Ian Mortimer

 4.2 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Im Mittelalter, Zeiten der Erkenntnis und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ian Mortimer

Ian Mortimer, geboren 1967 in Petts Wood (Kent), studierte Geschichte und Literatur in Exeter und London. Mittlerweile ist er einer der erfolgreichsten britischen Autoren über das Mittelalter, schreibt Sachbücher genauso wie historische Romane, und gilt in diesem Genre als einer der innovativsten Historiker weltweit. Ian Mortimer lebt mit seiner Frau und drei Kindern an der Grenze zum Dartmoor Nationalpark in der südwestenglischen Grafschaft Devon.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Im Mittelalter" von Ian Mortimer

Ein toller Blick in die Vergangenheit
M_Rose-Everlyvor 5 Tagen

Ian Mortimer bietet mit seinem Handbuch für Zeitreisende einen tollen Blick in die Vergangenheit. Man bekommt einen sehr guten Eindruck, wie die Menschen damals lebten, was ihnen wichtig war, woran sie glaubten und welche Sorgen oder Probleme sie umtrieben. Sehr viele Details, über die ich bisher noch nie nachgedacht habe, wurden in diesem Buch behandelt und zur Sprache gebracht. 

Als Leser kann man sich anhand der vielen Erklärungen und Zeichnungen recht gut in unsere Vorfahren zur Zeit des Mittelalters hineinversetzen. An manchen Stellen ist man vielleicht froh, im 21. Jahrhundert zu leben, an anderen wünscht man sich zumindest einen kleinen Teil der Vergangenheit zurück.

Bei all den Informationen sollte man damit rechnen, dass der Verlauf des Buches ab und an etwas trocken daherkommt, hier hätte der Autor etwas mehr Witz versprühen dürfen. Das ist allerdings auch schon der einzige Kritikpunkt.

Ansonsten ist diese Lektüre jedoch sehr empfehlenswert für jeden, der eine ungeschönte und objektive Einsicht in das mittelalterliche Leben erhaschen möchte.

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Rezension zu "Im Mittelalter" von Ian Mortimer

Im Mittelalter: Handbuch für Zeitreisende
littleowlvor 3 Jahren

Meine Meinung

Dieses Sachbuch habe ich ganz spontan beim Stöbern in der Bücherei aus dem Regal gezogen, weil mich die Aufmachung und der Klappentext sofort angesprochen haben. Ich finde es immer sehr interessant, mehr darüber zu erfahren, wie Menschen in vergangenen Zeiten gelebt haben, und in dieser Hinsicht ist „Im Mittelalter: Ein Handbuch für Zeitreisende“ ein echter Glücksgriff. Ian Mortimer hat bereits mehrere historische Romane veröffentlicht, von denen ich bisher leider noch keinen gelesen habe – das ist allgemein eigentlich nicht so mein Genre. Ich habe jetzt aber wirklich Lust, eines der fiktionalen Werke des Autors zu lesen, denn seine Kenntnisse über das Mittelalter (in Großbritannien) und die Lebensweise der Menschen damals sind absolut beeindruckend.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es nicht nur trocken Fakten berichtet, sondern tatsächlich versucht, dem modernen Leser die Denkweise und Mentalität der mittelalterlichen Bevölkerung nahezubringen. Mortimer legt dem die These zugrunde, dass unsere heutigen Gefühle, Bedürfnisse, Leiden und Freuden trotz aller Unterschiede doch gar nicht so anders sind als vor 700 Jahren. Darüber kann man sich sicherlich streiten, doch nach der Lektüre dieses Sachbuchs bin ich geneigt, dem Autor zuzustimmen. Von Geographie über Unterkünfte, Essen und Hygiene bis hin zu alltäglichen Vergnügungen deckt das „Handbuch für Zeitreisende“ alle Aspekte des mittelalterlichen Lebens ab – ein Mosaik, das sich zu einem facettenreichen und vielfältigen Bild der Epoche zusammenfügt.

Ich wünschte wirklich, es würden sich noch mehr Schriftsteller als Sachbuchautoren versuchen! Man merkt diesem Buch auf jeden Fall an, dass Ian Mortimer viel Übung darin hat, Leser über lange Strecken zu unterhalten. So ist sein Sachbuch alles andere als eine trockene Geschichtsstunde, die Fakten werden mit atmosphärischen Beschreibungen und vor allem sehr viel Humor aufgelockert. Zwei Abschnitte mit Bildern, eine Karte, Anmerkungen und umfangreiche Literaturempfehlungen machen das Lesevergnügen perfekt.

Fazit

Ganz große Leseempfehlung für alle, die sich für die Lebensweise der Menschen im Mittelalter interessieren! Auf sehr kurzweilige und unterhaltsame Weise zeichnet Ian Mortimer ein lebendiges, facettenreiches Bild der Epoche.

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Rezension zu "Zeiten der Erkenntnis" von Ian Mortimer

Ein Streifzug durch die Jahrhunderte mit ihren Erfindungen und Meilensteine. Fundiert und geballt.
Flohvor 3 Jahren

Zeiten der Erkenntnis – Wie uns die großen historischen Veränderungen bis heute prägen. So lautet der Titel dieses weitreichenden, jahrhunderteübergreifenden und geschichtlichen Sachbuches. Ein Buch so ertragreich und fundiert wie ein Besuch in einem historischen Museum über die Entwicklung, der industriellen Geschichte, über die Weltgeschichte, über große Pioniere, Wirtschaft und Entwicklung. Bahnbrechende Erfindungen, Fortschritt, Technik, Hintergründe, Meilensteine und Geschichten… Hier ist der Name des Buches Programm. Der Piper Verlag hat mit dem Historiker und passionierten Autor Ian Mortimer und Initiator des Buches einen sehr guten und belesenen Kenner und Historiker, der all das Wissen und die Erkenntnisse für interessierte Leser bildhaft und fundiert zu Papier bringt. Dieses Buch ist überwältigend von der Qualität und Ausstattung und besonders überwältigend in der Reichweite des Wissens und der Sachkenntnis. Toll, grandios, empfehlenswert!
Erschienen im Piper Verlag (http://www.piper.de/)

Inhalt / Beschreibung:
"Welches der vergangenen zehn Jahrhunderte hat die größten Veränderungen erlebt, welches hat uns als Menschheit am weitesten vorangebracht? Mit dieser Frage beginnt Ian Mortimer seine Reise durch die Geschichte des europäischen Westens, vom 11. Jahrhundert bis heute. War es das 15. Jahrhundert als das Zeitalter der Entdeckungen? Oder doch das 16. mit dem Erfindung des Buchdrucks und der Reformation? Auf den ersten Blick würden die meisten von uns vielleicht auf das 20. Jahrhundert tippen, denn die Gründe liegen auf der Hand: Flugzeuge, Raumfahrt, Internet, der Siegeszug der Demokratie, die Globalisierung und vieles andere mehr. Warum diese »Froschperspektive« zu kurz greift (wir mit unserer Vermutung aber dennoch nicht ganz falsch liegen), erklärt Ian Mortimer – witzig, philosophisch und so klug wie prägnant."

Meinung:
Ich bin für Geschichte, Historie und Wissen zu weltweiten Erfindungen, bahnbrechenden Entwicklungen, kulturellen Veränderungen, religiösen Ereignissen und allen Umwelteinflüssen sehr interessiert. Dieses Buch hier zeigte sich somit für mich als wahrer Glücksgriff. Meilensteine der Jahrhunderte vom 11. Bis ins 19. Jahrhundert. Das ist ein Themengebiet, wo ich gern Dokumentationen schaue, Museen besichtige oder Fachliteratur und Sachbücher lese. Dieses Buch hat sofort mein Interesse geweckt. Allein dieses vieldeutige Cover. Luther erreigt gerade jetzt im Lutherjahr natürlich sofort Aufmerksamkeit. Dieses schön gestaltete und gut organisierte und strukturierte Sachbuch in den Händen zu halten bereichert mich als interessierte und buchverliebte Leserin sehr. Handlich, inhaltlich stark und mächtig. Der Inhalt des Buches steht dem ersten Eindruck vom Buch im Nichts nach. Sehr organisiert, strukturiert und verständlich bietet dieses Buch auf textreichen Seiten eine Chronologie und Zeitschiene vom 11 Jh bis ins 19. Jh. Was hat die Menschen bewegt? Was hat sie geprägt? Welche Berühmtheiten bringt welches Jahrhundert hervor? Welche wichtigen Ereignisse? Welche urkundlichen Belege gibt es? Welcher Fortschritt hat uns wie verändert? Was wurde aus einer fixen Idee? Welche Intrigen gab es? Was wurde vor Gericht verhandelt? … Stets mit fundiertem und hintergründig recherchiertem Text zum jeweiligen Themenschwerpunkt und zum jeweiligen Jahrhundert. Verblüffend, offenbarend, neu und voller Wissen. Große Pioniere, bekannte Marken und Ereignisse im Zusammenhang der Erfindungen und der Prototypen, sowie nicht mehr wegzudenkende Technik. WOW, ein Buch wie ein Museum. Zu jeder Tages- und Nachtzeit geöffnet und parat. Da dieses Werk so absolut schlau daherkommt, ist es ein wunderbares Geschenk an sich selbst oder auch für andere Wissenshungrige. Ganz großartig erzählt und dargelegt. Leicht verständlich und sehr empfehlenswert. Dieses Buch ist erklärend, besitzt ein interessantes Vorwort als Einleitung und überzeugt durch Chronologie und gezielter Struktur. Sehr durchdacht und absolut stimmig. An einigen Stellen fehlen mir persönlich doch einige Grafiken, Tabellen, Illustrationen, Studien, Trends, Abbildungen und Porträts. Zwar findet man einzelne Tabellen, doch der textlastige Inhalt wäre durch Zeichnungen und Darstellungen sicherlich bequemer Zugänglich für den Leser. Schade. Grafiken, Fotografien und Quellen zeugen von großem Interesse des Autors an seinen Aufführungen. Das vermittelte Wissen geht weit über die übliche Kenntnis hinaus. Der Autor Ian Mortimer versteht sein Fach, man merk ihm hier seine Kenntnis und Erfahrung an, sowie seine Überzeugung und Begeisterung. Die Entstehungsgeschichte des Buches gefällt mir. Und ohne die Erfindung des Buchdrucks, würden wir dieses Werk gar nicht in den Händen halten. Ian Mortimer schreibt aus Überzeugung und Liebe zum Mittelalter und anderen Epochen. Dennoch kann er all sein Hintergrund und Portfolio verständlich und bürgerlich vermitteln und wirkt trotzdem sehr intelligent und genial. Auch mein Mann hat sich einen ganzen Nachmittag mit diesem Werk befasst und konnte es gar nicht mehr aus den Händen legen. Wir haben viele Anreize für uns gefunden in gewissen Bereichen weiter nachzulesen und uns bestimmte Dinge und Orte anzusehen. Eine Bereicherung ist dieses Buch für Geist und Auge! Und es verblüfft auf angenehme Art und Weise.

Der Autor:
„Ian Mortimer, geboren 1967 in Petts Wood (Kent), studierte Geschichte und Literatur in Exeter und London. Mittlerweile ist er einer der erfolgreichsten britischen Autoren über das Mittelalter, schreibt Sachbücher genauso wie historische Romane, und gilt in diesem Genre als einer der innovativsten Historiker weltweit. Ian Mortimer lebt mit seiner Frau und drei Kindern an der Grenze zum Dartmoor Nationalpark in der südwestenglischen Grafschaft Devon.“


Fazit:
Dieses Geschichts- oder Sachbuch ist eine wirkliche Bereicherung für interessierte Leser, Historiker, Wirtschafter, Kuratoren und Hobbyforscher, die sich mit den historischen Themen der bahnbrechenden Erfindungen und Meilensteine vom 11. Bis ins 19. Jahrhundert befassen möchten, die interessiert ein Auge Fortschritt, Technik und Gesellschaft werfen und all diese Themen und komplexen Inhalte in einem Kompendium wünschen, aber im selben Atemzug auf Bildmaterial verzichten können. 4 Sterne möchte ich diesem guten und fundierten Buch geben.

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