Ian McEwan Honig

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Inhaltsangabe zu „Honig“ von Ian McEwan

Serena Frome ist schön, klug und schließt gerade ihr Mathematik-Studium in Cambridge ab – eine ideale Rekrutin für den MI5, den britischen Inlandsgeheimdienst. Man schreibt das Jahr 1972. Der Kalte Krieg ist noch lange nicht vorbei, und auch die Sphäre der Kultur ist ein umkämpftes Schlachtfeld: Der MI5 will Schriftsteller und Intellektuelle fördern, deren politische Haltung der Staatsmacht genehm ist. Die Operation trägt den Codenamen ›Honig‹.
Serena, eine leidenschaftliche Leserin, ist die perfekte Besetzung, um den literarischen Zirkel eines aufstrebenden jungen Autors zu infiltrieren. Zunächst liebt sie seine Erzählungen. Dann beginnt sie, den Mann zu lieben. Wie lange kann sie die Fiktion ihrer falschen Identität aufrechterhalten? Und nicht nur Serena lügt wie gedruckt.

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    Honig

    WinfriedStanzick

    25. October 2013 um 08:09

        Die Freunde der Bücher von Ian McEwan haben lange auf seinen neuen Roman gewartet. Ich persönlich habe ihn mit Begeisterung gelesen und halte ihn für ein starkes Werk. Ein Roman, der im Geheimdienstmilieu der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts spielt und dennoch von Literatur und vom Literaturbetrieb handelt. Das hängt damit zusammen, dass die ich-erzählende Serena Frome, behütet aufgewachsene Tochter eines anglikanischen Bischofs, nach einem von ihr ungeliebten Mathematikstudium und ersten eigenen Schreibversuchen den alten Tony Canning kennenlernt und mit ihm einen wunderbaren Sommer verlebt. Tony Canning war früher Mitarbeiter des Geheimdienstes und lehrt nun in Cambridge. Durch seine Vermittlung offenbar wird Serena als Mitarbeiterin für den MI 5 rekrutiert, wo sie in einem Projekt namens „Honig“ zunächst in untergeordneter Rolle tätig wird. Dem amerikanischen CIA nacheifernd, wollen die Chefs des MI 5 Einfluss gewinnen im Bereich der Kultur und der Literatur. Schon an dieser Stelle des Romans lässt Ian McEwan keinen Zweifel daran, wie er jedenfalls aus heutiger Sicht die Weltlage damals einschätzt – er lässt an den Linken nicht nur seines Landes kein gutes Haar, weil sie auf unterschiedliche Weise die Unterdrückung im Sowjetblock herunterspielen. Weil auch ein Romanschriftsteller bei „Honig“ mit dabei sein soll, wird Serena angesetzt auf den jungen Dozenten Tom Haley. Als sie ein Dossier mit Aufsätzen und Erzählungen des Autors liest, die Ian McEwan auch ausführlich beschreibt, ist die passionierte Leserin nicht nur von den Texten begeistert, sondern sie spürt schon, bevor sie den Mann kennenlernt, eine ihr zunächst unerklärliche Nähe. Es dauert nicht lange, da haben sie sich verliebt und Tom Haley hat Serenas als Stiftungsgelder getarntes Angebot der finanziellen Unterstützung durch den MI 5 angenommen. Immer wieder will sie in der Folge – Tom Haley schreibt unterdessen an einem großen Roman und ist mit einer Novelle, die noch kein Mensch kennt, für den Jane Austen Preis vorgeschlagen- ihm die Wahrheit gestehen, doch sie schafft es nicht. Innerhalb des MI 5 ist ihre Position wackelig, auch deshalb weil ihr Kollege und Vorgesetzter Max sich in sie verliebt hat, und ihre Beziehung mit Tom Haley beargwöhnt. Die Geschichte liest sich unterhaltsam, spannend , aber auch sehr informativ, entführt die Handlung den Leser doch in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts in ein Großbritannien, dass durch Wirtschaftskrise, Ölkrise und IRA-Terror am Abgrund steht. Ich selbst bin als Jugendlicher in dieser Zeit über mehrfach in England gewesen und fühlte mich bei der Lektüre in diese Zeit der „troubles“ und der unglaublichen Depression meiner Gastfamilie zurückversetzt. Als durch beispiellose Tricksereien seines bekannten Verlegers ein eher mittelmäßiger, düsterer Kurzroman von Tom Haley den Austen Preis gewinnt, ohne dass vorher auch nur ein Kritiker das Werk hatte lesen können (!), da spitzt sich die Lage innerhalb weniger Tage zu. Nun nimmt die Handlung dramatische Fahrt auf und Ian McEwan führt sie zu einem Ende, das ich nie für möglich gehalten hätte. Gute, spannende und informative Unterhaltung. Die hier anzuzeigende von Eva Mattes in beeindruckender Weise eingespielte Hörfassung unterstützt sowohl die Spannung als auch die perfekte Unterhaltung.

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