Ian Mortimer Im Mittelalter

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Inhaltsangabe zu „Im Mittelalter“ von Ian Mortimer

Nicht berühmte Herrscher, grausame Kriege oder denkwürdige Ereignisse sind das Thema des Historikers Ian Mortimer, sondern der Alltag der Menschen im Mittelalter: Wie feierten sie? Worüber lachten sie? Wie liebten sie? Mortimer beschreibt, wie es in den engen Gassen roch, welche Mahlzeiten sich die Bewohner zubereiteten und wie man sich auch ohne Handy und SMS in Windeseile verständigte. Endlich ein Buch, das zeigt, dass Geschichte nicht nur studiert, sondern auf einer Zeitreise erlebt werden kann!

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  • sehr viel wissenswertes....dennoch manchmal etwas zu detailliert für meinen Geschmack

    Im Mittelalter
    Kendra

    Kendra

    „Im Mittelalter : Handbuch für Zeitreisende“ von Ian Mortimer ist ein Geschichtsbuch in Form eines Reiseführeres, der sich schwerpunktmäßig auf das 14. Jahrhundert konzentriert und uns in die damalige Zeit mitnimmt. Zitat Seite 22: „Der Schlüssel, um etwas über die Vergangenheit zu erfahren, mag ein verfallenes Gebäude oder ein Archiv sein, doch dass Instrument, mit dem wir sie zu erschließen suchen, sind wir selbst und das wird immer so bleiben“ Ein Buch das für mich jedoch eher eine Art Schmöker war, als ein Buch dass man in einem Rutsch lesen konnte, da es den Leser ansonsten aufgrund der Masse an Informationen leicht erschlagen und ermüden kann. Dennoch sind einige Themen die vom Autor aufgegriffen wurden sehr interessant und verstehen durchaus den Leser zu fesseln. Daher habe ich mich selbst damit begnügt (die für mich spannendsten) Punkte durchzugehen. Wir erfahren in diesem „Buch“ nicht nur wie die damalige Gegend im 14. Jahrhundert aussah, nein wir bekommen detaillierte Schilderungen zum Aufbau der Dörfer geliefert. Ebenso bekommen wir wissenswertes über den damaligen Altersdurchschnitt zu lesen und erkennen dass nur 5 % der damaligen Menschen in diesem vergangenen Zeitraum nur älter als 65 Jahre wurden. Außerdem bekomme ich wieder ein mal (als selbst über 30 Jährige) vor Augen geführt, dass man früher in diesem Alter bereits als „Winterfutter“ deklariert wurde....nicht gerade sehr aufbauend, dennoch bestärkt es mich in meiner Meinung, dass ich froh bin damals nicht gelebt zu haben sondern in der heutigen Zeit. Doch der Autor unterstützt auch meine Ansicht dass das damalige Leben nicht gerade sehr lebenswert erschien, mit dieser folgenden Aussage: Zitat Seite 251: „Der wichtigste Grund, das mittelalterliche England zu meiden, sind nicht die Brutalität, der üble Humor, die schlechten Straßen, die Ungleichheiten des Klassensystems, die Einstellung zur Religion und Häresie oder der extreme Sexismus. Es sind die Krankheiten“ Ganz davon abgesehen würden mich auch bereits die anderen aufgezählten Punkte durchaus davon abhalten dem Mittelalter einen Besuch abzustatten^^ Der Leser nimmt seine Aufgabe als Reiseführer sehr ernst und gibt uns sehr genaue Einblicke in die damalige Zeit, hierbei bekommen wir nicht nur Übersichten von damaligen Preisstufen, sondern auch die damalige Strafverordnung mit der jeweiligen Strafverordnung und deren Geldbußen zur Schau gestellt. Spätestens hier kann der Leser erkennen, dass der Autor sehr viel Zeit, Arbeit und Herzblut in dieses Projekt investiert hat um uns das Mittelalter näher vor Augen zu führen. Dennoch muss ich gestehen, dass mir manchmal gerade die Masse in Informationen einfach zu viel des Guten war und ich mich gefreut hätte, dieses Wissensbuch in einer etwas abgespeckten Form vor mir liegen zu haben. Sehr schön empfand ich die farbigen Bilder im inneren des Buches , die uns einige Szenarien aus der damaligen Zeit zeigen und uns somit noch näher in die Vergangenheit bringen. Bezaubernd fand ich am Schluss die Anmerkung des Autors und zitiere hier auf Seite 380 folgendes von ihm: „Es geht nicht nur die Analyse von Quellen, das Ausrollen von Pergamenten oder das Bestehen von Prüfungen. Es geht darum, die Bedeutung der Vergangenheit zu verstehen – sich die ganze sich entfaltende Geschichte der Menschheit über Jahrhunderte vor Augen zu führen, nicht nur unsere eigene Lebenszeit“ Einfach voll-trefflich. Denn es ist wirklich wichtig zu wissen wer wir einst waren, um zu begreifen wir wir zu denen geworden sind die wir nun sind . Und evtl können wir nur somit eine kleine Ahnung von der Zukunft erhaschen, die noch unentdeckt vor uns liegt und ebenfalls bald schon ihre eigene Autoren hervorbringen wird, die gleichermaßen versuchen werden unser heutiges Zeitalter zu rekonstruieren.

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    Pucki60

    Pucki60

    06. September 2015 um 17:49