Ian McEwan Der Zementgarten

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Inhaltsangabe zu „Der Zementgarten“ von Ian McEwan

Ein Kindertraum wird Wirklichkeit: Papa ist tot, Mama stirbt und wird, damit keiner was merkt, einzementiert, und die vier Kinder - zwei Mädchen und zwei Jungen zwischen 6 und 16 - haben das große Haus in den großen Ferien für sich. Im Laufe des drückend heißen, unwirklichen Sommers kapselt sich die Gemeinschaft der Kinder mehr und mehr gegen die Außenwelt ab, und keiner merkt, daß etwas faul ist.

Die Abgründe der Jugend - in seinem Debütroman seziert McEwan eine hoffentlich unvorstellbare Situation. Abstoßend und faszinierend zugleich

— LitteraeArtesque
LitteraeArtesque

McEwans Debütroman konnte mich nachhaltig beeindrucken: düster und faszinierend, morbide und spannend, tabulos und unfassbar.

— parden
parden

Wahnsinn. Abstrus-surreale Geschichte, die mich prima unterhalten hat! Bitte mehr davon!

— BuchHans
BuchHans

Grandios!

— Gegen_den_Strom_lesen
Gegen_den_Strom_lesen

Kinder, die nach dem Tod ihrer Eltern ohne Ziel und Inhalt den Alltag bewältigen, auf die Katastrophe hinsteuern.Groteske Szenen. Verstörend

— Jocelyne58
Jocelyne58

Faszinierend schockierend; McEwan erzählt eine absurde Geschichte als wäre es das Normalste der Welt.

— elodie_k
elodie_k

Verstörend, fast schon abstoßen, aber packend erzählt. Konnte mich trotzdem nicht überzeugen, meine Erwartungen standen mir wohl im Weg

— HarIequin
HarIequin

Ein Klassiker, der nach einer Diskussion schreit.

— MadameEve1210
MadameEve1210

Armut, Tod, Verlust, Sexualität, Inzest - ganz schön verstörend, aber irgendwie auch faszinierend.

— Gulan
Gulan

Für meinen Geschmack etwas zu abstoßend und bizarr, allerdings wirklich gut erzählt.

— Arachn0phobiA
Arachn0phobiA

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  • Eine Leiche im Keller...

    Der Zementgarten
    parden

    parden

    14. August 2017 um 13:33

    EINE LEICHE IM KELLER...Ein Kindertraum wird Wirklichkeit: Papa ist tot, Mama stirbt und wird, damit keiner was merkt, einzementiert, und die vier Kinder - zwei Mädchen und zwei Jungen zwischen 6 und 16 - haben das große Haus in den großen Ferien für sich. Im Laufe des drückend heißen, unwirklichen Sommers kapselt sich die Gemeinschaft der Kinder mehr und mehr gegen die Außenwelt ab, und keiner merkt, daß etwas faul ist.Bewusst stelle ich hier den Klappentext voran, denn bereits hier wird deutlich, weshalb ein Spitzname des Autors 'Ian McAbre' lautet - Ian, der Makabere. Ein Kindertraum? Aber sicher doch...Nach dem plötzlichen Tod des Vaters ist eher Erleichterung denn Trauer zu verspüren, denn der Despot hatte seine Familie gut im Griff. Doch bald darauf beginnt es der Mutter schlechter zu gehen, bis sie nur noch im Bett bleibt. Die vier Kinder scharen sich so oft es geht um sie, der Kleinste, Tom, klettert häufig genug zur Mutter ins Bett, die Aufgaben im Haushalt übernehmen die Älteren. Trotz langer Krankheitsphase trifft es die Kinder hart, als sie die Mutter eines Tages tot im Bett vorfinden. Jack, dem Vierzehjährigen, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, sowie seiner zwei Jahre älteren Schwester Julie ist klar, was passieren wird, wenn sie den Tod ihrer Mutter offen machen: die Geschwister werden auseinander gerissen."Als wir sie auf das Laken niederlegten, sah sie so gebrechlich und traurig aus in ihrem Nachthemd, vor unseren Füßen liegend wie ein Vogel mit einem gebrochenen Flügel, daß ich zum erstenmal über sie weinte und nicht über mich." (S. 92)So beschließen sie gemeinsam, den Zement, den ihr Vater dazu verwenden wollte, den Garten zu planieren, dazu zu nutzen, ihrer Mutter ein Grab im Keller zu schaffen. Das Geheimnis, die Trauer, die Sprachlosigkeit - eine ungesunde und explosive Mischung, die nicht spurlos an den Kindern vorübergeht. Ein drückend heißer Sommer, Ferien, ein Wohngebiet, in dem kaum noch Häuser stehen und wo jeden Tag weitere Gebäude abgerissen werden, keine Freunde der Familie, niemand, der sich Sorgen macht - die vier Geschwister haben niemanden und bleiben sich selbst überlassen. Verwahrlosung, Isolierung, Einsamkeit, kein Raum für ein Miteinander - eine im Untergrund gärende Lage, die kein gutes Ende erwarten lässt..."Als meine Mutter starb, lag unter meinen stärksten Regungen ein Gefühl von Abenteuer und Freiheit, das ich mir kaum einzugestehen wagte." (S. 98)Die Abgründe der Jugend - in seinem Debütroman seziert Ian McEwan eine hoffentlich unvorstellbare Situation. Die Isolierung bekommt schließlich durch einen Freund Julies einen Riss, wodurch das in Schieflage gebrachte Familiengefüge gefährlich ins Wanken gerät. Die Pubertät Jacks verschärft die Konstellation zusätzlich, und der Junge schwankt zwischen Apathie und Aggression, leidet zunehmend an Albträumen und ist letztlich ebenso hilflos wie seine Geschwister. Der kleine Tom verfällt in eine Regression, wird zum Kleinkind, und Julie übernimmt immer mehr die Mutterrolle, der 15jährige Jack schließlich auch die Vaterrolle. Doch beide sind wie mit allem anderen damit heillos überfordert."Außer, wenn ich in den Keller gehe, ist mir, als ob ich schlafe. Es gehen ganze Wochen vorbei, ohne daß ich es merke, und wenn du mich fragst, was vor drei Tagen war, weiß ich es nicht." (S. 199)Meine Güte, was für ein verstörendes Buch! Traumartig erscheinen die Schilderungen des Geschehens, gefangen in klebrigheißen Sommmertagen, ein Ineinanderfließen der Zeit, überwuchert von einem süßlichen Verwesungsgeruch. Ian McEwan hat es geschafft, nicht nur glaubhaft darzustellen, dass es Jack - und vielleicht auch den anderen Kindern - so vorkam, als schliefen sie (wenn sie nicht gerade im Keller bei ihrer toten Mutter waren), sondern mich als Leser gleich ebenfalls Teil dieses Albtraums werden zu lassen. Dabei agiert McEwan gnadenlos und schreckt vor keinen Konsequenzen zurück, alles wird hier ausgelebt ohne eine Korrekturmöglichkeit von außen.Das Ende schließlich ist das einzig mögliche in meinen Augen. Auch wenn es im Grunde offen ist - es schließen sich zahllose Fragen an, die Zukunft betreffend - ist hier gewissermaßen ein Schlusspunkt gesetzt. Eine Erlösung für den Leser, der von Anfang an hineingesogen wird in die Geschichte, ihr kaum entkommen kann. Düster und faszinierend, morbide und spannend, tabulos und unfassbar. In jedem Fall ein Roman, der mich nachhaltig beeindrucken konnte.© Parden

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    • 12
  • Vier Geschwister auf eigenen Beinen

    Der Zementgarten
    elodie_k

    elodie_k

    06. December 2016 um 11:24

    Der Zementgarten; ich habe es in einem Zug durchgelesen, aber hat es mich überzeugt?Es war der Titel, der mich zum Kauf angeregt hat, der Zementgarten, das tönt absurd; ist es auch. Die Geschichte handelt von vier Geschwistern Jack, Julie, Sue und Tom, deren Vater an einem Herzanfall stirbt. Kurz darauf verlässt auch die Mutter die vier Kinder. Im Schock entscheiden sich die vier dazu, sie in dem Zement, den sie vom Umbau des Garten im Keller hatten zu vergraben und zu verstecken, damit die vier zusammenbleiben und nicht in Pflegefamilien kommen. Doch nun beginnt das Chaos. Julie übernimmt die Mutterrolle, Jack geht allen auf die Nerven, wäscht sich nicht mehr und weiss nicht so Recht etwas mit sich anzufangen, Tom möchte gerne ein Mädchen sein und Sue liest oder schreibt den ganzen Tag in ihrem Tagebuch. Kurz: in dem Haus geht alles drunter und drüber. Irgendwann bringt Julie einen jungen Mann ins Haus, Derek. Von anfang an ist er misstrauisch und weiss, dass die Mutter im Keller versteckt ist. Doch die Geschwister sagen ihm es sei ein Hund. Daneben entwickelt sich zwischen Julie und Jack ein Spiel von früher, welches Geschwister eigentlich nicht tun sollten..Meiner Meinung nach kann Ian McEwan grandios Situationen mit einer einfachen Sprache beschreiben. Die absurde Geschichte wir mit einer Selbstverständlichkeit erzählt, dass man daran nicht zweifeln kann. Es ist ein unglaublich unterhaltendes Buch, welches sich schnell lesen lässt. Eine gute Geschichte. Allerdings bin ich vom Ausgang nicht ganz überzeugt. Es endet mit den Sommerferien und damit, dass die Polizei erscheint. Die Geschichte hat keinen Höhepunkt, sondern zieht sich einfach von Beschreibung zu Beschreibung. Aus diesem Grund erhält der Zementgarten von mir vier Sterne. 

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    • 6
  • Hamlet! Oder so...

    Nussschale
    parden

    parden

    HAMLET! ODER SO... Zugegeben, bislang hatte ich noch keine Begegnung mit einem Buch von Ian McEwan. Vorgenommen hatte ich es mir schon lange, aber irgendwie kam es nie dazu. Doch hier, bei seinem neuesten Werk, wurde ich neugierig. Und bereits auf den ersten Seiten wurde klar: das ist ein Roman für mich! Worum es geht, ist rasch skizziert: Mann, Frau, Liebhaber. Einer zu viel. Der Stoff, aus dem große Dramen entstehen. Doch halt, so ganz neu ist der Stoff wohl nicht. Schon die Namen einiger Personen deuten in die Richtung, in der man suchen muss. Trudy heißt die Frau und Claude der Liebhaber - und wem hier Hamlet von Shakespeare in den Sinn kommt (die Königin Gertrude und Claudius, der Bruder und Mörder des Königs und späterer Gemahl von Gertrude), ist auf der richtigen Spur. Auch bei McEwan ist Claude der Bruder von Trudys Ehemann - und die beiden planen die Ermordung des werten Gatten. "Er merkt nicht, wie ungeduldig sie darauf wartet, dass er wieder geht. Wie pervers die Verbannung ist, die sie ihm (...) auferlegt. Ist er denn wirklich ein so bereitwilliges Werkzeug seines eigenen Untergangs? (...) ein Riesennarr, der es für klug hält, seiner Frau jenen 'Raum' zu geben, den sie angeblich braucht." (S. 29) Doch auch Shakespeare hatte seinerzeit so seine Quellen - die Geschichte selbst ist also noch viel älter. Mir hat die Entdeckung dieses Zusammenhangs einfach viel Freude gemacht. Wichtiger jedoch ist nun zu schauen, worin das Besondere in dem Werk von McEwan liegt. Da wäre zunächst einmal die überaus ungewöhnliche Perspektive zu nennen, aus der die Geschichte erzählt wird. Eine wichtige, wenn nicht gar die wichtigste, Person wurde bislang nämlich noch nicht benannt. Trudy ist im neunten Monat schwanger - und das Ungeborene erzählt hier die Ereignisse um seine Mutter, seinen Vater und seinen Onkel, all die Abgründe menschlichen Lebens, eine Geschichte von Intrige und Verrat. Durch die besondere Situation sind dem Erzähler die Hände gebunden, so dass er nichts tun kann, um das geplante Verbrechen zu verhindern, was ihm zwischenzeitlich sehr zusetzt. Wer jetzt stutzt angesichts der Erzählperspektive - ja, das Erleben hatte ich beim Lesen auch. Wie kann denn ein Ungeborenes derart allwissend sein, die Situation analysieren, Überlegungen anstellen? Und nicht nur das: es beschreibt sinnliche Erfahrungen wie den Geschmack des Weins, den seine verantwortungslose Mutter täglich in sich hineinschüttet, oder auch über das Erleben von Farben. Darüber hinaus philosophiert das Ungeborene immer wieder auch über die verschiedensten Themen fröhlich vor sich hin. McEwan selbst hat die Antwort parat: Radio, Fernsehen, Podcasts, alles aufgesogen in den neun Monaten seines Daseins im Bauch der Mutter. Natürlich ist das wenig realistisch, aber irgendwie doch unwiderstehlich albern. Und das Ungeborene ist in bester Erzähllaune, so viel sei hier verraten. Wenn es gelingt, diese Erzählperspektive einfach als gegeben hinzunehmen, ist das Lesen ein wahres Vergnügen... "Nicht jedermann weiß, wie es ist, den Penis des Rivalen seines Vaters nur wenige Zentimeter vor der eigenen Nase zu haben. In diesem späten Stadium sollten sie sich mir zuliebe eigentlich zurückhalten (...) Jedes Mal, bei jedem Kolbenhub fürchte ich, er könnte durchstoßen, könnte meinen weichen Schädel aufspießen und meine Gedanken mit seiner Essenz besamen..." (S. 37) Ian McEwan hat hier eine besondere Mischung geschaffen aus Drama, Krimi und Satire, gewürzt mit allerlei philosophischen Betrachtungen. Böser schwarzer Humor versüßt dabei selbst die düstersten Darstellungen. Und bei all dem ist zu merken, wie viel Vergnügen der Autor selbst beim Schreiben gehabt haben muss. Manche Passagen hinsichtlich der Reflexion des Weltgeschehens oder über die Natur der Menschheit sind für meinen Geschmack ein wenig zu ausschweifend geraten. Ein wenig so, als hätte McEwan selbst noch ein Fläschchen Wein geöffnet und den Philosophen rausgeholt, um über Gott und die Welt zu schwadronieren. Da geriet die Handlung für mich zu sehr ins Stocken. Doch die Schreibkunst des Autors, seine subtilen Beobachtungen zwischenmenschlichen Handelns, die hier fein herausgearbeitet sind, versöhnten mich wieder mit diesen Abschweifungen. Insgesamt jedenfalls fühlte ich mich von dem Roman bestens unterhalten und habe jetzt Lust bekommen, weitere Werke des Autors kennenzulernen! © Parden

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    • 11
  • Ein Klassiker, der einen noch lange nachdenken lässt.

    Der Zementgarten
    MadameEve1210

    MadameEve1210

    18. October 2016 um 12:16

    Der Zementgarten von Ian McEwan / Erschienen im Diogenes Verlag / 208 Seiten Inhalt: Ein Kindertraum wird Wirklichkeit: Papa ist tot, Mama stirbt und wird, damit keiner was merkt, einzementiert, und die vier Kinder - zwei Mädchen und zwei Jungen zwischen 6 und 16 – haben das große Haus in den großen Ferien für sich. Im Laufe des drückend heißen, unwirklichen Sommers kapselt sich die Gemeinschaft der Kinder mehr und mehr gegen die Außenwelt ab, und keiner merkt, dass etwas faul ist. Meine Meinung: Das Buch ist schwere Kost. Man brauch etwas Geduld und auch einen offenen Geist, um es zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich in einer banalen Schreibweise, diese macht das Buch am Ende so genial. Ich werde hier nicht urteilen, sondern einfach meine Gedanken und Gefühlen während und nach Beenden des Buches offen legen. Es geht hier um eine Familie, um Geschwister, die die elterliche Autorität verlieren und dessen Konsequenzen?! So wie es im Buch abläuft, passiert es nicht im richtigen Leben, oder zumindest so weit nicht, dass es mir bekannt ist. Inzest, Liebe, Leben, Eifersucht und die Pubertät, all das spielt eine Rolle, ob man es am Ende gut oder schlecht, eklig oder ''unter aller Sau'' findet, ist jedem selbst überlassen. Für mich ist es schon fast ein psychologisches Experiment, was kann passieren, wenn 4 Geschwister die Autorität der Eltern verlieren und dabei so isoliert und frei leben können, ohne dass die Gesellschaft etwas davon bemerkt. Die Kinder entwickeln sich ohne die Vorgaben eines gesellschaftlichen Zusammenlebens. Nach Beendigung des Buches dachte ich noch lange nach, am Anfang fand ich es schlecht, mein moralisches Empfinden war angegriffen, aber nach und nach entdeckte ich in dem Schreibstil die Genialität. Jedes ''unmoralisches'' Ereignis im Buch kündigt sich durch etwas Kleines und Banales an, irgendein Vorzeichen. Das Verhalten der Kinder ist nicht ''normal'' nach unseren gesellschaftlichen Regeln, doch was wollen die Kinder eigentlich damit ausdrücken? Ich denke immer noch darüber nach, finde keine eindeutige Antwort. Am Ende beendet Ian McEwan das Buch in einem kleinen Showdown. Es wird beendet, indem die Erwachsenen wieder eingreifen. Fazit: Faszinierend und diskussionswürdig! Unmoralisch oder einfach ein Autor, der sich traut einen Tabubruch zu beschreiben? Das Buch lässt mich immer noch nachdenken, es bleibt im Gedächtnis und dafür gebe ich 4 Sterne von mir PS: Der Roman erschien erstmals im Jahr 1978. Weitere Infos findet man auch noch: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Zementgarten http://www.diogenes.ch/leser/titel/ian-mcewan/der-zementgarten-9783257206487.html http://lesen-ist-leben.blogspot.lu/2016/10/rezension-der-zementgarten-von-ian.html

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    • 2
  • Der psychische Untergang einer Familie aus der Perspektive eines Jungen

    Der Zementgarten
    philine

    philine

    27. April 2015 um 10:39

    Das Lesenswerte an „Der Zementgarten“ ist die Storyidee und dass sie aus der Perspektive des pubertierenden Jungen geschrieben ist. Die Eltern von vier Kindern, zwei Mädchen und zwei Jungen, sterben. Die Mutter begraben sie im Keller des Hauses in Zement, damit sie nicht vom Jugendamt abgeholt werden. Sie versuchen, sich um sich selbst zu kümmern und halten nach außen hin stark zusammen. Der zweitälteste Jack erzählt. Er entdeckt gerade seine Sexualität und holt sich mehrmals täglich einen runter. Er wäscht sich nicht mehr und nimmt den Ekel seiner Schwestern nur soweit wahr, um bestätigt zu werden, so weiter zu machen. Sein kleiner Bruder nimmt die ältere Schwester Julie zur neuen Mutter und mag es, wie ein Mädchen auszusehen. Er benimmt sich wie ein Baby, um möglichst viel Aufmerksamkeit von ihr zu bekommen. Das missfällt Jack, und auch, dass Julie einen Freund hat. Denn er möchte sie lieber für sich allein haben und verspürt sexuelle Zuneigung zu ihr. Egal ob psychologisch nachvollziehbar oder nicht (ich weiß es nicht), die Perspektive Jacks erzeugt die Spannung, denn er ist unsympathisch und erzeugt Abscheu. Er führt seine LeserInnen auf seelische Abwege. Allzu menschliche Abwege aber, weil die Kinder alles tun, um sich selbst zu schützen und nicht begreifen können, in welch selbstzerstörende Höhle sie sich immer tiefer bewegen. Vor etwa 7 Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen. Die Stimmung und einige Bilder sind mir über die Jahre im Kopf geblieben, sodass ich so neugierig wurde, das Buch nun nochmal zu lesen. Ian McEwans gibt mit seinem schlichten Schreibstil seinen Geschichten kaum eine Ebene zwischen den Zeilen, was mir zwar missfällt. Bleibenden Eindruck bei LeserInnen zu schaffen, ist aber auch ein Merkmal, was den „Zementgarten“ für mich zu einem guten Buch macht, das ich auch beim zweiten Mal gerne gelesen habe. Das Ende ist ein sich wirklich aus der Geschichte entwickelnder Höhepunkt (im Gegensatz zu „Honig“ und „Kindeswohl“). Es schließt sie zwar relativ eindeutig ab, hinterlässt aber dennoch ein Gefühl, dass damit viele Probleme erst anfangen – und die Geschichte auch weiter geht, ohne aufgeschrieben zu werden.

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  • Ein beklemmender Roman

    Der Zementgarten
    blauerklaus

    blauerklaus

    "Der Zementgarten" erzählt die Geschichte des 13jähringen Jack und seiner drei Geschwister, die kurz hintereinander sowohl Vater als auch Mutter durch einen Herzinfarkt bzw. Krebserkrankung verlieren. Um nicht getrennt und in Pflegefamilien gesteckt zu werden beschließen sie den Tod der Mutter zu verheimlichen. Das Buch beschreibt aus der Sicht von Jack, wie die Kinder mit dieser Situation umgehen. Seine aufkommende Sexualität trägt sein übriges zu den bestehenden Problemen bei. Ein sehr gut geschriebenes, aber auch sehr bedrückendes, beklemmendes Buch, da man vermutet, dass so etwas vermutlich tatsächlich irgendwo gerade passieren könnte. Wer sich also gerade in einer etwas depressiven Stimmung befindet sollte evtl. erst zu einem anderen Buch greifen. Kleine Anmerkung zur Übersetzung: Für meinen Geschmack wurde an einigen Stellen zu oft das Wort "wie" anstatt "als" benutzt, aber vielleicht ist das ja im englischen Original ähnlich.

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    • 2
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    02. February 2015 um 16:32
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Verstörend seltsam

    Der Zementgarten
    maggiterrine

    maggiterrine

    21. December 2014 um 13:16

    In "Der Zementgarten" von Ian McEwan geht es um vier Minderjährige, die kurz hintereinander sowohl Vater als auch Mutter verlieren und sich entschließen die Tatsache, dass sie nun Vollwaisen sind zu verheimlichen, indem sie die Leiche der Mutter einzementieren. "Der Zementgarten" ist ein sehr eigenartiges Buch. Zuerst denkt man "Uiuiui, was da jetzt wohl passiert" und dann passiert irgendwie gar nichts. Und dann irgendwann versteht man, dass es genau darum geht, es passiert nichts und das ist doch nicht normal! Mein Problem mit dem Buch war, dass ich das Verhalten des Protagonisten (aber auch der anderen Charaktere) zu kaum einem Zeitpunkt wirklich nachvollziehen konnte. Warum wäscht sich der Junge nicht?? Warum spielt die älteste Schwester mit, wenn der Jüngste plötzlich wieder ein Baby sein will?? Sind Doktorspiele unter Geschwistern mit 16 noch normal?? Ich habe gestaunt aber nicht verstanden. Das Buch hat auf jeden Fall seinen Reiz (und wenn es nur Voyeurismus ist) und hin und wieder hat man ein paar kleinere Erleuchtungen bzgl. des Innenlebens der Charaktere. Trotzdem bleibt auch viel, bei dem ich einfach nur verständnislos den Kopf geschüttelt habe und mich gefragt habe "Warum denn das jetzt?".

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  • Leise Töne schreien hier sehr laut. Ein ganz anderes Familienverderben!

    Der Zementgarten
    Floh

    Floh

    Der Zementgarten. Dieser Buchtitel des Autors Ian McEwan klingt zunächst kühl und trocken, vielleicht sogar tot und ausgestorben. Der Inhalt des Buches ist es jedoch keinesfalls. Ich kannte die ganz bewegende Verfilmung des Buches von 1993, und wollte nun endlich auch den Roman lesen, da mir allein der Film sehr lange in Erinnerung geblieben ist. Und eines kann ich sagen, auch dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen. Klapptext / Inhalt: "Ein Kindertraum wird Wirklichkeit: Papa ist tot, Mama stirbt und wird, damit keiner was merkt, einzementiert, und die vier Kinder - zwei Mädchen und zwei Jungen zwischen 6 und 16 – haben das große Haus in den großen Ferien für sich. Im Laufe des drückend heißen, unwirklichen Sommers kapselt sich die Gemeinschaft der Kinder mehr und mehr gegen die Außenwelt ab, und keiner merkt, dass etwas faul ist." Handlung: Eine sechsköpfige Familie in einem großen Haus mit Garten, welches von Nachbarn schon lange verlassen wurde. Eine Familie für sich in der eigenen kleinen Welt. Der Vater ein Tyrann, stirbt nach einem Herzanfall, nachdem er sein Vorhaben, den Hausgarten in eine Betonwüste zu verwandeln nicht ganz beendet hat. Die Mutter bleibt allein zurück mit ihren vier Kindern, wo jedes der vier sein eigenes spezielles Wesen hat, und auch die Geschwister untereinander einen ganz sonderbar speziellen Umgang hegen. Bis Jack sich nicht mehr pflegt und sich gehen lässt. Dieser Ekel lässt die Geschwister etwas auseinander driften. Die Mutter wird kränker und kränker. Dann ist sie tot. Die Geschwister finden eine Lösung, um nicht von der Behörde getrennt und aus dem Haus gebracht zu werden... Die Lösung aller Probleme? Was zieht diese Handlung nach sich? Wie geht das Leben allein unter Geschwistern weiter? Ein Buch, was in die tiefen Facetten der verstörten Seelen blickt, was Wege zeigt, die niemand gehen möchte, ein Buch was bewegt, abstößt und erschreckt, dennoch sehr das Herz berührt und mit leisen Tönen sehr laut schreit. Zum Schreibstil: Autor Ian McEwans versteht sein Können. Dieses Buch ist der erste Roman, der fast eins zu eins verfilmt wurde. Hier wurde kaum etwas verändert, denn der Autor schreibt unheimlich bildhaft, hat ausgesprochen intelligente Dialoge und ein Gespür für den passenden Moment. Autor Ian McEwans hat eine Thematik gewählt, die sehr nah und erschütternd geschrieben ist, jedoch auch für ungeahnten Witz und Sarkasmus sorgt. Er beweist Mut mit seiner Handlung, wirft hier und da immer wieder ein Kopfschütteln auf, schockt wohl dosiert und bewegt den Leser sehr zum Sinnieren und Nachdenken. Unweigerlich zieht McEwans den Leser in das Geschehen, und lässt die knapp 205 Seiten viel zu schnell gelesen sein. Was genau mich an seinem Stil so fesselt und begeistert kann ich kaum in Worte fassen. Es wirkt einfach! Der Autor versteht es, für Spannung, Entsetzen und Nervenkitzel zu sorgen. Dies schafft er zum Einen durch seinem besonderen Schreibstil. Er präsentiert seine Geschichte der Ich-Erzählung des ältesten Bruders Jack, der mit seiner älteren Schwester Julie, der jüngeren Sue und dem jüngsten Bruder Tom im Hause der Eltern lebt. Der Autor blickt in das gestörte Seelenleben der Charaktere und vermittelt dem Leser das Gefühl Teil der Handlung zu sein, jedoch nicht eingreifen zu können. Autor Ian McEwans hat mich bereits in den ersten Seiten als Leserin gewonnen. Er besitzt einen ganz besonders tollen, authentischen, mutigen, gewagten und ungefilterten Stil, die Emotionen, Gedanken und Probleme der nicht alltäglichen und hier ausnahmslosen Teeniewelt an den Leser zu bringen. Zu all dem paart er Gewissensbisse, das Selbstvertrauen, die Beziehung zum anderen Geschlecht, das eigene Ansehen und den Wunsch nach Rebellion. Ich mag diese Art des Schreibens und konnte somit ganz nah mit den Charakteren miterleben, was in diesem bewegenden Buch auf mich wartete. Eine gelungene Gratwanderung, der dem Wunsch Jugendlicher aber auch Erwachsener gerecht wird. Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig, emotional und sehr authentisch dargelegt. Schauplätze: Hier gibt es kaum andere Orte, als der heimische Zementgarten und das Haus der Familie. Aber hier schafft der Autor durch teils nichtige Details ein sehr rundes und komplettes Bild der Schauplätze. Für die Verfilmung durfte die Romanvorlage hier absolut ausgereicht haben. Das Haus dieser verstörten Familie, gebettet in einer Wüste aus Schutt, Zement und Beton. Eine Grabstätte für einen bitteren Untergang. Ein Ort für eine verwaiste Familie. Schon allein durch die Wahl des Handlungsortes hat mich der Autor mit seinem Roman überzeugt und konnte begeistern. Zudem gibt er die entstandenen Eindrücke absolut stimmig an seine Leser weiter. Dem Autor McEwans gelingt es durch seine reale Darstellung der Schauplätze eine Welt des jugendlichen Alltags zu schaffen, die in einem Ort des Grauens und des Todes funktionieren muss. Sehr genau hat er die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Auch wenn sein Fokus auf viele Details und Umschreibungen liegt, so wirkt es nicht überladen oder aufgesetzt, nein, er hat im trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung geschaffen. Charaktere: Auch bei der Wahl der Charaktere punktet der Autor. Hier ist nun wirklich jeder Protagonist der morbiden Familie mit einem sehr speziellen Psychogramm gezeichnet. Gerade Jack, allein durch seine Erzählperspektive, wird hier eine zentrale Rolle einnehmen. Wer in Jacks gestörte Psyche blickt, wird den Titel neu interpretieren. Jack, der seinen Körper entdeckt und in seiner jugendlichen Blüte steckt, der seine ältere Schwester beäugt, der die Doktorspiele der Geschwister von einst vermisst, der den Tod seiner Mutter nachtrauert, aber dem des Vaters nicht, der seine Pupertät nicht ausleben kann, der seine Mutter begraben muss, der onaniert, der sich nicht pflegt und dann schlußendlich doch mit seiner Schwester Julie schläft... Und das sind nur die Dinge, die Jack formen. Auch all die anderen drei Geschwister zeichnen ein sehr verstörtes Bild im Buch ab. Hier hat der Autor aus den Vollen geschöpft und Charaktere und Probleme der schon fast erwachsenen Jugend geschaffen, die hoffentlich ein absoluter Einzelfall sind. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wenigen Nebenrollen, verletzten Psychen, gebrochenen Seelen und geschundene Verhältnisse. Gleich zu Beginn ermöglicht der Autor seinen Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten. Gerade das Seelenleben und die Gedankenwelt von Jack und der Familie kristallisieren sich schnell heraus und lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich werden hier diese Charaktere vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Entscheidung und einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt. Meinung: Zu erst möchte ich die vielen versteckten dennoch offensichtlichen Botschaften loben, die der Autor in diesem Buch sehr gewissenhaft bedacht hat. Hier ist einmal der Umgang mit Gewalt, die Gefahr der Vereinsamung, der Weg durch die Pupertät, der Umgang mit Sexualität, der Umgang und die Verarbeitung von Tod, die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit, Offenheit, der Wunsch den Körper zu erleben und Sehnsüchte offen auszutragen, Inzest und Geschlechtsverkehr unter Geschwistern..., Hier hat der Autor ein ganzen Portfolio an diskutablem Themen verwoben und für Unverständnis und aber auch für Tiefe gesorgt. Er hat hier sehr genau auf das Ausmass geachtet und ich finde es ist ihm sehr galant gelungen. Manches wirkte auf mich im Geschehen sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Ein grandioser, aber sehr spezieller Roman. Das Ende kam so, wie es kommen musste. Zwar sehr knapp, aber lässt dem Leser auch Raum für eigene Mutmaßungen. Der Autor: "Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt in London. 1998 erhielt er für ›Amsterdam‹ den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk. Sein Roman ›Abbitte‹ wurde zum Weltbestseller und mit Keira Knightley verfilmt. Er ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Sciences." Zum Cover: Das Cover passt sehr zum Verlagsprogramm. Meinen Geschmack hat es nicht getroffen, dennoch zeigt es die Note des Verlags und ist daher stimmig zum Programm. Bezug zum Inhalt des Buches hat es kaum. Schade. Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich bewegenden Gefühl im Bauch. Es polarisiert mit leisen Tönen, die laut nachhallen und sehr erschüttern. Buch wie Film absolutes MUSS!

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    • 18
  • Rezension zu "Der Zementgarten" von Ian McEwan

    Der Zementgarten
    Abraxandria

    Abraxandria

    Ian McEwans Roman "Der Zementgarten" macht auf mich einen düsteren Eindruck. Der Autor beschreibt eine Welt, an der ich nicht teilhaben möchte. Auch wird mir beim Lesen bewußt, wie real die Elemente dieser Geschichte doch sind, die zunächst absurd erscheinen. Für den Leser nachempfindbar gibt der Schriftstil McEwans die Kühle wieder, die seine Protagonisten umgibt. Dieser Stil, verbunden mit der Handlung, wirkt auf mich recht beklemmend und erweckt in mir den Wunsch, mich nicht auf dieses Werk einzulassen. Was ist das für eine bizarre Situation, in der verwaiste Geschwister sich von ihrer Umwelt zurückziehen und sich aufeinander fixieren. Wie sie mit dem Tod ihrer Mutter umgehen, lag mir gar nicht.

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    • 3
  • Truhe im Keller

    Der Zementgarten
    Arun

    Arun

    Mein erstes Buch von Ian McEwan und gleichzeitig sein Debütroman. Meine Ausgabe ist erschienen in der Reihe „Süddeutsche Zeitung/Bibliothek“ Folgender Satz war auf der Umschlagseite aufgedruckt: Lese, Freude, Sammeln. 50 große Romane des 20. Jahrhunderts, ausgewählt von der Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung Zu diesem kurzem Roman (128 Seiten) wird an anderen Stellen sehr viel hineininterpretiert, möchte mich nur kurz fassen, mag vielleicht daran liegen weil ich den Sinn nicht verstanden habe. Kurz nach dem Tod des Vaters (Herzinfarkt) stirbt auch die Mutter an Krebs. Die vier Kinder wobei Julie und Jack eher schon als Jugendliche gelten stehen nun alleine da. Aus Angst vor Waisenhaus und Bevormundung beschließen sie den Tod der Mutter nicht anzuzeigen, die Mutter wird dann zum Keller gebracht und dort auf eine seltsame Art aufbewahrt. Für meinen Geschmack plätschert die Geschichte vor sich hin, das Leben der Vier wird ohne großen Spannungsbogen erzählt. In ihren Köpfen haben sie schon einige seltsame Ideen, aber Perversionen wie im Klappentext angedeutet werden sehen für mich größtenteils anders aus. Könnte aber auch an einer Abstumpfung meinerseits liegen. Hätte das Buch in jungen Jahren vielleicht anders gelesen! Der Roman erschien 1978 zum ersten Male in englischer Sprache, in deutsch 1980.

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    • 2
  • Rezension zu "Der Zementgarten" von Ian McEwan

    Der Zementgarten
    Bellami

    Bellami

    Der Ich-Erzähler Jack ist 15 Jahre alt und wohnt mit seinen Eltern und drei Geschwistern in einer aussterbenden Gegend. Kontakt zu anderen Familien gibt es nicht, auch keine Verwandten, die mal zu Besuch kommen könnten. Der Vater arbeitet viel und da seine Zeit knapp bemessen ist, kommt er auf die Idee seinen Garten zu zementieren, bevor er verwildert. Während dieser Arbeit stirbt er und wenig später stirbt auch die Mutter an einer schweren Krankheit. Vor lauter Angst in Pflegefamilien aufgeteilt zu werden, verschweigen sie den Tod der Mutter und was dann passiert kann man kaum beschreiben. Aus den Kindern entwickelt sich eine verschworrene Gemeinschaft, die an die äußersten Grenzen geht und deren schwerste Aufgabe, ihr Geheimnis zu bewahren ihr Innerstes vollkommen zerstört. Die Erzählweise dieses 15jährigen Jungen macht das Buch, so erschreckend und schockierend es doch ist, zu etwas Faszinierendem. Krass !!!!

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    • 3
  • Ein beklemmendes Meisterwerk

    Der Zementgarten
    katYES

    katYES

    Ein unwirkliches Buch, das ein beklemmendes Gefühl vermittelt und viele Fragen aufwirft. Was passiert, wenn eine einschneidende Veränderung im Leben alles auf den Kopf stellt? Was wenn sich Abgründe dort auftun, wo man am wenigsten damit rechnet und morbide Dinge im vertrauten Umfeld einfach so passieren? Wie geht man damit um? Verdrängt man oder konfrontiert man sich mit der Situation? Dieses Buch ist faszinierend, weil es Schreckliches ganz nüchtern beschreibt und einfach in seinen Bann zieht. Es präsentiert Verstörendes, ohne es moralisch zu beurteilen. Ich habe es mit großem Genuss gelesen, da ich Bücher liebe, die mich emotional herausfordern und mir eine Atmosphäre, eine Stimmung vermitteln können. 

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    • 2
  • Rezension zu "Der Zementgarten" von Ian McEwan

    Der Zementgarten
    Rennhenn

    Rennhenn

    24. August 2012 um 11:00

    Jack, der Ich-Erzähler, lebt mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern in einem alten Haus. Es ist das einzige, das im Viertel noch steht, denn die anderen Gebäude der Umgebung wurden abgerissen. Die Mutter ist eine sanfte, abgehärmte Frau, der Vater verbittert und grantig, der sich allein für seinen Garten zu interessieren scheint. Nach einer Herzattacke darf er keine anstrengende Arbeit mehr verrichten und so beschließt er, den Garten mit Zement zu ebnen. Dabei erleidet er einen weiteren Herzanfall und verstirbt. Die Mutter erkrankt schwer und bald nach dem Vater stirbt auch sie. Da die Familie keine Verwandten hat, fürchten die vier Kinder, von den Behörden getrennt zu werden. Aus diesem Grund fassen sie den Entschluss, den Tod der Mutter zu vertuschen – ein Manöver, das nur gelingen kann, da gerade die Sommerferien begonnen haben und sich die ohnehin wenigen sozialen Kontakte der Kinder nun auf ein Minimum reduzieren. Mit dem noch übrigen Zement „begraben“ sie die Mutter in einer Kiste im Keller. Die Kinder schaffen es, sich in ihr neues Leben einzufinden, in welchem jedoch auf teils groteske Weise die Rollen verschoben werden. In seinem ersten Roman wagt sich Ian McEwan direkt an zwei heiße Eisen: Tod und Inzest. Er erzählt die Geschichte ohne erhobenen Zeigefinger, lässt sie stattdessen den ältesten Sohn berichten. Der Stil wirkt sachlich, fast schon kühl. Jack ergießt sich kaum in Gefühlsregungen, was auch daran liegen mag, dass er seine Tage in einem traumwandlerischen Zustand halb verschläft. Diese distanzierte Erzählweise verstärkt das Ungeheuerliche vielleicht sogar noch. Mir hat der Roman gut gefallen und wird mir dank des schwierigen Themas lange im Gedächtnis bleiben. Ich mag den verschlossenen Stil sowie die Art und Weise wie hier Motive wie Angst und Tod angepackt und von einer ganz anderen Seite beleuchtet werden. In vielen Rezensionen zu diesem Roman fällt immer wieder das Wort „makaber“. Das mag man so sehen, für mich persönlich ist es aber die Geschichte von vier überforderten und isolierten Jugendlichen bzw. Kindern, die eine falsche Entscheidung treffen und in eine ungeheuerliche Situation abdriften. Erst auf den letzten Seiten des Romans sagt die älteste Schwester auf Johns Frage hin, ob es richtig gewesen sei, was sie mit der Mutter gemacht hätten: „Damals schien es selbstverständlich, aber jetzt weiß ich nicht mehr. Vielleicht hätten wir es lassen sollen.“ Doch so wie das Betongrab der Mutter langsam Risse bekommt, beginnt auch die Kulisse, welche die Kinder sich erschaffen haben, zu bröckeln, als sich der Freund der ältesten Schwester immer mehr in das Leben der vier einmischt.

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  • Rezension zu "Der Zementgarten" von Ian McEwan

    Der Zementgarten
    awogfli

    awogfli

    11. March 2012 um 11:34

    Es ist wirklich komisch, dieses Buch. Vier entwurzelte Kinder, deren Eltern beide innerhalb kürzester Zeit versterben, wollen nicht voneinander getrennt werden und versuchen daher den Tod der Mutter zu vertuschen. Durch die permanente Verdrängung und Verleugnung des Erlebten und die Vertuschung kommt es zu unglaublichen Aktionen, wie Einbetonierung der Mutter, Verwahrlosung, Gewalt und letztendlich Inzest zwischen den älteren Kindern. Ich habe mich lange gefragt, warum ich so einer Geschichte vier Sterne geben möchte und bin auf folgendes draufgekommen: Ian McEwan konstruiert bei so einem Plot nicht selbstverliebt dramatische Wendungen, wie es viele andere Autoren getan hätten, sondern ganz lapidar ergibt eine erschreckende Situation die andere und zwangsläufig gipfeln die Ereignisse völlig in sich schlüssig fast leise arrangiert im grossen Finale der ultimativen Schandtat. So was muss man bei diesem Themenbereich erst einmal zusammenbringen dieses völlig lautlose logische Grauen ist fast besser als jeder fantastisch angelegte Psychothriller! Meiner Meinung nach sehr lesenswert, aber nicht für jeden etwas - ich glaube das Buch poliarisiert sehr stark.

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