Das Buch entführt die Leser*innen in ein kleines Dorf an der französischen Atlantikküste. Adair, der nach einer Nahtoderfahrung die Stille sucht, und Amélie, die nach dem Tod ihres Vaters eigentlich nach Paris ins Filmstudium zurückkehren müsste, begegnen sich dort. Verbunden werden ihre Wege durch den Versuch, ein altes Kino zu retten ein Ort voller Charme und nostalgischer Magie, der im Kontrast zur modernen Welt steht.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, was einen tiefen Einblick in beide Figuren ermöglicht. Besonders die filmischen Anklänge geben dem Roman eine eigene Note. Wer jedoch rasant wechselnde Handlungsstränge erwartet, könnte enttäuscht sein, denn das Tempo ist eher gemächlich.
Mir hat gefallen, wie Ian Raine die Figuren sanft in Richtung Veränderung und Heilung begleitet und dabei zeigt, was „Heilung“ in diesem speziellen Kontext bedeuten kann. Zwar empfand ich manche Passagen als etwas langatmig, aber gerade die emotionale Wirkung hat mich überzeugt. Wer eine ruhige, atmosphärische Geschichte mit melancholischem Grundton und zarten Liebesmomenten sucht, wird hier fündig.









