Ian McEwan Nussschale

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(1)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Nussschale“ von Ian McEwan

Eine Geschichte über List und Leidenschaft, Verrat und Mord. Eine klassische Konstellation: der Vater, die Mutter und der Liebhaber. Und das Kind, vor dessen Augen sich das Drama entfaltet. Aber so, wie Ian McEwan sie erzählt, haben Sie diese elementare Geschichte noch nie gehört. Verblüffend, verstörend, fesselnd, philosophisch – eine literarische Tour de force von einem der größten Erzähler englischer Sprache.

Stöbern in Romane

Sieben Nächte

Das Werk schrammt an den Todsünden vorbei u ist purer Selbstmitleid eines Mannes, der denkt sein Leben ist mit 30 vorgefertigt u zu Ende!

Raven

Pirasol

Die Autorin besticht auch in diesem Roman wieder mit herrlicher Poesie und wunderschönen eigenen Wortschöpfungen.

buecher-bea

Der Frauenchor von Chilbury

Mit "Der Frauenchor von Chilburg" ist Jennifer Ryan ein gefühlvoller, abwechslungsreicher Roman gelungen.

milkysilvermoon

Sommerkind

Emotional aufwühlend, tiefgründig, traurig und hoffnungsvoll...

Svanvithe

Underground Railroad

Hier wird fündig, wer wissen will, wie das Böse seit Jahrhunderten in Köpfen und Herzen der Menschen überleben konnte.

Polly16

Der Sommer der Inselschwestern

Eine wunderschöne und dramatische Geschichte über drei Frauen, ihr Leben und ihrer Freundschaft.

AmyJBrown

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der ungeborene Zeuge

    Nussschale
    Daphne1962

    Daphne1962

    21. February 2017 um 17:46

    Am Anfang war ich ein wenig irritiert. Da spricht ein Baby aus dem Bauch der Mutter. So langsam erschließt sich dann, was es mit dem noch nicht geborenen auf sich hat. Eine doch recht geniale Idee hat der Autor da gehabt. Dieser noch ungeborene Junge erzählt die Geschichte seiner Eltern, die derzeit  getrennt leben. Der ungeborene Junge ist verwirrt. Da ist seine schöne Mutter  Trudy (im 9. Monat hochschwanger), die mit ihrem Liebhaber zusammen lebt, der auch gleichzeitig sein leiblicher Onkel Claude ist, dann ist da sein Vater, der sich der Lyrik verschrien hat und an der Uni unterrichtet. Aber doch recht erfolglos bisher blieb.  Das Haus, in dem sie leben ist ein altes und heruntergekommenes im besten Londoner  Viertel, auf mehrere Millionen Pfund geschätzt. Was den Jungen aber völlig  verunsichert ist die Tatsache, seine Mutter und Onkel planen den Vater zu töten. Sie wollen sich am Verkauf des Hauses bereichern und abhauen. Wie das Baby  aber schnell mitbekommt, er ist nicht in den Plan einbezogen. Panik verbreitet sich  bei ihm, da er den Vater nicht warnen kann. Allerdings kann er analysieren und  sich die Zukunft vorstellen, obwohl er noch nicht in dieser Welt hineingeboren ist. Aber er kann die Weinsorten bestimmen und bewerten, die seine Mutter zuhauf  trinkt.  Ian McEwan hat hier zwar eine unglaubwürdige Geschichte kreiert, die aber dennoch  sehr unterhaltsam und spannend ist, denn das Baby ist der Ich-Erzähler und kann  auch die Gefühle der Mutter erahnen. Eine Zukunft mit Mutter im Gefängnis erscheint  ihm nicht erstrebenswert. Wanja Mues erzählt die Geschichte hervorragend, man ist im Bauch der Mutter gefangen, man schaut aus seiner Perspektive auf das Geschehen. Ich wurde bestens unterhalten und fand die Idee hervorragend gut gemacht und erzählt. 

    Mehr
  • Lässt den Hörer ganz eins werden mit dem kleinen Erzähler

    Nussschale
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    14. November 2016 um 10:31

    Die Idee ist genial, der Plot klassisch und seine Ausführung an manchen Stellen unglaubwürdig übertrieben. In seinem neuen Roman „Nussschale“ erzählt der britische Bestsellerautor Ian McEwan die Geschichte eines Vaters, einer Mutter und deren Liebhabers. Mutter und Liebhaber wollen den Vater töten (auch wenn er der leibliche Bruder des Vaters ist), dessen auf viele Millionen geschätztes altes heruntergekommenes Haus mitten in bester Londoner Lage verkaufen und sich dann aus dem Staub machen. So weit so gut. Wäre da nicht die Tatsache, dass die Mutter im neunten Monat schwanger ist (von ihrem Mann?) und man nicht genau weiß, was man mit dem Baby tun soll, das in zwei Wochen zur Welt kommen soll.Das alles irritiert das Ungeborene, das McEwan als wirklich ungewöhnlichen Ich-Erzähler auftreten lässt.  Dieser natürlich noch namenlose Erzähler erlebt nicht nur das Drama seiner Mutter Trudy , seines Vaters John, seines Zeichens ziemlich erfolgloser Dichter und Verleger und seines nebenbuhlerischen Onkel Claude, und schildert es mit immer größerer Besorgnis (was soll aus ihm werden?), sondern ist durch das Mithören unzähliger Radiosendungen auf BBC und Podcasts, die seine Mutter zur Ablenkung laufen ließ, auch so etwas wie ein weitläufiger Analyst der Welt geworden, in die er noch gar nicht hineingeboren ist.Seine Kenntnis geht sogar so weit, dass er den Wein, den seine Mutter in immer größeren Mengen in sich hineinschüttet, bis auf den Jahrgang und das Weingut bestimmen kann. Und das ist natürlich unglaubwürdig. Aber diese Kritik geht fehl, weil McEwan gar nicht davon ausgeht, dass sein Erzähler das wirklich weiß.Ein Fötus hat ein Erleben, bekommt über den Stoffwechsel seiner Mutter und deren Herzschlag viel mit, ist aber natürlich noch kein Wesen mit einem ausgebildeten Bewusstsein und Sprachkompetenz. Es geht McEwan in seinem neuen Roman, der voller philosophischer und aktuell politischer Reflexionen steckt, um diese ungewöhnliche Perspektive. Wie könnte, würde er es wirklich alles verstehen, ein ungeborener Fötus die Welt wahrnehmen in die er hineingeboren wird?Mich hat das Buch gut unterhalten, mich nicht selten schmunzeln lassen. Doch an seine letzten drei Bücher „Kindeswohl“, „Honig“ und „Solar“ kommt „Nussschale“ leider nicht heran.Die hier anzuzeigende ungekürzte Lesung von Wanja Mues lässt den Hörer ganz eins werden mit dem kleinen Erzähler, dem Mues seine Stimme leiht und ihn auf eine Weise lebendig werden lässt, als säße oder liege er direkt neben einem.

    Mehr