Ian Rankin Ehrensache

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Inhaltsangabe zu „Ehrensache“ von Ian Rankin

Jemand scheint dem jungen Parlamentarier Gregor Jack mit aller Macht schaden zu wollen. Als er bei einer Bordell-Razzia festgenommen wird, scheint die sensationsgierige Presse vorab über seine Anwesenheit informiert worden zu sein. Aus reiner Neugierde beginn Rebus, Nachforschungen über Gregor Jack anzustellen, und steckt kurz darauf mitten in einem Mordfall: Jacks Frau, die glamouröse Elizabeth Ferrie, wird tot in ihrem Ferienhaus in den Highlands aufgefunden. Es scheint, dass die alten Schulfreunde des Paares – die „Meute“ – in die Vorkommnisse verwickelt sind … Gregor Jack steht vor einer großen politischen Karriere, denn er ist ein junger Abgeordneter des schottischen Parlaments und dazu in seinem Wahlkreis sehr beliebt. Doch als die Polizei bei einer Razzia ein Bordell in einem der besseren Stadtteile Edinburghs auffliegen lässt, scheinen alle Träume zu zerplatzen. Nicht nur, dass die Polizei Jack unter den Gästen findet, sein Foto prangt bereits am nächsten Morgen auf allen Titelseiten. Wie konnten die Medien so schnell von dem Einsatz erfahren haben? Ist der Abgeordnete möglicherweise in eine Falle gelockt worden? Detective Inspector John Rebus, eigentlich mit einem anderen Fall und zudem mit der brennenden Frage beschäftigt, ob er nach gescheiterter Ehe nun doch mit seiner neuen Freundin zusammenziehen soll, bekommt langsam Interesse an Gregor Jacks Fall – nicht zuletzt deshalb, weil er in Jacks Werdegang Parallelen zu seinem eigenen Leben entdeckt und eine Sympathie für den Politiker entwickelt. Zusammen mit seinem Kollegen Brian Holmes beginnt Rebus zu recherchieren Rebus. Doch an Jacks Lebenslauf scheint nichts Auffälliges zu sein – außer der Ehe mit der glamourösen Elizabeth Ferrie, der einzigen Tochter eines reichen Unternehmers. Böse Zungen behaupten, der Schwiegervater hätte ein paar Fäden gezogen, um Jacks Karriere auf die Sprünge zu helfen. Von Neugierde getrieben stattet Rebus Jack einen Besuch ab, der seine Frau seit dem Vorfall im Bordell nicht mehr gesehen hat. Kurze Zeit später wird die Leiche von Elizabeth Jack im Wochenendhaus in den Highlands gefunden...

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  • Rezension zu "Ehrensache" von Ian Rankin

    Ehrensache
    LEXI

    LEXI

    13. February 2013 um 10:55

    Der Einstieg in den 4. Band der Krimireihe um den schottischen Ermittler John Rebus ist eher unspektakulär. Rebus und seine Kollegen entdecken im Zuge einer Razzia in einem als Bed & Breakfast getarnten Bordell namens „Croft Guest House“, einem Etablissement für die Etablierten, wie Rebus es sarkastisch nennt, den Abgeordneten Gregor Jack. Die Anwesenheit des Parlamentsmitglieds scheint der Presse durch einen anonymen Hinweis bereits bekannt zu sein und der öffentliche Skandal ist nicht mehr zu stoppen. Beinahe zeitgleich wird Rebus durch Chief Inspektor Lauderdale damit beauftragt, den Diebstahl einiger seltener, erlesener Bücher von großem Wert aus der Sammlung eines gewissen Professor James Aloysius Costellos aufzuklären, einem Professor für Theologie an der University of Edinbugh. Eine dritte Handlungsperspektive lässt William Glass als Verdächtigen erscheinen, der im Rauschzustand einen Frauenkörper an der Dean Bridge ins Wasser geworfen haben soll. Als Glass kurz darauf verschwindet, werden auch hier Ermittlungen eingeleitet. Ian Rankin beleuchtet anhand seines eigenwilligen Detectives sämtliche Handlungsperspektiven und wartet mit einer beschaulichen Anzahl von Charakteren auf, die im Laufe der Geschichte allesamt auf irgendeine Weise verdächtig erscheinen. In der Buchhandlung „Suey Books“ unweit der Wohnung Professor Costellos, der ersten Anlaufstelle bei der Suche nach den verschwundenen Büchern, stößt Rebus auf eine seltsame junge Frau namens Vanessa, die etwas zu verbergen scheint. Der zunächst unkooperative Assistent des Politikers Gregor Jack, Ian Urquhart, sowie dessen Sekretärin, Helen Greig, erweisen sich ebenfalls als äußerst zurückhaltend in ihren Aussagen und lassen den Leser im Unklaren, ob es sich hier um äußerste Loyalität ihrem Arbeitgeber gegenüber – oder um Vertuschung diverser Ungereimtheiten zu handeln scheint. Die große Clique um den Abgeordneten bietet eine Vielfalt verdächtiger Personen, die dem Leser einen breiten Spekulationsspielraum bieten. Ronald Steele, der Inhaber der Bibliothek „Suey’s“, der Schauspieler Rab Kinnoul und seine Frau Cath, der psychopathische Mörder Andrew Macmillan sowie Tom Pond, Bill Fisher und Alice Blake werden in groben Zügen vorgestellt und Verdachtsmomente gesetzt. Vermehrtes Augenmerk wird auf den Transportunternehmer Barney Byars gelegt, der mit dem Ehepaar Jack befreundet ist und von anonymen Anrufen und Briefen an den Parlamentarier berichtet. Sie alle sind auf eine Art und Weise miteinander verbunden, die Rebus mühsam zu verstehen sucht. Als nach dem Aufruhr um den Bordellbesuch des Politikers und der entsprechenden Medienhetze Liz Jack verschwindet und einige Tage später ihre Leiche gefunden wird, leitet die Polizei eine offizielle Fahndung ein und Detective Inspector John Rebus nimmt die Fäden in die Hand. ******** Wer sich von „Ehrensache“ einen hochspannenden Plot erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Es handelt sich vielmehr um einen ruhigen Kriminalroman des bedächtigen Ermittlers John Rebus, der ebenfalls „zahmer und angepasster“ erscheint, als in seinen vorangegangenen Fällen. Die akribische Ermittlungsarbeit der Polizei, die durch die Intuition und den feinen Spürsinn von Rebus und seinem Kollegen Holmes in die richtigen Bahnen gelenkt wird, weist keine hochgradig spannenden Szenen auf, wie man sie von Thrillern gewohnt ist. Und dennoch habe ich es genossen, Rankins Protagonisten bei seiner Arbeit zu begleiten. Der Autor verrät uns auch hier wieder ein wenig aus dem Privatleben seiner Hauptfigur und ich mochte speziell in diesem Band den skurillen Humor des Detectives, der mich wiederholte Male zum Schmunzeln brachte. Für Fans dieser Reihe ist es vor allem interessant, neben der Liaison Rebus' mit Dr. Patience Atkins auch „Farmer Watsons“ Entwicklung oder die Karriere von „Brian Holmes“ weiter verfolgen zu dürfen. Zusammenfassend darf ich diesem ruhigen Kriminalroman durchaus 4 Bewertungssterne vergeben. Ein wenig enttäuscht hat mich jedoch die Tatsache, dass der erste Mordfall um die Frauenleiche im Wasser keine Aufklärung gefunden hat und der Leser hierzu im Unklaren gelassen wurde.

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  • You don't know Jack

    Ehrensache
    Stefan83

    Stefan83

    06. November 2011 um 14:19

    Lange hat es in Deutschland gedauert bis der schottische Autor Ian Rankin seinen Weg aus dem Schatten der populären Schwedenkrimis gefunden hat. Mittlerweile ist er als fester Bestandteil in den Krimiabteilungen der gut sortierten Buchhandlungen wohl nicht mehr wegzudenken. Und selten hat der Spruch "Qualität setzt sich durch" so gut gepasst, wie bei Rankins langlebiger Serie um den kauzigen Detective Inspector John Rebus. Wem Mankell zu düster ist, Indridason zu trist und Vargas zu speziell, der greift zu Ian Rankin. Und wird nicht enttäuscht sein, denn wie kein anderer vermag es dieser Autor einen spannenden Plot zu inszenieren und dabei trockenen Humor, literarischen Anspruch und logischen Handlungsaufbau in einem perfekten Gefüge zu vereinen. Dabei ist Rankin zudem auch stets höchst aktuell und er greift nicht selten auf Ereignisse der realen Welt zurück, um seinem Krimi einen authentischen Klang zu verleihen. So auch im vierten Fall der Rebus-Reihe, der nach einigen düsteren Ritualmord- und Serienkillerplots in den drei Vorgängern, um einiges actionarmer daherkommt und in gewissem Sinne einen Spagat zwischen klassischem Krimi und Politthriller vollzieht. Nach der kurzen, aber eher fruchtlosen Beziehung mit einer Londoner Psychologin kämpft der miesepetrige Einzelkämpfer und Workaholic Rebus nun mit einem weiteren Problem. Soll er bei seiner neuen Lebensgefährtin Patience einziehen? Geistig schließt er mit sich selbst den Pakt, dass dies nur der Fall sein wird, wenn die alte Polizeistation Great London Road erhalten bleibt und renoviert wird. (Die letzte Seite des Buchs gibt hier die witzige Auflösung). Neben diesen Beziehungsgeschichten, die wie immer bei Rankin angenehme und charmant erzählte Randerscheinung bleiben, beschäftigt Rebus nun ein neuer Fall. Gregor Jack, ein bei vielen populärer Abgeordneter, wird bei einer Razzia in einem Bordell erwischt. Und die Presse ist erstaunlich schnell da. Zu erstaunlich schnell für Rebus, der eigene Ermittlungen anstellt. Als dann einige Tage später Jacks Frau tot und eindeutig ermordet an einem Flussufer gefunden wird, scheint sich mal wieder das Misstrauen des DIs bestätigt zu haben. Gemeinsam mit Brian Holmes, dem gerade beförderten Detective Sergeant, der scheinbar als einziger den Menschenfeind Rebus längerer Zeit zu ertragen vermag, wühlt er in Jacks Vergangenheit und findet dort schon bald einige interessante Verbindungen. Um es kurz machen: "Ehrensache" liest sich wie seine Vorgänger durchaus amüsant und stets unterhaltend, ist aber diesmal erschreckend spannungsarm. Die Fahndung zieht sich träge dahin und selbst Krimigelegenheitsleser werden den Mörder wohl schon nach ein paar Seiten erraten haben. Dass ein weiterer Mord bis zum Schluss nicht aufgeklärt wird, trübt zudem das Gesamtbild. Der sehr spannungsgeladene Showdown gegen Ende vermag dann nicht ganz zum moderaten Erzählton zuvor passen und wirkt dadurch arg künstlich. Insgesamt ist "Ehrensache" ein schwächerer Teil der Reihe, bei dem ich das Edinburgh-Flair der Vorgänger vermisst habe, der aber über weite Strecken immerhin so gut unterhält, dass nie Langeweile aufkommt. Ein verzeihlicher Ausrutscher in einer Reihe, die mehr als ein Dutzend großartiger Krimis hervorgebracht hat.

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  • Rezension zu "Ehrensache" von Ian Rankin

    Ehrensache
    ribanna

    ribanna

    26. January 2010 um 20:42

    Der vierte Band der Inspector-Rebus-Reihe. Bei einer Bordell-Razzia wird der Abgeordnete des Wahlkreises erwischt und offenbar nicht zufällig ist die Sensationspresse anwesend. Mit einer Mischung aus Interesse und Mitgefühl beginnt Rebus, sich für den Parlamentarier zu interessieren. In dem Krimi laufen mehrere Fälle parallel, um sich zum Schluss zu einem Gesamtbild zusammenzufügen - der Diebstahl wertvoller Bücher, der Fund einer erschlagenen Frau im Fluss und das Verschwinden der Frau des Abgeordneten. Daneben nimmt Rebus' Privatleben einen gewissen Raum ein, da Rebus sich nicht entscheiden kann, wie weit die Gemeinschaft mit der neuen Frau in seinem Leben gehen soll. Das Buch hat einige Längen und reicht an den Vorgängerband nicht ganz heran.

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