Ian McEwan Letzter Sommertag

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Inhaltsangabe zu „Letzter Sommertag“ von Ian McEwan

›Letzter Sommertag‹ vereint eine Auswahl von Geschichten aus den Büchern ›Erste Liebe, letzte Riten‹ und ›Zwischen den Laken‹, mit denen Ian McEwan berühmt wurde.

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  • Kurzgeschichten vom Romancier

    Letzter Sommertag

    Duffy

    12. March 2017 um 09:52

    Neun Kurzgeschichten von McEwan, den man nicht mehr vorstellen muss. Diese Stories sind Büchern entnommen, die man zum Frühwerk des mittlerweile hoch dekorierten Autors rechnen muss. In seinen kurzen Texten ist McEwan noch ein Stück entfernt, von dem was er heute ist, nämlich ein glänzender und stilistisch großartiger Erzähler. Bei einigen der Geschichten hat man das Gefühl, als würde er experimentieren oder als ließen ihn die Sätze und die Wörter nicht in Ruhe, bis er sie auch noch aufs Äußerste ausgereizt hat. Eine gewisse Verspieltheit ist zu erkennen, ein wenig Überfluss und struktureller Überschwang, dafür sind allerdings Texte wie "Psychopolis" schon nahe dran an dem Romanschreiber, der uns heute so fesseln kann.Da wären wir auch schon bei der Essenz dieser kleinen Anmerkung: McEwan ist ein Romanschreiber. Natürlich kann er auch Kurzgeschichte, doch als Romancier hat er seinen festen Platz gefunden. Müsste man zwischen einem Roman und einer Kurzgeschichte von ihm wählen, würde der Rezensent jederzeit zum Roman greifen.

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  • Rezension zu "Letzter Sommertag" von Ian McEwan

    Letzter Sommertag

    Hallogen

    26. September 2010 um 13:06

    Es gibt Bücher, die liest man und danach fragt sich, worum es da eigentlich gerade ging. Die Geschichten sind recht inhaltsarm, oft mehr als Bilder zu bezeichnen, und immer bemüht Blut, Urin, Sperma und Kot (habe ich noch was vergessen? Ach ja: Kotze natürlich auch) einzubauen. Wahrscheinlich Mitte der 1970er Jahre ein Skandal, aber es hätte mich auch damals kaum angesprochen (wenn ich da schon gelebt hätte). Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich nie ein Buch McEwans kaufen werde, aber weil er dennoch fähig ist, Bilder zu erschaffen, die hängen bleiben, gibt es zwei Sterne. Trotz der Befähigung des Autors hatte ich danach das Bedürfnis, mal wieder was Gutes zu lesen. Er beschreibt detailliert, wird dabei aber erstaunlich selten langatmig. Am besten hat mir noch die Erzählung mit der Schaufensterpuppe ("Der kleine Tod") gefallen, nur hatte ich nicht nur bei dieser ein ungutes deja-vu-Gefühl: Haben nicht schon Jean Paul, E. T. A. Hoffmann oder Eichendorff vor 200 Jahren über das Thema geschrieben? Und die Witze ("Endlich mal jemand der zuhört.") waren da auch schon vorhanden... Überhaupt: woran erinnert mich das Stecken in den Backofen? Der 'abenteuerliche' Sommer am Fluss? Habe ich nicht schon bei H. G. Wells was vom brutal harten Tellerwäscheralltag gelesen? Und vom symbolischen Aufgeben des Traums durch Werfen ins Wasser? Nun gut, vielleicht ist das ja alles nur Zufall. Der Autor ist durchaus in der Lage zu Schreiben, nur könnte er ab und zu auch mal andere Bilder finden als: 'Der Tunnel war gefliest wie ein Pissoir'. Am gelungensten fand ich das Endbild der Titelerzählung, die auch den Schlüsselsatz "Ich musste daran denken, dass wir nur Tiere mit Kleidern sind, die ganz merkwürdige Sachen machen, wie Affen auf einer Teegesellschaft." enthält, der wohl ausreichend verdeutlicht, was er in all seinen Erzählungen darstellen will. Ein anderes wiederkehrendes Bild ist der Aus-/Umzug und damit meist die Trennung. Sehr gewagt ist das relativ widerliche "Zwischen den Laken", denn im Endeffekt weckt er damit Verständnis für Pädophilie. "Hin und Her" war mir zu poetisch-verkopft, "Psychopolis" beschreibt den Wahnsinn von Los Angeles, wo reale Schicksale niemand sonderlich kümmern, "Gespräch mit einem Schrankmenschen" finde ich psychologisch nachvollziehbar, reißt mich aber nicht vom Hocker, "Erste Liebe, letzte Riten" hat prägnante Bilder, aber die Symbolik kenne ich schon von Wells, "Betrachtungen eines Hausaffen" setzt sich mit der Schaffenskrise einer Schriftstellerin auseinander, "Zwei Fragmente" ist eine düstere Zukunftsvision, nur dass für uns die 1990er schon eine Weile vorbei sind, und dann doch nicht ganz so krass waren...

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  • Rezension zu "Letzter Sommertag" von Ian McEwan

    Letzter Sommertag

    Carriecat

    18. April 2010 um 12:58

    Kunst muss ja nicht immer schön sein, aber wenn man sich zwingen muss es zu lesen.... was soll ich da noch sagen!? Langweilig wäre noch harmlos.

  • Rezension zu "Letzter Sommertag" von Ian McEwan

    Letzter Sommertag

    Solifera

    31. March 2010 um 20:33

    Das Buch vereint 10 Kurzgeschichten aus den Bänden "Zwischen den Laken" und "Erste Liebe, letzte Riten". Dabei ist allen Geschichten gemeinsam, dass man tiefe Einblicke in die menschliche Psyche erhält. Die Figuren scheinen allesamt auf eine Art merkwürdig oder sogar geisteskrank zu sein, oder zumindest ein psychologisches Problem zu haben: Beispielsweise erfährt ein Waisenjunge in einer Art Kommune zum ersten Mal die Zuneigung, wie er sie sich von seiner Mutter gewünscht hätte [„Letzter Sommertag“]; eine Autorin in Schaffenskrise hat eine Affäre mit ihrem Hausaffen [Betrachtungen eines Hausaffen], ein stinkreicher Millionär verliebt sich in eine Schaufensterpuppe, kauft sie und führt mit ihr eine eheähnliche Beziehung [„Der kleine Tod“]. Die Geschichten sind zum Teil wirklich kurios und befremdlich, ja man könnte fast sagen abstoßend. Sprachlich gesehen sind die Stories jede für sich ein kleines Meisterwerk. Mit größter Akribie und Exaktheit werden sowohl die Personen aufs eindringlichste geschildert, als auch die Schauplätze, wo das jeweilige Geschehen stattfindet. Es wirkt in der Tat so, als wäre man nicht nur neutraler Betrachter, sonder direkt dabei, wenn es geschieht. Man kann sich alles, angefangen von Protagonisten, Landschaften und sogar Nebensächliches bis aufs kleinste Detail vorstellen. Dabei wirkt die Sprache in keiner Weise schwerfällig, sondern leicht wie eine Feder, schon fast poetisch. Sicher waren die vorliegenden Kurzgeschichten zu der Zeit ihrer Erstveröffentlichung in den 70er Jahren weitaus skandalöser, als sie es in der heutigen Zeit sind. Dabei fällt es heute – wie vermutlich damals auch schon – schwer, die Intention der einzelnen Geschichte, was sie aussagen will, zu erkennen. Leider haben die Geschichten bei mir keine nachhaltige Wirkung erzielt. Müsste ich das Buch dennoch bewerten würde meine Bewertung zweigeteilt ausfallen: Objektiv hat es definitiv seine 4 Punkte verdient, persönlich würde es von mir jedoch nur 2 Punkte erhalten, weil die Geschichten mich einfach – so Leid es mir tut – nicht angesprochen haben. Summa summarum vergebe ich hiermit 3 Punkte!

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