Ian McEwan Nutshell

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Inhaltsangabe zu „Nutshell“ von Ian McEwan

Trudy has betrayed her husband, John. She's still in the marital home – a dilapidated, priceless London townhouse – but not with John. Instead, she's with his brother, the profoundly banal Claude, and the two of them have a plan. But there is a witness to their plot: the inquisitive, nine-month-old resident of Trudy's womb. Told from a perspective unlike any other, Nutshell is a classic tale of murder and deceit from one of the world’s master storytellers.

Spannende Perspektive, böse - aber so 100% konnte es mich nicht erreichen ... dennoch lesenswert!

— tanteruebennase

Wicked, aber gut....!

— naninka

"Literarische Meisterwerke" sind nicht mein Ding. Sarkastische Gesellschaftskritik trifft Krimi - aber umgehauen hat es mich nicht.

— Miia

Wenn ein Säugling aus dem Bauch heraus einen Blick auf unsere Welt wirft, was kommt dabei heraus?

— kassandra1010

humorvoll,stilvoll, einfach toll!

— katrin297

Interessant, lustig, empfehlenswert.

— Nelebooks

Listig. Quasi hintenrum werden vom Autor Watschen verteilt.

— wandablue

Die Wahrnehmung eines Babys von seinen verkorksten Eltern und dem allgemeinen Weltgeschehen...

— Zwillingsmama2015

Eine ungewöhnliche Perspektive, scharfsinnige Beobachtung und schwarzer Humor ergeben in der Mischung einen gelungenen Roman!

— hundeliebhaber

Einzigartig und fesselnd

— kabalida

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  • Bitterböse, irritierend, aber gut irgendwie...

    Nutshell

    naninka

    20. November 2016 um 22:21

    Ein bitterböser Roman aus der Sicht eines Embryos. Mama Trudi, jung, bildhübsch und hochschwanger, hat sich von ihrem Mann getrennt und lebt in einer Beziehung mit dem Bruder, also ihrem Schwager. Natürlich ist Noch-Ehemann nichtsahnend. So meint das Paar jedenfalls. Es werden teuflische Pläne geschmiedet, dazwischen wird gepoppt à gogo und ziemlich ausgiebig getrunken. Geschildert wird das Ganze aus Sicht des Babys. Unverschämt böse, zuweilen witzig (aber galgenhumorig witzig) und gut beschrieben - nur zum Glück nicht immer sehr glaubwürdig. Denn welche werdende Mutter trinkt mehr als 2 Gläser Wein, Whiskey, etc und lässt sich kurz vor Geburtstermin ständig von vorne, hinten und in allen möglichen Stellungen in unromantischster Quickie-Manier verführen. Zugegebenermassen hat mich die Geschichte amüsiert, aber auch sehr irritiert. Einerseits die reifen Beobachtungen eines Babies - genial und doch sehr unglaubwürdig. Dann Trudy, die man irgendwie nicht durchblickt - unterwürfig und durchtrieben zugleich, unvorbereitet auf ihr Baby, kalt, egoistisch und dann doch wieder ein klein wenig achtsam und emotional. Dann der Schwager und Liebhaber Claude, verliebt, solange beide am selben Strang ziehen, kalt, berechnend und nicht einmal gutaussehend. Der Noch-Ehemann John, der aus Nettigkeit aus seinem eigenen Haus zieht, seiner Frau Zeit lässt, sich zu besinnen und auf ein Happy End hofft. Oder eben auch nicht. Und dann ist da die junge Elodie, eine Studentin und vielleicht auch mehr, die offenbar auch ihr Spielchen spielt. Baby ist schlau und ein sehr guter Beobachter... Die Geschichte fasziniert, doch für meinen Geschmack ist sie zu makaber, zu boshaft und durchtrieben. Keiner der Charaktere ist sympathisch, keinem ist zu glauben oder trauen, ausser dem noch ungeborenem... Und auch der ist vielleicht ein wenig zu neunmalklug. Fazit: eine Leseempfehlung mit Einschränkungen. Amüsant und irritierend. Bitterböse, aber gut. Und natürlich brilliant geschrieben.

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  • In a nutshell.

    Nutshell

    wolkenbruch

    20. November 2016 um 15:04

    I started "Nutshell" without any expectations, and without having read anything about McEwan's latest publication in advance. The more surprised I was during the first couple of pages! "Nutshell" is narrated by a foetus. And if this wasn't unusual enough, the novel is not only about a marriage going downhill, about adultery and betrayal of trust, it is even a classic tale of murder and deceit. Through the perception of Trudy's unborn child, the reader learns about the affair between Trudy and her husband's brother Claude, about how John - the foetus' father and a poet - tries to win his wife back while Trudy and Claude plot how to kill John in order to inherit John's parental home situated in Little John's Wood, London. In the begging I felt some inner resistance to the novel and its unusual narrative strategy. Why would anyone want to put oneself in the position of a foetus on the verge of birth? Is it authentic to let a foetus adopt the language of an intellectual, upper middle class character? How could anyone be so corrupt as to kill the inculpable father of one's unborn child? But, in the course of the narrative, I felt my preconceptions dissolve. It IS an important issue that fetuses experience what their mothers feel and do and it is a challenging but highly interesting narrative perspective. Futhermore, I got captivated by the suspense established around the murder plot and McEwan's artful, partly ironic style of writing. Therefore, from my point of view, a definite recommendation!

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  • "Literarische Meisterwerke" sind nicht mein Ding.

    Nutshell

    Miia

    13. November 2016 um 12:08

    Inhalt:  Trudy has betrayed her husband, John. She's still in the marital home – a dilapidated, priceless London townhouse – but not with John. Instead, she's with his brother, the profoundly banal Claude, and the two of them have a plan. But there is a witness to their plot: the inquisitive, nine-month-old resident of Trudy's womb. Meine Meinung: Dieses Buch hätte ich mir, ehrlich gesagt, niemals selbst gekauft. Ich habe es in einer Überraschungsbox von Lovelybooks erhalten und daher nur deshalb gelesen. Ich wusste eigentlich von Beginn an, dass es nicht unbedingt was für mich ist. Die typischen "literarischen Meisterwerke" reißen mich einfach nicht vom Hocker. Die Schreibweise ist mir meist zu vieldeutig und die Stories zu lahm. Ähnliches erlebe ich auch hier. Die Geschichte wird von einem Säugling erzählt, der noch im Mutterleib lebt. Die Mutter plant mit ihrer Affäre den Mord an ihrem Mann. All das erleben wir aus der Sicht des Kindes. Definitiv eine spannende Art eine Geschichte zu erzählen, auch wenn die Idee nicht ganz neu ist. Ich fand die Umsetzung dennoch gelungen und habe mich auch schnell an die Sichtweise gewöhnt. Etwas wirr fand ich allerdings die eingestreute Gesellschaftskritik. Der Autor kommentiert und kritisiert damit auf sarkastische Art und Weise einige Entwicklungen in unserer Welt. Das ist eigentlich ganz gut gemacht, aber aus der Babysicht finde ich es dann doch irgendwie wirr und abstrus. Für mich passt das nicht so richtig zusammen. Babys sind für mich unschuldig, naiv, völlig abgegrenzt von den Problemen der Welt - dieses Baby denkt mir einfach viel zu facettenreich. Ja - es ist als Stilmittel vom Autor gedacht, mir persönlich geht das aber etwas zu weit. Dafür fand ich den "Krimianteil", den Mordplan und die Gespräche zwischen Trudy und Claude sehr interessant. Umgehauen hat mich das Buch aber einfach nicht - ich denke, ich bin für die Art Buch einfach nicht geeignet. Ich kann daher auch nur eine solide 3-Sterne-Bewertung abgeben. Fazit: "Literarische Meisterwerke" sind leider nicht so richtig mein Ding. Die Sichtweise ist gewöhnungsbedürftig, aber eine witzige Idee. Der Krimianteil und die Gespräche zwischen Trudy und Claude sehr gut gemacht. Vieles ist mir aber zu abstrus und zu wirr - ich kann daher nur eine solide 3-Sterne-Bewertung abgeben, was aber ggf. auch einfach daran liegen könnte, dass die Art Buch nicht unbedingt für mich gemacht ist. 

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  • Leserunde zu "Nutshell" von Ian McEwan

    Nutshell

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Leser,Zum Ende diesen Monat wollen wir noch eine weitere Leserunde mit euch starten, und zwar Nutshell von Ian McEwan.Ian ist den meisten bestimmt ein Begriff und vielleicht hat der ein oder andere auch schon von seinem neuen Buch gehört. Es gibt dieses mal nämlich eine etwas andere Art von Erzähler...DAS BUCHTrudy has betrayed her husband, John. She's still in the marital home – a dilapidated, priceless London townhouse – but not with John. Instead, she's with his brother, the profoundly banal Claude, and the two of them have a plan. But there is a witness to their plot: the inquisitive, nine-month-old resident of Trudy's womb.Told from a perspective unlike any other, Nutshell is a classic tale of murder and deceit from one of the world’s master storytellers.DER AUTORIan McEwan is a critically acclaimed author of short stories and novels for adults, as well as The Daydreamer, a children's novel illustrated by Anthony Browne. His first published work, a collection of short stories, First Love, Last Rites, won the Somerset Maugham Award. His novels include The Child in Time, which won the 1987 Whitbread Novel of the Year Award, The Cement Garden, Enduring Love, Amsterdam, which won the 1998 Booker Prize, Atonement, Saturday, On Chesil Beach, Solar, Sweet Tooth and The Children Act.Ich verlose wieder 25 Exemplare. Gewinnen kann jeder, erzählt mir einfach wie euch die Art des Erzählens gefällt.Hier geht’s zur Leseprobe.Viel Erfolg und liebe Grüße,Svenja

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    • 255
  • Ein ungewöhnlicher Ausblick

    Nutshell

    kassandra1010

    30. October 2016 um 09:52

    Wenn ein Säugling aus dem Bauch heraus einen Blick auf unsere Welt wirft, was kommt dabei heraus? Ian McEwan schildert uns mit seinem Roman „Nutshell“ einen eher unerwarteten „Ausblick“. Das ungeborene Kind muss miterleben, wie seine eigene Mutter mit dem Bruder seines Vaters gemeinsame Sache macht und den Vater ermorden um an das Erbe zu gelangen. Das Ungeborene betrachtet die Welt in der wir leben mit ungeheurer Wissbegier und vertritt anfangs noch die Meinung seines Vaters. Doch die Mutter ist und bleibt die Mutter und die Sorge ist groß, denn der Bruder wirkt nicht gerade vertrauensvoll. Die Zugeständnisse seitens des Ungeborenen geraten ins Schwanken. Es stellt sich stets die Frage, wem kann man vertrauen und wer beschützt einen vor dieser Welt? Festzustellen bleibt, dass die Gier nach Macht und die Gier nach Geld die Welt regieren und man stets für sich selbst verantwortlich ist.

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  • Kindermund

    Nutshell

    conneling

    16. October 2016 um 22:39

    Inhaltsangabe/ Klappentext:  Trudy has betrayed her husband, John. She's still in the marital home – a dilapidated, priceless London townhouse – but not with John. Instead, she's with his brother, the profoundly banal Claude, and the two of them have a plan. But there is a witness to their plot: the inquisitive, nine-month-old resident of Trudy's womb. Told from a perspective unlike any other, Nutshell is a classic tale of murder and deceit from one of the world’s master storytellers.Trudy ist schwanger mit dem Kind vom Bruder ihres Mannes, und wir lesen nun die Geschichte rund um Trudy, ihre Männer und ihre Verfehlungen aus den Augen eines ungeborenen Babys direkt aus dem Mutterleib.Die Art von Ian McEwan zu schreiben mag ich sehr gerne, er schafft es den Leser am Ball zu halten und immer wieder zu überraschen, was ihm auch mit "Nutshell" hervorragend gelungen ist. Eine Geschichte aus der Sicht des ungeborenen Babys zu schreiben ist genial, lustig aber auch erschreckend. Der Alkoholkonsum von Trudy ist schlimm als schwangere Frau, aber aus dieser Sicht noch viel schlimmer. Beim Lesen musste ich immer wieder schmunzeln aber auch sehr viel nachdenken, denn manches kann man einfach nicht verstehen.Schwarzer Humor, Sarkasmus und auch Ironie werden sehr gut eingesetzt, das Buch, welches ich im englischen Original gelesen habe, lässt sich leicht und flüssig lesen, bringt einen aber sehr oft zum nachdenken. Sehr interessant zu lesen wie das Baby seine Familie betrachtet und beurteilt, bevor es überhaupt geboren ist.Wieder ein Buch von Ian McEwan welches mich begeistern konnte, sehr empfehlenswert wen man Sarkasmus und schwarzen Humor mag.

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  • eine ungewöhnliche und außergewöhnliche Perspektivenwahl

    Nutshell

    katrin297

    14. October 2016 um 20:08

    Der Roman "Nutschell" ist ein weiteres geniales Buch von Ian McEwan. Es ist aus der Persktive eines ungeborenen Kindes beschrieben, dass alles mitkriegt, da es ganz genau zuhört. Er liefert uns hiermit eine ganz neue Perspektive. Wahnsinnig spannend.Der Schreibstil ist mal wieder sehr schön und das Baby betrachtet seine eigene Familie mit viel Sarkusmus, Ironie und schwarzem Humor. Es ist keine Geschichte mit Happy End und es ganz gewiss nicht rosig die Welt in der das Baby aufwachsen soll.Der Alkholismus und die Sexpraktiken wirken sehr schockierend auf den Leser, weil es ja aus der Perspektive eines ungeborenen Kindes erzählt wird.Ein wirklich schöner Roman, ungewöhnlich, durch die Perspektive, aber genau deswegen außergewöhnlich!

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    • 2
  • Mixed Feelings

    Nutshell

    darklittledancer

    12. October 2016 um 17:52

    His home is his mother Trudy’s womb and he has already been in here for about nine months. It is at this point in his life when he notices his mother and her lover Claude making plans to murder someone and his options to interfere are very limited. Nutshell is told from the perspective of an unborn boy. This young tot spends his time listening. He listens to conversations going on around him and he listens to podcast lectures, self-improving audio books and the BBC World Service. This is why he has an impressive word range that would put most grown-ups to shame. The way he expresses himself, however, isn’t very authentic. To me, this isn’t the voice of an educated unborn, it is the voice of an educated, adult narrator – the voice of Ian McEwan. The plot of Nutshell is inspired by Hamlet and the plot structure reminds me of Freytag’s Pyramid with exposition, rising action, climax, falling action and resolution. That does, however, depend on what you think the climax is. In my opinion, it is an outstanding monologue by the baby boy’s father John. After this climax, the plot just takes its course and there isn’t much suspense. Since I read The Children Act two years ago, I have to say that I think Ian McEwan could have done a better job with Nutshell. Don’t get me wrong, this novel reads well and is written in brilliant prose, but there has to be a way to find an authentic voice for our little baby boy that doesn’t sound like the author himself. Nevertheless, I’m glad I read Nutshell. This way I had the chance to read this wonderful monologue I was talking about earlier. So if you’re curious about life from the perspective of an unborn infant and a very special monologue, you might as well start reading now.

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  • Das Baby im Bauch!

    Nutshell

    Nelebooks

    11. October 2016 um 20:55

    Allgemein: Das Cover spricht mich leider gar nicht an - ich finde es nicht schön. Der Schreibstil ist sehr locker, luftig, flüssig und lustig. Meinung: Die Erwachsenen der Geschichte sind einfach alle unsympathisch und die Eltern des Babys sind keine Eltern, die ich mir wünschen würde. Die Charaktere sind aber allesamt sehr gut ausgearbeitet. Das Baby, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, wird immer cooler. Diese Erzählperspektive war für mich mal etwas anderes und sehr unterhaltsam. Das Buch hat mich teilweise zum Schmunzeln und Lächeln gebracht. Unerwartete Wendungen und Geschehnisse machen das Ganze noch überraschend. Stellenweise empfand ich es jedoch auch als etwas langatmig. Ich hatte bisher noch kein Buch von Ian McEwan gelesen, bin aber nun motiviert, dies zu ändern :-) Fazit: Ein interessantes empfehlenswertes Buch! (c) Nelebooks

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    • 2
  • a classic tale of murder and deceit - aus der Sicht eines Ungeborenen

    Nutshell

    Mrs. Dalloway

    07. October 2016 um 12:15

    Ich bin schon lange ein großer Fan von Ian McEwan und habe bereits einige Bücher von ihm gelesen, zum Teil privat und zum Teil für die Uni. Mit Nutshell konnte er mich ein weiteres Mal überraschen. Ich halte ihn für einen großartigen Erzähler, der jedes Buch zu einem Unikat macht. Hier erzählt er die Geschichte aus der Sicht eines ungeborenen Babys aus dem Mutterleib heraus. Dessen Eltern sind nicht gerade so wie man sich perfekte werdende Eltern vorstellt, zumal die Mutter ordentlich beim Alkohol zulangt und sich mit dem Bruder des Kindsvaters vergnügt. Die beiden schmieden einen Plan, den das Kind natürlich mitbekommt und kommentiert.Diese Perspektive war absolut neu für mich und ich finde sie sowas von gelungen! Dabei bedient sich das Kind eines unglaublichen und bitteren Humors, dass es eine Freude ist, die knapp 200 Seiten zu verschlingen.Es ist allerdings kein Kinderspiel, dieses Buch. Einige Sätze sind schon sehr verschachtelt und ich kannte auch viele Wörter nicht, aber ich kann nur sagen: es lohnt sich auf jeden Fall! McEwan Fans werden ihre gewohnte Freude an diesem Buch haben.

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  • Die Welt aus Babys Sicht...

    Nutshell

    Zwillingsmama2015

    29. September 2016 um 19:51

    "Nutshell" von Ian McEwan ist mein erstes Buch des Autors und auch seit langem mal wieder ein Buch auf englisch (in seiner Originalfassung) - ich hatte erst ein paar Bedenken, ob es mit dem lesen funktionieren wird, aber das Buch lässt sich wirklich gut lesen und viel erklärt sich aus dem Kontext. Warum wollte ich denn "Nutshell" gerne lesen? Zum einen ist die Sicht eines ungeborenen Babys für eine schwangere Frau schon sehr interessant, und auch das Cover mit dem Ungeborenen in der Nussschale ist sehr hübsch. Aßerdem klang die Inhaltsangabe schon sehr humorvoll und spannend. Ian McEwan schreibt toll. Es lässt sich gut lesen und er hat eine tolle Art gefunden, wie das Baby voller Ironie und Sarkasmus auf seine Eltern, ihre Streitereien, die Umstände in dem es "lebt" und auf alles war es so mitbekommt blickt.Der Autor hat es auch geschafft das Baby als einzigen Charakter wirklich liebenswert erschienen zu lassen - was bei der Familie aber auch kein Wunder ist. Wer auf ausgefallene Geschichten steht, die voller Humor sind und auch nach dem lesen noch in einem nachklingen, sollte sich "Nutshell" genauer ansehen! Bei mir wird es bestimmt nicht das letzte Buch von McEwan gewesen sein. Sarkasmus pur - direkt aus der Nussschale!

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    • 2
  • Sarkastisch und bissig!

    Nutshell

    wandablue

    29. September 2016 um 10:37

    Sarkastisch und bissig! In "Nutshell" wird die Welt erklärt. Aus Sicht eines männlichen Embryos, der in Trudy haust. Früher trudelte „es“ sorglos im Ozean der Fruchtblase dahin, jetzt ist es schon sehr eng im mütterlichen Gehäuse. Aber bevor das Baby schlüpft, passieren besorgniserregende Dinge. Was „es“ über die Welt lernt, lernt es von Trudy, Claude und John, seinen Bezugspersonen und vom Radio. Ian McEwan bleibt in der engen Welt der „Nussschale“, wirft von dort aus einen Blick sowohl auf das Unmittelbare sowie auf die Beschaffenheit der Welt. Dabei ist es natürlich nicht möglich, deren Sosein gründlich zu analysieren oder in die Tiefe zu gehen, aber ein sarkastischer Rundumschlag, das ist allemal drin. So wird die Geschichte von dem Baby, das mit sich selbst, seinem Überleben und seinen Erzeugern i.w. S. beschäftigt ist, gleichzeitig zu einer listigen Abrechnung dessen, was nicht so stimmt im Universum. Fazit: Vergnüglich! Kategorie: Gute Unterhaltung, HumorVerlag: Jonathan Cape, 2016

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    • 3
  • Aus dem Bauch heraus scharfsinnig beobachtet

    Nutshell

    hundeliebhaber

    28. September 2016 um 14:28

    Die schwangere Trudy hat ihren Ehemann John mit dessen Bruder Claude betrogen. Die Brüder unterscheiden sich voneinander wie die Nacht vom Tag: John ist ein idealistischer Poet, der ganz in der Dichtugn aufgeht, und Claude ein dümmerer, plumper Mann, für den Geld und Sex eine große Rolle spielen. Trudy und Claude wollen sich das Haus unter den Nagel reißen - da es jedoch John gehört, soll der sterben. Das Paar macht sich nun an die Mordpläne, die außer dem Baby keine weiteren Zeugen haben.Die Erzählperspektive ist sehr ungewöhnlich gewählt und war der ausschlaggebende Punkt für mich "Nutshell" zu lesen. Da das Baby im Bauch der Mutter ist und sich seine Wahrnehmung auf mitgehörte Gespräche und die körperlichen Signale Trudys beschränkt, ist die geschilderte Sicht sehr einseitig. Doch gerade diese Einseitigkeit macht die Geschichte aus. Das Baby erzählt, was es hört, deutet alles setzt es in seinen bisher gewonnenen Horizont. So bekommen die Erwachsenen Charakterzüge und typische Verhaltensweisen zugeschrieben, die ihr Handeln bestimmen. Ian McEwan mischt diese scharfsinnige Beobachtungsgabe mit schwarzem Humor, der beispielsweise den Alkoholkonsum und die Sexpraktiken während der Schwangerschaft schildert, und kreiert so einen sehr eigenen Stil. "Nutshell" zeigt menschliche Abgründe, die bis zum Äußersten führen und verpackt sie in die Wahrnehmung eines ungeborenen Säuglings, was die Härte wieder relativiert und so stellenweise zum Lachen motiviert. Allerdings kann das Lachen durch die geschilderte Abgebrühtheit und die Kälte, die dem Kind entgegengebracht wird, geschmälert werden.Ian McEwan hat hier einen fantastischen Roman geschrieben, der eine nicht ungewöhnliche Geschichte erzählt - das allerdings aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Und auch, wenn der Säugling über einen für ihn wahrscheinlich nicht typischen Verstand und Weltwissen verfügt, habe ich dem Autor jedes Wort abgenommen.

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  • Einzigartig und fesselnd

    Nutshell

    kabalida

    27. September 2016 um 18:09

    Nutshell Inhalt :Die Geschichte ist wirklich toll gemacht. Schon allein die Tatsache, dass ein Ungeborenes die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, macht das Buch lesenswert. Man wird von Anfang an gefesselt und durch unvorhergesehenen Wendungen überrascht. Figuren :Die Figuren sind gut gemacht. Auch hier wird man als Leser des öfteren überrascht. Wenn man glaubt zu wissen wie eine Person ist oder wie sie handeln wird, wird man eines Besseren belehrt. Am sympathischsten war das Ungeborene Kind, denn seine naive Art und sein schwarzer Humor machte ihn einfach nur liebenswürdig. Zu den anderen Figuren will ich nicht zu viel verraten, da man sich als Leser überraschen lassen sollte. Da diese Figuren auch mal für die eine oder andere Überraschungen zuständig sind. Schreibstil :Der Schreibstil ist wirklich angenehm und flüssig, auch wenn man manchmal einige englische Worte nachschlagen musste oder sehr lange Sätze nochmal lesen musste. Fazit :Ein überragendes Buch, dass durch Spannung und einer einzigartigen Erzählperspektive überzeugen kann. 

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    • 2
  • Bitterböse und schwarz!

    Nutshell

    Petris

    26. September 2016 um 14:45

    Der erste Roman, den ich von McEwan las war Abbitte. Ich war total begeistert. Seither zählt er zu jenen Autoren, von denen ich versuche, alles zu lesen, was sie schreiben. Er zählt auch zu jenen Autoren, die mich mit jedem neuen Buch wieder überraschen und die sich in jedem Roman neu erfinden. Abbitte ist völlig anders als Honig, das wiederum unterscheidet sich sehr von Kindeswohl und in Nutshell ist ihm wieder etwas völlig Neues gelungen. Schon die Erzählstimme ist ungewöhnlich. Das ungeborene, offensichtlich ungeliebte Kind erzählt aus seiner eingeschränkten Wahrnehmung heraus. Es kann nur hören, ahnen und die Emotionen der Mutter interpretieren. Und so erzählt es die Geschichte. Trudy hat ihren Ehemann John, einen Dichter und Idealisten mit dessen oberflächlichen, schalen Bruder Claude betrogen und möchte mit diesem zusammenleben. Gemeinsam schmieden sie einen Mordplan. Einziger Mitwisser, der kleine Sohn im Bauch Trudys. Aus diesen Zutaten schmiedet McEwan eine bitterböse Komödie. Es geht um Dummheit, um Künstler, um Oberflächlichkeit, Gier, auch ein wenig um Liebe. McEwan versucht erst gar nicht nett zu sein, es scheint es zu genießen, einmal so richtig böse und voller schwarzen Humor zu schreiben. Die Mutter trinkt, das Haus ist versifft, man plant einen Mord und fühlt sich nicht schuldig und John rezitiert Gedichte,… Das Ganze ergibt Spannung auf hohem Niveau. Wird der Plan gelingen? Gelingt es dem Baby, den beiden das Handwerk zu legen? Ist wirklich alles so, wie es scheint? Bis zum Schluss wird der Leser immer wieder auf neue Fährten geführt und verwirrt. Einfach großartig gemacht. Ich habe den Roman mit großem Vergnügen gelesen, auch wenn einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt. Bitterböse und schwarz. Aber einfach genial! Muss man lesen.

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    • 3
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