Ian McEwan Honig

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Inhaltsangabe zu „Honig“ von Ian McEwan

Sex, Spionage, Fiktion und die Siebziger: Serena arbeitet beim britischen Geheimdienst MI5. Weil sie auch eine passionierte Leserin ist, wird die junge Frau auf eine literarische Mission geschickt. Ian McEwan lockt uns mit gewohnter Brillanz in eine Intrige um Verrat, Liebe und die Erfindung der eigenen Identität.

Ian McEwan ist einfach ein guter Erzähler

— Yolande
Yolande

Ich bin hin- und hergerissen. Während des Lesens habe ich oft das Ende herbeigesehnt - dieses wiederum hatte es in sich! Raffiniert.

— bellast01
bellast01

McEwans Schreibstil ist abermals großartig. Die Geschichte hat einen unerwarteten Wendepunkt. Im Nachhinein ist Honig sehr spannend!

— sommerstuermisch
sommerstuermisch

Big Brother lässt grüßen

— Monsterbounty
Monsterbounty

Trotz einiger Längen unterhaltsam. Das Ende ist herausragend!

— Hamlets_Erbin
Hamlets_Erbin

Ist ein Autor korrupt, wenn er, gesponsert durch den MI5, schreibt, was er ohnehin denkt? Leichtfüßig-perfide Fingerübung um Trug und Treue.

— alasca
alasca

Faszinierende Charaktere, ansprechende Handlung, aber leider auch weite Teile gepflegte Langeweile: in meinen Augen nicht sein bestes Buch.

— mondy
mondy

Interessante, unterhaltsame und gegen Ende sehr spannende Geschichte mit einer sympathischen Protagonistin und einem überraschenden Ende.

— Isalay
Isalay

Nicht ganz das, was man nach dem Klappentext erwartet, aber leicht geschrieben und das Ende macht es genial.

— Ofelia
Ofelia

Wenn das Buch mal groß ist, weiß es vielleicht was es werden soll...

— SofiaR
SofiaR

Stöbern in Krimi & Thriller

Mörderisches Ufer

Großartig, hier bringt die Autorin 2 Handlungsstränge zusammen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Winterzauber

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

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Portugiesische Rache

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Ein ganz anderer Roman als die Krimis von Wolf, mit einem etwas überheblichen Protagonisten.

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Nummer 25

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Judiko

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  • LovelyBooks Literarische Weltreise 2017

    Reise um die Welt
    Ginevra

    Ginevra

    Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr (wieder) Lust auf eine literarische Weltreise im Jahr 2017? Dann lasst uns gemeinsam durch 21 verschiedene Lese- Regionen reisen! Die Aufgabe besteht darin... - 12 Bücher in einem Jahr zu lesen; - Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen); - Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen. - Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen; - Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen; - Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen, dabei sind 2 Kurzmeinungen erlaubt. - Eure Beiträge werde ich verlinken; - Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich; - Genre und Erscheinungsjahr sind egal: - Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt! Diese Challenge eignet sich für Neuerscheinungen aller Kategorien, um den SuB endlich mal weiter abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren. Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlost Lovelybooks am Ende des Jahres ein kleines Buchpaket! Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Viele tolle Tipps und Empfehlungen findet ihr auf der Seite der LIterarischen Weltreise 2016:  https://www.lovelybooks.de/autor/Lily-King/Euphoria-1117239512-w/leserunde/1210564360/ Dann wünsche ich uns allen... Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездки Счастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! - 旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。- Gute Reise! TeilnehmerInnen: ambermoonArgentumverde Arietta Aleida ban-aislingeach Bellis-Perennis Beust black_horse britta70 buchjunkie Buchraettin Buecherwurm Caroas carathisCaro_LesemausChattysBuecherBlog Code-between-lines Cornelia_RuoffCorsicana CosmoKramer danielamariaursula Elke elmidi faanie fasersprosse Fjordi Florenca Fornika Gela_HK Gelinde Ginevra Gruenente gst Gwendolina haberland86 Hamburgerin hannelore259 Harlequin histeriker Hortensia13 Igela Igelchen Isador Jari jeanne1302 lehmasLeonoraVonToffieFee leselea lesebiene27 lieberlesen21 Jisbon JuliB kingofmusic kleinechaotin krimielse LibriHolly Luiline marpije miss_mesmerized monerlnaninka Nelebooks  niknak Nisnis paevalill Pagina86 papaverorosso parden peedee Petris PMelittaM postbote saku Schlehenfee schokoloko29 seschat Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi TanyBee TraubenbaerulrikerabeValabe vanessabln vielleser18 wandablue waschbaerin Wedma Wermoewe Wichellawidder1987 WollyYolande

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 2025
  • Viel mehr als ein klassischer Spionageroman

    Honig
    Yolande

    Yolande

    15. July 2017 um 11:20

    Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt in London. 1998 erhielt er für Amsterdam den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung für das Gesamtwerk. Sein Roman Abbitte wurde zum Weltbesteller und mit Keira Kneigthly verfilmt. Er ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts und der American Academy of Arts and Science. (Klappentext)Inhalt (Klappentext): Serena Frome ist schön, klug und schließt gerade ihr Mathematik-Studium in Cambridge ab - eine ideale Rekrutin für den MI5, den britischen Inlandsgeheimdienst. Man schreibt das Jahr 1972. Der Kalte Krieg ist noch lange nicht vorbei, und auch die Sphäre der Kultur ist ein umkämpftes Schlachtfeld: Der MI5 will Schriftsteller und Intellektuelle fördern, deren politische Haltung der Staatsmacht genehm ist. Die Operation trägt den Codenamen "Honig".Serena, eine leidenschaftliche Leserin, ist die perfekte Besetzung, um den literarischen Zirkel eines aufstrebenden jungen Autors zu infiltrieren. Zunächst liebt sie seine Erzählungen. Dann beginnt sie, den Mann zu lieben. Wie lange kann sie die Fiktion ihrer falschen Identität aufrechterhalten? Und nicht nur Serena lügt wie gedruckt...Ian McEwan ist ein sehr guter Erzähler und hat es auch mit diesem Buch wieder einmal geschafft, mich noch über Tage hinaus mit der Geschichte zu beschäftigen. Wer nach dem Klappentext einen klassischen Spionageroman erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein. McEwan beschäftigt sich eher mit der moralischen Frage dieses Metiers, schafft es aber trotzdem, eine gewisse Spannung aufzubauen. Die Geschichte enthält einige literarische Kniffe, die sehr wirksam, aber auch manchmal etwas verwirrend sind. Das macht dieses Buch meines Erachtens nach umso interessanter. Fazit: Ich habe mich wieder einmal sehr gut unterhalten und wurde erneut darin bestätigt, dass Ian McEwan zu meinen bevorzugten Autoren zählt.

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  • Big Brother lässt grüßen

    Honig
    Monsterbounty

    Monsterbounty

    05. January 2017 um 21:29

    Mit Sicherheit nicht das Beste von McEwans Büchern sondern im Vergleich zu Werken wie „Abbitte“ und „Saturday“ eine unterhaltsame Fingerübung, die nicht ganz die stilistische Brillanz früherer Werke besitzt. Das, was an „Honig“ angesichts der aktuellen NSA-Enthüllungen, von denen der Autor zur Zeit der Abfassung des Werkes kaum etwas wissen konnte, besticht, ist seine Aktualität und gleichzeitig die Erkenntnis, dass „Big Brother“ nicht nur abhörend sondern auch manipulativ in unser Leben eingreift. Kein Krimi sondern leider Realität, damals wie heute.

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  • Nussschale

    Nussschale
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    "Nussschale" von Ian McEwan erschien (gebunden) im Diogenes Verlag (2016). Das Cover wird von Frauenbeinen geziert, die sich lasziv in die Kissen recken; allerdings ist der Romaninhalt ein anderer... Es handelt sich um anspruchsvolle, intelligent geschriebene Literatur mit ausgewählten, prägnanten Formulierungen, die kritisch auf den Punkt gebracht wurden. Übersetzt wurde "Nutshell" im Original aus dem Englischen von Bernhard Robben. Als Ich-Erzähler macht sich ein UNGEBORENER (Junge) von Beginn seiner Entstehung im Mutterleib an Gedanken über das, was ihn wohl 'draußen' erwartet: Die Mutter (Trudy) hört gerne Radio, besonders gerne mag sie podcasts, Biografien und Moderation, die ER immer mithört, worin bereits der erste trockene britische Humor im wahrsten Sinne des Wortes 'keimt'.Beide, also ER , der Ungeborene und seine Mutter Trudy bewohnen ein altes Haus in einem vornehmeren Stadtteil Londons, das dem leiblichen Vater (John) gehört: Da Trudy "Raum braucht", trennte sie sich von John, hat jedoch einen Liebhaber, der hier eine stupide, einfalls- und farblose Rolle spielt (Claude); zudem kommt er IHM, dem Ungeborenen, in seiner Schutzhülle zuweilen gefährlich nahe... Ian McEwan benutzt eine unglaubliche Perspektive des Erzählens 'aus dem Bauch heraus', die er trotz einiger sozialkritischer Themen und realen Bezügen zu diesem Planeten gekonnt in stakkatohaftem Stil mit herrlich britisch-trockenem Humor zum Ausdruck bringt.ER, der Ungeborene überlegt also, ob er schon einmal die Nabelschnur mit Betperlen vergleichen sollte in der Hoffnung, dass trotz dem Zustand der Welt (und dem, was womöglich auf ihn wartet) alles noch irgendwie gut ausgehen könnte... Da der leibliche Vater im Wege ist, beschließen Trudy und Claude, sich dessen zu entledigen und schmieden ein Mordkomplott, was im Ungeborenen noch mehr Fragen aufwirft: Die Gespräche, die er mitanhört, haben eindeutig kriminellen Charakter (und ihm entgeht nichts). Wie sich herausstellt, ist John doch nicht so naiv, wie er sich seinen leiblichen Vater vorstellte und der aus dem Haus geworfene singt gar ein Loblied auf die zu Ende gegangene Liebe zwischen ihm und Trudy, woraufhin Claude und Trudy zurecht verdattert reagieren. Nun ist Eile geboten: Ob das Vorhaben, ihn aus dem Weg zu räumen, gelingen wird? Der Ungeborene ist solcherart entsetzt über das skrupellose Vorhaben der beiden, dass er überlegt, mittels der Nabelschnur seinem noch nicht begonnenen Leben selbst ein Ende zu setzen; entscheidet sich letztendlich jedoch für sein Anrecht auf Leben, will er doch 2099 mit einem Tanz ins neue Jahrhundert swingen: Die philosophischen, aber auch realen Betrachtungen, wie sich die Welt und die Menschheit bis zum 22. Jhd. weiterentwickeln wird, sind sehr aktuell und geben zu denken... Wie sich später herausstellt, ist es wie im Leben: Nicht alles ist, wie es scheint und einige Äußerungen Trudys entbehren jeglicher Grundlage, bringen sie jedoch in 'vermeintliche' Sicherheit. Währenddessen sinniert ER, der Ungeborene, was womöglich am besten für ihn sei und ihm das Liebste; zur gleichen Zeit läuft eine Radiosendung, die er zum alten Europa beeindruckend klar und kritisch überdenkt - köstlich! Während zwei Hauptprotagonisten schleunigst ihre Koffer packen, kündigt sich indessen das Wunder der Geburt an - etwas zu früh, oder gerade zum richtigen Zeitpunkt? ;) Fazit: Ein eindringlicher, brillant geschriebener Roman, in dem sich trockener britischer Humor zuweilen Bahn bricht und der eine witzige Idee, die Ich-Erzählung eines Ungeborenen, fabelhaft umsetzt: Ein unglaublicher Roman, philosophisch, bissig, witzig, zuweilen sehr gesellschaftskritisch und eine Reflexion über die Spezies "Mensch" aus ungewöhnlicher Sicht eines Fötus. Mir hat der Stil sowie der Romaninhalt des renommierten britischen Autors sehr gut gefallen, daher vergebe ich echt begeisterte 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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  • Eine gelungene Reise in die 70er

    Honig
    Hamlets_Erbin

    Hamlets_Erbin

    19. August 2016 um 15:46

    "Manchmal löst man ein Problem am besten, indem man nichts sagt. Die Tendenz zur ständigen "Wahrhaftigkeit" und Konfrontation richtete meiner Meinung nach großen Schaden an und ließ viele Freundschaften und Ehen zugrunde gehen." (S.162) Inhalt: Serena Frome, eine sehr selbstbewusste Frau, erzählt ihre Geschichte: als Pfarrerstochter nahm sie ihrer Mutter zuliebe ein Mathematikstudium auf, lernte den Professor Tony Canning kennen und begann eine Affäre mit ihm. Später vermittelte er sie an den MI5, wo sie eine unterbezahlte & unspektakuläre Stellung antrat. Doch nach einiger Zeit erhielt sie endlich einen interessanten Auftrag. Sie sollte einen Schriftsteller ohne dessen Wissen im Auftrag des Geheimdienstes finanziell fördern und dafür sorgen, dass er regierungsfreundliche Propaganda produziert. Ein Auftrag, der in jeder Hinsicht misslang... Meinung: Die Geschichte beginnt relativ unspektakulär. Erst nach etwa 100 Seiten (mit Erhalt des Auftrags) kommt Spannung auf. Es gibt extrem viele historische Bezüge - IRA, Ölkrise, Kalter Krieg (das ganze spielt in den 70ern), die für mich nicht immer interessant und/oder nachvollziehbar waren. Ein gelungener Kunstgriff war dagegen die Einbindung von Kurzgeschichten des fiktiven Schriftstellers in das Gesamtgefüge des Romans. Dadurch wurde meines Erachtens die Glaubwürdigkeit der Geschichte erhöht. Der raffinierten Schluss, der sämtliche psychologische und logische Fehler erklärte, konnte mich besonders begeistern. "Liebe wächst nicht langsam und gleichmäßig, sondern schubweise, in jähen Aufwallungen, wilden Sprüngen..." (S.291)

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2016

    LovelyBooks Spezial
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Themen-Challenge geht 2016 in eine neue Runde und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein! Wenn ihr eine besondere Leseherausforderung sucht, dann seid ihr bei dieser Challenge genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den meine Kollegin nordbreze (Marina) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken wird. Schickt dazu eine persönliche Nachricht hier auf LovelyBooks an nordbreze mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Ich bin in Mutterschutz / Elternzeit und kann mich darum nicht kümmern. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2016 bis 31.12.2016 . Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2016 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch von einem Autor, von dem ihr bereits mindestens ein anderes Buch gelesen habt. (Verratet auch, welches ihr schon kennt.) Ein Buch, in dessen Buchtitel ein Wort mindestens 2 mal vorkommt. Ein Buch, auf dessen Cover mehrere Punkte zu sehen sind. Ein Buch, dessen Autor 2 Vornamen hat. Ein Buch, das der erste Teil einer Buchreihe ist (mindestens 3 Bände) und von der auch schon mindestens 3 Bände erschienen sind. Ein Buch, auf dessen Cover eine bekannte Sehenswürdigkeit abgebildet ist. (Bitte benennt auch diese Sehenswürdigkeit.) Ein Buch, das einer deiner Freunde bei LovelyBooks in seiner Bibliothek als bereits gelesen gelistet und auch zumindest mit Sternen bewertet hat. (Wenn du noch keine Freunde hast, findest du hier in der Challenge bestimmt ganz schnell welche :-)) Ein Buch, das 2016 erstmalig in der Sprache, in der es gelesen wird, veröffentlicht wurde. Ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht. Ein Buch, dessen Cover vorranging blau ist. Ein Buch, das hauptsächlich in einem europäischen Land spielt, jedoch nicht in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Ein Buch, auf dessen Cover ein Gesicht, aber nicht der Rest der Person abgebildet ist. Ein Buch, das kein Happy End hat. (Vorsicht, wenn ihr hier bei anderen Teilnehmern vorbeischaut - euch könnte das Ende eines Buches verraten werden.) Ein Buch, das zwischen 300 und 350 Seiten lang ist. Ein Buch, bei dem der gesamte Name des Autors aus genauso vielen Buchstaben besteht, wie dein eigener gesamter Name. (Vor- und Nachname sind gefragt, Doppelnamen sollen nur mitgezählt werden, wenn sie auch für gewöhnlich mit genannt werden! Bitte gebt die Anzahl mit an, nennt aber nicht euren vollständigen Namen.) Ein Buch, das mindestens 20 LovelyBooks-Mitglieder in ihrer Bibliothek haben. (Ihr findet die Anzahl, wenn ihr auf der Buchseite oben mit der Maus über die Sternebewertung fahrt.) Ein Buch, dass im Zeitraum von 2008 bis 2012 erstmalig erschienen ist. Ein Buch, das ihr schon einmal gelesen oder aber früher schon einmal angefangen aber nicht zu Ende gelesen hattet. Ein Buch, das der jeweilige Autor als erstes veröffentlicht hat - das Debüt des Autor. Ein Buch, dessen Titel kursiv geschrieben ist. Ein Buch, in dem ein bestimmter Beruf eine wichtige Rolle spielt und in dem aus dem Berufsleben der Figur detailliert berichtet wird. (Bitte benennt auch den Beruf.) Ein Buch, das mindestens 100 Jahre in der Zukunft oder aber mindestens 100 Jahre in der Vergangenheit spielt. Ein Buch, das mindestens 4cm dick ist. Ein Buch, das noch keine einzige Sterne-Bewertung auf LovelyBooks hat. (Auf der Buchseite sind in diesem Fall die Sterne oben grau und nicht gelb.) Ein Buch in einer Fremdsprache (nicht Deutsch). Ein Buch, bei dem Vor- und Nachname des Autors mit dem selben Buchstaben enden. Ein Buch, bei dem ein Wort (Gegenstand) aus dem Buchtitel auch auf dem Cover abgebildet ist. Ein Buch, das ihr in einer stationären Buchhandlung zum regulären Preis gekauft habt. (Nicht online oder als Mängelexemlar) Ein Buch, das ihr als E-Book gelesen oder als Hörbuch gehört habt. Ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 3-4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch, in dessen Buchtitel eine Aufzählung vorkommt (mindestens 3 Wörter). Ein Buch, das euch von einem anderen Leser persönlich empfohlen wurde. (Bitte schreibt auch dazu, von wem die Empfehlung kam: beste Freundin, Mutter, Bruder o.Ä.) Ein Buch aus einem Verlag, aus dem ihr schon mindestens 3 andere Bücher zuvor gelesen habt. (Bitte Verlagsname und 3 zuvor gelesene Bücher mit angeben.) Ein Buch, für dessen Covergestaltung auch ein echtes Photo verwendet wurde. Ein Buch, in dessen Buchtitel ein zusammengesetztes Substantiv vorkommt. Ein Buch, in dem die Schule eine Rolle spielt. Ein Buch, zu dem es eine Leserunde auf LovelyBooks gibt, an der ihr auch teilgenommen habt (mindestens 5 Beiträge in Leseabschnitten wurden geschrieben). Ein Buch, dessen Hauptfigur zwischen 20 und 30 Jahre alt ist. Ein Buch, auf dessen Cover ein Buch zu sehen ist. Ein Buch, in dessen ISBN (ISBN-13) eine Zahl genau 3 mal aufeinander folgt. Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2016 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal.* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an nordbreze und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. 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    • 6501
  • Agentin auf literarischer Mission

    Honig
    mondy

    mondy

    01. May 2016 um 09:46

    InhaltEngland, 70er Jahre: Serena studiert mit mäßigem Erfolg Mathematik in Cambridge. Nebenbei beschäftigt sie sich mit Literatur (ihre eigentliche Passion) und einigen Affären, bis sie Tony kennenlernt, ihre erste große, vielleicht auch die wahre, Liebe. Tony führt sie ein in die hohe Kunst der Politik, Gesprächsführung und Literatur, bei ihm kann sie sich fallen lassen. Doch eigentlich bereitet er sie auf einen Job beim MI5 vor, denn Serena soll eines Tages Teil eines literarischen Projekts des Geheimdienstes werden: Projekt "Honig".Meine MeinungIch hatte etwas Schwierigkeiten mit diesem Buch, dabei hatte ich mich wirklich sehr darauf gefreut. Ich möchte dem Buch gar nicht absprechen, dass es die Stimmung der damalige Zeit, die politischen Ereignisse und die Beweggründe der Charaktere sehr gut darstellt, aber zwischenzeitlich haben sich einige Längen aufgetan, die sich für mich ziemlich zäh gelesen haben. Wahrscheinlich habe ich auf Grund des Klappentextes ("Sex, Spionage, Fiktion und die Siebziger") etwas mehr Action erwartet. Aber eigentlich hätte ich mir denken können, dass Ian McEwan eher auf das genau Beobachten und ruhige Voranschreiten der Handlung setzt, um dann zum Schluss mit einem Knall zu enden. So war es dann auch, aber das Ende konnte mich nicht ganz für die vorangegangene Langeweile entschädigen.Die Charaktere sind überaus überzeugend gezeichnet. Jeder hat seine Ecken und Kanten, seine Vorzüge und seine Nachteile. Serena war mir nicht wirklich sympathisch, aber gerade das fand ich gut, denn ihre Handlungen konnte ich immer nachvollziehen, was sie für mich zu einem glaubwürdigen Charakter macht. Auch alle anderen Personen sind sehr individuell, aber in ihren Handlungen stets glaubhaft. Die 70er in Großbritannien sind nicht mein Spezialgebiet. ;-) Ian McEwan streut immer wieder historische Ereignisse ein ... manche konnte ich zuordnen, andere nicht. Ich denke aber, dass man dieses Buch ganz gut lesen kann, ohne die Ereignisse wirklich zu kennen. Die Angst vor einem Krieg, vor Beeinflussung von Außen und die Versuche, all dem vorzubeugen, kann man auch so nachvollziehen. Und für den Notfall gibt es ja das Internet.Wie bereits erwähnt, plätschert die Handlung meist vor sich hin. Man hat das Gefühl, auf eine Katastrophe zuzusteuern, aber lange passiert nichts. Das Ende wartet dann zwar mit einem Knall auf, allerdings war ich davon etwas enttäuscht. Ich hätte mir etwas mehr Kreativität gewünscht.    Insgesamt ist das Buch bestimmt nicht schlecht, mich hat es aber leider nicht ganz überzeugen können (gerade im Vergleich zu anderen Werken, die ich schon von Ian McEwan gelesen habe). Faszinierende Charaktere, ansprechende Handlung, aber leider auch weite Teile gepflegte Langeweile lassen mich 3 Sterne vergeben. 

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  • Gewinnt erst durch den Schluss

    Honig
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    Der Roman startet unaufgeregt. Zunächst stellt uns McEwan seine weibliche Hauptfigur Selma vor. Jung ist sie und hübsch und auch ein wenig naiv. Halbherzig lässt sie sich auf ein Mathestudium ein, obwohl sie sich eigentlich für Literatur begeistert. Und so schlittert sie weiter durch die Handlung, beginnt die eine und andere Affäre und gerät schließlich an einen Job beim britischen Geheimdienst MI5. Die Welt um sie herum ist geprägt durch den kalten Krieg. Unversöhnlich stehen sich die Ideologien aus Ost und West gegenüber. Vor diesem Hintergrund wird das Geheim-Projekt 'Honig' ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist Einfluss auf die literarische Szene zu nehmen, um Werke zu fördern, die gegnerische Ideologien unterwandern sollen. Und da Selma nicht nur sehr hübsch ist, sondern auch sehr belesen, wird sie beauftragt einen jungen aufstrebenden Autoren unter ihre Fittiche zu nehmen. Es kommt wie es kommen muss, die junge Frau verliebt sich in den Mann und er sich in sie. Eine Liebesgeschichte beginnt, die vor allem den Gewissenskonflikt Selmas thematisiert. McEwan verbindet hier zwei Ideen: eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer Spionagestory und die grundsätzliche Frage, inwieweit sich Kunst instrumentalisieren bzw. durch Politik und Geld beeinflussen lässt. Eigentlich könnte das alles recht spannend sein und doch zündet der Roman nicht so richtig. Die Titelfigur Selma bleibt einfach zu passiv. Sie ist und bleibt die naive Schöne, die nicht so richtig weiß, was sie aus ihrem Leben machen soll. So treibt sie hilflos auf den finalen Konflikt zu, ohne Perspektive ihm ausweichen oder ihn lösen zu können. Doch dann kurz vor Schluss lässt McEwan zum Glück doch noch ein kleines Feuerwerk los, das die bisherige Perspektive ein wenig durcheinander wirbelt - und Leser wie mich (die sich bis dahin in ihrer hohen Erwartungshaltung einem McEwan-Roman gegenüber ziemlich enttäuscht sahen) ein wenig entschädigt. So bleibt nach Ende der Lektüre von 'Honig' immerhin der Eindruck einen ganz netten Roman gelesen zu haben. Für einen Roman aus McEwans Feder ist mir das persönlich aber doch ein wenig zu wenig.

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    • 12
  • Rezension zu Honig von Ian Mc Ewan

    Honig
    awogfli

    awogfli

    Wow! Mc Evan versteht es wirklich meisterlich, ein überraschendes Finale zu gestalten. Nie wäre ich auf dieses Ende gekommen. Auch die Geschichte seines Romans Honig lässt keine Wünsche offen, eine Agentenstory aus der Zeit der Ölkrise und Streiks, aber keine Räuberpistole ala Fleming oder Harris, sondern sehr kopflastig erzählt vollgespickt mit geschichtlichen Hintergründen und politischer Propaganda aus der Zeit des kalten Krieges, genauso wie ich es liebe. Auch die Abteilung des MI5, in der die Geschichte angesiedelt wurde, ist sehr ungewöhnlich und eher neu: Die Beeinflussung der Literatur und Kunst durch die Geheimdienste. Fast fühlt man sich an die Figur der Literaturagentin Thursdaynext erinnert, nur dass Mc Evan so gar keinen Fantasyroman geschrieben hat. Alles in allem sehr informativ und extrem spannend. Leider muss ich wieder mit Bedauern einen Stern abziehen, da der Autor wie gewöhnlich in seine Standardfalle getappt ist (zumindest für mich). Der Roman kommt erst nach Seite 150 zur eigentlichen Geschichte und damit viel zu spät in Schwung. Fazit: Wenn man über den langen Anfang hinwegkommt ist Mc Evan wie gewohnt das pure Lesevergnügen und absolut empfehlenswert! (less)

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    • 13
  • Unterhaltsame Geschichte der 70er Jahre mit überraschendem Ende

    Honig
    Isalay

    Isalay

    08. November 2015 um 16:54

    Interessante, unterhaltsame und gegen Ende sehr spannende Geschichte mit einer sehr sympathischen und natürlichen Protagonistin. Größtenteils ist es eine Liebesgeschichte, die aber immer wieder auch kriminalistische Züge annimmt. Der Zeitgeist der 70er Jahre wird sehr lebhaft dargestellt und man kann sich gut in die Zeit und die Stimmungen des Buches hineinversetzen. Die historischen Hintergründe sind jedoch für den Laien etwas zu wenig beschrieben. Das Ende offenbart eine absolut verblüffende und intelligente Komposition des Romans und ist überraschend und rührend zugleich. Die Geschichte wird erst durch das Ende zu eine genialen Roman, zwischendurch sind die vielen Schilderungen der Einzelgeschichten etwas ermüdend.

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  • (Zu) Große Erwartungen?

    Honig
    SofiaR

    SofiaR

    04. April 2015 um 17:03

    Beim Lesen der Rezensionen ahnte ich bereits, dass dies keine leichte Hausmannskost werden würde, aber ich hoffte zumindest, dass ich das Gericht beim Namen nennen kann, sobald ich ein bisschen davon kostete. Also schlang ich die ersten Bissen gierig hinunter - ein McEwan wird mich sicher nicht enttäuschen! Sobald der erste Hunger gestillt war, versuchte ich die Aromen und Nuancen zu schmecken. Schließlich hat dies ein McEwan komponiert. Und siehe da, es blitzt hier und dort etwas durch, das mir bekommt. Das Thema, die Handlung der Komposition sind so vielversprechend, dass ich weiter essen muss. Also konsumiere und probiere ich und versuche zu bestimmen, was mir auf meinen literarischen Teller kredenzt wurde. Und genau da liegt der Hund meiner Meinung nach begraben. In der Absicht möglichst viele Beilagen zum Hauptgericht zu servieren, wurde dem Fleisch zu wenig Beachtung geschenkt und siehe da - es ist zäh geworden! Man kaut darauf herum und hat eigentlich die Lust verloren, das komplette Gericht zu essen. Und trotzdem isst man weiter, weil man hofft, dass zumindest bei einem der Bissen die man zu sich nimmt, das Können des Meisterkochs durchscheinen muss, und das tut es. Stellenweise ist es meisterlich! Aber der Gesamteindruck bleibt vage. Für einen Spionagethriller fehlt es eindeutig an Spannung. Eine Liebesgeschichte? Dazu fehlte mir die Tiefe in den Beziehungen der Protagonistin. Sie bewegt sich an der Oberfläche wie Fettaugen in der Suppe, flach und leicht. Hübsch anzusehen, aber nicht wirklich liebenswert. Ab und zu möchte man sie schütteln und rütteln in der Hoffnung, dass sie etwas an Masse gewinnt, aber der Wunsch bleibt unerfüllt. Das Ende hat mich etwas mit dem Koch versöhnt. Es wird rasant und überraschend. Aber die Impressionen des Menüs sind zäh und klebrig, Honig eben.  

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  • Kalter Krieg reloaded

    Honig
    Monsignore

    Monsignore

    08. February 2015 um 16:27

    Kann es sein, dass bedeutende Werke der Weltliteratur durch geschickte Unterwanderung manipuliert wurden? Woher hatte z.B. Hemingway seine politischen Überzeugungen, wie kam Orwell zu seinem Stoff, warum schrieb Majakowski im Sinne der Herrschenden? - McEwan entwickelt sorgsam und mit leiser Ironie einen ganz außergewöhnlichen Plot: In einer Abteilung des britischen Geheimdienstes arbeiten literarische gebildete und gutaussehende junge Frauen mit Universitätsabschluss; ihre Aufgabe: die Geliebte eines vielversprechenden Schriftstellers werden und ihn bei seiner Themenwahl, Inspiration, Ausarbeitung etc. im Sinne der herrschenden Politik zu beeinflussen. Wären die Vorgesetzten im MI5 nicht so ungebildet und lesefaul, könnte das sogar gelingen ...

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  • Gute und spannende Unterhaltung

    Honig
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    30. December 2014 um 10:41

      Die Freunde der Bücher von Ian McEwan haben lange diesen Roman gewartet. Ich persönlich habe ihn mit Begeisterung gelesen und halte ihn für ein starkes Werk. Ein Roman, der im Geheimdienstmilieu der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts spielt und dennoch von Literatur und vom Literaturbetrieb handelt. Das hängt damit zusammen, dass die ich-erzählende Serena Frome, behütet aufgewachsene Tochter eines anglikanischen Bischofs, nach einem von ihr ungeliebten Mathematikstudium und ersten eigenen Schreibversuchen den alten Tony Canning kennenlernt und mit ihm einen wunderbaren Sommer verlebt. Tony Canning war früher Mitarbeiter des Geheimdienstes und lehrt nun in Cambridge. Durch seine Vermittlung offenbar wird Serena als Mitarbeiterin für den MI 5 rekrutiert, wo sie in einem Projekt namens „Honig“ zunächst in untergeordneter Rolle tätig wird. Dem amerikanischen CIA nacheifernd, wollen die Chefs des MI 5 Einfluss gewinnen im Bereich der Kultur und der Literatur. Schon an dieser Stelle des Romans lässt Ian McEwan keinen Zweifel daran, wie er jedenfalls aus heutiger Sicht die Weltlage damals einschätzt – er lässt an den Linken nicht nur seines Landes kein gutes Haar, weil sie auf unterschiedliche Weise die Unterdrückung im Sowjetblock herunterspielen. Weil auch ein Romanschriftsteller bei „Honig“ mit dabei sein soll, wird Serena angesetzt auf den jungen Dozenten Tom Haley. Als sie ein Dossier mit Aufsätzen und Erzählungen des Autors liest, die Ian McEwan auch ausführlich beschreibt, ist die passionierte Leserin nicht nur von den Texten begeistert, sondern sie spürt schon, bevor sie den Mann kennenlernt, eine ihr zunächst unerklärliche Nähe. Es dauert nicht lange, da haben sie sich verliebt und Tom Haley hat Serenas als Stiftungsgelder getarntes Angebot der finanziellen Unterstützung durch den MI 5 angenommen. Immer wieder will sie in der Folge – Tom Haley schreibt unterdessen an einem großen Roman und ist mit einer Novelle, die noch kein Mensch kennt, für den Jane Austen Preis vorgeschlagen- ihm die Wahrheit gestehen, doch sie schafft es nicht. Innerhalb des MI 5 ist ihre Position wackelig, auch deshalb weil ihr Kollege und Vorgesetzter Max sich in sie verliebt hat, und ihre Beziehung mit Tom Haley beargwöhnt. Die Geschichte liest sich unterhaltsam, spannend , aber auch sehr informativ, entführt die Handlung den Leser doch in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts in ein Großbritannien, dass durch Wirtschaftskrise, Ölkrise und IRA-Terror am Abgrund steht. Ich selbst bin als Jugendlicher in dieser Zeit über mehrfach in England gewesen und fühlte mich bei der Lektüre in diese Zeit der „troubles“ und der unglaublichen Depression meiner Gastfamilie zurückversetzt. Als durch beispiellose Tricksereien seines bekannten Verlegers ein eher mittelmäßiger, düsterer Kurzroman von Tom Haley den Austen Preis gewinnt, ohne dass vorher auch nur ein Kritiker das Werk hatte lesen können (!), da spitzt sich die Lage innerhalb weniger Tage zu. Nun nimmt die Handlung dramatische Fahrt auf und Ian McEwan führt sie zu einem Ende, das ich nie für möglich gehalten hätte. Gute, spannende und informative Unterhaltung.

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  • Honig von Ian McEwan

    Honig
    Daphne1962

    Daphne1962

    13. November 2014 um 22:02

    Wie wird man Spionin bzw. wie landet man beim Geheimdienst und wird MI5-Agentin? In dem man sich mit einem Agenten einläßt und eine Liebesbeziehung beginnt. So geschehen mit Serena Frome, ein junges hübsches Mädchen, die zwar Mathematik studiert hat, aber eine Leidenschaft für Literatur entwickelt hat. So kommt es, das sie beim MI5 für ein Projekt eingesetzt wird, welches "Honig" getauft wird. Sie unterstützen Autoren die auf ihrer politischen Seite stehen, ohne deren Wissen sozusagen. Serena soll einen Autoren an Land ziehen mit dem Namen Tom H. Healey, der Kurzgeschichten schreibt. Diese Kurzgeschichten kommen auch in diesem Buch zum Tragen. Was die Geschichte lebendig macht. Serena ist von diesen Kurzgeschichten angetan. Von dem Autoren dann auch und beginnt eine Liebesbeziehung mit ihm. Sie schlengelt sich mit dieser Lüge durch diese Geschichte. Wird ihr das zum Verhängnis? Täuschung wird hier zum Hauptthema. Aber nicht nur die Täuschung hat Ian McEwan zum Thema gemacht, sondern die Geschichten in der Geschichte. Für mich persönlich machten diese mir mehr Spaß als diese Liebesgeschichte in dem Agententhriller. Richtig in Fahrt kam das Buch auch dann erst. Ein netter Roman im englischen Stil, gut für den Herbst im Lesesessel mit einer Tasse englischen Tee.

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