Ian Rolf Hill John Sinclair - Folge 1914: Arena der Werwölfe

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Inhaltsangabe zu „John Sinclair - Folge 1914: Arena der Werwölfe“ von Ian Rolf Hill

Der Werwolf zitterte vor Angst. Er, der in Vollmondnächten selbst Furcht und Schrecken verbreitete, winselte, denn er wusste, dass er sterben würde. Eigentlich hätte er sich gar nicht verwandeln dürfen, doch die Magie eines Mächtigen hatte die Transformation erzwungen. Unruhig lief er im staubigen Sand der Arena herum, die sich in einer großen, hölzernen Scheune befand. Er spürte, dass ihm grausame Qualen bevorstanden ...

... punktet durch die gründliche Kenntnis der Figuren und der Sinclair-Historie.

— Elmar Huber
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  • Arena der Werwölfe

    John Sinclair - Folge 1914: Arena der Werwölfe

    Elmar Huber

    12. July 2016 um 07:54

    „Francis Leech sah auf seine bewusstlosen Feinde hinab. Endlich. John Sinclair und Suko lagen vollkommen wehrlos zu seinen Füßen. Er konnte es jetzt zu Ende bringen. Ein für alle Mal. Zwei der größten Feinde von Luzifer beseitigen. Damit würde er in der Gunst des Höllenkaisers schlagartig nach oben steigen.“ STORYSeit Monaten terrorisiert die bulgarische Familie Petrova die Bewohner des kleinen Ortes Todenham mit brutaler Gewalt. Als sie die Freundinnen Helen und Martha brutal entführen beschließen die Ehemänner der beiden, endlich etwas zu unternehmen und sich an die Polizei zu wenden. Die Frauen sollen zur Fortpflanzung dienen, denn die Petrovas sind zwar Werwölfe, noch dazu mit besonderen Fähigkeiten, können ihre Macht jedoch nicht über einen Biss weitergeben. Und ihr nächstes Ziel ist die Vernichtung von John Sinclair, der Spezialist von Scotland Yard für übernatürliche Fälle, der selbst Fenris, den Götterwolf in seine Schranken verwiesen hatte. Der einzige Mann, der ihren Plänen von einem neuen, mächtigen Werwolfimperium gefährlich werden kann. „Wieder nickte der Pfarrer. Dann sagte er:“ Ja, aber es sind keine gewöhnlichen Werwölfe. Sie sind böse, absolut böse, nicht nur in ihrer Tiergestalt. Und sie verwandeln sich auch nicht nur bei Vollmond, sondern können sich auch tagsüber und in jede anderen Nacht des Jahres verwandeln, so wie es ihnen beliebt.“ MEINUNGSchon längst verfasst nicht mehr Jason Dark alleine die Abenteuer des unermüdlichen Geisterjägers aus dem Bastei Verlag und mit Ian Rolf Hill bereichert diesmal ein ganz frischer Autor das John Sinclair-Schreiberteam. Der Neuautor kennt sich in der Historie des Geisterjägers merklich gut aus, was die zahlreichen Verweise auf frühere Fälle belegen. Doch zum Roman: Alles beginnt ganz klassisch mit einem verschlafenen Dorf, das sich eine Familie von Werwölfen nicht nur als Nahrungsquelle sondern vor allem als Leihmutteragentur ausgesucht hat. Die Dörfler haben den Kreaturen der Finsternis wenig entgegen zu setzen und zwei Männer beschließen mit dem Mut der Verzweiflung, sich an Scotland Yard zu wenden, von wo aus der Ruf von Sir James Powells Abteilung für übernatürliche Verbrechen auch nach Todenham gedrungen ist. Die beiden Flüchtigen kommen zwar nicht in London an, doch wird eine der Leichen mit eindeutigen Verletzungen gefunden, was letztendlich doch John Sinclair und Suko auf den Plan, sprich nach Todenham ruft. So müssen die Werwölfe, die es ohnehin auf den Geisterjäger abgesehen haben nichts weiter tun, als die Ankunft der beiden Freunde abzuwarten. Und um tatsächlich ganz sicher zu gehen, dass Sinclair den Weg auch findet, meldet sich auch noch Morgana Layton bei Sinclairs Chef, um einen entsprechenden Hinweis auf dieses gemeine Rudel zu geben. Man merkt schon, dass Subtilität nicht gerade die Stärke dieses Romans ist. Stattdessen punktet ARENA anfänglich mit guter Atmosphäre – das einsam gelegene Dorf im Wald und die nächtliche Flucht der beiden Dorfbewohner -, die in der zweiten Hälfte ausschweifenden Action-Einlagen Platz machen muss. Diese wechselt sich mit dem obligatorischen Kettengerassel des Oberwolfs ab, der von einer uneingeschränkten Herrschaft seines Clans träumt. Sobald John und Suko im Krisengebiet eingetroffen sind, geschieht alles sehr fieberhaft und actionlastig. Zwar gibt es einen wirkungsvollen Twist, doch überwiegt der Eindruck etlicher gezwungen wirkender Szenen, die die Handlung künstlich verlängern – z.B. dass Suko recht ungeschickt seine Dämonenpeitsche verliert -, doch irgendwie will die Romanheft-Normlänge ja erfüllt werden. Wie aus dem Nichts naht am Ende wenig elegant die Kavallerie um den Wölfen den Garaus zu machen und den Status Quo weitestgehend wieder herzustellen. Das Covermotiv wurde von Timo Würz gestaltet und ist durchaus als Highlight zu bezeichnen. Tolle Farbgebung und Dynamik, wenn auch ein generelles Werwolfmotiv und nicht auf die Romanhandlung bezogen. FAZITAlles in Allem präsentiert sich ARENA DER WERWÖLFE trotz einiger Redundanzen und Füllszenen sehr kurzweilig und punktet durch die gründliche Kenntnis der Figuren und der Sinclair-Historie.

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