voll zu tun, sowohl sich selbst vom Verdacht zu befreien, als auch einen enormen Sumpf aus Korruption, Habgier und Niedertracht trocken zu legen.

Dazu kommt, dass Ian Manook seinen Protagonisten wirklich nichts erspart. Zu Oyun war er schon im Vorgänger wahrlich nicht gut, aber dass die Frau jetzt zum hormongesteuerten Sexmäuschen wird, das hat sie nicht verdient, das ist ihrer unwürdig. Da kann die Mongolei noch so Neuland im Krimigenre sein, und die der Zwiespalt zwischen der alten Nomadentradition und dem (vom USA Fernsehen geprägten?) westlich modernen Denken dargestellt werden, ich kann mich Art und Stil dieser Reihe nicht anfreunden. Die kaltschnäuzige auf betont lässig getrimmte Sprache bewirkt bei mir eher das Gegenteil von Coolness und fühlt sich nur aufgesetzt an. Der Schluss kommt überhaupt holterdipolter. Ich hatte da schon längst den Faden verloren. 

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Rezension zu "Der Mongole - Kälter als der Tod" von Ian Manook

Mongolische One-Man-Show, die manchmal etwas nervt
reneevor 5 Tagen

Definitiv eine interessante und richtig spannende Kriminalgeschichte, manchmal auch eine etwas überfrachtete Story, aber gerade dieses Überfrachtete hat auch wieder seinen Reiz. Gerade diese wirklich spannend geschriebene Geschichte begründet in meinen Augen auch meine 4 Sterne Bewertung. Interessante Informationen zu Land und Leuten fließen genauso in die Geschichte ein, dies hätte für meine Begriffe auch durchaus etwas mehr sein können, aber man darf auch nicht außen vorlassen, dies ist ein Krimi und kein Roman. Und für einen Krimi ist das vollkommen ausreichend. Dennoch ermöglicht dieses Buch Einblicke in eine fremde Kultur und ebenso Einblicke in eine fremde Mentalität, bietet viele Informationen. Und ebenso zeigt es Machtgefüge in einer entfernten Welt, die durch Veränderungen im ehemaligen sozialistischen Block, deutlich verändert wurde. Die Charaktere sind interessant, aber etwas flach gehalten, aber vielleicht ergibt sich ein größerer Reiz, wenn man vorher Teil 1 gelesen hätte. Das habe ich leider nicht getan. Ich werde das aber noch nachholen. Ansonsten spielt eine große Brutalität eine Rolle, vielleicht passt das aber auch in diese etwas brachiale Landschaft und uns weichgespülten Europäern ist das nur zu heftig, weil wir so etwas nicht mehr gewöhnt sind. Dennoch ist das alles etwas viel. Eine gewisse männlich orientierte Macho-Show hat mich etwas angenervt, aber gegen Ende wird die Macho-Show auch etwas weiblicher und ich damit wieder etwas versöhnlicher gestimmt. Alles in allem ein interessantes, aber gewöhnungsbedürftiges Buch.


Dennoch 4 Sterne von mir!

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Rezension zu "Der Mongole - Das Grab in der Steppe" von Ian Manook

Mongolische Rache
ulrikerabevor 20 Tagen

Ein kleines Mädchen liegt verscharrt in der einsamen mongolischen Steppe. Gleichzeitig werden in der Hauptstadt Ulaanbaatar drei Chinesen tot aufgefunden. Die Geschäftsleute wurden äußerst brutal gefoltert massakriert und hingerichtet. Kommissar Yeruldelgger, seine Ermittlerin Oyun und weitere Kollegen werden mit den beiden Fällen betraut. Nach und nach stellt sich ein Zusammenhang heraus. Sämtliche Spuren führen in Yeruldeggers unglückliche Vergangenheit.

Der französische Autor, der unter dem Pseudonym Ian Manook auftritt, legt hier den ersten Band einer Kriminalromanreihe an einem ungewöhnlichen Schauplatz vor, der Mongolei. Sein Protagonist Yeruldelgger ist „der Mongole“.

Yerudlelgger ist ein unglücklicher Mann, vor vielen Jahren hat er seine kleine Tochter und seine Ehefrau verloren. Seit dem Fund des kleinen toten Mädchens stürzen diese Ereignisse wieder auf ihn ein. Der Fall zehrt an seiner Substanz, droht ihm jeden zu nehmen, der für ihn noch Bedeutung hat. Sein Jähzorn und Kontrollverlust führt dazu, dass er suspendiert wird.

„Man hat dir deinen Dienstausweis abgenommen, man hat dir deine Dienstwaffe abgenommen, du hast Zeugen misshandelt, die chinesische Botschaft verlangt, dass du abgezogen wirst, du hast auf einen Zivilisten geschossen: Willst du ernsthaft behaupten, dass alles glattläuft?“

So stürzt sich Yeruldelgger in einen ganz persönlichen Rachefeldzug und übersieht dabei, dass er auch ihm wohlgesonnene Personen mitzieht in einen Strudel von Gewalt, Aggression, Korruption und Machtgier. Der Autor ist wahrlich nicht sehr freundlich zu seinem Personal, gleich auf welcher Seite des Gesetzes die Personen stehen. Gut und Böse, richtig und falsch ist in Yeruldelggers Universum sowieso nicht mehr klar umgrenzt.

So karg und pittoresk die mongolischen Landschaften, so kalt und schmutzig, wie die Straßen von Ulaanbaatar beschrieben werden, so gehen die Menschen dort miteinander um. Die Sprache ist harsch, kaltschnäuzig und aufgesetzt lässig. Man hat den Eindruck, dass die Mongolen feststecken zwischen einem alten archaischen Weltbild und einer urbanen Coolness amerikanischer Serienhelden. Uralte spirituelle Tradition steht neben moderner weltlicher (westlicher) Schnelllebigkeit. Sprücheklopfen wie Horatio Caine und die Beschwörung schamanischer Geister. Alles möglich.

So kann ich auch nicht beurteilen, ob uns der Autor mit  authentischen Informationen versorgt, oder nur auf den Effekt aus ist. Bei der Beschreibung der Gewalttaten jedenfalls war es mir oft zu viel der Details. Ein andauerndes Schwanken zwischen Faszination über die fremdartige Atmosphäre und Abscheu gegenüber der expliziten Brutalität.

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Zusätzliche Informationen

Ian Manook wurde am 13. August 1949 in Meudon (Frankreich) geboren.

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