Ian McEwan Amsterdam

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Inhaltsangabe zu „Amsterdam“ von Ian McEwan

Alle haben sie dieselbe Frau geliebt, die nun nicht mehr ist: ein Politiker, ein Chefredakteur, ein Komponist. Als desto gegensätzlicher erweisen sich ihre Ambitionen: Ein Freundschaftspakt wird zum Teufelspakt, als es in Amsterdam zum Showdown kommt. Ian McEwan erhielt 1998 den Booker-Preis für diese ebenso witzige wie gnadenlose Geschichte über die Mechanismen der Medien und der Macht.

200 Seiten vollgepackt mit verstörenden Charakterentwicklungen.

— MinnaM

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  • Wenn Freundschaft in Hass umschlägt

    Amsterdam

    Alira

    08. August 2017 um 18:53

    Clive und Vernon sind alte Freunde: Der eine ist Komponist, der andere Chefredakteur einer Londoner Tageszeitung. Die beiden treffen einander auf dem Friedhof anlässlich der Einäscherung von Molly, deren Liebhaber beide einmal waren. Weil die zwei bei dieser Gelegenheit an ihre eigene Endlichkeit erinnert werden, treffen sie eine Vereinbarung: Sobald einer von ihnen an einem geistigen Verfall leidet, wird ihm der andere Sterbehilfe leisten. Doch als diese Freundschaft zerbricht, bringen sich die beiden gegenseitig um. (Für den konstruierten Schluss gibt es Punkteabzug.)

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  • Ein typischer McEwan

    Amsterdam

    Phliege

    09. February 2015 um 15:47

    Clive Linley, Komponist und Vernon Halliday, Chefredakteur einer großen Zeitung sind Geliebte der kürzlich verstorbenen Molly gewesen. Und statt Rivalen sind die beiden alte Freunde. Das geht soweit, dass sie nach dem Tod ihrer Freundin einen Pakt schließen. Sollte einer der beiden je so hilflos sein, dass er nicht mehr selbst handeln und entscheiden kann, wird ihn der andere erlösen. Doch in Ian McEwans Buch geht es nur scheinbar um die Frage der Sterbehilfe. Als das brisante Privatleben eines Politkers der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, entspinnt sich eine Geschichte um moralische Überlegenheit, Loyalität und Freundschaft. McEwans Roman ist dabei so vielschichtig wie alle seine Werke. Das liegt auch einfach an seinem literarischen Geschick. Sein Schreibstil ist einzigartig. Innere Handlung steht bei ihm immer im Fokus, die beherrscht auch kaum ein anderer so gut wie er. Trotzdem baut er Spannung auf. Der Plot, der an seinen Charakteren entwickelt wird, entspinnt sich trotz der großen und einschneidenden Ereignisse völlig natürlich. Das liegt auch daran, dass der Leser fast nie Teil dieser Geschehnisse, sondern nur beim Anbahnen der Katastrophe oder dem Verarbeitungsprozess zugegen ist. Auf diese Weise folgen die Ereignisse keinen Erwartungen, überraschen aber auch nicht. Sie sind einfach nur passend. Für "Amsterdam" bekam Ian McEwan den Booker-Preis. Es ist nicht sein stärkstes Buch, aber die Art und Weise, über so viele Themen und Ebenen wie aus dem Handgelenk einen schlüssigen Bogen zu spannen, hat das auf jedenfall verdient!

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  • Rezension zu "Amsterdam" von Ian McEwan

    Amsterdam

    thursdaynext

    Gepflegte Langeweile Bis Amsterdam war ich davon überzeugt, dass Ian Mc Ewan ein grossartiger Autor ist. Amsterdam und die Thematik, Männerfreudnschaft, Euthanasie, Medienschelte, Künstler sind stilistisch, wie gewohnt auf hohem Niveau, aber der funke sprang nicht über. Die beiden Hauptcharaktere blieben fremd unverständlich und konstruiert. Mühsame Lesekost. Doch wie ein Vorrezensent so schön schrieb: Es ist ein McEwan ....., doch es gibt erheblich bessere. Daher knappe 3 Sterne.

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    • 3
  • Rezension zu "Amsterdam" von Ian McEwan

    Amsterdam

    Duffy

    12. January 2012 um 17:28

    Der Chefredakteur einer Zeitung, die um das Überleben kämpft, ein Komponist, der die Sinfonie seines Lebens schreiben soll und ein Politiker, der auf dem Sprung zum Premierminister ist, haben eines gemeinsam: Eine Geliebte, die nun leider verstorben ist. Während der Redakteur und der Komponist noch enge Freunde sind, ist der Politiker aus dieser Reihe herausgefallen. Doch gerade von diesem tauchen Fotos auf, die seine damalige Freundin von ihm geschossen hat und die zum Skandal führen würden, wenn sie der Redakteur veröffentlicht. An dieser Frage reibt sich auch dessen Freundschaft mit dem Komponisten. In Amsterdam kommt es zu einem Showdown mit überraschendem Ausgang. McEwan macht diese knappen 200 Seiten randvoll mit allen Leidenschaften, die ein Mensch zu leben fähig ist. Es ist ein ausgezeichnetes Bild einer Gesellschaft, die durch Macht und Medien geprägt ist. In der großartigen Manier des souveränen Erzählers hat McEwan auch hier ein Meisterwerk geschaffen, dass ihn mit Recht zu einem herausragenden Schriftsteller der Gegenwart macht.

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  • Rezension zu "Amsterdam" von Ian McEwan

    Amsterdam

    Joshy2

    30. June 2011 um 07:28

    McEwan zieht einen in seinen Bann, bezieht einen in die Lebenswelten ein und lässt einen mitfühlen- und mitdenken. Auch mit Amsterdam legt er einen psychologisch gut zusammen gefügten Roman vor, der spannende Entwicklungen und wieder einmal die Abgründe menschlichen Daseins präsentiert.

  • Rezension zu "Amsterdam" von Ian McEwan

    Amsterdam

    Wolkenatlas

    04. September 2008 um 12:50

    Für McEwan schwach..., Das Beste an diesem Buch ist der etwas unerwartete Schluß... es ist exzellent geschrieben, die Form ist perfekt, aber große Schriftsteller haben (wie auch Komponisten...) auch mal ein schwächeres Werk. Schlecht bis etwas oberflächlich finde ich die Beschreibung des Kompositionsprozesses, ich bin selbst Komponist und kennen keinen Komponisten, der mit meist A3 oder gar A2 Papier bestückt (weniger tuts für ein Orchesterwerk nicht) in den Wald geht...um dann noch einen gehörten Vogelschrei in ein Beethoven-ähnliches Motiv zu formen... aber, ich denke da vielleicht zu subjektiv. Was Abitte und Zementgarten, auch Liebeswahn, Schwarze Hunde oder Trost von Fremden können, kann Amsterdam leider nicht. Trotzdem ist es ein Buch, das besser als das meiste ist, was heute von vielen Bestsellerautoren produziert wird, und, ein McEwan...

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