Iben Akerlie

 4,4 Sterne bei 28 Bewertungen

Lebenslauf

Iben Akerlie, geboren 1988 in Oslo, ist Schauspielerin und Schriftstellerin. Sie gehört zu den talentiertesten jungen Stimmen Norwegens in der Kinder- und Jugendliteratur. Ihr Debütroman "Lars, mein Freund" wurde von 10.000 Kindern zum besten Kinderbuch Norwegens gewählt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Iben Akerlie

Cover des Buches Lars, mein Freund (ISBN: 9783423627177)

Lars, mein Freund

(5)
Erschienen am 21.06.2019

Neue Rezensionen zu Iben Akerlie

Cover des Buches Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist (ISBN: 9783751204170)
DoraLupins avatar

Rezension zu "Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist" von Iben Akerlie

DoraLupin
Sehr gefühlvolle und tiefgründige Liebesgeschichte

Ich lese als auch als Erwachsene immer wieder gerne Kinder- und Jugendbücher und dieses Cover und der Klappentext haben es mir auch sofort angetan! Ich habe jedoch nicht geahnt, dass diese Geschichte so gefühlvoll und mit ernsten Themen gespickt sein würde. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage regelrecht verschlugen und wurde davon sehr gut unterhalten, obwohl ich nicht die eigentliche Zielgruppe bin.

Das Buch dreht sich um Nora, diese ist überhaupt nicht begeistert: Sie muss den Sommer bei ihrer Oma auf dem Land verbringen, obwohl sie sie kaum kennt. Doch dann lernt sie Abbas kennen, den Jungen mit den grünsten Augen, die sie je gesehen hat. Und der ihren Magen kribbeln lässt wie Brausepulver. Aber warum hat Abbas Angst vor Dorrit aus dem Café? Warum gibt es Regeln, die für Abbas gelten, aber nicht für Nora? Und welches Geheimnis haben Noras Oma und Abbas' Vater? 

Der Schreibstil konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Das Buch ist in einem sehr lockeren und leichten Stil geschrieben und passt wunderbar zum Genre, konnte aber auch mich als Erwachsene abholen und richtig in den Bann ziehen. Ausserdem ist das Buch sehr bildhaft geschrieben und ich konnte mir den gemeinsamen Sommer, das kleine Cafe und die Umgebung sehr gut vorstellen. Trotz des leichten und lockeren Schreibstil werden im Buch aber auch ernste Themen angesprochen und diese machen die Geschichte auch sehr tiefgründig. 

Nora ist ein sehr sympathisches Mädchen, mit dem ich gut mitfühlen konnte und ihre Gedanken und Gefühle konnte ich meist sehr gut nachvollziehen. Geholfen hat dabei auch, dass das Buch aus Sicht von Nora geschrieben ist und man so richtig in die Gedanken- und Gefühlswelt des jungen Mädchens eintauchen kann. 

Das Buch dreht sich um Themen wie Selbstbewusstsein, Freundschaft, Stärke und den Mut etwas verändern zu wollen und nicht in der Hillflosigkeit zu verharren. Die Geschichte hat mir durch die Tiefgründigkeit und die Zartheit gleichermaßen gut gefallen und deshalb empfehle ich das Buch gerne an Interessierte ab ungefähr 10 Jahren und auch Erwachsene. 

Cover des Buches Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist (ISBN: 9783751204170)
mabuereles avatar

Rezension zu "Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist" von Iben Akerlie

mabuerele
Berührendes Kindeerbuch

„...Was ich nicht verstehe, ist, warum Oma überhaupt will, das ich sie besuche. Wo sie nicht einmal Weihnachten mit uns feiern will, unsere Geburtstage vergisst und nie anruft...“


Nora ist sauer. Sie soll die Sommerferien bei ihrer Oma verbringen. Das passt ihr nicht. Sie kann und will nicht verstehen, warum ihre Mutter Wert darauf legt.

Die Autorin hat eine bewegendes Kinderbuch geschrieben. Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Er ist verständlich, auch bei den enthaltenen schwierigen Themen.

Die Oma lässt Nora ziemlich viel Freiheiten. Bei ihrem ersten Ausflug in den Wald sieht sie einen Junge, rennt aber weg.


„...Ob mir der Wald neu vorkommt, weiß ich nicht. Aber dass ich darin einen Junge getroffen habe und plötzlich in mir drin ein ganz komisches Gefühl verspüre, das ist zumindest neu...“


Nora freundet sich mit Abbas, so heißt der Junge, an. Beide unternehmen viel miteinander. Doch Nora fällt auf, dass Abbas vor allem von Dorrit im Geschäft anders behandelt wird als sie. Dorrits Art gegenüber dem Jungen ist schon nahe an einer Beleidigung.

Als Nora Aufzeichnungen ihrer Oma findet, erfährt sie, dass diese Korrespondentin in Krisengebieten war. Sie hat auch in Afghanistan gearbeitet. Dort hat sie Abbas Eltern kennengelernt.

Die Geschichte hat mir sehr gtu gefallen. Hier werden erste zarte Beziehungen mit dem Thema Rassismus verknüpft.


Cover des Buches Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist (ISBN: 9783751204170)
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Rezension zu "Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist" von Iben Akerlie

Gluexklaus
Von Brauseprickeln im Bauch, erster Liebe und dem Erwachsenwerden - ein bittersüßes Sommerbuch

Nora ist überhaupt nicht glücklich darüber, dass sie ihre Sommerferien bei Oma Wendy auf dem Land verbringen soll, während Mama, ihr Stiefvater und ihr kleiner Bruder in der Stadt bleiben. Nora fühlt sich abgeschoben. Überhaupt kennt sie ihre Oma Wendy gar nicht richtig. Doch aller Widerstand erweist sich als zwecklos und Nora muss wohl oder übel bei ihrer Großmutter bleiben. Sie versucht, Oma aus dem Weg zu gehen, erkundet allein die Umgebung. Im Wald lernt sie dabei Abbas mit den grünen Augen kennen, der bei Nora Schmetterlinge im Bauch herumflattern lässt. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Doch nicht alle im Dorf mögen Abbas. Dorrit aus dem Café hat dem afghanischen Jungen gegenüber Vorurteile und behandelt ihn mit Geringschätzung und Verachtung. Und Oma scheint auch etwas über Abbas und seine Familie zu wissen, das sie geheim hält. Was ist da nur los? 


Die Geschichte wird kindgemäß und flüssig aus Noras Sicht in der dritten Person Präsens erzählt. Anschaulich und bildhaft schildert Iben Akerlie Noras Erlebnisse, ihre Gefühle und Gedanken. Die Autorin stellt dabei sensibel, aber klar heraus, wie es in Nora aussieht, wie sich der Sommer für sie persönlich zu einem entwickelt, in dem „einfach alles passiert ist“. Das sommerlich bunte Cover mit dem Bild von Nora auf einer blühenden Wiese macht sofort gute Laune, erinnert an eine Bullerbü-Idylle, zeigt aber damit nur eine Seite von Noras Sommer. Das Buch richtet sich an Kinder ab zehn Jahren. 


Nora ist kein kleines Kind mehr, muss sich langsam mit dem Erwachsenwerden auseinandersetzen. Sich selbst bezeichnet sie als „eine Art Zwischenmenschen“. Das Mädchen weiß oft nicht, wie es reagieren soll, findet nicht immer die passenden Worte, was auf andere merkwürdig wirken mag. Auch wenn ich manches Verhalten von Nora nicht ganz verstehen konnte, konnte ich es doch irgendwonachvollziehen. Für mich wird sie authentisch und realistisch beschrieben, ist insgesamt ein stimmiger Charakter: ein Mädchen zu Beginn der Pubertät, das mit seinen vielen Gefühlen mitunter komplett  überfordert ist. Nora sieht sich als Einzelgängerin, hat zu Hause keine richtigen Freunde. Mit Abbas ist es aber anders. Abbas akzeptiert Nora, so wie sie ist, mit all ihren Eigenheiten. Nora macht ob ihrer vielen neuen Erfahrungen eine Entwicklung durch. So verändern sich auch ihre Beziehungen zu anderen, vor allem die zu den Frauen ihrer Familie. Oma Wendy mit der bewegten Vergangenheit einer weitergereisten Journalistin, die im Umgang mit Kindern so ihre Probleme hat, und Nora nähern sich beispielsweise behutsam einander an. Während Dorrit mit ihren Vorurteilen für Nora und Abbas alles nur schwerer macht… In dieser Geschichte treffen einige besondere Charaktere aufeinander.


Im „Sommer, in dem einfach alles passiert ist“ erlebt Nora ein Wechselbad der Emotionen. Sie fühlt sich zunächst allein und verlassen, erfährt dann die erste Liebe und großes Glück, wird aber auch mit Krieg, Tod, Schuld Geheimnissen und Unrecht konfrontiert. Zudem begreift Nora, was Rassismus und Vorurteile für Betroffene wirklich bedeuten. Hin- und hergerissen zwischen Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, lernt sie das Leben mit all seinen Facetten kennen. Nora wird in diesem Sommer ein ganzes Stück erwachsener, aber wie jeder auf ganz individuelle Art. Und sie ist dabei nicht allein, bekommt sie doch Unterstützung von verschiedenen Seiten. Kein durchgehend leichtes Sommerbuch, wie das Cover vermuten lässt, eher ein nachdenkliches, aber letztendlich dennoch zuversichtliches. Eine einfühlsam erzählte Geschichte mit besonderer Atmosphäre für alle, für die das Leben gleichermaßen sonnig, wolkig, lakritzsüß und rhabarbersauer, eben kunterbunt, sein kann. 


Gespräche aus der Community

Sommerferien voller Gefühle

Liebe Leserinnen und Leser,

die Leserunde zu "Der Sommer, in dem einfach alles passiert ist" von Iben Akerlie, erzählt warmherzig von einer ersten zarten Liebe. Wollt Ihr dabei sein? Freundschaft, Mut und Diskriminierung verwebt dieser sensible Roman für Kinder ab 10 Jahren.

Wir vergeben für die Leserunde 20 Rezensionsexemplare in Print und freuen uns auf Eure Bewerbungen!

244 BeiträgeVerlosung beendet
Gluexklauss avatar
Letzter Beitrag von  Gluexklaus

Noras Mutter ist für ihre Tochter da, hört ihr zu. Nora ist nicht mehr allein mit ihren Gefühlen. Auch wenn es bei all den Gefühlen schwer ist, sprechen Nora, Wendy, Abbas und Sahid endlich. Und so kommt es doch zur Versöhnung. Ich finde es richtig, dass sich Abbas und Nora bei Dorrit entschuldigen, denn schließlich sind sie wirklich in ihr Eigentum eingedrungen. So sind sie Dorrit jetzt auch nichts mehr schuldig. Dorrit reagiert leider nicht überraschend. Ich fürchte, da muss noch mehr passieren, dass sie zur Besinnung kommt…

Ein wunderbar schönes, rundes, zuversichtliches Ende! Trotz der Sache mit Dorrit war das ein magischer Sommer für Nora und Abbas. Ich hoffe für die beiden, dass es nicht ihr letzter gemeinsamer Sommer war.

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