Ian R. MacLeod Aether

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Inhaltsangabe zu „Aether“ von Ian R. MacLeod

Der Aether hat England reich gemacht. Mit ihm lassen sich Brükken bauen, die ohne ihn einstürzen, und Dampfmaschinen, die explodieren würden - nur ein Zauberspruch ist nötig! Doch diese magische Macht wird von den Gilden eifersüchtig gehütet. Robert Borrows weiß schon als Kind, daß er bald in den Aetherfabriken arbeiten wird, daß ihm dasselbe eintönige Leben bevorsteht wie seinem Vater und wie allen Menschen in Bracebridge. Als seine Mutter sich nach einer Aethervergiftung in einen Wechselbalg verwandelt und einen grauenvollen Tod stirbt, kehrt er seiner Heimatstadt den Rücken. In London entdeckt er eine neue, glanzvolle Welt voller Widersprüche: Die Menschen aus den hohen Gilden leben im Reichtum, die gildenlosen Armen in tiefem Elend. Auf einem Fest der sorglosen Reichen begegnet Robert einer jungen Frau, die er aus seiner Kindheit kennt. Für ihn war sie immer ein Zauberwesen ... Ian MacLeods England könnte aus einem Roman von Charles Dickens stammen - und doch ist es völlig anders. In diesem England ist alles vom Aether geprägt: eine Welt der Zauberflüche, Trolle und magischen Zusammenhänge.

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  • Man muss diesem Buch eine Chance geben.

    Aether
    shira

    shira

    03. January 2015 um 23:10

    Aether ist ein fantasievoller abwechslungsreich-bunter Roman, schon allein ihn in ein Genre zu packen ist schwer, wie auch schon die Leser vor mir festgestellt haben. Er vereint Elemente aus Fantasy, Sci-Fi und Steampunk zu einer gewaltigen Geschichte. Die Vorstellungskraft und Erfindungsgabe des Autors Ian R. MacLeods ist bewundernswert; er beschreibt nie dagewesene Welten und Elemente, entwirft gewaltige Maschinen und Bauten und schöpft neue Wesen. Die Geschichte selbst war für meinen Geschmack stellenweise etwas langwierig aber seine Kreativität in jedem kleinsten Detail und seine riesengroße Fantasie macht das Buch als Gesamtwerk trotzdem zu einem lesens- und sehr empfehlenswerten Werk. Auch wenn man es also zwischenzeitlich vielleicht mal aus der Hand legt, solte man dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben und es zu Ende lesen. Die Hauptperson, eine Junge namens Robert, lebt in einem Zeitalter in einem alternativen England, das nach dem letzten Krieg von Industrialisierung und der Ausbeutung eines neuen Elements namens Aether lebt. Die Blütejahre sind bereits vorbei, das Aether in absehbarer Zeit erschöpft, doch noch laufen in Roberts Heimatstadt Bracebridge riesige Maschinen unter den Fabriken und Werkstädten der Gilden und prägen die gesamte Stadt mit ihrem allesdurchdringenden Lärm, den die riesigen unterirdischen Kolben verursachen. Die Maschinen werden selbst mit Aether angetrieben, so wie sämtliche Versorgung, Telegrafenleitungen, Züge und Bahnen, Brücken und Gebäude alles mit Aether versorgt und von ihm zusammengehalten wird. Gildenmänner und – frauen weben Zauberflüche mittels Aether und vermögen so selbst Verschlissenes und Zerstörtes wieder instandzusetzen, was auf der einen Seite Aether zu einem unverzichtbaren Segen macht, auf der Anderen würde ohne seine Existenz die gesamte Gesellschaft wortwörtlich in sich zusammenfallen. Die reichen Gilden und ihre dekadenten Ranghöchsten hüten das Geheimnis um den Aether und alle Menschen, die keiner Gilde angehören, werden als wertlose „Bracks“ abgestempelt. Roberts Zukunft ist durch die Tatsache, dass sein Vater ein niederer Arbeiter in der Gilde der Werkzeugmacher ist, bereits früh entschieden und um diesem Trott zu entkommen entscheidet der Junge impulsiv nach Lohndon in die große Stadt zu reisen, wo er schließlich selbst als Brack und Gildenloser ein ärmliches doch zufriedenes Leben fristet. Er begegnet dort Menschen verschiedenster Klassen, findet unter ihnen so etwas wie Freundschaft, sieht aethergezüchtete Tiere und Bäume und lernt sogar „Wechselbalge“ näher kennen – welche normalerweise von den Gilden als Unfälle weggesperrt werden. Diese grauenhafte Nebeneffekt den Aether in Einzelfällen entwickeln kann; ein Unfall, ein falscher Zauberspruch oder zu viel Kontakt und ein Arbeiter mutiert, er verwandelt sich langsam und schmerzhaft in eine Art Zauberwesen, ein Troll, und nur wenige der Opfer können ihren klaren Verstand behalten und fortan versteckt und getarnt ihr Leben unter den Menschen weiterführen. Die meisten werden jedoch von der Gilde der Sammler abgeholt, in Anstalten gesteckt, angekettet und dort für Forschungszwecke missbraucht. Nicht mehr als Menschen, nicht einmal als Tiere sondern als Trolle gefürchtet und gemieden, über sie zu sprechen scheint ein Tabuthema zu sein. Robert jedoch interessiert sich aus persönlichen Gründen für diese Wesen, denn er verlor seine Mutter an den Aether, als sie bei einem Fabrikunfall infiziert wurde, sich verwandelte und sich in ihrer Verzweiflung schließlich aus dem Fenster in den Freitod stürzte. Er findet in London, mehr nebenbei und zufällig, Bruchstücke über das Schicksal seiner Mutter heraus schließt sich außerdem einer Arbeiterbewegung an und kämpft in der Revolution für den Niedergang der Gilden, zumindest für bessere Bedingungen für die einfachen Leute. Die Geschichte des Buches beginnt in einer kurzen Szene mit Robert als alten Mann, erzählt anschließend von seiner Kindheit und Jugend und schließt dann wieder mit der anfänglichen Szene. Liest man das Ende, werden einige Unklarheiten beseitigt, Dinge, denen man zu Beginn keine Beachtung geschenkt hatte stehen nun in einem neuen Licht, es schließt sich ein schöner Bogen - der teilweise jedoch etwas lang gespannt wurde, wenn der Autor seitenweise wunderbare Details beschreibt, der Erzählstrang jedoch einfach nicht vorwärtsgeht. Es ist trotzdem eine schöne Geschichte, ein Querschnitt durch das Leben eines Jungen. Eine Geschichte um Hoffnung, verschiedene Klassen und deren Ansichten, alltägliche Kämpfe und Probleme. Um Macht und Einfluss, alte Werte und althergebrachte Arbeit, um Forschung und die Verhinderung diesen Fortschritts. Und natürlich über Liebe, jedoch in einer ganz ungewöhnlichen Art. Ungewöhnlich wie das gesamte Buch.

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  • Steampunk, Fantasy ... Steamfantasy

    Aether
    NiklasPeinecke

    NiklasPeinecke

    28. November 2013 um 07:57

    Es gibt eine Reihe von Romanen, die heute unter dem Sammelbegriff "Steampunk" eingeordnet werden. Dabei handelt es sich nicht einmal um eine homogene Auswahl von Büchern, denn eine größere Bandbreite als das Spektrum zwischen "Die Differenzmaschine" von Sterling und Gibson und Westerfaleds "Leviathan" kann man sich kaum denken. Da gibt es reine Alternative-Reality-Szenarien ebenso, wie Fantasy- und Horrorelemente beinhaltende Geschichten, Retro-SF im Stil Jules Vernes genauso wie Kinderbücher im Geiste von "Der Zauberer von Oz". "Aether" fügt sich in diesem Reigen in einer schwach besetzten Nische ein, die ich mit Steamfantasy betiteln würde. Es handelt sich dabei um im Prinzip alternativhistorische Szenarien, die zur Zeit der industrialisierung spielen und neben der damals angemessenen Technologie eben auch ein klares Fantasyelement beinhalten - hier den Aether, die verstofflichte, ausbeutbare Repräsentation der uralten Erdmagie. Aber es ist nicht dieses Setting, das "Aether" einzigartig macht. McLeod ist zudem ein guter, ein lyrischer Erzähler. Er beschreibt farbig, mit breitem Pinsel, ohne zu verkitschen. Er kann die kalte Realität der Londoner Slums ebenso klar herausarbeiten, wie er rauschhafte, drogenartige Partys der Oberschicht schildert. Seine Magie ist urwüchsig, oft bedrohlich, seine Protagonisten weder gut noch böse, bloß Menschen (oder eben nicht mehr Menschen, aber noch menschlich in ihrem Handeln). McLeod hält sich fern von Sozialromantik nach dem Motto "Früher war alles besser". Sein Zeitalter zeigt deutlich die Ausbeutung, mit der Menschen während einer Industrialisierung zu kämpfen haben. Es verteufelt aber auch nicht die herrschende Schicht der aufkommenden Technokraten, die Gilden und Großgilden, wie er sie nennt, sondern schildert diese als ebenso der Maschinerie von Handel und Produktion unterworfen. Für mich ein interessantes, wichtiges Buch, weil es erwachsener daherkommt als viele neuere Steampunkwerke.

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  • Viel Dampf um Nichts

    Aether
    Stefan83

    Stefan83

    Schon die Einordnung von "Aether" in ein bestimmtes Genre fällt schwer, denn kann man ein Buch, das in der spätviktorianischen Epoche Englands spielt letztendlich wirklich als Fantasy bezeichnen? Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Plot auch kaum von einem historischen Roman, bis der Leser nach und nach auf Dinge stoßen wird, die anders beschrieben, völlig anders dargestellt sind. So sind es hier nicht die Dampfmaschinen welche das Bild Englands beherrschen, sondern eine geheimnisvolle Substanz namens Aether, die in Bergwerken unter der Kontrolle mächtiger Gilden abgebaut wird. Der Aether besitzt magische Kräfte mit deren Hilfe man beinahe alles herstellen kann, ist aber auch gefährlich, da sich Menschen, die mit ihm Berührung kommen in Ungeheuer verwandelt und deshalb von der Gesellschaft ausgestoßen werden. Dies klingt alles spannend und auch der Klappentext auf dem Buchrücken lässt auf eine interessante Geschichte hoffen. Letztendlich werden diese Hoffnungen des Lesers allerdings größtenteils enttäuscht, denn "Aether" fehlt einfach der letzte Kick, den es braucht, um in die Welt von MacLeod einzutauchen. Dies liegt in erster Linie an den Charakteren, den guten wie bösen, zu denen man einfach keinen Zugang findet und die schlichtweg blass bleiben. Und gerade die Figuren sind es ja im Fantasy-Genre, die den Schlüssel zum Zugang der Geschichte darstellen. Stattdessen plätschert der Plot zäh und leidenschaftslos dahin. Der Kampf gegen die allmächtigen Gilden wird bis zum Ende nicht entschlossen ausgearbeitet und lässt den Leser schließlich recht unzufrieden zurück. Insgesamt ist "Aether" ein Buch mit tollen Ansätzen, von denen aber zu wenige konsequent umgesetzt wurden und das auch aufgrund seiner Langatmigkeit nicht dafür geeignet ist, sich darin zu verlieren. Hier hat der Autor leider viel Potenzial verschenkt.

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    • 3
  • Rezension zu "Aether" von Ian R. MacLeod

    Aether
    rallus

    rallus

    28. October 2011 um 12:31

    Es war einmal in .... England Aether ist das fünfte Element und wird benutzt um Kleidung zu säubern, Brücken zu befestigen (wenn die Physik einen Bau unmöglich macht), wird als Droge verwendet und als Antriebsmittel. Aber Aether ist auch verantwortlich dafür, dass es keine Wissenschaft keinen Fortschritt seit über 400 Jahren gibt. Auch kann er nur in Verbindung mit Gildenwissen angewandt werden und dieses Wissen, was Wohlstand und Arbeit bedeutet, wird natürlich in den Gilden wie ein Augapfel gehütet. Robert Borrows wächst in einer Kleinstadt Bracebridge auf, die vor allem von der Förderung von Aether lebt. Er erlebt, dass Aether nicht nur Leben sondern auch eine tödliche Eigenschaft hat. Kommt man zuviel mit dem Element in Kontakt, kann es zu Missbildungen kommen (wie die Radioaktivität) und die Menschen mutieren zu Trollen, Hexen, Wechselbälger die weggesperrt werden. Bracebridge wird ihm zu eng, er flieht nach London wo er zu den Aufständischen trifft und seine Kinderliebe wieder entdeckt. Mac Leod entführt uns, in ein spätviktorianische Zeitalter, vor den Weberaufständen, nach England. Der Science Fiction oder Fantasy Einfluss beschränkt sich bei ihm nur auf den Aether und ist ausser manchen Fabelwesen, die durch die Zauberei mit Aether entstehen sehr spärlich eingesetzt. Sonst agieren die Personen sehr realistisch wie sie im 19 Jahrhundert in England auch agiert hätten. Die Sprache ist verschnörkelt und wortreich, viele wunderschöne Adjektive werden benutzt, der Übersetzer hat wirklich Bemerkenswertes geschaffen. Auch die leicht melancholische, neblige, phantastische Stimmung wird wunderbar weiter transportiert, nur manchmal ersticken die Worte etwas die Geschichte, die Augen gleiten mir ab, es ist nicht einfach sich in diesem Buch zurecht zu finden. Die letzten 100 Seiten vergehen dann doch wie im Flug, es werden alle Enden aufgelöst und dann kommt der Moment wo sich der Anfang wieder zum Ende schliesst und ich ein Erlebnis habe und dieses Buch plötzlich verstehe. Es ist diese Suche nach der Liebe, nach dem Sinn des Lebens, seinen Ursprüngen, die Robert weiter machen läßt, den Leser weiter lesen läßt, trotz der manchmal sperrigen Sätze. Die Liebesgeschichte die so verwinkelt und anders ist und am Ende komme ich zu meinem ersten Satz zurück und denke an Robert de Niro ("Noodles") Eines der ungewöhnlichsten Phantastischen Romane die ich je gelesen habe.

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  • Rezension zu "Aether" von Ian R. MacLeod

    Aether
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    07. March 2010 um 12:14

    Das Setting könnte packen, aber die Sprache erreicht den Leser nicht, der Plot hat keine Fallhöhe und die Figuren bleiben steif und schattig. Schade. *** Robert aus einem englischen Bergarbeiterdorf beginnt ein neues Leben in London, lernt dort auch die feudalen Strukturen kennen, schließt sich aber dann dem Kampf der Gleichberechtigung, dem Kampf für ein neues Zeitalter an. Soweit so gut. Nur ist das Britannien dieses Buches durchdrungen von einem chemischen Element, das sich dem menschlichen Willen unterwirft. Äther. Auf ihm fußt das Gildensysthem, die Macht, das Leben. Äther kann aber auch vergiften - Aus Menschen werden Zauberwesen, die gefangen und weggesperrt gehören. *** Ein interssanter Ansatz, aber leider oft diffus. Gesellschaftskritik? Nicht zu Ende gedacht. Integrationskritik? Ohne Akzente. Fiktive Biographie? Weit hergeholt und ohne Rahmenhandlung. Die dramatischen Momente offenbaren am Eindrucksvollsten das Schreibunvermögen des Autors: Sie mutieren zu Traumsequenzen, bleiben unausgemalt, nicht einmal Strichzeichnungen. Auch die ach so dramatische Suche nach dem Grund für a) den Tod von Annas Mutter b) den Tod von Roberts Mutter und c) das unter den Teppich gekehrte Maschinenunglück sind am Ende weder wirklich dramatisch noch überraschend. Die Story gibt nicht viel her. Eine Geschichte, die zu dünn und nicht mutig genug ist.

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