Ian Stewart

 4 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Flacherland, Die Transaktionsanalyse und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Größen der Mathematik
Erscheint am 23.10.2018 als Hardcover bei ROWOHLT Taschenbuch.

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Ian StewartDie Transaktionsanalyse
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Die Transaktionsanalyse
Die Transaktionsanalyse
 (3)
Erschienen am 15.03.2000
Ian StewartDas Rätsel der Schneeflocke
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Das Rätsel der Schneeflocke
Das Rätsel der Schneeflocke
 (2)
Erschienen am 15.08.2007
Ian StewartWarum (gerade) Mathematik?
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Warum (gerade) Mathematik?
Warum (gerade) Mathematik?
 (2)
Erschienen am 17.09.2008
Ian StewartDie Schönheit der Schneeflocke
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Die Schönheit der Schneeflocke
Die Schönheit der Schneeflocke
 (2)
Erschienen am 01.10.2017
Ian StewartProfessor Stewarts mathematisches Sammelsurium
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Professor Stewarts mathematisches Sammelsurium
Ian StewartDie wunderbare Welt der Mathematik
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Die wunderbare Welt der Mathematik
Die wunderbare Welt der Mathematik
 (2)
Erschienen am 01.11.2008
Ian StewartDie Zahlen der Natur
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Die Zahlen der Natur
Die Zahlen der Natur
 (1)
Erschienen am 06.03.2001
Ian StewartPentagonien, Andromeda und die gekämmte Kugel
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Pentagonien, Andromeda und die gekämmte Kugel

Neue Rezensionen zu Ian Stewart

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Sikals avatar

Rezension zu "Die Schönheit der Schneeflocke" von Ian Stewart

Mathematik in der Natur
Sikalvor 6 Monaten

Wer kennt sie nicht, die vielschichtigen und doch immer wiederkehrenden Formen in der Natur. Die Schneeflocke - eine kaum von der anderen zu unterscheiden und doch jede anders.  Myriaden von unterschiedlichen Formen bringt die Natur hier hervor und jede einzelne nach einem genauen Bauplan.


Der Autor Ian Stewart versteht es in seinem Buch. den Leser auf einfache Art und Weise in eine Materie einzuführen, die für manche scheinbar immer ein Rätsel bleibt – die Mathematik in der Natur. Eine hochkomplexe Wissenschaft wird hier sehr gut aufbereitet und anhand vieler Beispiele und Bebilderungen beschrieben.


Die Schneeflocke im Titel ist mit hoher Wahrscheinlichkeit noch jedem bekannt, dass diese sich nach mathematischen Regeln bildet, wird für die Mehrzahl der Leser ebenfalls nichts Neues sein. Das sich aber die Streifen des Kaiser-Engelhais bewegen und dies nach einer genauen mathematischen Formel (der Turing Gleichung) werden die wenigsten Leser bereits wissen.


Unzählige solcher Beispiele findet man in diesem Buch. Jedes der Phänomene wird für sich beschrieben und erklärt. Und jede einzelne Erklärung wird durch die verständliche Art zu schreiben und zu begründen eine wissenschaftliche Entdeckung für den Leser.


Aber sind alle diese Naturerscheinungen auf mathematischer Ebene zu erklären? Die erkennbaren Muster wie die Anordnung der Samen bei Sonnenblumen oder Gänseblümchen lassen sich schnell auch mathematischen Mustern zuordnen. Wie sieht es aber mit der Unordnung in einer Haufengalaxie oder gar der Unregelmäßigkeit einer schroffen Küste aus?


Solche und andere Fragen finden sich logisch aufgebaut und aneinandergereiht (vielleicht ja einem mathematischen Prinzip folgend) in diesem Werk, welches auch für Laien großartig aufbereitet und somit verständlich ist.    


Es ist kaum mehr möglich, das eigene Zuhause zu betrachten ohne irgendwo ein Muster zu finden, welches nicht mathematisch zu erklären ist. Umso schwieriger wird es erst außer Haus – überall in der Natur finden sich Muster, überall in der Natur steckt Mathematik.


Der Spaziergang im Wald wird nach der Lektüre nicht mehr so sein, wie vor dem Lesen dieses Buches.


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Buchraettins avatar

Rezension zu "Die Schönheit der Schneeflocke" von Ian Stewart

Es weckt Neugier auf Wissenschaft, regt an mit offenen Augen durch die Welt zu gehen
Buchraettinvor 7 Monaten

Die Welt der Mathematik findet sich auch im Alltag, in unserer Natur. Ein Blick in den Himmel, Schneeflocken, Seifenblasen oder auch die kleinen Rosetten eines Romanesco.
In diesem Sachbuch beschreibt der Autor, ein Mathematikprofessor aus Großbritannien auf eine lebendige und anschauliche Weise die Welt der Mathematik, ganz ohne Formel, dafür in einem unterhaltsamen und lockeren und auch spannend- informativen Stil.
Was für ein Gedankenspiel ist es, sich zu überlegen, dass Schneeflocken einzigartig sind und wieviel im Laufe der vielen Jahre, seit Bestehen der Erde schon gefallen sein müssen? Welche Vielfalt hier geschaffen wurde- doch es bleibt die Frage, wie entstehen die filigranen Gebilde?
Das Buch hat mir sehr gefallen. Es vermittelt die Begeisterung an der Wissenschaft, die Neugier, die Fragen, die Schönheit der Natur.
Ich mochte auch den spannenden Erzählstil des Autors, diese Gedankenspiele auf die er den Leser einlädt. Auch besonders die Ausflüge ins All- unsere Nachbarplaneten und ihre Monde, wie Europa mit seinem Ozean unter seiner Eisschicht.
Zu Beginn des Buches findet sich ein Inhaltsverzeichnis.
Es ermöglicht dem Leser den ersten Überblick über das Buch und gestattet gleichzeitig gezielt nach Informationen und besonders interessanten Themen zu suchen.
Das Buch unterteilt sich in 3 Teile.
Teil 1 behandelt „Prinzipien und Muster“. Er bietet Erklärungen und genauere Definitionen und gibt viele Beispiele.
Teil 2 befasst sich mit „ Die Mathematische Welt“. Muster, Symmetrien, Dimensionen werden hier näher beleuchtet.
Teil 3 heißt „ Einfachheit und Komplexität“. Hier geht es um Gesetze in der Natur, Fraktale und Chaos.
Den Abschluss des Buches bilden ein Register, ein Glossar und ein gelungene Übersicht über weiterführende Literatur, die nach Themengebieten wie Technik, Mathe, Physik, Philosophie, Kunst usw. gegliedert ist.
Ich denke, es sollte beim Leser schon ein gewisses Grundwissen in den Naturwissenschaften vorhanden sein. Der Autor geht immer wieder auf historische Fakten, Forschungen ein, benutzt auch mal Fachbegriffe, erklärt das Ganze aber dennoch sehr verständlich und sehr informativ.
Was mir sehr gefallen hat, ist auch die Darstellung und Verwendung von Dingen aus der Natur in technischen Produkten. Besonders spannend war für mich das Thema Fraktale. Ihre Muster sind schön und faszinierend.
Dieses Buch bietet jedem naturwissenschaftlich interessierten Leser Themen, wie Physik, Biologie, Chemie, aber auch Kunst, Philosophie und Technik.
Es ist ein Buch über Mathematik. Es zeigt, dass dieses Fach auch Spaß machen kann, das es viele spannende Themen beinhaltet und das Buch kommt ohne Formeln aus.
Für mich war es sehr unterhaltsam zu lesen, sehr informativ, spannend und mit den vielen Zeichnungen, Fotos und Abbildungen und aufgrund der anschaulichen und lebendigen Erzählweise auch spannend wie ein Roman zu lesen.
Es weckt Neugier auf Wissenschaft, regt an mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, neugierig die Welt zu entdecken.

Kommentare: 1
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HeikeGs avatar

Rezension zu "Die Macht Der Symmetrie" von Ian Stewart

Rezension zu "Die Macht Der Symmetrie" von Ian Stewart
HeikeGvor 10 Jahren

Wir leben in einer oktonionischen Welt

Anfang Oktober wurden die Gewinner der Nobelpreise des Jahres 2008 bekanntgegeben. Den mit einer Million Euro dotierten Preis in der Kategorie Physik teilten sich drei theoretische Physiker aus den USA bzw. aus Japan. Sie erhielten ihn für ihre Überlegungen und Berechnungen zur Symmetrie und deren spontaner Brechung bei subatomaren Teilchen.
Ian Stewart - Professor für Mathematik an der University of Warwick in England und Direktor des dortigen Mathematica Awareness Center - greift ähnliche Gedankengänge auf. Der zweite Teil des vorliegenden Buches konvergiert eng mit der Physik. Die sogenannte Quantenchromodynamik hat für ihn große mathematische Eleganz. Er ist überzeugt - der Leser dieses Buches will es ihm gern gleichtun -, dass unser Universum im Herzen schön sein muss. Gerade die Symmetrieeigenschaften der Quarks zeigen dies recht überzeugend.

Aber für diese "wahre Schönheit" fehlt noch ein "kleines" Detail - die "Theorie von Allem", eine auf wenige einfache Gleichungen reduzierte Formel, "die man bei Bedarf auch auf ein T-Shirt drucken kann.", bemerkt Stewart - bekennender Sympathisant für diesen physikalischen Fundamentalismus - schmunzelnd. Möglicherweise stellt es sich aber auch ganz anders heraus, dass es diese "Theorie von Allem" niemals geben wird. Vielleicht ist Schönheit doch keine Wahrheit, wie es der Untertitel und die eingangs im Buch abgedruckte "Ode auf eine Griechische Urne" von John Keats ausdrücken:

"Wenn uns das Alter fortrafft eines Tags,
Sollst du bestehn, von Leid, dem hier nichts gleicht,
Umringt, ein Freund dem Menschen, dem du sagst:
'Schönheit ist Wahrheit, Wahrheit schön' - soviel
Wißt ihr auf Erden, und dieses Wissen reicht."

"Obwohl sich mathematische Gleichungen zur Formulierung der 'Naturgesetze' bisher als sehr erfolgreich erwiesen haben", so der Autor, ist vielleicht "das Universum weniger mathematischer, als es sich die Physiker vorstellen."
Nur ein Schelm, der arges dabei denkt. Denn einen Nobelpreis für Mathematik gibt es bis dato nicht. Nun liegt dies wohl eher daran, dass der Praktiker Nobel diese "Hilfswissenschaft" nie besonders leiden konnte. Sie gehörte für ihn anscheinend nicht zu den Kategorien, die die Menschheit voranbringen. Die freie Enzyklopedie Wikipedia weiß darüber noch mehr Schmunzelnswertes zu berichten: "Eine Anekdote besagt, dass Alfred Nobel einst von seiner Verehrten zugunsten eines Mathematikprofessors zurückgewiesen wurde und Nobel in Verbitterung einen geplanten Preis für Mathematik nachträglich aus dem Testament strich. Historisch belegt ist das allerdings nicht. Ähnlich ist es mit der Behauptung, dass Alfred Nobel angeblich von seiner Frau und einem Mathematiker betrogen wurde. Dies kann jedoch schon alleine deswegen nicht sein, da er nie verheiratet war."

Unbestritten ist, dass viele Konzepte der heutigen Physik ohne ein tiefes mathematisches Verständnis von Symmetrie nie entdeckt worden wären. "Das Verständnis beruht auf reiner Mathematik", so Stewart, "die Bedeutung für die Physik ergab sich erst viel später." Der Physiker Eugene Wigner bezeichnete diese Erkenntnis einmal als "die unverstandene Effektivität der Mathematik in den Naturwissenschaften". Viele nützliche Ideen erwuchsen erst aus vorangegangen abstrakten Überlegungen.

Und von diesen berichtet das vorliegende Buch. "Die Macht der Symmetrie" erzählt die Geschichte der Symmetrie, auch wenn der erste Teil augenscheinlich nichts mit selbiger und gleich gar nicht mir unserer physikalischen Welt zu tun hat. Doch der Weg dahin entstand aus der Algebra. Stewart erzählt von der langen und ausführlichen Suche nach algebraischen Gleichungen, angefangen bei den Schreibern im alten Babylon, über Euklid, den großen Mathematiker des Altertums aus Ägypten oder die "Arithmetica" des Arabers Nikomachos, bevor er einen großen Sprung ins Europa des 16. Jahrhunderts unternimmt.

Der mittlere und ferne Osten hatte seinen kreativen Schwung verloren. Italien wurde zum neuen Zentrum der intellektuellen Aktivitäten. Hier nimmt der Leser Anteil an den persönlichen Schicksalen solch herausragender Mathematiker wie Niccolo Fontana Tartaglia, Geronimo Gardano oder Leonardo Fibonacci, die verschiedene Verfahren zur Lösung von kubischen und quartischen Gleichungen entdeckten.

Der zweite Teil des Buches nähert sich dem Titel schon mehr an. Er beginnt mit der Entdeckung der "Gruppen" durch den Franzosen Galois. Im 18./19. Jahrhundert begegnen dem Leser vertraut klingende Namen wie Carl Friedrich Gauß, Augustin-Louis Cauchy oder Leonhard Euler, um im 20. Jahrhundert bei Einstein, Schrödinger oder Heisenberg zu gipfeln.

Alle erwähnten Namen hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Stewart spannt einen großen Bogen. Er erzählt von persönlichen Missgeschicken der Männer, über ihr Leben und manchmal auch ihren Tod, über Liebesaffären, Duelle, andere heftige Auseinandersetzungen und wie die Mathematiker letztendlich über das Konzept der Symmetrie teilweise förmlich gestolpert sind.
Aber auch "wie die offenbar sinnlose Suche nach einer nicht existierenden Gleichung ein neues Fenster zum Universum geöffnet und die Naturwissenschaften und die Mathematik verändert hat", berichtet Stewart. "Allgemein zeigt die Geschichte der Symmetrie, wie gelegentliche Umwälzungen, sowohl politischer als auch wissenschaftlicher Natur, den kulturellen Einfluss und die historische Kontinuität großer Ideen noch verstärken."

Selbst wenn einem mitunter der Kopf schwirrt, ob der vielen "Unbekannten" wie Axiomen, Lie-Gruppen, Radikalen, Quaternionen, Inertialsystemen oder Quadratwurzeln und Translationssymmetrien, so ist Ian Stewarts Buch - wenn auch keine Gute-Nacht-Lektüre - doch eine geistreiche und anspruchsvolle Reise durch das Zeitalter der Mathematik. Manche Gleichungen versteht man, andere Erklärungen muss man einfach als gegeben hinnehmen. Interessant ist dieser Streifzug allemal. Er fordert und lässt gleichzeitig erschrecken, wie viel bereits im Keller des Vergessens unauffindbar vergraben ist bzw. nie vorhanden war. Aber ganz so trocken wie man Mathematik noch in Erinnerung hat, ist sie bei weitem nicht. Es kommt wohl nur auf den richtigen Lehrer an, der zugleich das "Schlussplädoyer" halten soll:

"Sie treffen vielleicht nicht gerade um Alltag auf mathematische Gruppen, in Ihrer Küche oder bei Ihrem Weg zur Arbeit, doch ohne sie wäre die Wissenschaft heute ärmer und anders. (...) Die Schlussfolgerungen aus der Geschichte sind eindeutig. Forschung über mathematische Grundlagen sollte nicht verunglimpft oder gar abgelehnt werden, nur weil kein unmittelbarer praktischer Nutzen erkennbar ist. Gute Mathematik ist mehr wert als Gold, und woher sie kommt, ist meist nicht wichtig. Was zählt ist, wohin sie führt."

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