Verborgene Muster

von Ian Rankin 
3,6 Sterne bei122 Bewertungen
Verborgene Muster
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Positiv (73):
Thomsons avatar

Eine aufgerundete 4, da eine 3 Sterne-Bewertung nicht gerecht wäre. Macht auf alle Fälle Lust auf die Rebus-Reihe!!

Kritisch (10):
Bonbosais avatar

Langatmig, aber doch mit einer gewissen Spannung

Alle 122 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Verborgene Muster"

Eine Mordserie versetzt Edinburgh in Angst und Schrecken. Zwei Mädchen wurden bereits getötet, und ein drittes ist verschwunden. Verbrechen dieser Art passen so gar nicht zum eleganten Image der schottischen Metropole, unter deren touristisch attraktiver Oberfläche es gefährlich zu brodeln beginnt. Detective Sergeant John Rebus, mit der Suche nach dem dritten Mädchen beauftragt, hat eigentlich seine eigenen Sorgen. Gerade hat seine Frau ihn verlassen und die gemeinsame Tochter einfach mitgenommen. Damit nicht genug, erhält er merkwürdige anonyme Briefe, denen kleine, zusammengeknotete Stricke und aus Streichhölzern gebastelte Kreuze beigelegt sind. Was sie bedeuten, ahnt er erst, als er sich aufmacht, dem mysteriösen Mörder auf die Spur zu kommen. Und dann ist plötzlich seine eigene Tochter spurlos verschwunden ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442446070
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:01.05.2000

Rezensionen und Bewertungen

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    _BlogderBucheules avatar
    _BlogderBucheulevor 2 Tagen
    Mehr von versprochen

    Meine Meinung zum Buch: Mit John Rebus ist dem Autor ein toller, normaler Detective gelungen, mit dem man recht schnell warm wird. Allerdings tröpfelt die Geschichte eher langsam vor sich hin, ein kurzer Spannungsbogen kommt auf, doch dann ist man auch schon beim Ende des Buches. Man fühlt sich sehr gehetzt, regelrecht zum Ende der Geschichte gedrängt. Auch das verregnete Schottland, mit seinen alten verwitterten Gassen und seinem eigenen Charme vermag nicht über diesen eher langweiligen Krimi, ohne große Überraschungen/Wendungen, hinweghelfen. Schade, gerade als Schottland Fan hätte ich mir wesentlich mehr von diesem Krimi erhofft. Mit Verborgene Muster startet die Reihe um John Rebus, etliche weitere Fälle folgen. Mein Fazit: 2 von 5 Eulen. Gruß eure Bucheule 📖

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    AmeLies avatar
    AmeLievor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Geschichte, aber leider ohne Spannung.
    Gute Idee, aber die Spannung fehlt

    Eine Freundin empfahl mir die Bücher des britischen Autors Ian Rankin, also habe ich mir das erste seiner „Inspector-Rebus“ Reihe gekauft und voller Vorfreude sofort angefangen zu lesen.

    Inhalt
    Eine Reihe von Morden an jungen Mädchen erschüttert Edinburgh. Auf den ersten Blick erscheinen sie völlig willkürlich und ohne jeden Zusammenhang. Die schottische Polizei steht vor einem Rätsel. Der ehemalige Soldat und jetzige Polizist John Rebus, welcher seit kurzem seltsame Botschaften mit geknoteten Schnüren und Kreuzen per Post erhält, gehört zu der Einheit, die in diesem Fall ermittelt. Als seine eigene Tochter ebenfalls verschwindet, wird die Aufklärung der Verbrechen für Rebus eine persönliche Angelegenheit...

    Meinung
    Der Schreibstil des Autors gefällt mir durchaus gut. Sprachlich klar formuliert und ohne Verwendung von viel zu langen, verschachtelten Sätze, vermittelt der Autor fast greifbar die Verzweiflung der Hauptfigur. Auch die düstere Stimmung in den weniger glanzvollen Vierteln von Edinburgh, verborgen vor den Augen der Touristen, ist für den Leser gut nachvollziehbar.
    Die Idee der Geschichte ist ebenfalls vielversprechend. Bei der Handlung hätte ich mir aber etwas mehr Spannung gewünscht. Schon durch den Klappentext und die ersten Hinweise im Buch wird dem Leser sofort klar, dass Rebus eine entscheidende Rolle für den Täter spielt. Auch fehlen „Sackgassen“ bei der Ermittlung. Der Fall wird hier in meinen Augen nicht klassisch wie in anderen Kriminalromanen durch Ermittlungsarbeit und Kombinationsgabe gelöst, sondern der Täter, nachdem bei Rebus der Groschen gefallen ist, dass die Mordserie eine persönliche Angelegenheit ist, quasi auf dem Präsentierteller serviert. Mir persönlich geht es einfach ein bisschen zu schnell.
    Die Figur des Inspectors ist gut ausgearbeitet. Seinen Gedankengängen zu folgen, ist manchmal etwas schwierig, aber ich denke, dass entspricht der Intention des Autors. Durch Ereignisse in Rebus’ Vergangenheit, die dem Leser erst im Laufe der Geschichte bekannt werden, ist er stark traumatisiert, was ihn in bestimmten Situationen immer wieder einholt. Wie schon oben gesagt, kann man seine Verzweiflung, insbesondere nach der Entführung seiner Tochter, mitfühlen. An manchen Stellen ist man als Leser aber auch schon fast „genervt“ von den seitenlangen Selbstmitleidsbekundungen des „Helden“. Viele der anderen Charaktere wie beispielsweise sein Bruder Michael bleiben aber blass. Auch die klischeehafte Darstellung des Journalisten Jim Stevens enttäuscht.
    Die Auflösung des Falles war zwar logisch, aber dennoch ein wenig zu konstruiert. Die Verwicklung der einzelnen Charaktere in den Gesamtzusammenhang wirkte ein wenig zu „gewollt“.

    Fazit
    Die Geschichte hat mich durchaus überzeugt. Leider kann ich aufgrund der Schwächen beim Spannungsaufbau, der Auflösung und den zum Teil doch recht wenig überzeugenden Charakteren nur drei Sterne vergeben. Man muss aber dazu sagen, dass dieser Roman das Debüt aus der Rebus Reihe des damals noch sehr jungen Ian Rankin war. Ich würde weiteren Büchern des Autors auf jeden Fall eine Chance geben.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Langweilig, depressiv, klischeehaft und vorhersehbar

    Ian Rankins erstes Buch aus der Inspector Rebus Reihe ist ein sprachlich guter, inhaltlich enttäuschender Thriller. Während die Erzählweise an sich durchaus Potential zeigt den Leser in die düstere Welt des trinkenden, rauchenden, geschiedenen, eine-immer-älter werdende-Tochter-die-er-viel-zu-selten-sieht-Habenden, einsamen, psychisch labilen und gläubigen Kommissars zu entführen, bleibt der Krimi auf inhaltlicher Ebene enttäuschend einfältig. John Rebus kommt einem vor wie das Abziehbild eines abgehalfterten Ermittlers; echte Tiefe besitzt der Charakter kaum. Darüber kann auch eine halbwegs spannende Hintergrundgeschichte nicht hinwegtäuschen. Was ja noch kein Beinbruch sein müsste, wenn der Kriminalfall spannend wäre. Leider konzentriert sich der Autor viel zu stark auf den langweiligen Rebus, dessen Selbstmitleid sich teils seitenlang wie ein durchgekauter Kaugummi durch das Buch zieht. Klischeehafte Traumsequenzen und Schreie aus der Vergangenheit helfen da auch nichts, ja, sie bewegen Rebus' Leiden sogar in die Nähe des Lächerlichen. Dass der Fall unter den Tisch fällt ist dabei wohl kaum so wichtig, denn auch dieser ist nach Schema F verfasst. Ein Entführer, junge Mädchen, die er anscheinend wahllos als Opfer aussucht, geheimnisvolle Briefe, die der Kommissar erhält usw. Dass die mysteriösen Briefe vielleicht etwas zu bedeuten haben und nicht nur ein Streich sind (ich würde gerne mal einen Krimi lesen in dem solche Nachrichten wirklich nur ein Scherz sind, das wäre mal eine echte Überraschung) fällt dann auch erst einer Kollegin auf, mit der Rebus natürlich eine Affäre hat. Den Mörder kannte ich nach ungefähr 20 Minuten lesen. Nach der Hälfte des Buches kannte ich die gesamte restliche Handlung. Rebus ziellosen Wanderungen durch das Nachtleben von Edinburgh zu folgen, ist teilweise so langweilig und der Kommissar so depressiv, dass man in das Buch hineinspringen und diesen Rebus mal ordentlich durchschütteln möchte. 
    Nun muss ja nicht jedes Buch heiter sein. Aber Rebus Depression erscheint nur als Selbstzweck, als billiger Versuch, den Ermittler irgendwie interessant zu gestalten. Es muss ja auch nicht jedes Buch spannend sein. Aber das hier ist ein Kriminalroman, und da er sonst nichts zu bieten hat wäre wenigstens etwas Spannung angebracht gewesen.
    Ein Buch, welches so langweilig und uninteressant ist, dass ich es am liebsten in die Ecke gepfeffert hätte, wenn ich es nicht auf meinem E-Reader gelesen hätte, was auf der anderen Seite aber auch ein Glück ist, da ich so weniger Geld für dieses Buch ausgeben musste.

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    Schwertlilie79s avatar
    Schwertlilie79vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: In meinen Augen ein schwaches Rebus-Debut des schottischen Autors Ian Rankin.
    Verborgene Ermittlungsarbeit

    Mein erster Rebus-Krimi lässt mich eher enttäuscht zurück. 


    Bisher war ich es gewohnt, dass die Kommissare, nach denen ganze Krimireihen benannt sind, die Hauptrolle bei den notwendigen Ermittlungen spielen, in diesem Fall spielt Detective Sergeant Rebus im Hinblick auf die Ermittlungen eine eher untergeordnete Rolle - zumindest bis zu dem Moment, in dem seine Tochter entführt wird. Allerdings benötigt der Autor etwa zwei Drittel (!) des Buches um überhaupt an diese Stelle zu gelangen, was für meinen Geschmack einfach zu lange ist. 

    Hinzu kommt die Tatsache, dass ich mit der Figur 'John Rebus' bis zum Ende des Krimis nicht warm geworden bin. Sein Leben ist dermaßen kaputt, seine Gedankengänge sind teilweise so merkwürdig - das entspricht leider nicht meinem Geschmack. 

    Der Schreibstil des Autors wirkt auf mich eher bemüht denn gekonnt - mit Sätzen wie "Sie roch gut, wie ein Baby auf einem Handtuch am Kamin." oder Wiederholungen wie "lächeln, lächeln, lächeln" kann ich nicht wirklich viel anfangen. Es mag allerdings sein, dass dies zumindest teilweise einer unglücklichen Übersetzung geschuldet ist.

    Nett fand ich hingegen die Tatsache, dass ich einige der Schauplätze in Edinburgh wiedererkannt habe, da ich die Stadt erst vor kurzem besucht habe, was - nebenbei bemerkt - auch der Grund dafür ist, dass ich mich für diesen Autor entschieden habe. Der Mordfall an sich wird nachvollziehbar und durchaus spannend aufgelöst, auch wenn der Krimi im Nachhinein doch ein wenig zu konstruiert wirkt - vom Hocker gerissen hat mich die Geschichte nicht unbedingt.

    Lesern, die vor allem an der persönlichen Geschichte eines Ermittlers interessiert sind und kein großes Interesse an der Ermittlungsarbeit haben, mögen an diesem Buch ihre Freude haben - von mir gibt es leider nur drei - allerdings sehr schwache - Sterne.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach großartig! Ian Rankin schafft es einen von der ersten Seite bis zur letzten atemlos zu lassen!
    Nr. 1 der Inspector Rebus Reihe

    Als zwei Mädchen tot aufgefunden werden und ein drittes als Vermisst gemeldet wird, wird Rebus auf den Fall angesetzt. Der Killer ist mitteilsam und schreibt fleißig Briefe, die niemand zu versteht. Erst als Rebus Tochter entführt wird, wird ihm klar, wer ihm die Briefe geschrieben hat und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt....
    Atemlos spannend!

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    Bonbosais avatar
    Bonbosaivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Langatmig, aber doch mit einer gewissen Spannung
    Langatmig, aber doch mit einer gewissen Spannung


    Ian Rankin ein zeitgenössischer britischer Krimi-Autor aus Edinburg, er erschuf die Figur des Inspector John Rebus, und ich las, dass die Romanfigur in GB eine ähnlich große Popularität hat, wie sonst Kurt Wallander von Henning Mankell.

    Eine Mordserie versetzt Edinburgh in Angst und Schrecken. Zwei Mädchen wurden bereits getötet, und ein drittes ist verschwunden. Für mich war das trotz der Morde eher weniger ein Krimi als vielmehr die Lebensgeschichte von John Rebus. Sein Leben mit allen Problemen die der Kommissar privat hat steht eindeutig im Vordergrund.

    Es wird sehr intensiv auf die Vergangenheit von Rebus beim Special Air Forces eingegangen und alles sehr ausführlich dargestellt, wieso John Rebus seinen Dienst dort abgebrochen hat und in den Polizeidienst gewechselt hat.

    Ich habe mich mehr oder weniger durch das Buch gequält. Weglegen wollte ich es auch nicht, denn so langweilig war es dann doch wieder nicht, teilweise waren die Milieuschilderungen auch sehr interessant – und die Auflösung und Hintergründe der Morde wollte ich doch wissen. Zum Ende des Buches wurde es dann aber doch sehr spannend.

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    louzees avatar
    louzeevor 3 Jahren
    Verborgene Muster

    In Edinburgh sind bereits zwei Mädchen verschwunden und ermordet, ein drittes wird vermisst als Polizist John Rebus zu den Ermittlungen hinzugezogen wird. Eigentlich hoffte er diese Aufgabe würden andere übernehmen denn Rebus hat mit genug eigenen Problemen zu kämpfen. Frisch verlassen von seiner Frau die das gemeinsame Kind mitgenommen hat und zu allem Überfluss erreichen Ihn seit einiger Zeit seltsame anonyme Briefe.

    Der erste Roman der inzwischen bereits 19-bändigen Inspector Rebus Reihe fing für mich sehr schleppend an. In der ersten Hälfte des Buches rückt der eigentliche Fall mehr in den Hintergrund und man erfährt viel von Rebus selbst, den Menschen in seiner Umgebung und seiner Geschichte. Durch die vielen Szenenwechsel, Rückblicke und ähnliche Namen der Charaktere war es manchmal etwas verwirrend und schwer in die Geschichte reinzukommen.
    In der zweiten Hälfte ist dann plötzlich der Knoten geplatzt und die Geschichte widmet sich dem eigentlichen Thema, wird Spannend und nimmt gehörig an Fahrt auf. So schleppend es am Anfang auch war, so plötzlich kommt dann auch schon das Ende. Von den vielen, am Anfang neben dem eigentlichen Fall angestoßenen Fragen, bleiben so manche in dem schnellen Ende unbeantwortet. Da es sich aber um eine Reihe handelt gehe ich davon aus, dass diese Nebenstränge in späteren Bänden fortgesetzt werden.

    Insgesamt war das Buch für mich ein ganz solider Krimi. Der schleppende, etwas wirre Anfang hat das Lesevergnügen ein wenig getrübt. Da es aber ein Reihenauftakt ist braucht es vielleicht auch einfach etwas mehr Raum für einleitende Details. Mittelfeld mit Luft nach oben... 3 Sterne

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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor 4 Jahren
    verborgene Muster mit offensichtlichen Schwächen

    In Edinburgh verschwinden kleine Mädchen und werden hinterher tot aufgefunden. Fieberhaft ermittelt die Polizei, denn die Bürger verlangen eine Verhaftung. Zeitgleich bekommt John Rebus, rätselhafte Briefe, mit mysteriösen Hinweisen. Doch der Polizist ist zu sehr mit seinem kaputten Leben beschäftigt, um zu erkennen, dass der Täter ihn kennt und mit den Briefen Hinweise zu den Mädchen liefert. Erst als Johns Tochter Opfer des Wahnsinnigen wird, kramt er in seiner Vergangenheit, die er eigentlich nur vergessen wollte. Zu schrecklich sind die Ereignisse und doch nun zwingend nötig um das Monster aufzuhalten.

     

    „Verborgene Muster“ ist der erste der Berühmten John-Rebus-Reihe und das merkt man ihm auch an. Durch die detailgetreue Charakterisierung der handelnden Personen gerät das Verbrechen in den Hintergrund und ließ mich seltsam unberührt zurück. Ich musste mich an manchen Stellen arg zwingen weiter zu lesen, da mir die Ähnlichkeiten der Namen John, Jim, Jack Schwierigkeiten machten, immer zu eruieren wer gerade im Mittelpunkt stand. Eh Rebus dann auch das Geheimnis seiner Vergangenheit lüftet, vergeht auch noch mal fast zwei Drittel des Buches. Von daher war das Ganze nicht so spannend wie erwartet. Aber das kann ja noch kommen. Zumindest weiß ich jetzt warum, John so ein emotionales Wrack ist. Kein Wunder bei dem was er durchmachen musste. Den Umstand, dass der Bruder ein Show-Hypnotiseur und dazu noch kleinkriminell ist, fand ich ein witziges Gimmick. Das verlieh der Geschichte schon wieder fast so etwas wie Charme.

     

    Da das Buch nicht sonderlich dick ist, habe ich mich mit John Rebus letztendlich doch noch anfreunden können. Außerdem können sich tausende Fans weltweit nicht irren, aufgrund dessen bin ich geneigt, die Schwächen einfach dem Umstand anzurechen, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt und der Autor in den Folgebänden einen Entwicklungsprozess durchläuft.

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    Hackuchans avatar
    Hackuchanvor 5 Jahren
    Dr. Jekyll und Mr. Hyde in Edinburgh - Verbrogene Muster von Ian Rankin

    Das war mein erster Roman von Ian Rankin. Er stand schon lange in meinem Regal, aber irgendwie konnte ich mich nie durchringen ihn zu lesen. Dann habe ich eine Dokumentation über Edinburgh gesehen. Ian Rankins Edinburgh. Also habe ich sogleich das Buch zur Hand genommen und innerhalb zwei Tagen gelesen. Es ist ja auch nicht besonders dick. Aber lasst euch nicht täuschen. Es kommt bekanntlich nicht auf die Grösse drauf an.

    John Rebus ist ein Detective Sergeant in Edinburgh. Er steht irgendwo in der Mitte der Hackordnung, ist geschieden und wird von Geistern aus seiner Vergangenheit geplagt. Sein Leben verläuft mehr schlecht als recht. Eines Tages verschwinden junge Mädchen von ungefähr zehn Jahren in Edinburgh und Rebus erhält anonyme Briefe. Was hat es mit diesen Briefen auf sich? Was spielt Rebus Vergangenheit für den Fall für eine Rolle? Und wer ist Gil? 

    Ian Rankin wird nicht um sonst als Meister der Kriminalromane gehandelt und räumt auch nicht ohne Grund Preise ab. Seine Kulisse ist das schöne Edinburgh in Schottland. Die Schotten werden oft als ein derbes Volk stigmatisiert, aber wenn man sich die Vergangenheit Edinburghs näher ansieht, darf man sich nicht wundern. Leichenschänder, Serienmörder, Kannibalen. In den alten Steinmauern der Stadt leben wahrscheinlich viele Geister. Heute ist Edinburgh ein beliebtes Ziel für Touristen. Ian Rankin erzählt nicht nur von seine Figuren, sondern lässt auch die Stadt lebendig werden. Sie ist belebt. In ihr wohnen Menschen. Es gibt unzählige Statisten, die nichts mit dem Fall zu tun haben, aber diese Stadt bevölkern. Genau das macht diesen  Roman so unglaublich intensiv. 

    Auch die Figuren sind wundervoll skizziert. Keine langem Geschichten, sondern kleine Marotten, kurze Momente lassen die Figuren aufleben. Diese Details verleihen ihnen eine Tiefe, die ihnen eine noch so brillante Analyse nicht geben könnte.

    John Rebus ist verschlossen, raucht und geht gerne einen trinken. Seite für Seite schält man diesen Mann, bis der Leser endlich erfährt, was ihn so quält. Und plötzlich ändert sich die Stimmung in diesem Buch: Die Schleier sind gefallen, die Knoten entwirren sich, die Dunstschleier in den Pubs und Bars sind durchsehbar geworden und genauso klärt sich John Rebus Erinnerung.

    Ein wiederkehrendes Motiv ist die Novelle über Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Auch John Rebus verliert teilweise Erinnerungen daran, was er gerade gemacht hat. Er erinnert sich nicht mehr, wann er die letzte Zigarette geraucht hat oder wo er etwas essen war. Seine Freundin vermutet irgendwann, dass er sich die Briefe selber schreibt und die Verbrechen begangen hat. So wie bei Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Am Ende gibt es eben doch ein Mr. Hyde. Nur etwas anders. Eine neue Interpretation von Ian Rankin.

    Lass euch mit reissen von diesem packenden Krimi!

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    Phinis avatar
    Phinivor 6 Jahren
    Rezension zu "Verborgene Muster" von Ian Rankin

    Inhalt
    Eine Mordserie versetzt Edinburgh in Angst und Schrecken. Umso schlimmer, dass es sich bei den Opfern um junge Mädchen handelt. Lange merkt der mit den Ermittlungen betraute Detective Seargeant John Rebus nicht, dass der Täter längst Kontakt mit ihm aufgenommen hat. Erst spät erkennt er den Zusammenhang zwischen den seltsamen anonymen Briefen, die er bekommen hat, und den Morden. Und dann ist seine Tochter Samantha plötzlich spurlos verschwunden

    Autor
    Ian Rankin ist einer der erfolgreichsten britischen Krimiautoren. Seine Bücher werden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt, er ist Preisträger vieler nationaler und internationaler Auszeichnungen. Geboren wurde der Bestsellerautor 1960 in Schottland, er studierte Literaturwissenschaft an der Universität von Edinburgh. Seine ersten Bücher entstanden als Nebenprodukt seiner Doktorarbeit. Berühmt machte ihn die "Inspector-Rebus"-Reihe, deren erster Band 1987 erschien. Nach 17 Fällen, zuletzt "Ein Rest von Schuld", pensionierte Ian Rankin seinen Chefermittler und ließ ihm einen jungen Ermittler, Inspector Malcolm, nachfolgen. Der Autor lebt mit seiner Familie in Edinburgh.

    Meine Meinung
    Ich hatte ganz schöne Probleme in das Buch rein zu kommen. Es war zu Beginn sehr verwirrend. Ich muss zugeben ich habe noch sehr in dem letzten Buch gehangen, daher hat mir der Schreibstil von Ian Rankin ganz schöne Probleme bereitet. Allerdings hat er es dann doch geschafft meine Aufmerksamkeit zu erregen und ab da fand ich das Buch gut. Ein guter, in sich schlüssiger Krimi.

    Fazit
    Ich begebe mich jetzt nicht bewusst auf die Suche nach Krimis von Ian Rankin, sollte mir aber mal wieder einer per Zufall in die Hände fallen, werde ich diesen gern lesen.

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