Ian McEwan Liebeswahn

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Inhaltsangabe zu „Liebeswahn“ von Ian McEwan

Ein Roman darüber, was mit dem Leben und mit der Liebe passiert, wenn sie der Obsession eines Eindringlings ausgesetzt werden. Ein aufwühlender Roman, der zwischen den hellen und den dunklen Seiten der Liebe oszilliert, bis die Nerven reißen.

Sehr interessanter Erzählstil

— Femara
Femara

Spannend und lehrreich!

— Gegen_den_Strom_lesen
Gegen_den_Strom_lesen

Gute Geschichte über den Liebeswahn, der Titel ist Programm, mit einigen Schwächen.... Warum die Personen sich so benehmen wie sie es tun.

— MadameEve1210
MadameEve1210

Meisterliche Mischung aus Krimi und Drama

— Monsterbounty
Monsterbounty

Ein beeindruckendes und überwältigendes Buch. Warum das allerdings bei Lovelybooks unter "Krimis" gelistet ist, ist mir ein Rätsel.

— Lamella
Lamella

Ein brillantes. mitreißendes Buch mit atemberaubenden Tempo- und Perspektivenwechseln, intelligent mit feinem Gespür, auf sprachlich höchstem Niveau erzählt.

— geena02
geena02

ganz große Erzählkunst!

— FraeuleinElse
FraeuleinElse

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  • Meisterliche Mischung aus Krimi und Drama

    Liebeswahn
    Monsterbounty

    Monsterbounty

    05. January 2017 um 21:15

    Ian McEwan ist ein Experte für Szenarios, in denen das Leben in einer geordneten Alltagswelt durch ein unerwartetes Ereignis aus der Bahn geworfen wird. In "Liebeswahn" ist es ein Ballonunglück, das das Leben von Joe, einem Wissenschaftsjournalisten und Clarissa, einer Literaturdozentin in eine gefährliche Schieflage bringt. Nach dem Ballonunglück, in das Joe hineingezogen wurde, weil er helfen wollte, einen kleinen Jungen zu retten, der von einem davonfliegenden Fesselballon davongetragen wurde, wird er von einem Stalker verfolgt, Jed Parry, einem vermögenden Müßiggänger, der ebenfalls an der versuchten Rettung des Ballons beteiligt war, und seine religiös überhöhte Deutung des Vorfalls nun auf Joe projiziert.Die Annäherungsversuche des Stalkers werden bald immer bedrohlicher, und auch Joes Ehe, sowie das rationale Selbstbild von Joe und Clarissa werden auf die Probe gestellt."Liebeswahn" ist nicht nur spannend in der Weise eines ungewöhnlichen Kriminalfalls, sondern auch als erstaunlich sensibles Psychogramm einer Ehe und ihrer Zerbrechlichkeit, meisterliche Literatur, die in einer gelungenen Verfilmung auch den Weg ins Kino gefunden hat.

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  • Der Wahnsinn lauter überall

    Liebeswahn
    Bellami

    Bellami

    Irgendwo außerhalb von London will Joe ein Menschenleben retten. Dieses Leben rettet sich dann aber von alleine, muss, da diese Rettungsaktion voll misslungen war. Im Gegenteil ein sehr engagierter Retter kommt bei dieser Aktion ums Leben. Zu allem Pech lernt Joe auch noch Jed kennen und nichts ist mehr wie es war, als Jed mitten in der Nacht anruft und Joe seine Liebe gesteht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Joe ( Ich-Erzähler) geschildert. Durch einen Zufall wird ein Mensch aus seinem gewohnten Alltag gerissen und McEwan erzählt gnaden- und schonungslos wie alle Beteiligten mit der Situation mehr oder weniger oder gar nicht umgehen können. Das Geschehen entwickelt eine Eigendynamik, die anfängt den Leser zu gruseln, man möchte Joe zur Vernunft bringen, möchte Jed ..... das wäre jetzt zuviel verraten und würde die Spannung nehmen, denn spannend ist das Buch und gruselig, man darf gar nicht daran denken "was wäre wenn Dir sowas passiert" Ein bedrückendes, spannendes, grauenhaftes , dramatisches , realistisch beängstigendes Buch, aber wie immer bis zum Ende meisterlich gekonnt erzählt. 5 dunkelrote Sterne

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    • 3
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. October 2013 um 19:39
    awogfli schreibt Jeder Mc Evan, den ich bisher noch nicht gelesen habe, kommt sofort auf die Wunschliste :) - hui habs grad gecheckt, steht schon drauf :D

    SEHR GUT!

  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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    • 37
  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    Petra_84

    Petra_84

    18. February 2012 um 19:04

    Mein erstes Buch von Ian McEwan. War aber ein guter und äußerst spannender Einstieg in Mr. McEwans Welt. Ist ein Buch, das wirklich zu empfehlen ist und macht richtig Lust auf den gleichnamigen Film.

  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    Queenelyza

    Queenelyza

    08. April 2011 um 12:04

    Einen Vielleser wie mich kann man nur selten überraschen und noch seltener beeindrucken. Aber Ian McEwan hat es mit "Liebeswahn " geschafft. Wie im Fieber blätterte ich mich durch die Seiten und die Geschichte, atemlos, fassungslos - gebannt. Clarissa und Joe, ein gut situiertes Ehepaar, werden bei einem Picknick Zeuge, wie ein Ballon vom Himmel abstürzt. Joe eilt - nebst einigen anderen - zu HIlfe, aber es kommt trotzdem zu einem tragischen, da tödlichen Ausgang für einen der Beteiligten. Danach ist nichts mehr wie zuvor... Einer der Helfer, Jed Parry, kommt an der Unfallstelle mit Joe ins Gespräch, möchte mit ihm gemeinsam beten, doch Joe lehnt ab. Bald darauf trifft die Polizei ein, und alle versuchen, zu ihrem gewohnten Leben, zu ihrem Alltag überzugehen. Clarissa und Joe fahren nach Hause, aber nun geht der Wahnsinn los. Der Liebeswahnsinn, denn Jed Parry bleibt im Leben des Paares präsent. Mit einer Perfidie, die es einem kalt den Rücken herunterlaufen lässt, fängt Jed an, das Paar zu stalken, zu verfolgen, denn er hat sich in Joe verliebt. Er ruft an, schreibt Briefe, lauert ihm auf, ja, er beginnt, ihm das Leben zur Hölle zu machen. Ein Besuch bei der Polizei bringt nichts, denn es gibt keinen offensichtlichen Tatbestand. Keine Gewalt, keine Bedrohung, und so bleiben Joe und Clarissa der Belastung schutzlos ausgeliefert. Wie ein intaktes, normales Leben in sich zusammenfällt, bis nichts als nur noch die allerkleinsten Fragemente übrig sind, wird von Ian McEwan in einer bildreichen, ja, fast poetischen Sprache geschildert. Seine Sätze wirken wie Kompositionen, jede Formulierung ein Genuss. Wie Perlen an einer Schnur werden die Details aufgereiht, bis der Leser meint, das Unbehagen fast körperlich spüren zu können. Was mich am meisten schockiert hat, ist die Tatsache, wie schnell und ausweglos eine Fassade zusammenbricht, eine für den Leser zu Beginn intakte Fassade, ja, selbst für die Protagonisten. Aber Satz für Satz entblättert sich die Realität, die Werte und der Respekt schwinden, der Verfall rückt näher. Entsetzen macht sich breit, die Emotionen laufen Amok, bis kein Stein mehr auf dem anderen steht. Wie ein Voyeur schaut der Leser zu, wie sich die Geschichte in Richtung Fiasko entwickelt, er möchte die Protagonisten gerne zwingen, zu sehen was passiert, sie dazu bringen, gegenzusteuern - allein, er steht außen vor und ist genauso hilflos wie Clarissa und Joe. Ein Buch wie dieses läßt niemanden kalt. Hält nicht jeder im täglichen Leben mehr oder weniger eine Fassade aufrecht? Wenn ein Gefühl wie Liebe - auch wenn es unerwünschte ist - alles zerstören kann, was einem Menschen wichtig ist, was sagt das aus über unsere Welt? Wo kann der Einzelne umdenken, könnte man eine derartige Tragödie in seinem eigenen Leben überhaupt verhindern? Sind wir letztendlich nicht alle auf uns alleine gestellt? Fünf Sterne für dieses gewaltige, brilliante Meisterwerk! Dieses Buch wird mich so schnell nicht loslassen...

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  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    DjonKa

    DjonKa

    06. February 2011 um 18:38

    Dieser Roman hinterlässt zwei Hauptgedanken: wie glücklich ich bin, dass es in meinem Leben keinen besessenen Verfolger gibt, der mein Leben und meine Ruhe zu ruinieren versucht; und der zweite Gedanke: ich hasse Luftballons.

  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. November 2010 um 23:01

    Was die Romane Ian McEwans auszeichnet, ist auch in "Liebeswahn" zu finden: eine feine psychologische Ausarbeitung der Bestie Mensch, der kleinen und großen Abscheulichkeiten und Obessionen, die in uns schlummern und durch Extremsituationen geweckt werden. Das Ausgangsereignis, das alles ins Rollen bringt, ist wie etwa in "Atonement" brilliant, absolut faszinierend, eine Extremsituation, die Moral, Menschlichkeit, Egoismus in Frage stellt. Was dann folgt ist eine präzise psychologische Studie von Reaktionen auf verschiedene weitere Extremsituationen. Dabei wird man selber in den Sog einer Obsession gezogen. Denn die Perspektive des Protagonisten, der selbst eine kleine Obsession entwickelt (obwohl er Opfer einer solchen ist), ist dabei besonders verführerisch, doch ob sie verhältnismäßig ist, angemessen und richtig, das bleibt in der Schwebe – wunderbare Ungewissheit. Das alles ist sehr spannend und involvierend. Wie immer, exakt geschrieben, intelligent und mit einigen wissenschaftlichen Überlegungen zu Genetik, Vererbung, Evolution. Wenig kann man an dem Buch aussetzen. Und doch … Und doch lässt mich auch dieses Mal Ian McEwan kalt. Es ist zu perfekt, betrifft mich zu wenig. Es ist faszinierend, aber schnell wieder vergessen. Es ist großartige zeitgenössische Literatur, aber sie berührt mich nicht. Und doch werde ich noch vieles weiteres von McEwan lesen, weil ich neugierig bin, fasziniert von seinen Studien, von seinen grausamen, herausfordernden Szenarien, die immer wieder zu der Feststellung gelangen, dass das Wesen des Menschen selbst ein grausames ist, egoistisch und unmenschlich und dass uneigennützige zwischenmenschliche Zuneigung fast unmöglich ist.

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  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    Minze

    Minze

    05. October 2010 um 09:30

    ich mag die Bücher von Ian McEwan sehr gerne und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. McEwan ist einfach ein Kenner der Psychologie und lässt dies gekonnt und glaubhaft in seine Romane einfließen. Hinzu kommt bei "Liebeswahn" der Exkurs in Bereiche wie Mathematik, Physik usw...was einen gutes Gegengewicht zur Hauptgeschichte darstellt: Gefühlswahn vs. Logik. , das hat mir sehr gut gefallen. Allerdings wirkte dieser Roman auf mich etwas konstruierter als seine anderen, die ich bisher las. Aber trotzdem: sehr lesenswert! Vielleicht würde ich als Einstieg in die Literatur McEwans aber ein anderes Buch empfehlen.

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  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    23. June 2010 um 14:41

    Das ist nun mal ein Roman von Ian McEwan, der mich wahnsinnig enttäuscht hat! Sicher, die Exposition ist furios, und erweckt allergrößte Hoffnung, einen weiteren Knaller aus der Feder dieses wunderbaren Autors zu lesen, aber meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Nach dem vielversprechenden Beginn, dem Ballonunfall, meandert die Geschichte vor sich hin, hat noch einen kurzen Höhepunkt, nämlich wenn Joe die Witwe besucht, und vergeht dann mit vielen Exkursen über religiösen Wahn, psychische Erkrankungen, und allgemeinen Befindlichkeiten der Protagonisten. Nie habe ich einen Bezug zur Geschichte bekommen, nie habe ich wirklich Angst vor Jed Parry bekommen, nie habe ich das Gefühl gehabt, einen weiteren großen Roman dieses wunderbaren Schriftstellers zu lesen.

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  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    Franny

    Franny

    03. July 2009 um 15:10

    Was soll ich sagen?! Wieder mal ein Knaller von McEwan! LESEN!

  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    annikki

    annikki

    01. July 2009 um 11:19

    Liebeswahn, ein Roman über eine krankhafte Liebe die ein fatales Ende nimmt: Ein Ballonunglück hat seine Folgen für Joe und Clarissa. Joe wird von Perry verfolgt der mit ihm versucht hat das Ballonunglück zu verhindern. Dieser hat sich nun wie er meint auf Joes heimliche Zeichern der Zuneigung auch in ihn verliebt. Joe wird von Telefon anrufen, dann von Briefen und von Perry selbst belästigt. Joe verkapselt sich immer mehr und Clarissa nimmt ihn nicht ernst ihre Liebe bricht auseinander. Ein Mordanschlag folgt und gipfelt sich in der Bedrohung Clarissas durch Perry. Ein unheimlich packender Roman sehr schön erzählt Roman man taucht in die Abgründe Perrys ein und sieht die Verzweiflung die Joe empfindet einfach toll

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  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    evalitera

    evalitera

    09. September 2008 um 21:23

    Sehr lesenswert

  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    bartels_felix

    bartels_felix

    31. July 2008 um 00:28

    Ein etwa ebenso spannender Roman wie mein erster Ian McEvan. Der Plot ist diesmal jedoch ein ganz anderer. (er wurde schon vorher beschrieben, deswegen spare ich mir das jetzt.) Sehr oft kann man die weitere Handlung allerhöchstens zum Teil bis gar nicht erahnen, sie ist brilliant zwischen den drei Hauptpersonen verstrickt. Das Ende kam für mich jedoch ein wenig unerwartet. Aber man erfährt genau, was es mit dem Drama, was sich auf den ersten Seiten abspielte, wirklich auf sich hat... sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    ude

    ude

    25. June 2008 um 17:13

    Ein Thriller. Die sehr einfühlsame Beschreibung einer Liebe. Das Psychogramm eines Beziehungswahns. Und darüber hinaus der literarische Beweis dessen, wie brüchig unsere Realitätsgewissheit ist. - Auf dem Land geschieht ein Ballonunfall (ein furioser Beginn, der allein schon das Buch lohnt). Das Geschehnis wird zu einem Katalysator, der eine bis dahin harmonische Liebesbeziehung zerstört: ein Dritter tritt hinzu, der die gemeinsame Wirklichkeit, zersplittern lässt. Welche Wahrnehmung ist die wahre? McEwan ist nicht nur ein Meister des Erzählens und der Romankonstruktion. Sondern auch ein Erfinder wunderbar treffender, nie gehörter Metaphern und Konstrukteur feinsinnig-ironischer sprachlicher Beziehungen.

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  • Rezension zu "Liebeswahn" von Ian McEwan

    Liebeswahn
    katermurr

    katermurr

    23. April 2008 um 21:43

    Nicht das beste von McEwan, wenn auch auf hohem Niveau: Die Sprache gewohnt dicht und ausgefeilt, die Beobachtungen präzise usw. - aber der Plot und weitere Verlauf der Story hat halt schon etwas Längen....

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