Ibram X. Kendi

 4,1 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von How To Be an Antiracist, Gebrandmarkt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ibram X. Kendi

Ibram X. Kendi ist Gründungsdirektor des Antiracist Research and Policy Center und Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen. Für sein Buch ›Gebrandmarkt‹ erhielt er 2016 den National Book Award.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika (ISBN: 9783423640831)

Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika

 (3)
Neu erschienen am 17.09.2021 als Hardcover bei dtv Verlagsgesellschaft.
Cover des Buches Antirassistisch handeln. (ISBN: 9783442771479)

Antirassistisch handeln.

Erscheint am 10.01.2022 als Taschenbuch bei btb.
Cover des Buches Stamped – Rassismus und Antirassismus in Amerika (ISBN: 9783742421180)

Stamped – Rassismus und Antirassismus in Amerika

Neu erschienen am 17.09.2021 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Ibram X. Kendi

Cover des Buches How To Be an Antiracist (ISBN: 9783442758685)

How To Be an Antiracist

 (17)
Erschienen am 14.09.2020
Cover des Buches Gebrandmarkt (ISBN: 9783406712302)

Gebrandmarkt

 (4)
Erschienen am 19.10.2017
Cover des Buches Gebrandmarkt (ISBN: 9783406764486)

Gebrandmarkt

 (0)
Erschienen am 27.01.2021
Cover des Buches Antirassistisch handeln. (ISBN: 9783442771479)

Antirassistisch handeln.

 (0)
Erscheint am 10.01.2022
Cover des Buches How to Be an Antiracist (ISBN: 9780525509288)

How to Be an Antiracist

 (1)
Erschienen am 13.08.2019

Neue Rezensionen zu Ibram X. Kendi

Cover des Buches Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika (ISBN: 9783423640831)M

Rezension zu "Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika" von Jason Reynolds

Wichtiges Thema unterhaltsam und leicht verständlich verpackt
Marius_liestvor 9 Stunden

In "Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika" von Jason Reynolds und Ibram X. Kendi geht es - wie der Titel eigentlich schon verrät - um die Geschichte von rassistischen und anti-rassistischen Ideen in den USA. Das Buch basiert auf "Gebrandmarkt" von Ibram X. Kendi, welches die historischen Hintergründe und die Entwicklung von rassistischem Denken noch einmal umfangreicher und auf einer komplexeren Ebene erläutert. Dessen Inhalt wurde in "Stamped" nun von Jason Reynolds für eine jüngere Zielgruppe neu aufbereitet.
Was erst mal ziemlich trocken klingen mag, liest sich deshalb trotz der ernsten Thematik erstaunlich locker und öfters auch humorvoll, was die Lektüre und das Lernen wirklich sehr angenehm macht. Trotzdem erfährt man viel über die Wurzeln von Rassismus und versteht auf Grundlage der Vergangenheit unsere Gegenwart besser bzw. kann Verschiedenes mit dem (neuen) Wissen treffender einordnen. So ging es mir jedenfalls öfter, obwohl mir einiges bereits bekannt war.
Ich finde, Reynolds und Kendi eröffnen hier auf jeden Fall Perspektiven, die es so noch nicht oft gegeben hat. Die Lektüre ist mit dem, was ich in der Schule z.B. über die Sklaverei gelernt habe, nicht ansatzweise vergleichbar. Dabei ist es gerade bei dieser Thematik so wichtig, nicht (nur) aus einer weißen Sicht auf Ereignisse zu schauen. Gerade in dieser Hinsicht kann "Stamped" definitiv Augen öffnend wirken. Es zeigt auch, wo es heute noch hapert und macht deutlich, dass der Kampf gegen Rassismus noch nicht vorbei ist. Gleichzeitig ermutigen die Autoren jedoch, diesen Kampf zu führen und geben Hoffnung für die Zukunft.
Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt und beginnt 1415 mit "dem ersten Rassisten der Welt". Am Ende kommen wir in der Gegenwart bei der Black Lives Matter Bewegung an.
Eingeleitet wird die deutsche Übersetzung mit einem Vorwort von Alice Hasters, der Autorin von "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten". Dieses möchte ich persönlich auch noch mal als Buch mit Fokus auf Deutschland zu dem Thema empfehlen.
Fazit: "Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika" ist eine wertvolle, leicht verständliche und mitreißende Lektüre. Nicht nur für Jugendliche, sondern für alle, die mehr über die wichtigsten Grundlagen zu Rassismus lernen und begreifen wollen, aber auch um bereits vorhandenes Wissen aufzufrischen.

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Cover des Buches Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika (ISBN: 9783423640831)CorniHolmess avatar

Rezension zu "Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika" von Jason Reynolds

Ein großartiges und wichtiges Buch!
CorniHolmesvor 8 Tagen

Als man mir „Stamped“ ans Herz legte und als Rezensionsexemplar anbot, zögerte ich keine Sekunde lang und nahm das Angebot an. Ich finde die Thematik, die das Buch behandelt, immens wichtig und hatte mir eh fast vorgenommen mehr darüber zu lesen. Für mich kam dieser Titel also genau zur richtigen Zeit. Ein weiterer Grund für meine sofortige Zusage ist der Autor. Die Bücher von Jason Reynolds habe ich vor einiger Zeit für mich entdeckt; mich konnten meine bisherigen Werke aus seiner Feder allesamt begeistern. Auf „Stamped“ war ich daher äußerst gespannt.

„Bevor wir anfangen, sollten wir etwas klären: Das ist kein Geschichtsbuch.“ Mit diesen Worten beginnt Jason Reynolds seine Erzählung und auch im Verlauf des Buches wird er immer wieder betonen: „Das ist kein Geschichtsbuch.“ Natürlich geht es in „Stamped“ um Geschichte und ja, es werden auch Dinge genannt, die man in typischen Geschichtsbüchern findet wie Jahreszahlen, Verträge und Kriege. Es ist aber dennoch kein Geschichtsbuch, zumindest nicht so eines, wie wir es aus der Schule kennen. Ihr wisst schon, diese meist total langweilig geschriebenen Bücher, in denen lauter Namen und Daten fallen, die man sich für Tests und Klausuren versucht einzuprägen, die kurz danach aber schon wieder aus dem Gedächtnis verschwunden sind. So ein Buch ist „Stamped“ wirklich nicht. Ja, es handelt von der Vergangenheit, aber es hilft uns dabei die Gegenwart besser zu verstehen. Mit diesen treffenden Worten beschreibt die Autorin und Journalistin Alice Hasteres dieses Buch in einem Vorwort.

Mit „Stamped“ ist Jason Reynolds ein ganz besonderes und eindrucksvolles Sachbuch gelungen, bei welchem es sich um eine vereinfachte Zusammenfassung von Ibram X. Kendis preisgekrönten und komplexen Werk „Gebrandmarkt“ handelt. Auf gut 600 Seiten hat der Historiker Ibram X. Kendi über die Geschichte des Rassismus und Antirassismus in Amerika geschrieben und da es ihm ein großes Anliegen war, dass diese bedeutende Thematik jungen Leser*innen nähergebracht wird, hat er den Kinder- und Jugendbuchautor Jason Reynolds darum gebeten, sein Buch in eine einfache und jugendliche Sprache zu übertragen – was ihm in meinen Augen ausgezeichnet gelungen ist.

Mich haben Jason Reynolds und Ibram X. Kendi mit „Stamped“ auf ganzer Linie überzeugen können. Dieses Buch gibt einem einfach so viel mit und öffnet die Augen. Es bewegt, schockiert, informiert und reißt mit und dank der perfekt dosierten humorvollen Sprache kommt sogar der Unterhaltungswert nicht zu kurz.

Jason Reynolds versteht sich wahrlich bestens darin, jugendliche Leser*innen mit seinen direkten und anschaulichen Worten durchweg mitzureißen und ihnen ein schweres Thema auf eine leichte Weise zugänglich zu machen. Wie ich es aus meinen bisherigen Werke von ihm gewohnt bin, ist sein Schreibstil auch hier packend, authentisch, modern und lebendig, sodass er – was ja das Ziel war – allen voran Jugendliche ansprechen wird. Für Erwachsene ist „Stamped“ aber definitiv ebenfalls vollkommen lesenswert.

Aufgeteilt ist das Buch in fünf Zeitabschnitte. Vom ersten Rassisten der Welt über die Beginne der USA bis zur Jetzt-Zeit erzählt Jason Reynolds uns von der Geschichte des Rassismus und Antirassismus in Amerika, geht dabei auf relevante Ereignisse ein, stellt bedeutsame Persönlichkeiten vor und zeigt uns, welche Auswirkungen das Ganze auf unsere heutige Zeit hat.

Neben den fünf Abschnitten enthält das Buch dann auch noch ein bewegendes Nachwort sowie ein ausführliches Quellenverzeichnis, Lesetipps und ein Wortregister. Wer sich zu bestimmten Themen weiter informieren möchte, wird in diesem umfangreichen Anhang ganz bestimmt fündig werden.

Dass mir dieses Buch enorm viel neues Wissen bescheren wird, war mir vor dem Lesen bereits klar. Mit dem Thema Rassismus in den USA habe ich mich – leider – noch nicht so viel auseinandergesetzt – um ehrlich zu sein, habe ich mich generell mit Rassismus bisher viel zu wenig beschäftigt, Schande über mein Haupt. Ich habe auf den ca. 250 Seiten daher wirklich eine Menge dazugelernt und dafür bin ich diesem Buch richtig dankbar.  

Fazit: Eine großartige Jugendbuchausgabe von Ibram X. Kendis erfolgreichem Werk „Gebrandmarkt“!

„Stamped“ von Jason Reynolds ist so ein Buch, bei welchem ich sehr hoffe, dass es von vielen Menschen gelesen werden wird. Es ist ein rundum gelungener Remix aus Kendis „Gebrandmarkt“, der aufklärt, fesselt und berührt und viel Stoff zum Diskutieren und Nachdenken liefert. Es ist ein wütendes, aber auch hoffnungsvolles Buch, es ist wichtig, stark, augenöffnend und motivierend und liest sich dank der lebendigen und klaren Sprache erfrischend schwungvoll, unterhaltsam und leicht. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung und volle 5 und 5 Sternen!

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Cover des Buches Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika (ISBN: 9783423640831)wordworlds avatar

Rezension zu "Stamped - Rassismus und Antirassismus in Amerika" von Jason Reynolds

Ein schwungvolles, zorniges und anschauliches "Nicht-Geschichtsbuch"
wordworldvor einem Monat

"Bevor wir anfangen, sollten wir etwas klären: Das ist kein Geschichtsbuch. Ich wiederhole, das ist kein Geschichtsbuch." Dies gleich vorweg klarzustellen ist Jugendbuchautor Jason Reynolds sehr wichtig. Denn mit "Stamped" unternimmt er den Versuch, Ibram X. Kendis ausführliche Zusammenstellung der Geschichte des Rassismus in seinem preisgekrönten Roman "Gebrandmarkt", Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen. Um das zu erreichen, schlendert er aufgeteilt in fünf Zeitabschnitte vom ersten Rassisten der Welt über die Anfänge des jungen Amerikas bis zur heutigen Zeit und stellt dabei wichtige PolitikerInnen, AktivistInnen und Entwicklungen sprachlich lebendig und gut verständlich vor. Das vorliegende Buch ist also eine Art schwungvollerer, zorniger und anschaulicher Remix von Kendis 600-Seiten-schwerem "Gebrandmarkt" und kommt meiner Meinung nach genau zur richtigen Zeit.


Wenn Jason Reynolds schreibt "Dies ist kein Geschichtsbuch", meint er, die typischen Schulbücher mit ihrer oft leblosen Aneinanderreihung von Jahreszahlen und Namen, die sich keiner merken kann und denen eine Verbindung zum eigenen Leben fehlt. Natürlich geht es in "Stamped" auch um Geschichte - ganz vordergründig sogar. Diese ist jedoch durch Querbezüge zur Jetzt-Zeit, anschauliche Analogien, viele direkte Ansprachen des Lesers und Erinnerungshilfen sowohl sprachlich als auch konzeptionell lebendig gemacht worden, sodass beim Lesen zu jedem Zeitpunkt klar wird, wie das Vergangene mit dem zusammenhängt, was wir heute erleben und beobachten. "Stamped" ist also ein modernes Kein-Geschichtsbuch, das sich als Buch über die Gegenwart versteht, durch das wir die Tradition des Rassismus und die sich immer wiederholenden Fehler der Vergangenheit kennenlernen, um aktuelle Probleme besser verstehen und auch angehen zu können. Die deutsche Journalistin und Autorin Alice Hasters ("Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten"), von der das Vorwort zur deutschen Ausgabe stammt, formuliert es so: "Stamped" ist quasi die "Was bisher geschah"-Zusammenfassung für die gegenwärtigen politischen Diskussionen um Rassismus." 


Dass Jason Reynolds es versteht, ein jugendliches Publikum pointiert, authentisch und mit treffenden Beobachtungen mitzureißen, hat er schon in seinen zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern bewiesen, von denen ich mittlerweile auch schon einige gelesen habe ("Ghost", "Asphalthelden", "Die Sache mit dem Glücklichsein"). Kein Wunder, dass es ihm auch in diesem Sachbuch gelingt, seine LeserInnen trotz des komplexen und entmutigenden Themas zu fesseln und Kampfgeist und Hoffnung in ihnen zu wecken. Auch ich war ganz hin und weg von seiner charmanten Art, die Geschichte seines Landes neu zu erzählen und habe das Buch in wenigen Stunden inhaliert. Dabei war ich immer wieder geschockt, dass mir einige wichtige Namen (z.B. Angela Davis) komplett fremd, mir die rassistischen Hintergründe von einigen Film- und Buchklassikern (z.B. "Tarzan" oder "Planet der Affen") nicht klar und meine Wissenslücken in manchen Teilen der amerikanischen Geschichte doch deutlich größer als gedacht waren. Vor "Stamped" hatte ich mir eingebildet, ich wüsste einiges über Rassismus ... ich habe mich offensichtlich geirrt und während der 256 Seiten nicht nur einiges dazugelernt, sondern auch zu vielen Themen meinen Standpunkt angepasst. Besonders Jason Reynolds Nachwort und Dank haben mich dabei sehr berührt und mir Energie gegeben, im Alltag, aber auch politisch weiterhin für Gerechtigkeit die Stimme zu erheben!


„Das ist kein Buch, das alles weiß und für alles eine Lösung parat hat. Es ist auch keine komplette Mahlzeit. Es ist mehr so ein Appetithappen. Zur Vorbereitung auf das kommende Festmahl. Damit man voller Vorfreude seinen Platz - den richtigen Platz - am Tisch einnimmt."


Meiner Meinung nach ist "Stamped" trotz (oder gerade wegen) der sehr lebendigen und einfachen Sprache auch für Erwachsene gut geeignet. Wer mehr wissen will und sich auf noch komplexerer Ebene mit dem Thema auseinandersetzen will, der sei an das Original "Gebrandmarkt: Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika" verwiesen, auf dem "Stamped" ja inhaltlich basiert. Um bei speziellen Themen weiterlesen zu können, sind in "Stamped" auch ausführliche Quellen, weiterführende Lesetipps und ein Wortregister vorhanden. Zusätzlich zum toll aufbereiteten Inhalt, den ich ja nun schon zu Genüge gelobt habe, ist auch die Gestaltung der deutschen Ausgabe des dtv Verlags ein Volltreffer. Sehr nahe am Original gehalten sieht man die schwarze Silhouette eines jungen afroamerikanischen Menschens, welcher auch auf "Gebrandmarkt" abgebildet ist, umgeben von roten Streifen auf weißem Grund, welche im Zusammenhang mit dem blauen Titel den Eindruck der amerikanischen Flagge ergeben. Von mir gibt es also eine absolut uneingeschränkte Leseempfehlung!

 


Fazit

"Stamped" ist eine beeindruckende Reise durch die Geschichte der USA mit Fokus auf Rassismus, Antirassismus und deren Auswirkungen auf die heutige Zeit. Jason Reynolds schwungvollerer, zorniger und anschaulicher Jugendbuch-Remix von Kendis "Gebrandmarkt" informiert, motiviert und gibt den Leserinnen und Lesern somit eine optimale Bewertungsgrundlage für aktuelle Diskussionen.

 

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