Ida Bender

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Lebenslauf von Ida Bender

Ida Bender wurde in dem wolgadeutschen Dorf Rothammel in der Familie eines Lehrers geboren. Ab 1932 lebte die Familie in Engels, wo ihr Vater Dominik Hollmann als Dozent (später auch Dekan der Fakultät für Deutsche Sprache und Literatur) der Deutschen Pädagogischen Hochschule zu Engels tätig war. 1940 absolvierte sie in Engels die Deutsche Musterschule Nr. 10 und studierte an der 1. Leningrader Pädagogischen Hochschule für Fremdsprachen bis zur Deportation 1941 und dem Trudarmeedienst am nördlichen Jenissej, wo sie als Fischerin, Holzfällerin, Treidlerin und Lastträgerin eingesetzt wurde. Ab 1948 lebte sie mit ihrer Familie unter Kommandanturaufsicht im Nordural. Als 1965 die deutschsprachige Zeitung „Freundschaft“ in Zelinograd (heute Astana) gegründet wurde, wurde sie Übersetzerin und literarische Mitarbeiterin der Redaktion. 1973 siedelte sie in die Stadt Kamyschin an der Wolga über. Zusammen mit ihrem Vater Dominik Hollmann und Viktor Herdt, dem Redakteur der Literaturabteilung der Zeitung „Neues Leben“ in Moskau, gründete sie den „Neues-Leben-Leserklub“ in Kamyschin, welcher einer der ersten Kulturvereine der Russlanddeutschen in der Nachkriegszeit in der UdSSR war. Ihr ganzes Leben war sie unermüdliche Kämpferin für die Erhaltung der deutschen Muttersprache und Kultur in Russland und aktive Mitstreiterin der Bewegung der Russlanddeutschen für die Wiederherstellung der Wolgadeutschen Republik. 1991 siedelte sie nach Deutschland über. Hier trug sie mit Vorträgen und Auftritten über die Geschichte der russlanddeutschen Volksgruppe in verschiedenen Institutionen (Lionsklubs, Universitäten, Kirchengemeineden, Deutsches-Rotes-Kreuz-Dienststellen u.ä.) dazu bei, Vorurteile gegen Deutsche aus Russland zu beseitigen. Ihr Hauptwerk ist der biographische Roman „Schön ist die Jugend... bei frohen Zeiten“ (russisch „Сага о немцах моих российских“, „Saga über mein russlanddeutsches Volk“). In ihm beschreibt Ida Bender die Geschichte der Russlanddeutschen von den ersten deutschen Kolonisten an unterer Wolga im 18. Jahrhundert bis zum Heimkehr nach Deutschland im Jahr 1991 am Beispiel ihrer eigenen Familiengeschichte. Von den Lesern dieses Werkes wurde es als eine Enzyklopädie, eine Chronik des russlanddeutschen Volkes bezeichnet. Ida Bender starb am 12. November 2012, im Alter von 90 Jahren, in Hamburg.

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    Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten

    Slev

    03. April 2013 um 21:40 Rezension zu "Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten" von Ida Bender

    Im Beiblatt schreibt der Verleger: 'Weit mehr als die persönliche Biografie einer Russlanddeutschen'. Auf dem Cover zeigt sich eine  bis zum Horizont ziehende hügelige Landschaft, teils bewaldet. Und gleich in den ersten Zeilen ist der Leser in diese Landschaft des Jahres 1767 versetzt. Hierher kamen die von der Zarin Russlands in deutschen Landen angeworbenen Bauern und Handwerker. Wie die Neusiedler sich hier eingelebt haben, welche Schwierigkeiten, welche Freuden sie in der ungewohnten Gegend mit ungewohnter Klima erlebt ...

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