Ian McEwan The Children Act

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Inhaltsangabe zu „The Children Act“ von Ian McEwan

Fiona Maye is a leading High Court judge, presiding over cases in the family court. She is renowned for her fierce intelligence, exactitude and sensitivity. But her professional success belies private sorrow and domestic strife. There is the lingering regret of her childlessness, and now, her marriage of thirty years is in crisis.§§At the same time, she is called on to try an urgent case: for religious reasons, a beautiful seventeen-year-old boy, Adam, is refusing the medical treatment that could save his life, and his devout parents share his wishes. Time is running out. Should the secular court overrule sincerely held faith? In the course of reaching a decision Fiona visits Adam in hospital an encounter which stirs long-buried feelings in her and powerful new emotions in the boy. Her judgment has momentous consequences for them both.§

Ein Lesevergnügen in jeder Zeile bei einem ernsten Konflikt.

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

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  • Let's read in English 2015

    TinaLiest

    TinaLiest

    New year, new reading challenge: Let's read in English 2015! You love reading in English and you would like to read more English books? We have the perfect reading challenge for you: our Let’s read in English Challenge! No matter how good your English skills are - don't be shy, join the fun and read some thrilling books in the original! Every month you have the chance to join a reading group for a funny, thrilling or romantic novel published by Penguin Random House UK, to discuss it with other readers in German or English and to earn points for writing a review. Also, you can earn points for every review you write about an English book (either in German or English). Thereby, you're totally free in your choice of books: there are no restrictions concerning author, genre, publisher or publishing date. You can find further information on the challenge and the prices here! Every month we will count your points and update the ranking on the website Let's read in English Challenge. It is important that you post the links to your reviews here. Reviews that aren't linked here will not be counted. Of course you can also chat with others, recommend books and ask questions in this topic. If you have specific questions about the challenge, feel free to write me a message! Now everything that is left to say: Ready, set, go! Let's start a year full of books and English and literature! Have fun! :)

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  • Ian McEwan - The Children Act

    The Children Act
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    06. May 2015 um 21:07

    Im Beruf erfolgreich haben Fiona und ihr Mann ihre Ehe etwas vernachlässigt. Mit fast 60 sind sie kinderlos geblieben und ihr Mann sucht plötzlich Trost bei einer Jüngeren. In diesem emotionalen Tohuwabohu kommt der Familienrichterin ein schwerer Fall auf den Tisch. Der 17-jährige Adam Henry benötigt dringend eine Bluttransfusion, sonst wird er innerhalb weniger Tage sterben. Die Eltern lehnen dies aus religiösen Gründen ab, das Krankenhaus fordert die notwendige Behandlung ein. Adam scheint mit seinem Schicksal abgeschlossen und Fiona muss eine Entscheidung treffen. Die Aussagen vor Gericht sind ihr zu vage, sie besucht den Jungen kurzerhand und trifft auf einen unglaublichen Menschen, der seine Spuren bei ihr hinterlässt. Fest in seinem Glauben und dennoch voller Tatendrang und Lebenswille – kann sie dem ein Ende bedeuten? Einmal mehr gelingt es Ian McEwan mit einer unglaublich dichten Erzählung, die minutiös die Figuren begleitet eine einzigartige Stimmung zu schaffen und den Leser gefangen zu nehmen. Der starke Auftakt des persönlichen Dramas Fionas, das sie ausblendet ist schon sehr gelungen, jedoch läuft er in der Schilderung der Gerichtsverhandlung und noch mehr im Gespräch zwischen Fiona und Adam zur Höchstform auf. Die Sensibilität und Feinfühligkeit, die er seinen Figuren verleiht, die so verschieden sind und doch ähnlich. Wie er Poesie und Musik instrumentalisiert, um durch die die Emotionen fließen zu lassen und den gefühlsmäßigen Ausnahmezustand darzustellen, kann kaum übertroffen werden. Dies gelingt ihm am Ende des Buches mit der Konzertszene ein weiteres Mal und sucht seinesgleichen. Einige kleine Längen in der zweiten Hälfte, die aber zur verstreichenden Zeit passen, können das Leseerlebnis nicht trüben. Die Themenwahl ist mutig. Einen solchen Konflikt zwischen religiöser Überzeugung des einzelnen und Wahrung der individuellen Glaubensrechte einerseits und der überreligiösen Menschenrechte und Überzeugungen der notwendigen lebenserhaltenden Maßnahmen auf der anderen, der den Autor zwingt eine Entscheidung zu fällen und sich zu positionieren, ist nicht ohne Risiko. Die Lösung kann überzeugen, juristisch dürfte sie wasserdicht sein und tief in diesem Konflikt als Leser steckend, nimmt man sie an – nicht ahnend, welche Folgen sie haben wird. Fazit: einmal mehr ein überragender Roman eines herausragenden Autors.

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  • schwierig...

    The Children Act
    Erdana

    Erdana

    01. May 2015 um 19:16

    Als Ian Mc Ewan Fan muss ich leider sagen, dass mich seine letzten beiden Bücher etwas enttäuschen. "The Children Act" beschäftigt sich zwar mit der überaus spannenden ethischen Frage der Richtigkeit in der Rechtssprechung, jedoch macht der Autor es dem Leser nicht leicht, dieses Buch zu mögen. Es sind einige Passagen darin, die sich "ziehen", und die Figur der Richterin bleibt mir unsympathisch (vielleicht vom Autor so gewollt). Auf Englisch ist dieses Buch übrigens eher was für Fortgeschrittene.

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  • Leserunde zu "The Children Act" von Ian McEwan

    The Children Act
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Ian McEwan überzeugt seine Leser weltweit mit seinem herausragenden literarischen Talent. Sein neuer Roman THE CHILDREN ACT befasst sich mit einem ernsten Thema und bietet uns Lesern einen wirklichen Denkanstoβ. Zur Veröffentlichung seines neuen Roman möchten wir gern mit Euch eine Leserunde starten und verlosen 25 Bücher im englischen Original. Hier zum Inhalt Fiona Maye is a leading High Court judge, presiding over cases in the family court. She is renowned for her fierce intelligence, exactitude and sensitivity. But her professional success belies private sorrow and domestic strife. There is the lingering regret of her childlessness, and now, her marriage of thirty years is in crisis. At the same time, she is called on to try an urgent case: for religious reasons, a beautiful seventeen-year-old boy, Adam, is refusing the medical treatment that could save his life, and his devout parents share his wishes. Time is running out. Should the secular court overrule sincerely held faith? In the course of reaching a decision Fiona visits Adam in hospital – an encounter which stirs long-buried feelings in her and powerful new emotions in the boy. Her judgment has momentous consequences for them both. Zum Autoren Ian McEwan is a critically acclaimed author of short stories and novels for adults, as well asThe Daydreamer, a children's novel illustrated by Anthony Browne. His first published work, a collection of short stories, First Love, Last Rites, won the Somerset Maugham Award. His novels include The Child in Time, which won the 1987 Whitbread Novel of the Year Award, The Cement Garden, Enduring Love, Amsterdam, which won the 1998 Booker Prize, Atonement,Saturday, On Chesil Beach, Solar and Sweet Tooth. Jetzt einfach bewerben und der Lostopf wird wie immer entscheiden!  Die Sprache bei unseren Leserunden ist völlig Euch überlassen.

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    • 262
  • The Children Act

    The Children Act
    Blaustern

    Blaustern

    20. February 2015 um 14:17

    Fiona ist mit ihren 59 Jahren zu einer angesehenen Richterin am Familiengericht geworden. Ihre Karriere war ihr immer sehr wichtig, und in dem Fällen ihrer Urteile geht sie ganz genau und sachlich vor. Dabei gehen natürlich nicht alle Urteile spurlos an ihr vorüber, schließlich ändert sich so das Leben einiger Menschen drastisch. Und so nimmt sie auch nach Arbeitsschluss noch ihre Entscheidungen und deren Schicksale aufgewühlt mit nach Hause und macht sich darüber allein Gedanken. Ihren Ehemann Jack lässt sie dabei meist auch außen vor, und durch ihre Karriere ist diese Ehe kinderlos, obwohl sie Kindern nie abgeneigt waren. Trotzdem verläuft die Ehe harmonisch, bis ihr Mann ihr eröffnet, eine Affäre mit einer anderen Frau anfangen zu wollen. Beschämt stürzt sich Fiona weiter in ihre Arbeit und wird zeitgleich mit einem neuen Fall betraut. Adam Henry. Er ist leukämiekrank und bräuchte dringend eine Bluttransfusion, um am Leben zu bleiben. Doch sein Glauben an die Zeugen Jehovas hält ihn davon ab. Da er jedoch die Volljährigkeit noch nicht ganz erreicht hat, ist dies nicht seine Entscheidung. Fiona beschließt, entgegen ihrer sonst so sachlichen Art, diesen Jungen zu treffen, was ihr weiteres Leben enorm verändern wird. In diesem Roman werden verschiedene Themen angesprochen, mit denen sich der Autor während des Geschehens und in den Köpfen seiner Protagonisten auseinandersetzt. So erleben wir mit, was ein Großteil der Geschichte ausmacht, wie es in der Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere aussieht und lernen sie so ausgiebig kennen. Beispielsweise verfolgt man sehr gut Fionas Innenleben während ihrer Ehekrise, wie sie alles hinterfragt und ihre Emotionen ständig wechseln. Die Sprache wirkt ziemlich verdichtet und lebt von seinen gedämpften Tönen, aber es berührt und packt einen unheimlich. Allerdings ist es keine leichte Kost für zwischendurch.

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  • Sher interessant und berührend

    The Children Act
    duceda

    duceda

    03. January 2015 um 14:26

    Inhaltsangabe (Englisch): Fiona Maye is a leading High Court judge, presiding over cases in the family court. She is renowned for her fierce intelligence, exactitude and sensitivity. But her professional success belies private sorrow and domestic strife. There is the lingering regret of her childlessness, and now, her marriage of thirty years is in crisis. At the same time, she is called on to try an urgent case: for religious reasons, a beautiful seventeen-year-old boy, Adam, is refusing the medical treatment that could save his life, and his devout parents share his wishes. Time is running out. Should the secular court overrule sincerely held faith? In the course of reaching a decision Fiona visits Adam in hospital – an encounter which stirs long-buried feelings in her and powerful new emotions in the boy. Her judgment has momentous consequences for them both. Meine Meinung: Das Cover finde ich sehr interessant, es ist zwar schlicht gehalten, aber trotzdem macht es einen neugierig und das Bild passt gut zur Geschichte. Besonders gefallen hat mir, wie sich der Schutzumschlag anfühlt, das ist irgendwie gar nicht zu beschreiben, aber toll und die goldenen Buchstaben, die in den Umschlag hineingeprägt sind, sind auch etwas ganz Besonderes. Der Titel gefällt mir auch gut, er passt und macht neugierig. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, ist das Buch nicht wie andere gebundene Bücher, die Buchrücken sind viel dicker und ich bin mir sicher, dass man sich dabei echt was gedacht hat. Die Aufmachung ist also richtig gut und mein erster Eindruck somit super!  Der Schreibstil war auch ganz okay, mit dem englisch bin ich ganz gut klargekommen, auch wenn ich öfters den Eindruck hatte, dass es sehr formal geschrieben war, was die Sache etwas erschwert hat.. Aber naja es ging. Man konnte sich ganz gut in die jeweilige Situation hineinversetzen und die Handlung gut verfolgen. Anfangs hatte ich echt so meine Schwierigkeiten, so richtig in die Geschichte hineinzufinden, aber mit der Zeit hat das dann besser geklappt und das Lesegefühl hat sich auch verbessert. Die Charaktere fand ich okay, ich fand es schwer, mich in die Figuren hineinzuversetzen, was aber vermutlich eher an der anderen Sprache lag als an der Beschreibung, aber ich konnte sie mit der Zeit immer besser verstehen und ihre Gedanken und Handlungen besser nachvollziehen. Die Charaktere waren sehr eigenständig und vor allem auch sehr interessant und sie haben die Geschichte schön gestaltet. Die Geschichte an sich fand ich auch interessant und schön, normalerweise finde ich es ja nicht so interessant, in Büchern etwas über Jura und so weiter zu lesen, aber der Autor hat das hier wirklich sehr spannend und fesselnd beschrieben,. So dass ich mit der Thematik überhaupt keine Probleme hatte. Aber auch das Privatleben von Fiona fand ich sehr interessant und fesselnd beschrieben, es war spannend, das alles mitzuverfolgen und ich konnte alles gut verstehen. Und auch die Sache zwischen ihr und Adam war immer total berührend und interessant beschrieben, das Thema war super und ich konnte das Buch zwischendurch gar nicht mehr aus der Hand legen. Insgesamt eine ganz interessante Geschichte, die zwischendurch zwar ihre Längen hatte, aber es trotzdem geschafft hat, mich auch auf Englisch zu begeistern. 4 Sterne und eine Leseempfehlung von mir! 

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  • Regelwerk

    The Children Act
    alasca

    alasca

    Regelwerk Fiona Maye ist eine Säule der Gesellschaft: Als Familienrichterin bekannt für ihre klugen, präzisen und obendrein elegant geschriebenen Urteile hat sie mit ihren 59 Jahren einen fast schon salomonischen Grad an richterlicher Weisheit erlangt. Zu ihrem heimlichen Kummer kinderlos geblieben, lebt sie in harmonischer Ehe mit dem Historiker Jack und widmet sich in ihrer knappen Freizeit dem klassischen Klavierspiel, während Jack eher dem Jazz zugeneigt ist, den Fiona zu ihrem Bedauern nicht spielen kann: „No pulse, no instinct for syncopation, no freedom … Respect for the rules.“ Die Harmonie wird empfindlich gestört, als Jack, ganz klassische Midlife Crisis, ihr eröffnet, er gedenke eine Affäre mit einer 38jährigen zu beginnen: „I love you, but before I drop dead, I want one big passionate affair.“ Typisch für McEwans Ironie, dass dieses romantische Ziel ausgerechnet mit einer Statistikerin angesteuert werden soll; man ahnt gleich, das kann nicht funktionieren. Gedemütigt und erschüttert versucht Fiona, weiterhin in ihrem anspruchsvollen Job zu bestehen und muss feststellen, dass ihr all die professionelle Weisheit und Erfahrung im Umgang mit entzweiten Paaren nicht zu der nötigen Gelassenheit in der persönlichen Krise verhilft. Im Gegenteil, sie findet sich wieder „down there with the rest, swimming with the desolate tide.“ Wie immer ist McEwans Figurenzeichnung meisterlich, seine Sprache dicht und ziseliert bis ins letzte Komma. Wieder erstaunte mich, wie verblüffend gut er sich in eine weibliche Psyche hineinversetzen kann. Fionas innerer Aufruhr, ihre Wut, Demütigung, ihr Versuch, gelassen zu bleiben, ebenso wie ihre Analyse der möglichen Gründe der Ehekrise, all das ist glaubwürdig und authentisch. Er schreibt über diese rationale Frau, die über ihre Gefühle nicht sprechen kann, mit spürbarer Sympathie; offenkundig mag und respektiert er seine Protagonistin, bzw. das, wofür sie steht: Fiona gehört zu den rechtschaffenen Arrivierten, die sich von ihrem beruflichen Erfolg nicht haben korrumpieren lassen, sondern immer noch ein empfindsames Gewissen besitzen, an dem sie ihre Handlungen messen. Zur Illustration von Fionas Alltag lässt der Atheist McEwan eine Phalanx von Fällen aufmarschieren, deren Gemeinsamkeit jeweils im Konflikt zwischen den Glaubenssätzen der Eltern und dem Kindswohl besteht. Seine detailreiche Darstellung der jeweiligen Fälle zeigt, wie fasziniert er von dem komplexen, stets um das Beste bemühten, trotzdem fehlbaren Rechtssystem ist, von dem in einem Rechtsstaat so viel abhängt. Als es schließlich um den Fall des Teenagers geht, der lieber sterben will als eine Bluttransfusion zu akzeptieren, wird es spannend wie in einem Grisham-Reißer. Natürlich ist kein anderer Urteilsspruch möglich als der, der das Leben des jungen Mannes rettet, und natürlich widersteht McEwan der Versuchung, die fehlgeleiteten Eltern, Zeugen Jehovas, zu überzeichnen. Adam (der mich an gewisse Elfen- oder Vampirgestalten aus weit weniger literarischen Werken erinnert hat), nicht Jack, ist es letztlich, der Fiona an ihre emotionale Grenze bringt. Die Beziehung zwischen Fiona und Adam gelangt an einen Punkt, an dem ich mich fragte, wie McEwan aus dieser Nummer ohne Geschmacklosigkeiten wieder herausfinden will – und hier hätte seine allzu elegante Auflösung mehr Biss vertragen können. Umso überzeugender, dass Fiona, die Adams juristische Rettung gewesen ist, auf der menschlichen Ebene scheitert: Das, was sie im Beruf so erfolgreich gemacht hat, das strikte Befolgen von Regeln, wird Adam zum Verhängnis. Die Kritik hat McEwans neuen Roman mehrheitlich als zu glatt und bürgerlich verworfen. Ich habe ihn ganz anders gelesen – es ist ein Buch über die Grenzen der Objektivität, über das Scheitern im Erfolg, vor allem aber über die Feigheit der Moral. Großartig zu lesen, mitreißend wie ein Justizthriller. Chapeau!

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    • 3
  • Familienrechte vs. Privatprobleme

    The Children Act
    DaniB83

    DaniB83

    06. December 2014 um 23:47

    Das letzte Buch, das ich auf Englisch gelesen habe, ist doch schon einige Zeit her, was aber nicht bedeutet, dass ich in dieses schwer hineingefunden habe. Im Gegenteil: Wer der englischen Sprache halbwegs mächtig ist, aber sich oft nicht über ein Buch drüber traut, dem kann ich dieses echt nahelegen, denn der Sprachstil ist einfach ein Traum. So schnell, wie ich in Fionas Welt eingetaucht bin, war ich auch schon wieder mit dem Buch fertig. Ein geniales Werk! Worum geht es? Fiona Maye ist Richterin am High Court in London und spezialisiert für Familienrecht. Dass es da schon mal etwas heftig zur Sache gehen kann, sei vorausgeschickt. Ihr Mann Jack, mit dem sie seit über dreißig Jahren verheiratet ist, verhält sich plötzlich sonderbar und möchte ihren Segen für eine Affäre mit einer sehr jungen Dame. Den Kopf eigentlich ganz wo anders, muss Fiona einen äußerst dringenden Fall, bei dem es tatsächlich um Leben und Tod geht, bearbeiten und trifft auf einen fast volljährigen Sohn eines Zeugen-Jehovas-Paares, die die rettende Bluttransfusion vehement ablehnen. Sie setzt, trotz ihrer privaten Probleme, alle Hebel in Bewegung und versucht, die richtige Entscheidung zu treffen – wird sie es schaffen und ihre privaten Probleme außen vor lassen? Zum Buch und Autor Ian McEwan war dieses Jahr Gast beim Festival ‘Literatur im Nebel’ in Heidenreichstein. Leider konnte ich daran nicht teilnehmen, da die Veranstaltung restlos ausverkauft war. Als ich das Buch ‘The Children Act’ gewann, freute ich mich sehr. Noch größer war die Freude allerdings, als mir die Dame vom Penguin-Verlag ein signiertes Exemplar zukommen ließ. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal dafür. Leider kann ich über meinen Blog den genialen Einband (gummiert) des Buches nicht so beschreiben, wie er tatsächlich ist. Man muss das Buch echt in Händen halten – es fühlt sich wie Samt an und ich wollte es schon alleine wegen diesem Material nicht weglegen. Der Autor Ian McEwan hat schon einige Werke auf seiner Liste, darunter namhafte wie ‘Abbitte’, ‘Honig’ oder ‘Liebeswahn’. Im Jänner 2015 erscheint ‘The Children Act’ unter dem Titel ‘Kindeswohl’ auch auf Deutsch, und zwar im Diogenes Verlag.

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  • The Children Act

    The Children Act
    kolokele

    kolokele

    18. November 2014 um 18:12

    Fiona ist Richterin am Familiengericht, verheiratet und lebt das, was man als gut situiertes Leben versteht...allerdings ohne Kinder. Der Beruf ist ein wichtiger Teil ihres Lebens und sie nimmt ihn sehr ernst und ist sich ihrer Verantwortung bewusst, z.B. wenn sie darüber entscheiden muss, ob ein siamesisches Zwillingspaar operiert werden darf, wenn nur durch diese OP das Überleben von zumindest einem der beiden Kinder erreicht werden kann. Das Buch bewegt sich zwischen Fionas Arbeit bei Gericht und ihrer Ehe, in der etwas abhanden gekommen zu sein scheint. Als ihr Mann nicht mehr zu ihr durchdringt, geht er zunächst einmal, vermutlich aus Hilflosigkeit. In diese Situation hinein, wird Fiona mit einer weiteren wichtigen Entscheidung betraut: darf man einem 17jährigen Zeugen Jehovas gegen seinen Willen eine Bluttransfusion geben, wenn davon sein Leben abhängt? Auch hier wägt Fiona ab, entscheidet und diese Entscheidung hat größere Auswirkungen auf ihr Leben als man zunächst vermutet...aber es soll nicht zuviel verraten werden, auch nicht, wie es mit Fiona und ihrem Mann weitergeht. McEwan ist es gelungen, ein eher leises, aber intensives Buch zu schreiben. Es war seit langer Zeit für mich wieder ein Buch in Originalsprache und ich bin damit weitestgehend gut zurecht gekommen, wenn es auch mit besseren Englischkenntnissen sicher literarisch noch ein größeres Erlebnis gewesen wäre. Das Buch hat mich rundum überzeugt und ich werde mich wohl auch noch weiteren Büchern von ihm widmen.

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  • Der neue McEwan!

    The Children Act
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    18. November 2014 um 16:52

    Fiona ist eine erfolgreiche Karrierefrau und Richterin. Doch darunter leidet ihre Ehe, die kinderlos geblieben ist. Aufwind kommt auch in ihr Leben durch den Fall Adam Henry. Der Junge gehört zu den Zeugen Jehovas, wodurch er keine Blut-Transplantation annehmen darf. Die benötigt er aber dringend, da er sehr krank ist. Die Zeit läuft ihnen davon... Wie es bei Ian McEwan üblich ist, geht es hier nicht vordergründig um große Action oder eine fortlaufende Handlung. Nein, vielmehr geht es um die Gedanken und Gefühle der handelnden Charaktere. Wie fühlen sich Fiona und Adam, was geht in ihren Köpfen vor?Und genau das macht die Bücher von Ian McEwan so besonders. Dieses habe ich sehr gern gelesen, da es so still und leise und auf andere Art doch wieder berührend ist. Das Schicksal Adams nimmt den Leser vollkommen in seinen Bann. Das Buch hat zwar nur etwas mehr als 200 Seiten, doch trotzdem habe ich mehrere Tage zum Lesen gebraucht und immer mal wieder eine Pause gemacht und andere Bücher dazwischen gelesen. Englisch spreche ich fließend, dennoch gab es manchmal Vokabelschwierigkeiten, die den Lesefluss aber nicht großartig gestört haben. Achtung: keine ganz so leichte Kost aber absolut lesenswert!

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  • Kinderrechte

    The Children Act
    michaela_sanders

    michaela_sanders

    31. October 2014 um 09:05

    Das Buch handelt um eine 59 jährige Richterin am familiengericht, die entscheiden muss, ob ein Leukämiekranker junge gegen seinen Willen eine Bluttransfusion bekommen soll oder nicht. Als nebenstrang hat eben diese Richterin private Eheprobleme weil der Mann eine Affaire ankündigt. Dem Buch stehe ich sehr zwiespältig gegenüber. Einerseits beeindruckt es durch eine schöne, weiche Sprache ( auch wenn das englisch für einen, selbst gut englisch sprechenden deutschen sehr anspruchsvoll ist) , so dass ich über einige Kapitel voll in dem Buch versunken war. Andererseits gibt es aber auch Kapitel die ich völlig langweilig und langatmig fand, und die daher nur überflog. Nicht so gut gefallen haben mir die großem Lücken in der Zeit. Ich weiß dass ist natürlich jedem author selbst überlassen, wie genau er einzeln Dinge beschreibt und welche Zeitsprünge er macht. Für mich hat es sich aber so angefühlt, dass immer dann wenn es spannend würde, wenn z.b. Eine Auseinandersetzung mit dem Ehemann stattfinden könnte, hört man erst wieder 2 Wochen später von den beiden. Was ist dazwischen passiert? Zum Teil werden auch andere Fälle, die für die Handlung des Buches keine Relevanz haben darstellt. Das hat es etwas langatmig gemacht. Für mich hat der Author leider nicht die Chance genutzt das sehr heikle Thema und die schwierige Entscheidung der Richterin genauer zu beschrieben. Dem Leser wird genauso überraschend wie dem Jugendlichen Patienten das Urteil der Richterin verkündet. Man erfährt nicht ihre Gedanken, warum sie zu dem Urteil gekommen ist, keine inneren Kämpfe ( vielleicht hat man das aber auch gar nicht als Richterin, was sie mir aber nur noch unsympathischer machen würde). Ich kann das Verhalten der Richterin leider schwer nachvollziehen und deswegen bleibt sie mir etwas unsympathisch. Es könnte sein dasss diese Tatsache meine Meinung über das Buch negativ färbt, aber ich kann leider nicht in den allgemeinen Lobgesang einstimmen. Für mich waren es nur 3 Sterne

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  • Wenn eigene Entscheidungen das Leben anderer beeinflussen

    The Children Act
    Wortwelten

    Wortwelten

    28. October 2014 um 23:42

    Fiona ist erfolgreiche Richterin für Familienrecht. Täglich fällt sie Urteile, die enorme Konsequenzen für das Leben eigentlich Fremder haben, Urteile, die ihr nicht immer leicht fallen. Sie wirkt verschlossen, ein wenig kühl fast, und selbst ihren Ehemann Jack lässt sie selten teilhaben an den Gedanken und an der Unruhe, die manche ihrer Fälle in ihr auslösen. Umso überraschter ist sie, als ihre Ehe zu bröckeln beginnt und Jack sie, zumindest vorerst, verlässt. Gleichzeitig wird ihr ein prekärer Fall anvertraut. Der leukämiekranke Adam, den nur wenige Monate von der Volljährigkeit trennen, verweigert eine lebenserhaltende Bluttransfusion, da solch ein medizinischer Eingriff gegen die Glaubenssätze seiner Sekte verstoßen, den Zeugen Jehovas. Nach der ersten Anhörung trifft Fiona eine folgenschwere Entscheidung: Sie beschließt, den Jungen persönlich kennenzulernen. Ian McEwan streift einige Themen in seinem Roman, die er jedoch derart geschickt und subtil miteinander verbindet, dass am Ende eine Einheit entsteht. Da ist, beispielsweise, Jacks und Fionas Kinderlosigkeit, obwohl sie Kinder lieben, doch zu lange schien die Karriere bedeutender. Dazu die Überlegung, was eine Ehe ausmacht, wie schädlich und wie wichtig Offenheit und Ehrlichkeit sind. Da ist die Frage um Entscheidungsfreiheit und der Mündigkeit des Menschen und ob diese tatsächlich vom Alter abhängig ist, trifft doch Fiona eine Entscheidung für den sehr intelligenten, reifen und charmanten Adam, die ihn nur wenige Monate später gänzlich selbst zustünde. Und nicht zuletzt die Frage, wie viel man selbst eigentlich ist, wie viel Freiheit und wie viel von sich selbst man im Laufe seines Lebens aufgibt. Years later, the memory of that ambition could still make her smile. But it continued to haunt her whenever she returned, a hazy notion of renewal, of undiscovered potential in another life, even as her sixtieth birthday approached. (S. 147) Fiona ist sehr detailliert gezeichnet. Aufmerksam, interessiert, klug, aber auch abweisend, wenn sie Gefühle von sich fernhalten muss, um sich zu schützen. Adam fasziniert sie, und auch dieses gegenseitige Interesse wird von McEwan geschickt und glaubwürdig eingefangen. Selbst die juristischen Details, die zwangsläufig in diesen Roman gehören, webt er auf spannende Weise ein, ohne dabei allzu sehr in Überflüssiges abzuschweifen, denn ihre Fälle prägen Fiona. Dazu kommt die Musik, die ein wichtiges Element in dem Romangefüge einnimmt, ist sie doch etwas, dass Fiona und Adam miteinander verbindet. Hearing Adam play stirred her, even as it baffled her. To take up the violin or any instrument was an act of hope, it implied a future. (S. 116) Ein vielschichtiger Roman um den eigenen Willen, die Macht von Entscheidungen und die Notwendigkeit, sich an etwas oder jemandem festhalten zu können.

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  • Für das Wohl des Kindes

    The Children Act
    HarIequin

    HarIequin

    26. October 2014 um 16:34

    Fiona hat es nicht einfach. Ihr Mann Jack möchte von ihr die Erlaubnis zu einer außerehelichen Affäre und in ihrem Beruf als Richterin muss sie schwierige Entscheidungen treffen, die manchmal über Leben und Tod entscheiden. Einer dieser Fälle ist Adam Henry, ein 17-jähriger an Leukämie erkrankter Junge. Er und seine Eltern verweigern die lebensnotwendige Bluttransfusion, weil es dem Glauben der Zeugen Jehovas widerspricht. Fiona hat nur 24 Stunden Zeit und entgegen ihrer sonstigen Art beschließt sie, Adam im Krankenhaus zu besuchen. Meinung Nicht mein erster Roman von McEwan, aber der Erste in englisch. Sprachlich ist das Buch gewohnt bildlich und facettenreich. Was soll ich groß sagen? McEwan kann einfach wunderbar schreiben, fertig. Als wäre seine Sprache nicht schon so zauberhaft genug, verbindet er sie hier noch mit Musik, von der man fast meint sie zu hören. Das Englisch war für mich größtenteils bewältigbar – ich musste erst einmal reinkommen, aber dann lief es ganz gut. Nur z.B. bei dem vielen Justizvokabular kam ich ins straucheln und musste Begriffe nachschlagen. Der Autor lässt gekonnt die Grenze zwischen Recht und Unrecht verschwimmen. Es wird eine Reihe von schwierigen Themen angeschnitten, bei denen man selbst oft nicht weiß, was Richtig und was Falsch ist. An für sich hat mir dies gut gefallen, so bekommt man einen schönen Einblick in Fionas Berufswelt und ihren inneren Zwiespalt. Leider hat mir der Fokus auf ihr und Adam gefehlt. Es wird so viel Nebensächliches angeschnitten, dass mir die Geschichte der beiden zu kurz kam. Vom Klappentext habe ich mir etwas mehr, bzw. anderes versprochen und wurde in dem Punkt enttäuscht. Ich hatte auf eine richtige Chemie zwischen den beiden gehofft, etwas das mich umhaut. Stattdessen habe ich keine richtige Sympathie für Fiona aufbauen können und der Funke zwischen ihnen kam bei mir nicht an. Trotzdem ein guter Roman über Recht und Unrecht. Für mich nicht McEwans bester, aber dennoch lesenswert.

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  • "Let's read in English"-Lesechallenge 2014

    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Let's read in English - die Englisch-Lesechallenge 2014 Mit den Neujahrvorsätzen ist es immer so eine Sache – viele haben wir bereits wieder vergessen und der Alltag hat uns definitiv wieder eingeholt. Mit „Let’s read in English“ möchten wir das jedoch gern ändern und euch die Moeglichkeit geben, Bücher und Autoren neu zu erleben – in der englischen Originalsprache! Einige von euch rezensieren schon fleissig englische Bücher und viele Lovelybooks-Leser sind an englischen Texten interessiert, würden jedoch lieber bei einer Leserunde einsteigen. Wir haben uns euer Feedback zu Herzen genommen und unsere Lesechallenge „Let’s read in English“ ins Leben gerufen. Zusammen mit dem englischen Verlagshaus Random House Group UK mit Sitz in London werden wir eine Vielzahl von Leserunden starten und ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen. Das Motto der Lesechallenge verstehen wir als einen Aufruf nicht nur an alle von euch, die sich mühelos in der englischen Sprache zurechtfinden, sondern an alle Lovelybooks-Leser. Egal welche Sprachkentnisse du hast, trau dich einfach – und mach mit! „Let’s read in English“ – zusammen auf Lovelybooks. Viele unsererer Leser verwenden die englische Sprache oder werden sie in Zukunft brauchen. Bücher sind ein idealer Einstieg um Sprachkentnisse zu verbessern oder die Fremdsprache auch einfach mehr zu benutzen. Die Stimme der Autoren im Original zu lesen und sie neu kennenzulernen ist natürlich ein spannenender Bonus. Für die fleissigsten Rezensenten gibt es zum Jahresende tolle Preise und jeder kann sich gern in Deutsch und/oder Englisch in den Leserunden austauschen und Rezensionen in beiden Sprachen posten. Das ist voellig euch überlassen.  Alle Grundinfos findet Ihr auf unserer Englisch-Lesechallenge-Seite! Hier könnt Ihr nun alle Fragen stellen & stets fleissig Eure neuen Rezensionen posten! Die Liste wird am Anfang jedes Monats aktualisiert!  Bitte postet für jede neue Rezension auch einen neuen Beitrag. Auf die Plätze - fertig - let's read English!!!

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    • 1684
  • Recht, Glauben und Emotionen

    The Children Act
    Deengla

    Deengla

    26. October 2014 um 15:50

    Kurzmeinung Mein erstes Buch von Ian McEwan, aber sicherlich nicht mein letztes. Bin begeistert von Schreibstil, Inhalt und Figuren - absolut lesenswert! Inhalt Fiona, Ende 50, ist eine hohe Richterin in London. Ihre Ehe mit ihrem Mann Jack blieb wegen ihrer Karriere kinderlos und als er ihr eröffnet, dass er eine Affäre anfangen möchte, wirft sie das privat völlig aus der Bahn. Beruflich lässt sie sich jedoch nichts anmerken und hat einen ganz besonders delikaten Fall vorliegen: Adam, ein 17-jähriger leukämiekranker Junge, wird sterben, wenn er keine Bluttransfusion vornehmen lässt. Doch das wollen weder er noch seine Eltern - denn es widerspricht ihrem Glauben als Zeugen Jehovas. Meine ausführlichere Meinung Manchmal frage ich mich schon, warum ich nicht früher etwas von einem seit Jahren bekannten und gefeierten Autor gelesen habe. Ian McEwan ist eindeutig so ein Fall und zumindest ausgehend von "The Children Act" habe ich wohl einiges verpasst. Ich war von dem eigenwilligen Schreibstil von Seite 1 gefangen und auch die Figuren, die komplex sind und viel mehr über kleine Handlungsweisen über sich verraten, als es seitenlange Beschreibungen je könnten, haben mich absolut begeistert. Im Fokus stehen natürlich Fiona, Adam und Jack. Gerade Fiona fand ich wirklich toll gezeichnet. Diese rationale, regelbewusste Frau, die auf einmal völlig irrational im Privaten handelt und zeigt, dass sie auch nur ein Mensch ist. Die sich ihrer großen Verantwortung durchaus bewusst ist, sie mit großem Pflichtgefühl trägt und nach bestem Gewissen erfüllt, aber dennoch nicht alles nach Dienstschluss ad acta legen kann und sie viele ihrer Fälle doch mehr beschäftigen, als es vielleicht gut für sie ist. Und obwohl es doch in dieser nüchternen Welt der Paragrafen spielt, ist es McEwan gelungen, viel Gefühl und Leben in die Geschichte zu packen, wobei der juristische Aspekt durchaus nicht vernachlässigt wird. Es steckt sicherlich viel Recherchearbeit darin, aber z.B. Verhandlungen und Urteilsverkündungen haben mich nicht im Geringsten gelangweilt. Gerade die Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Fiona und ihrem Mann, aber auch die persönliche Begegnung zwischen Fiona und dem jungen Adam dargestellt wird. Die Geschichte hat mich wirklich sehr berührt und gewisse Fragen, die darin offen angesprochen werden (wie etwa Glaube und Religion), aber auch solche, die etwas versteckter sind und gut verpackt worden (wie etwa die Frage, ob es so etwas wie Entscheidungsfreiheit überhaupt gibt) haben mich wirklich sehr beschäftigt. Fazit Ein Buch, das mich wirklich begeistert, gefesselt und auch noch lange nach dem Zuklappen des Buchdeckels beschäftigt hat. Ich kann es nur voll und ganz empfehlen und freue mich darauf, dass ich als McEwan-Neuling noch viele andere Bücher von ihm entdecken und zum ersten Mal lesen kann.

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