Ian Rolf Hill

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Rezension zu "John Sinclair - Folge 1984: Der Schrecken aus der Tiefe" von Ian Rolf Hill

Der Schrecken aus der Tiefe
Elmar Hubervor einem Jahr

„Der Mond spiegelte sich als zitternde Reflexion in seinen großen, dunklen Augen. Die Nacht war hereingebrochen. Das Wasser des Sees umschloss seinen Leib mit undurchdringlicher Schwärze. Nur weiter oben bekam es durch das Licht des Erdtrabanten einen silbrigen Schein. Doch es war etwas Anderes, was das Ungeheuer innerlich frohlocken ließ. Es waren die Stimmen und das Gelächter ausgelassener Menschen. Menschen, die beim flackenden Schein eines Lagerfeuers am Ufer des Sees zusammensaßen. Das Ungeheuer öffnete das Maul und ein blubberndes Grollen drang aus seinem gierigen Schlund. Geschmeidig glitt es an die Oberfläche.“

STORY
Entgegen der ausdrücklichen Warnungen der Einheimischen campieren die Londoner Studenten Sandra, Carl, Frank und Bernie am Ufer des idyllischen und versteckt gelegenen Badesees nahe des schottischen Dörfchens Killin. Doch in der Nacht steigt Etwas aus dem See und tötet Frank und Bernie. Sandra verliert darüber den Verstand und verschwindet in den Wald. Carl, der sich retten konnte, beschließt, seinen Kommilitonen, den „affektierten Spinner“ und „Grusel-Geek“ Johnny Conolly anzurufen, der in dem Ruf steht, schon des Öfteren dem Übernatürlichen gegenüber gestanden zu haben. So erfahren John Sinclair und Suko von dem Fall und machen sich eilends auf den Weg nach Killin.

„Die Soldaten ergriffen den Mann, der aber nur lachte und sich im Griff der Männer in das schreckliche Ungeheuer verwandelte. Es kostete viele das Leben, doch mit Äxten und versilberten Pfeilen konnten sie das Biest in Schach halten. Zum Glück verstand der Bischof etwas von Dämonologie und der heiligen Inquisition. Er war auch als Exorzist tätig. Und so kannte er Bannsprüche und die entsprechenden Symbole, mit denen der Satan gebändigt werden konnte. Nur töten konnten sie das Untier nicht, das in eine tiefe Senke floh. Dort umstellten die Männer das Ungeheuer und banden es mit einer silbernen Kette fest. Der Bischof brachte rund um die Senke Kreuze und Symbole an, die das Monster bannten. Danach leiteten sie einen Teil des River Dorchart um und fluteten die Senke.“

MEINING
Die Einheimischen, die den geheimnisvollen Stausee bei Anbruch der Dämmerung fluchtartig verlassen, die rätselhaften Bannsymbole im umliegenden Wald, eine alte Legende und die Dorfgemeinschaft, die das Geheimnis des Sees hütet. Mit DER SCHRECKEN AUS DER TIEFE hat Ian Rolf Hill wieder ein schönes Monster-der-Woche-Abenteuer für John Sinclair und seinen Partner Suko in bester GESPENSTER-KRIMI-Tradition verfasst. Soll heißen, weder das Rezept noch die Zutaten sind besonders neu, doch kann man damit auch kaum etwas falsch machen. Zu begrüßen ist auch, dass den Nebenfiguren mehr sind als nur das obligatorische Kanonenfutter, und dem Roman auch ein Quäntchen Romantik verleihen. Doch keine Sorge, noch sind wir bei JOHN SINCLAIR und nicht bei CORA MYSTERY. Seine hauptsächliche Spannung bezieht der Roman noch nicht einmal aus den blutigen Monsterattacken – die geschehen nur zu Anfang und am Ende – sondern aus der Tatsache, dass die Dorfbewohner, allen voran der Bürgermeister, alles daran setzen, das Geheimnis des Sees zu wahren. Auch mit der Gewissheit, dass es nach den jüngsten Ereignissen nur eine Frage der Zeit ist, bis das Monster stark genug ist, den Bannkreis um den See zu verlassen. Dabei ist das Dorfoberhaupt kein gewissenloser Killer, sondern zwischen „Pflicht“ und Hoffnung auf Rettung hin und her gerissen.

Ohne den schier unüberschaubaren sinclair‘schen Gegner-Pantheon im Hintergrund präsnetiert sich DER SCHRECKEN IN DER TIEFE angenehm altmodisch und ballastfrei. So wird dem Monster am Ende auch ganz in Old-School-Manier die Hölle heiß gemacht.

FAZIT
Souverän verfasster Monster-der-Woche-Schocker. Gut ausbalanciert und auch für Gelegenheitsleser bestens geeignet.

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Rezension zu "John Sinclair - Folge 2001: Gespensterreigen" von Ian Rolf Hill

Ein Schock für das Sinclair-Team!
Jarevor 2 Jahren

Nachdem John, Suko und Glenda Aibon unbeschadet verlassen haben, scheint der Fall um das Höllenkreuz überstanden zu sein. Doch der Geisterjäger von Scotland Yard ahnt nicht, was ihm noch bevorsteht. Zusammen mit seinen Freunden hat ein Wesen Aibon verlassen, dass alle bisher gekannten Maßstäbe sprengt und das sich als Wirtskörper eine Person aus dem Sinclair-Team aussucht. Zudem ruft ein Fall in Schottland den Geisterjäger auf den Plan, da es auf dem  berühmten Schloss Glamis Castle zu einem gespenstischen Zwischenfall gekommen ist. 


Nach Jason Darks bestenfalls mittelprächtigen Jubiläumsroman "Das Höllenkreuz" hat nunmehr Ian Rolf Hill die Aufgabe, der Serie ein wirklich würdiges Jubiläumshighlight zu verpassen. Ein Vorhaben, das ihm durchaus gelingt. Es sind gleich mehrere Schauplätze, die der Autor hier beackert, von denen sich zwei jedoch als Haupthandlung herauskristallisieren. Zum einen die Geschichte um das Sinclair-Team und die damit verbundene Sorge um gleich mehrere Mitglieder, die von dem Parasiten betroffen sind. Zum anderen die Geschehnisse auf Glamis Castle, die sich im weiteren Verlauf der Geschichte mit der Handlung um das Sinclair-Team verbinden. Dieser Part ist nicht schlecht und spielt mit Motiven klassischer Geistergeschichten. Allerdings hätte ich mir für das Jubiläum etwas Spektakuläreres gewünscht. Dieses bekommt man jedoch in Form des Handlungsstranges um den unheimlichen Parasiten. Hier kann Ian Rolf Hill seine ganze Klasse abfeuern, zumal der Roman zum Ende nicht nur für das Sinclair-Team dramatische Züge annimmt. Auch der Leser wird eine in dieser Form nicht erwartete Überraschung erleben. 


Ganz nebenbei wird hier wohl auch der Grundstein für die neue Sinclair Spin-off-Serie "Dark Land" gelegt, die man, sollte sich das bestätigen, was ich vermute, unbedingt auf dem Plan haben sollte. Auch stilistisch ist dieser Roman wieder deutlich besser, als die 2000. Ausgabe. 


Fazit:

"Gespensterreigen" braucht etwas Zeit, um die Dramatik zu bekommen, die man von einer Jubiläumstrilogie erwartet. Dafür wartet Ian Rolf Hill am Ende mit einer dicken Überraschung auf. Das Ende des Romans ist dann auch so, dass es nur eins gibt: weiterlesen. 



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Rezension zu "John Sinclair - Folge 1994: Ich, der Exorzist" von Ian Rolf Hill

Wiedersehen mit einem alten Erzfeind!
Jarevor 2 Jahren

Der Reporter Bill Conolly besucht Father Ignatius im Vatikan, als es zu ungewöhnlichen Vorfällen kommt. Ignatius Stellvertreter scheint von einem Dämon besessen zu sein. Dieser will unbedingt, dass der Sohn des Lichts zu ihnen kommt. Daher informiert Ignatius Oberinspektor John Sinclair, der sich mit seinem Freund und Kollegen Suko sofort auf den Weg nach Rom macht. Dort angekommen bleibt ihnen nur ein Weg, um den Mann zu retten: John und Father Ignatius müssen sich als Exorzisten versuchen.


Für seinen aktuellen Sinclair-Roman „Ich, der Exorzist“ hat sich Autor Ian Rolf Hill recht stark vom Horrorklassiker „Der Exorzist“ inspirieren lassen. Dabei macht er im Prinzip alles richtig. Der Roman liest sich ausgesprochenen spannend, zumal der Geisterjäger durch den Exorzismus selbst an den Rand seiner Leidensfähigkeit gebracht wird. Auch die kurzzeitigen Nebenhandlungen mit Bill und Suko wissen zu gefallen und sorgen dafür, dass die jeweiligen Szenen ganz hervorragend mit dem Cliffhanger-Prinzip arbeiten können.


Kritisch anzumerken gibt es nur einen Punkt, der nicht den Roman an sich, sondern seinen Platz im Seriengefüge betrifft. Im letzten Band war Father Ignatius indirekt beteiligt, als eine Agentin der Weißen Macht ums Leben gekommen ist und John Sinclair verzweifelt war, dass sein Kreuz ihm zum wiederholten Mal nicht so geholfen hat, wie er das gewohnt ist. Davon ist in diesem Roman überhaupt keine Rede mehr. Das ist sehr schade, da so das Seriengefügte nicht plausibel ist. Wichtig, richtig und zufriedenstellend wäre es gewesen, ein paar Wörter über den letzten Fall zu verlieren, zumal sich Ian Rolf Hill ja auch auf andere, wesentlich ältere Fälle und Romane bezieht. So wirkt es, als habe es die letzten Folgen nicht gegeben. 


Fazit: 

„Ich, der Exorzist“ ist ein richtig guter Sinclair-Roman, der eine ausgewogene Mischung aus Spannung, Action und Horror liefert. Zwar hat Ian Rolf Hill den Gesamtkontext der Serie nicht optimal im Auge, doch am Roman an sich gibt es nichts auszusetzen.



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