Ian McEwan Unschuldige

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Inhaltsangabe zu „Unschuldige“ von Ian McEwan

Berlin in den 50er Jahren: der ideale Tummelplatz für Geheimdienste und Spione jeglicher Couleur. Leonard Marnham, ein englischer Fernmeldetechniker, kommt 1955 mit 26 Jahren nach Berlin, wo er sowjetische Telefonleitungen anzapfen soll. Außerdem verliebt er sich – naiv und schüchtern, wie er ist – in eine vier Jahre ältere Deutsche. Leonard vergräbt sich immer tiefer und auswegloser in fremde, gefährliche Welten und wird von der hübschen Maria in die verborgenen Winkel menschlicher Beziehungen geführt. Marnham fühlt, wie ihm sein Leben entgleitet – und findet es herrlich …

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  • Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

    Unschuldige

    Duffy

    13. March 2016 um 10:37

    Der englische Fernmeldemechaniker Leonard Marnham wird 1955 nach Berlin beordert, um in einem Tunnel unter dem sowjetischen Sektor Telefonleitungen anzuzapfen. Der Job erweist sich als nicht schwierig und Leonard hat nicht nur eine schöne Wohnung in Berlin, sondern auch Gelegenheit, die Stadt kennenzulernen. Zusammen mit seinem Mitarbeiter macht er Bekanntschaft mit einigen Lokalitäten und trifft dabei auch Maria, eine vier Jahre ältere Deutsche, in die er sich hoffnungslos verliebt und die den jungen Engländer zum ersten Mal in seinem Leben in eine Beziehung führt. Er erlebt diese Neuerung wie im Rausch und gerät dabei immer tiefer in Situationen, die er nicht mehr richtig beurteilen kann. Doch irgendwie genießt er es. Einen vollständigen Bruch in seinem Leben erfährt er jedoch mit dem Auftauchen von Marias Ex-Mann Otto. Hier zerspringt die Blase in eine düstere Wahrheit.McEwan beschreibt eine Beziehung, die von ungleichen Voraussetzungen ausgeht. HIer der unerfahrene Leonhard, dort die geschiedene Maria. Dazu kommt die Nationalität der beiden, auf der einen der englische Kriegsgewinner und auf der anderen die Deutsche auf der Verliererseite. Das wird von McEwan deutlich hervorgehoben, in dem es einen ersten Schnitt in der Beziehung ausmacht. Aber auch die weitere Entwicklung unterstreicht die verschiedenen Voraussetzungen, die beide mitbringen und so scheint es nur folgerichtig, dass die Sache aus dem Ruder läuft. Die Geschichte an sich ist in ihrer praktischen Abfolge so absurd, dass sie schon wieder glaubhaft ist. Mit dem Rahmen der frischen Teilung Berlins in vier Sektoren, dem Aufbau und dem Entstehen zweier deutscher Staaten schafft sich McEwan Luft, um sich nicht in der Beziehung der beiden Hauptpersonen angestrengt abarbeiten zu müssen. Das macht er gekonnt, mit seiner großartigen Routine, menschliche Probleme spannend zu schildern.Ein Roman, der das von McEwan erreichte Niveau weiter stabilisiert und man hat wieder den Eindruck, dass der Autor gar kein schlechtes Buch schreiben kann.

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  • Ian McEwan kann es besser

    Unschuldige

    HarIequin

    „Was all diesen Passagieren gemeinsam war, war ihre Unschuld. Auch er war unschuldig, aber dazu bedurfte es einiger Erklärungen.“ (S.349) Berlin in den 50er Jahren. Der 26-jährige Techniker Leonard Marnham wird aus seiner Heimat England in die deutsche Hauptstadt beordert, um an der Operation „Gold“ mitzuwirken. Ost- und Westmächte bespitzeln sich gegenseitig und Leonard soll sowjetische Telefonleitungen anzapfen. Gleichzeitig lernt er die Berlinerin Maria kennen, mit der er sich sofort und rettungslos in eine Beziehung stürzt. Er verliert zunehmend die Kontrolle über alles, genießt es aber in vollen Zügen – bis er unterzugehen droht. Ian McEwan schreibt auch hier gewohnt flüssig, detailreich und angenehm. Trotzdem haben mich die Ausführungen zu den Technikaspekten wenig interessiert. Trotz Erklärungen habe ich kaum etwas davon verstanden und so wurden die Beschreibungen für mich etwas ermüdend. Der Protagonist Leonard war auch nicht viel aufgeweckter. Naiv, unsicher und irgendwie blass gezeichnet konnte er mich nicht überzeugen. Zwar macht er eine Entwicklung durch, aber einen Bezug zu ihm konnte ich trotzdem nicht finden. Merkwürdigerweise sind die anderen Charaktere meiner Meinung nach allesamt prägnanter skizziert und interessanter als den Hauptcharakter selbst. Die Geschichte läuft langsam an und bekommt ab der Hälfte etwas mehr Schwung durch eine unerwartete Wendung. Anfangs hat diese mir gut gefallen, kam mir dann aber schnell etwas dick aufgetragen und sonderbar vor. Der Roman konnte mich leider nicht für sich gewinnen. Zum einen gefiel mir die Geschichte nicht wirklich und zum anderen weiß ich, dass der Autor es besser kann. Wenigstens war er leicht zu lesen und hatte hin und wieder unterhaltsame Passagen. Nochmal lesen müsste ich es nicht, aber eine Katastrophe war es glücklicherweise auch nicht.

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    • 2
  • The Innocent

    Unschuldige

    Franzis2110

    Kurzinhalt: Der britische Techniker des British Post Office, Leondard Marnheim, wird in das Berlin der Nachkriegszeit zitiert, in dem die West- und Ostmächte sich gegenseitig bespitzeln. Er soll die Amerikaner dabei unterstützen, einen Tunnel bis in den Ostsektor zu bauen um dort Abhöranlagen zu installieren, was unter der Operation Gold in die Geschichte eingegangen ist. Leonard Marnheim ist naiv und unschuldig und das erste Mal von zu Hause weg. Eines Tages lernt er Maria, eine etwa fünf Jahre ältere Berlinerin, kennen. Die Liebe zu Maria und die Arbeit an diesem Projekt sorgen schon bald dafür, dass Leonard erfahren muss, wie viel von seiner Unschuld er bereit ist aufzugeben. Meinung: Ian McEwan zeichnet in seinem Buch das zum Großteil in Ruinen liegende Berlin der 50er Jahre auf und erzählt von der Zeit, als Berlin durch die Ost- und Westmächte bereits geteilt war, nur hier noch ohne eine Mauer. Die Operation Gold gab es tatsächlich und so schafft es Ian McEwan auch in diesem Buch Fiktion und historisches Fakten auf eine gelungene Art und Weise zu kombinieren. Der Protagonist Leonard ist naiv, zu beginn unschuldig und eigentlich keine so große Glanzfigur mit nur sehr wenig Selbstbewusstsein. Die Arbeit an der Telefonabhöranlage und die komplizierte Beziehung zu Maria stellen seine Unschuld mehr als einmal auf die Probe. Gegen Mitte fängt das Buch an langsam Fahrt aufzunehmen, als Leonard seine Grenze zu Maria überschreitet und sich anschließend doch wieder mit ihr versöhnt. Seinen Höhepunkt hat das Buch für mich, als Marias Ex-Mann am Abend der Verlobung von Leonard und Maria auftaucht und zugleich geht es hier auf einmal wirklich sehr hart zu, sodass mir kurzeitig etwas übel wurde. Wir belgeiten von nun an Maria und Leonard, wie sie versuchen, ihr dadurch entstehendes Problem zu lösen, was bis fast zum Ende des Buches die Spannung aufrecht erhählt. Auch in diesem Buch fehlen nicht die bekannte Ironie von Ian McEwan. Das Buch hat immer wieder einige humorvolle und satirische Spitzen bezüglich der Geheimdienste versteckt. Mir gefiel auch die humorvolle und etwas überzogene Art die verschiedenen Nationen darzustellen. Allerdings ist es trotzdem teilweise etwas fade und zo wirklich beeindruckende Protagonisten sind für meinen Geschmack nicht dabei. Fazit: Das Buch war ok, aber nicht überragend und ist für mich definitiv nicht eines der besten Werke von Ian McEwan. Bisherige Bücher, die ich von ihm gelesen hatte, fand ich allesamt besser. Zwar nimmt es zur Mitte hin noch Fahrt auf, bis dahin war es aber etwas fad und langatmig. Auch die Protagonisten sind alles in allem etwas farblos. Gefallen hat mir aber der Humor und die satirischen Spitzen und die Mischung aus Fiktion und historischen Details.

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  • Rezension zu "Unschuldige" von Ian McEwan

    Unschuldige

    Elocin

    21. September 2011 um 12:57

    Ian McEwan erzählt die schwierige Liebesgeschichte von Leonard, einem Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes und Maria, einer deutschen Übersetzerin im Berlin der 50er Jahre. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis mich die Story mitgenommen hat, aber dann war es wirklich packend. Die detailverliebten Beschreibungen von Ian McEwan sind zum Teil ein Genuss, bei der schrecklichen Otto-Szene jedoch nur schwer erträglich. Wer McEwan kennt, iat allerdings nicht überrascht. Es ist ein wirklich lesenswertes Buch vor dem Hintergrund einer wahren Begebenheit aus einer vergangenen Zeit.

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