Ian Morris

 4,4 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Wer regiert die Welt?, Beute, Ernte, Öl und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ian Morris

Ian Morris ist in Großbritannien geboren und seit zwanzwig Jahren Historiker sowie Archäologe an der University of Chicago als auch an der Stanford University. Er ist Autor vieler Veröffentlichungen und gern gesehener Studiogast im amerikanischen Fernsehen. Seine Arbeiten sind preisgekrönt und werden gefördert.

Alle Bücher von Ian Morris

Cover des Buches Wer regiert die Welt? (ISBN: 9783593384061)

Wer regiert die Welt?

 (9)
Erschienen am 01.02.2011
Cover des Buches Beute, Ernte, Öl (ISBN: 9783421048042)

Beute, Ernte, Öl

 (4)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches Krieg (ISBN: 9783593397160)

Krieg

 (3)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Wer regiert die Welt? (Sonderausgabe) (ISBN: 9783593397108)

Wer regiert die Welt? (Sonderausgabe)

 (1)
Erschienen am 16.08.2012
Cover des Buches Classical Greece (ISBN: 0521456789)

Classical Greece

 (0)
Erschienen am 01.07.1994
Cover des Buches The Greeks (ISBN: 9781292022383)

The Greeks

 (0)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches The Dynamics of Ancient Empires (ISBN: 9780199758340)

The Dynamics of Ancient Empires

 (0)
Erschienen am 30.09.2010

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ian Morris

Cover des Buches Krieg (ISBN: 9783593397160)Richard_Sturmports avatar

Rezension zu "Krieg" von Ian Morris

Die Rolle des Krieges
Richard_Sturmportvor 5 Monaten

Zugegeben, als ich die Inhaltsangabe und seine doch recht kontroverse These gelesen habe, war ich zu erst skeptisch, aber doch sehr neugierig. Morris schafft aber tatsächlich, in diesem Buch den Ursprung, die Natur und sogar die Rolle des Krieges in unserer Welt zu erläutern. 

Man könnte es als Ergänzung von "Vom Kriege" von Carl von Clausewitz lesen.

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Cover des Buches Beute, Ernte, Öl (ISBN: 9783421048042)Mira123s avatar

Rezension zu "Beute, Ernte, Öl" von Ian Morris

Beute, Ernte, Öl
Mira123vor 10 Monaten

Heute hab ich mal wieder ein Sachbuch für euch. Und zwar eines, auf das ich schon seit Monaten gespannt war. Wie beeinflussen Energiequellen eine Gesellschaft? Macht doch auch Sinn, oder? Dass sich eine Gesellschaft verändert, wenn sie vom Jagen und Sammeln zur Landwirtschaft übergeht, oder wenn sie von der Landwirtschaft zur Nutzung von fossiler Energie wechselt. Das sind ja alles starke Einschnitte ins Leben, die sehr vieles ändern können. Aber in dem Ausmaß, wie es Morris hier beschreibt? Ich bin mir nicht sicher. Stellenweise erschien mir der Zusammenhang zwischen Energiequelle und Gesellschaft etwas zu weit hergeholt. Gerade wenn es um die Werte einer Gesellschaft ging. Da stellte ich mir dann doch die Frage, ob man eine Veränderung nicht auch einen anderen Grund haben könnte? Klar wäre der dann auch wieder (zumindest irgendwie) von einer Energiequelle beeinflusst - aber das ist in Gesellschaften ja immer so, dass alles irgendwie miteinander zusammenhängt, oder nicht?

Problematisch fand ich, dass Morris seine Theorie nutzt, um beispielsweise das Vorgehen der Terrorgruppe Boko Haram zu erklären. Das hätte er vielleicht nicht tun sollen, denn damit landete er in einer Situation, aus der er nur schwer wieder rauskommt. In einem späteren Abschnitt stellt er zwar klar, dass er das Vorgehen einer solchen Gruppierung nicht verteidigen oder als richtig bezeichnen will, auf mich als Leserin wirkte es aber zumindest auf den ersten Blick fast so. Egal wie es gemeint ist: Das wirkte definitiv falsch.Vielleicht hätte Morris sich hier klarer und sofort nach diesem Beispiel positionieren müssen.

Die von Morris verwendete Sprache ist recht wissenschaftlich. Er verweist auf Kulturwissenschaftler und verschiedene Theorien, verwendet Fachsprache. Ich hätte das nicht verstanden, wenn ich nicht vor einem Jahr den Kurs "Einführung in die Kulturwissenschaft" belegt hätte und selbst mit diesem Wissen, fand ich den Text stellenweise doch eher schwer. Für Leute ohne Vorwissen ist dieses Buch definitiv nicht geeignet.

Was ich gut finde, ist, dass Morris seine KritikerInnen zu Wort kommen lässt. In diesem Buch können wir die Sicht von vier KritikerInnen lesen, die Morris These kritisieren und auseinander nehmen, jede und jeder aus einem anderen Blickpunkt. Diese Abschnitte fand ich fast am spannendsten. Gerade das Kapitel von Margaret Atwood war sehr cool. Anschließend folgt dann noch ein Kapitel von Morris, in dem er auf die Kritiken eingeht. Das fand ich spannend, denn so musste er sich tatsächlich mit diesen anderen Sichtweisen auseinandersetzen.

Mein Fazit? Spannende Theorie, die aber meiner Meinung nach nicht so viel erklären kann, wie es der Autor gerne hätte. Der Schreibstil ist leider nicht für die breite Leserschaft geeignet. Gut fand ich, dass sich der Autor eingehend mit seinen KritikerInnen beschäftigt hat.

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Cover des Buches Beute, Ernte, Öl (ISBN: 9783421048042)M

Rezension zu "Beute, Ernte, Öl" von Ian Morris

Um was sich die Welt eigentlich dreht
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Um was sich die Welt eigentlich dreht


Wer Morris Vorgängerwerk, „Wer regiert die Welt?“, gelesen hat, der wird in diesem neuen Werk eine kongeniale Fortsetzung finden, die ebenso flüssig und erzählerisch verfasst ist, wie sie inhaltlich fundiert und den Leser packend vor Augen liegt.


Ein als gelungen zu bezeichnender Versuch, „zu erklären, wie die rohen, materiellen Kräfte unsere Kulturen, Werte und Überzeugungen prägen“.


Wobei Morris durchaus einsichtig darauf verweisen kann, dass grundlegende Werte wie „Fairness, Gerechtigkeit, Liebe und Hass, Selbstschutz und das Empfinden von Heiligkeit“ seit rund hundertausend Jahren bereits in der menschlichen Kultur prägend angelegt sind. Werte, die immer ein ziemliches stückweit in Reibung zu den wirtschaftlichen Folgen wie Gier, Egoismus, Gewalt, Krieg und dem allgemeinen Bestreben des Menschen standen, für sich das je Beste herauszuholen.


Wobei in der technischen Entwicklung und der wirtschaftlichen „Evolution“ hierbei immer feinere Methoden der Vorteilsnahme entwickelt wurden und sich um die „Quellen der Energie“ drehten (oder besser, die Quellen persönlichen oder gesellschaftlichen Reichtums).


Dass „Energiegewinnung“ im weitesten Sinne dabei der Hauptantrieb der Entwicklung ist und wie diese die kulturellen Werte mehr und mehr mitgeprägt hat, das liest sich überzeugend im Werk.


„Jedes Zeitalter gelangt dabei zu den Werten, die es braucht“. Menschen passen ihre Werte, mit denen sie ihre Gesellschaften und Kulturen fest und sicher ausstatten, an das sich je verändernde gesellschaftliche Umfeld an, um ihre Wirksamkeit (jener Werte) zu maximieren.


Wobei es interessant zu lesen ist, dass egalitäre Wertvorstellungen als bestimmende Werte in alten Gesellschaften der „Jäger und Sammler“ zu finden sind (die das „Teilen“ in den Vordergrund stellen, um gemeinsam und als Individuum beste Chancen auf das Überleben herzustellen), während die „fossile Phase“, welche die Gegenwart prägt, durch eine einerseits menschliche Toleranz geprägt wird, aber auch durch eine hohe Tolerierung eine ungleiche Verteilung von Ressourcen und materiellen Gütern.


Wobei es natürlich am Ende mit einer mehr oder weniger offenen Frage endet, ob sich (gegen die eigennützigen Lügen der Eliten) moralische Haltungen (noch einmal) durchsetzen oder das Recht allein des Stärkeren auf Dauer bestimmend als Wert durchsetzen wird.


Wie in „Wer regiert die Welt“ endet Morris mit einem Ausblick, einer Prognose für die Zukunft, der man sich anschließen kann oder eben nicht, die aber hier nicht vorweggenommen werden soll.


Womit im Übrigen das Werk noch nicht endet, denn drei anerkannte Wissenschaftler und eine prominente Literatur-Autorin bringen Ihre Sicht der Dinge mit ein in die Diskussion, die Morris anstößt.


So dass im Gesamten für den Leser am Ende ein breiter und tiefer Überblick über die „kulturelle Wert-Geschichte“ im Raum verbleibt und eine ebenso breite und differenzierte Sicht auf die mittelfristigen Möglichkeiten der Zukunft erfolgt. Auch wenn ein Titel eines Kapitels wie „Wenn die Lichter ausgehen“ den am Ende konstruktiven Ansatz des Werkes (auch dieses Kapitels) ein wenig konterkarieren.


Eine beeindruckende Lektüre.

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