Ian Rankin Verschlüsselte Wahrheit

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Inhaltsangabe zu „Verschlüsselte Wahrheit“ von Ian Rankin

Fünf Jahre ist es her, dass das Central Hotel in einem gewaltigen Flammenmeer bis auf die Grundmauern niederbrannte. Die Katastrophe forderte mehrere Tote, viele Gäste wurden verletzt, doch die Ermittlungen verliefen schnell im Sande. Nun fallen Inspector Rebus Hinweise auf Brandstiftung in die Hände, die nie in den Akten auftauchten. Die Tat trägt die Handschrift von „Big Ger“ Cafferty. Aber der hat einflussreiche Freunde – nicht zuletzt bei der Edinburgher Polizei …

Ein typischer Rebus-Krimi, gute Unterhaltung.

— pandora84

Großartig, wie jeder Inspector-Rebus-Roman, den ich bisher in gelesen habe.

— Buchhandlung_am_Schaefersee
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  • Das schwarze Buch

    Verschlüsselte Wahrheit

    Stefan83

    06. November 2011 um 14:22

    Im Frühsommer 1991 erreichte Ian Rankin ein Brief in Südwestfrankreich, wo er nach seiner "Flucht" aus dem Großkapital Londons seit knapp einem Jahr mit seiner Familie wohnte. In diesem wurde ihm mitgeteilt, dass er das Chandler-Fulbright-Stipendium für Kriminalliteratur gewonnen hatte und der Preis ein größerer Betrag Geld (mit freundlicher Empfehlung der Raymond-Chandler-Stiftung) war, an den die Bedingung geknüpft wurde, dass dieses im Verlauf eines sechsmonatigen Aufenthalts in den Vereinigten Staaten ausgegeben werden musste. Gemeinsam mit dem gerade erst drei Monate alten Sohn Jack flog Familie Rankin gen USA, wo der Autor damit begann sich Gedanken über den nächsten Rebus-Roman zu machen. Sein Ziel war es, der Serie einen erkennbaren Hintergrund zu geben, seine Figur vom erfundenen Edinburgh ins das reale zu versetzen, weshalb er schon im Vorgänger die Dienststelle von Rebus hatte abbrennen lassen. Nun sollte er in der echten Polizeistation in St. Leonard's Street arbeiten und der Leser genau erfahren, in welcher Straße der DI wohnt. Das Ergebnis all dieser in den USA stattgefundenen Überlegungen ist der fünfte Roman der Reihe: "Verschlüsselte Wahrheit". Für John Rebus hat sich nicht allzu viel geändert. Sein Glück bei den Frauen scheint weiterhin ein zeitlich begrenztes, denn Patience, seine Freundin, hat ihn kurzerhand aus der Wohnung geschmissen. Da er seine eigene blöderweise an eine Gruppe Studenten vermietet hat, muss er sich nun dort neben Joints, Körnermüsli und Tofuhappen ein freies Eckchen suchen, was schließlich noch erschwert wird, als plötzlich sein Bruder Michael, nach dreijähriger Haft wegen Drogenhandels entlassen, völlig pleite vor seiner Tür steht. Dementsprechend wenig Zeit versucht Rebus zu Hause zu verbringen, wenngleich es für ihn auch auf der Arbeit wenig rosig aussieht. Bei den neuen Kollegen in der Hauptwache St. Leonard's hat er sich nicht nur Freunde gemacht und besonders DI Flower scheint ihn auf dem Kieker zu haben. Zu allem Überfluss kommen dann noch seine Vorgesetzten auf die glorreiche Idee, eine weiteren Versuch zu starten, Morris Gerald "Big Ger" Cafferty hinter Gitter zu bringen. Der heimliche König des organisierten Verbrechens in Edinburgh hat dem Gesetz bereits desöfteren ein Schnippchen geschlagen und sich dank einflussreicher Freunde stets dem Zugriff entzogen. Als nun Rebus' Partner Brian Holmes im Hinterhof eines Restaurants niedergeschlagen wird und der DI in seinen Habseligkeiten ein schwarzes Buch findet, dass neue Erkenntnisse über den vor fünf Jahren stattgefundenen Brand im Central Hotel beinhaltet, sieht er die Chance gekommen seinen Erzfeind endgültig matt zu setzen. Ohne Rückendeckung von oben nimmt Rebus die Ermittlungen auf... Mit "Verschlüsselte Wahrheit" nähert sich, auch seinen eigenen Worten nach, Ian Rankins lange Lehrzeit allmählich ihrem Ende. Der Reihencharakter ist nun eindeutig erkennbar, zumal der Autor ökonomischer schreibt und wieder auf altbekannte Figuren (z.B. Jack Morton, Matthew Vanderhyde) zurückgreift. Eine Routine stellt sich dennoch nicht ein, da immer wieder neue Facetten der Stadt Edinburgh in Augenschein genommen werden, um die Rankin einen stets spannenden Plot zu spinnen weiß. In diesem Fall ist das Thema die Korruption der Volksvertreter, hinter deren achtbarer Fassade das organisierte Verbrechen in Form von Cafferty seine Fäden zieht. Und es ist dann wieder an Rebus, der, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn ausgestattet, die Kreise dieser Verbrecher stört und den Dreck am Fuße des Tümpels aufwirbelt. Rankins Schreibweise ist dabei eindeutig reifer geworden. Der Spagat zwischen den privaten Problemen seiner Figuren und dem Kriminalplot an sich gelingt ihm ausgezeichnet. Und während andere Autoren ihre Charaktere mit psychosomatischen Störungen überfrachten, herrscht hier der schwarze Humor vor, der selbst den düstersten Situationen noch etwas Witz abgewinnen kann. Etwas ist schon untertrieben, denn auch "Verschlüsselte Wahrheit" unterhält mit einem stets allgegenwärtigen knochentrockenen Sarkasmus, ohne dadurch das wirkliche ernste Thema der Story zu kaschieren. Als Gegenstück zum Alleingänger Rebus dient nun Detective Constable Siobhan Clarke, deren Rolle diesmal noch größer ausgearbeitet wurde und die für zukünftige Geschichten die perfekte Ergänzung zu sein scheint. Ein anderes, grundverschiedenes Gegenüber ist schließlich Cafferty, der in mancherlei Hinsicht Rebus ähnelt, was dieser aber auch durchaus erkennt, Rebus sich selbst aber nie eingestehen würde. Hier sieht man weiterhin den Faden des Jekyll und Hyde-Themas, das Rankin bereits seit seinem ersten Roman immer wieder als Stilelement nutzt. Auch wenn das Ende nicht in allen Belangen überraschen kann (die Hinweise waren teilweise zu deutlich), lässt es mich rundum zufrieden zurück. Insgesamt ist "Verschlüsselte Wahrheit" wieder und wie zu erwarten ein erstklassiger Krimi-Thriller-Mischling, der durchweg überzeugt und uns die Figur Rebus noch ein bisschen mehr ans Herz wachsen lässt. Noch 13 Romane liegen vor mir. Ich werde jeden einzelnen davon genießen.

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  • Rezension zu "Verschlüsselte Wahrheit" von Ian Rankin

    Verschlüsselte Wahrheit

    delijha

    12. January 2008 um 04:34

    Das war mein erster Roman von Ian Rankin. Eine Freundin hat mir seine Buecher an Herz gelegt und ich muss sagen, ich bin recht begeistert. Dadurch, dass ich ja (bisher) nicht so der Krimiauskenner bin, weiss ich natuerlich nicht, ob ich da auch eine gute Richtlinie bin, wenn jetzt wegen mir jemand ueberlegt, das Buch zu kaufen. Ich mag Inspektor Rebus, als Hauptfigur, total gerne. Er ist irgendwie schon teilweise sehr stereotyp und ich nehme an, nicht jeder wird mit ihm und seiner Person warm werden. Ich mag seine abgeklaerte, rauhe Art. Der Schreibstil von Rankin is fluessig und leicht und locker wegzulesen. Ich hab fuer die fast 400 Seiten, 3 Abende im Bett gebraucht und mich recht kurzweilig amuesiert. Die Geschichte is klug ausgedacht, bleibt vor Allem immer in Bewegung. Trotzdem der Autor abschweift, um nebenbei auch noch Rebus halbe Lebensgeschichte und die von anderen zu erzaehlen, laesst er das Alles geschickt in die Geschichte einfliessen - so hat man nicht das Gefuehl, es wuerde so dahinplaetschern und der Wunsch, der Autor moege doch bitte zur Geschichte zurueckkehren, entsteht gar nicht erst. Fazit: Ich muss sagen, Krimi hin oder her, ich mags, wenn die Geschichten noch komplexer sind und vor Allem spannender. Es war unterhaltsam und auch etwas spannend natuerlich, aber irgendwie eher ne Columbo-Geschichte (weiss nich, aber der Vergleich kam mir mehrfach in den Sinn). Ein Knallerbuch muss mich danach auch noch etwas in den Bann schlagen und begeistert drueber nachdenken lassen.

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