Ida Ding Hendlmord

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Inhaltsangabe zu „Hendlmord“ von Ida Ding

Pöcking: ein friedliches Dorf am Starnberger See – Wenn nicht gerade jemand den Mann im Hendlwagen mit Grillspießen durchbohrt. Muck Halbritter, Schäfer und Lebenskünstler, rutscht in den Fall hinein, dabei arbeitet doch eigentlich seine Frau bei der Kripo. Wurde der Hendlwickerl wegen ein paar importierter Billighühner aus Tschechien ermordet? Muck zweifelt und geht der Sache nach. Dabei hat er im Dorf auch so schon genug zu tun: Zum Beispiel die rüstigen Senioren vom Verein GEMEINSAM DABEISEIN mit dem Bus zum Shoppen kutschieren. Doch die lieben Alten scheinen mehr zu wissen, als sie Muck verraten wollen…

Witziger bayerischer Heimat-Krimi!

— baerin
baerin

Lustiger Krimi. Mal was anderes. Bin gespannt wie es mit dem Muggerl so weiter geht im zweiten Teil. Leseempfehlung 👍👍

— -Kathi0801-
-Kathi0801-

Die andere Seite der Stephanie Fey, nämlich die DING-Seite, äh, also die Ida Ding mit ihren humoristischen Krimis.

— Stephanie_Fey
Stephanie_Fey

Anfangs wirken die Figuren in Hendlmord wie Kopien aus den Rita Falk Krimis. Später wurde es doch noch eine eigene Geschichte.

— BethDolores
BethDolores

Wenn der Hendlmann mit seinen eigenen Grillspießen ermordet wird, macht der Fischverkäufer das große Geschäft - "Breaking Bad" in Bayern.

— Cappuccino-Mama
Cappuccino-Mama

Urkomisch, sympathisch, spannend, bebildert und saubayerisch .. was auch immer das heisst! Ab an den Starnsee, da gibt´s Leichen!

— Bücherwurm
Bücherwurm

Ganz schön schräger, humorvoller , liebevoll illustrierter , tierisch guter Starnberger-See-Krimi

— elisabethjulianefriederica
elisabethjulianefriederica

Auf jeden Fall eine Empfehlung für Liebhaber humorvoller, schräger Krimis im Lokalbereich mit tollen kleinen Illustrationen.

— Buchraettin
Buchraettin

Krimi und Humor - geht das? Ja, unbedingt! Ida Ding macht´s vor.

— gaby2707
gaby2707

Witzig, skurril, liebenswürdig: so sind die Charaktere in diesem genialen Regionalkrimi! Unbedingt lesen - und herzhaft lachen! :)

— angi_stumpf
angi_stumpf

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    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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  • Leserunde zu "Hendlmord" von Ida Ding

    Hendlmord
    IdaDing

    IdaDing

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  • Bayrisch, urig, guad! - „Breaking Bad“ in Bayern

    Hendlmord
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    22. March 2014 um 14:35

    Der erste Teil einer neue Krimiserie ist erschienen – an sich nicht ungewöhnlich, doch dafür ist es hier der außergewöhnliche Schreibstil. Gemächlich geht es zu, in Pöcking, am Starnberger See gelegen, dort, wo sich Huhn, Schaf und Kater „Gute Nacht“ sagen. Doch so friedlich wie es auf den ersten Blick erscheint, ist es in der 5500-Seelen-Gemeinde nicht – so manches Huhn muss sein Leben lassen und mit ihm auch noch der „Hendlmann“. Das Cover: Das Buchcover zeigt eine Wiese mit Narzissen und Löwenzahn. Im Hintergrund ist ein See zu sehen, der sich vor einer Bergkette befindet. Auf der Wiese vor diesem See steht ein Verkaufsanhänger, auf dem sowohl der Autorenname, als auch der Buchtitel HENDLMORD steht. Unter dem Buchtitel ist ein schwarzer Hahn zu sehen, auf den Rücken liegend, die Beine gen Himmel gestreckt (– zweifellos hat der Flattermann das Zeitliche gesegnet). Darunter wiederum befindet sich der Hinweis auf den Handlungsort: Ein Starnberger-See-Krimi. Das blau-weiße Rautenmuster verdeutlicht nochmals, dass es sich um ein Buch aus Bayern handelt. Die „inneren Werte“ des Buches, sprich: Die Gestaltung: Im Anhang des Buches befindet sich unter der Überschrift „Figuren“ ein Verzeichnis der Mitwirkenden – angefangen bei der Familie, über die Tiere des kleinen Hofes, bis hin zu den Senioren von „Gemeinsam Dabeisein“, sowie den weiteren Einwohnern Pöckings und der Umgebung. So behält der Leser den Überblick über die verschiedenen Protagonisten und erfährt zudem einige Details zu den Personen, z.B. das Alter,... die in der Handlung nicht extra erwähnt werden. Da einst zu Zeiten Napoleons auch die französischen Soldaten und auch Händler durch Deutschland zogen, der Sonnenkönig bekannt war, und die französische Sprache generell als chic und angesagt galt, gibt es dort noch heute Begriffe, die auch in Pöcking und drumherum (und nicht nur dort) gebräuchlich sind. So findet sich im Anhang auch ein „Bayerisch-französisches Glossar“. Und wie es der Zufall so will, hat sogar Muck Halbritters Frau Sophie französische Wurzeln. Leider ist es nicht immer der Fall, dass bereits vorne im Buch auf ein vorhandenes Glossar hingewiesen wird, doch hier findet sich dieser Verweis auf das „Wörterbüchlein“ bereits auf den ersten Seiten – was ich sehr lobenswert finde! Ganz besonders gut – und deshalb möchte ich dies auch erwähnen – haben mir jedoch die Innenseiten der beiden Buchdeckel gefallen. Auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels befindet sich eine handgemalte Karte mit liebevoll gestalteten Details – angefangen vom Ortsschild, über das eine kleine Schnecke kriecht, über die bunte Karte bis hin zum schwarzen Hahn – einfach toll und hilfreich, denn so kann man immer wieder nachsehen, wenn ein Ort im Buch erwähnt wird, wo sich dieser befindet. Auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels befindet sich auf einem blauen Hintergrund, der wie ein Strahlenkranz wirkt, das Porträt der Autorin, samt Farbfoto. Und wer nun denkt, dass ihm diese Autorin bekannt vorkommt – ja, das könnte in der Tat der Fall sein, denn Ida Ding ist das (neue) Pseudonym einer Autorin, die sich bereits als Autorin und auch als Illustratorin einen Namen gemacht hat. So illustrierte sie bereits 1989 Johanna Spyris Bestseller HEIDI. Stephanie Schuster, so der bürgerliche Name der Autorin, lebt mit ihrer Familie am Starnberger See – dort wo auch der Handlungsort des Buches ist. Geschrieben hat die Schriftstellerin beispielsweise historische Romane unter dem Pseudonym Rebecca Abe, oder auch als Stephanie Fey – unter diesem Namen schrieb sie bereits mehrere Thriller, sowie ein Sachbuch. Sehr gut gefallen haben mir die zahlreichen Illustrationen, welche von der Autorin selbst stammen und die wunderbar in die einzelnen Buchseiten integriert sind, so wurde der Text oft etwas verschoben, um Platz zu machen für eine der kleinen, liebevollen Zeichnungen. Die Handlung: Der Hendlmann ist tot! Und die Alten des Dorfes stehen vor dem Verkaufswagen und warten darauf, dass der Wickerl endlich die Klappe des Verkaufswagens öffnet. Doch die bleibt zu, und Muck Halbritter, seines Zeichens Schäfer und Lebenskünstler teilt den Wartenden mit, dass es dem Wickerl „nicht gut geht“. Doch weshalb wurde der harmlos erscheinende Hähnchenverkäufer von seinen eigenen Grillspießen durchbohrt? Wer hat ihn ermordet? Etwa der Fischverkäufer, der durch den Verkauf des Hendlmanns finanzielle Verluste zu verzeichnen hatte? Oder hat das, was Muck im Inneren der tschechischen Billighähnchen entdeckt, etwas mit der Ermordung von Wickerl zu tun? Und wer hat eigentlich und überhaupt Mucks geliebte Hühner auf dem Gewissen? Ausgerechnet jetzt steht Muck alleine da – die kleine Tochter hat Windpocken, der Schwiegervater liegt im Krankenhaus, seine Frau hat gerade ihre Arbeit als Kriminaloberkommissarin bei der Mordkommission aufgenommen, und die Alten wollen zu allem Überfluss auch noch einen Ausflug nach München machen. Doch auch die Alten des Dorfes haben so ihre Geheimnisse – ebenso wie so manch ein anderer Bewohner von Pöcking... Meine Meinung: Handlungsort des ersten Krimis, das die Autorin unter dem Pseudonym Ida Ding schrieb, ist Pöcking, eine Gemeinde mit etwa 5500 Einwohnern. Beschaulich geht es dort zu, sollte man meinen - und dass die Welt dort noch in Ordnung ist (und das nicht nur morgens um sieben!). Doch wie so oft, ist das nicht der Fall, denn auch hier schlägt der Sensenmann zu – es wird munter gemordet – erst sind es die Hühner des Nepomuk Halbritter, an denen sein ganzes Herz hängt, dann ist es der Hendlmann, der von seinen eigenen Grillspießen dahingerafft wird. Erzählt wird die Handlung aus Sicht des 42jährigen Nepomuk „Muck“ Halbritter, seines Zeichens Schäfer, Schreiner, Lebenskünstler und Ehemann der „Frau Kommissarin“. Mucks Lieblingsgefährt ist sein Traktor Königstiger, die Kommunikation per Handy lehnt Muck ab. Seit der Rückkehr seiner Frau in ihren Beruf kümmert sich Muck auch noch um Haushalt und Kinder, sowie um seinen Schwiegervater Fidelius, genannt Fidl. Ich fand, dass Muck ein Mann mit Herz ist, der seine Familie, aber auch andere unterstützt, soweit es ihm möglich ist. Und so kämpft Muck wie ein echter Ritter (auch wenn er laut seines Namens nur ein halber ist) an allen Fronten – er kümmert sich um seine Tochter, die plötzlich die Windpocken bekommt, ebenso um den Schwiegervater, die Nachkommenschaft des dahingerafften Federviehs (die Hoffnung stirbt zuletzt und das Gelege eines Huhns ist zum Glück noch vorhanden), die Schafe, den Haushalt, die Alten, die nach München kutschiert werden wollen, zwischendurch noch um einen Mordfall, sowie um eine alte Freund-, oder besser gesagt, Feindschaft. Ein wahrer Superheld in Gummistiefeln. Sophie Halbritter ist 38 Jahre alt und eine sehr sympathische Frau, die die Unterstützung ihres Mannes sehr zu würdigen und zu schätzen weiß, und der ihr den Rücken freihält. Gerade wurde Sophie von der Drogenfahndung zur Mordkommission versetzt und sieht aufgeregt ihrem ersten Arbeitstag entgegen. Die beiden Ehepartner führen eine harmonische Beziehung, wie man sie sich nur wünschen kann. Beruflich ist die Frau Kommissarin ja allerbestens getarnt: Sie kann sich mit ihren 1,51 m Körpergröße sicherlich fast unsichtbar machen, wirkt unscheinbar und wird bestimmt auch öfters mal unterschätzt – solange bis sie dann zuschlägt und die Täter aufs Kreuz legt. Zu einer Familie gehören natürlich auch Kinder. Im Falle der Halbritters sind dies die achtjährige Emma, die übersinnliche Fähigkeiten besitzt, sowie der 15jährige Emil, ein netter Junge, den ich für sein Alter recht reif und vernünftig fand. Und dann ist da noch Kater Chiller, für mich als Katzenfreundin eine Bereicherung, Hühner, Schafe, Ziegen, ein Dorfrabe namens Zorro und eine tote, aber sich mitunter dennoch zu Wort meldende Großmutter. Fidl Sattler ist 65 Jahre alt und der Vater von Sophie Halbritter. Ein Sturkopf mit Herz – Busfahrer und Kunstmaler, beides Berufe, die er leidenschaftlich ausübt. Doch er hat mitunter auch ein etwas hitziges Gemüt. Und als er eines Tages einen Herzschrittmacher bekommen soll, weigert er sich erst einmal. Doch sein Schwiegersohn ist ein echtes Schlitzohr – was es mit der Fernbedienung des Gartentors und dem Herzschrittmacher auf sich hat, verrate ich hier nicht, aber ich habe mich sehr amüsiert – soviel sei verraten. Ludwig Aigner „Hendlwickerl“ ist 52 Jahre alt. Der Hähnchengriller kommt mit seinem Hendlwagen immer nach Pöcking, wo er bereits sehnlichst von seinen Kunden erwartet wird. Doch als er ermordet wird, fragt man sich, wer ihn ins Jenseits befördert hat und vor allem auch, weshalb er sein Leben lassen musste. Liegt es am brisanten Inhalt der Billighühner aus Tschechien? Friedrich „Fritzl“ Kraulfuß, der Betreiber des Fischladens „Fischers Fritzl“ jedenfalls profitiert vom Tod des Hendlmanns – keine Hähnchen mehr in Sicht, da müssen die Leute eben Fisch kaufen. Doch hat Fritzl nachgeholfen, um seinen unliebsamen Konkurrenten, der ihm die Kunden wegnahm, loszuwerden? Würde er für seine Geschäfte wirklich über Leichen gehen? Ganz unschuldig scheint der Fischverkäufer jedenfalls nicht zu sein. Die Senioren des Vereins „Gemeinsam Dabeisein“ sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen - da sind unter anderem die beiden Zwillingsschwestern aus der Textilstube, einem kleinen Handarbeitsladen, eine Mesnerin mit Rollator, ein ehemaliger S-Bahn-Zugführer, der inzwischen nur noch seinen Rollstuhl fährt, und ein alter Apotheker, Panscher genannt. Wer jedoch denkt, die alten Leute wären in ihrem Alter bereits jenseits von Gut und Böse, der soll sich bei dieser Vermutung mal nicht so sicher sein, denn auch hier gilt: Je oller, je doller. Und alte Leute, auch jenseits der Achtzig, sollte man nie unterschätzen. Und dann ist da noch Wolfgang Jäger, 42 Jahre alt, ein Polizeioberwachtmeister und, wie passend, auch ein Jäger. Einst war er zu Schulzeiten ein guter Freund von Muck, doch diese Freundschaft ist längst Geschichte, denn aus dieser Freundschaft wurde längst eine innige Feindschaft. Und wenn ich den unsympathischen Zeitgenossen so betrachte, kann ich das auch sehr gut verstehen. Gewünscht hätte ich mir lediglich, dass sich Mucks Mutter etwas öfter zu Wort gemeldet hätte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn es werden ja hoffentlich noch viele weitere Teile folgen. Und dann wird der Leser vielleicht auch etwas über den Verbleib von Mucks seit vielen Jahren verschollenen Vater erfahren. Lokalkolorit ist in diesem liebevoll-bösen Kriminalroman (so die Bezeichnung, die im Buch verwendet wurde) reichlich vorhanden. Zum einen ist dies durch die verwendete Ausdrucksweise der Fall, zum anderen auch durch die örtlichen Gegebenheiten. Possenhofen findet hier seine Erwähnung, dort wo sich das Schloss befindet, in dem die spätere Kaiserin Elisabeth von Österreich, bekannt als Sis(s)i, ihre Kindheit verbrachte. Man unternimmt mit den Senioren einen Ausflug ins nicht weit entfernte München und natürlich spielt auch der Starnberger See eine Rolle. Wer es megaspannend bei Krimis mag, der wird hier eher falsch liegen. Wer ein außergewöhnliches Buch, fernab des Mainstreams, mit reichlich Bayernfeeling und krimineller Handlung lesen möchte, das sich von der breiten Masse abhebt, der sollte zu diesem Regionalkrimi greifen. Die Verkaufszahlen sprechen für sich, denn nach nur wenigen Wochen ist bereits die zweite Auflage erschienen, ein Erfolg, wie ihn sich wohl jeder Autor wünscht. Fazit: Breaking Bad in Bayern – so kann man den Krimi HENDLMORD umschreiben, denn er ist eine Hommage an die Us-amerikanische Fernsehserie „Breaking Bad“ (was sinngemäß soviel bedeutet wie „vom rechten Weg abkommen“). Ein sehr origineller und humorvoller Krimi, der allerdings auch seine traurigen Momente hat und der doch ohne all zu viel Blutvergießen auskommt, dafür aber durch seinen besonderen, urigen, bayrischen (mitunter auch etwas derben) Charme besticht. Einen ganz besonderen Charme erhält das Buch zudem durch die zahlreichen bezaubernden Illustrationen, die im Buch enthalten sind – Vergleichbares ist mir wohl noch in keinem Buch begegnet, dessen Zielgruppe aus erwachsenen Lesern besteht. Von mir erhält dieser Krimi eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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  • ein gelungenes Ganzes ;-)

    Hendlmord
    loewe

    loewe

    10. March 2014 um 19:53

    Klappentext, Verlagsinfo “Heut gibt’s nur Fisch. Der Hendlmann ist tot. In Pöcking am Starnberger See geht es meist recht gemütlich zu. Das heißt, wenn nicht gerade jemand den Mann im Hendlwagen mit dessen eigenen Grillspießen durchbohrt. Muck Halbritter, Schäfer und Lebenskünstler, rutscht in den Fall hinein, dabei arbeitet doch eigentlich seine Frau bei der Kripo. Musste der Hendlwickerl wegen dem Zeug sterben, das in den Billighühnern aus Tschechien steckte? Muck macht sich seine Gedanken und geht der Sache nach. Dabei hat er im Dorf auch so schon genug zu tun: Zum Beispiel die rüstigen Senioren vom Verein „Gemeinsam Dabeisein“ mit dem Bus zum Einkaufen kutschieren. Die lieben Alten scheinen indessen mehr über die dunklen Seiten von Pöcking zu wissen, als sie verraten wollen…” ISBN: 978-3-499-22862-9 Rowohlt Gelesen Ich würde gerne mal ganz pauschal sagen das dass was uns Ida Ding hier bietet einfach mal ganz frisch und fröhlich daherkommt. Die Idylle am Starnberger See ist getrübt, der Handwagen bleibt geschlossen… Gleich zu Anfang möchte ich hier schon mal auf einige Specials des Buches hinweisen. Zuerst einmal gibt es gleich im Innenteil des Umschlages eine sehr liebevoll gezeichnete Karte. Hier kann der interessierte Leser immer genau nachvollziehen wo sich der Muck grad so aufhält  Weiterhin finden wir auf vielen Seiten sehr schöne kleine Illustrationen die den Text immer passen unterstützen und gar nett anzusehen sind  Aber was mir persönlich einfach am besten gefallen hat…Die Autorin verweist gleich im ersten Kapitel mit einer Fusszeile auf das im Anschluss befindliche Glossar. Hier findet der nicht so ganz der bayrischen Sprache mächtige Leser alles was er wissen muss  Dieser Hinweis war für mich sehr aufschlussreich. Zum einen hapert es zuweil mit meinen “Fremdsprachenkenntnissen” und noch viel wichtiger, ich lunse NIE auf die hinteren Seiten! Daher entgeht mir so manche Erklärung seitens der Autoren bis zum Schluss. Hier also von mir ein ganz großes Dankeschön an Ida Ding  So nun aber mal zur Geschichte. Die Autorin nimmt uns mit in ihre Heimat. Es geht an den Starnberger See. Hier dürfen wir den Muck mit seiner Familie kennenlernen. Ich würde jetzt mal einfach so dreist behaupten das wir es hier mit einer ganz gewöhnlichen sehr ungewöhnlichen Familie zu tun haben. Muck mit seiner Frau Sophie, die den ersten Tag im neuen Job antritt…sie darf vom Drogendezernat ins Morddezernat wechseln. Dann gibt es noch zwei Kids, hier haben wir die kleine Emma und ihren halbwüchsigen Bruder Emil. Dann gibt es da noch den Vater von Sophie, den rüstigen Fidl, der mit seinem Bus die ortsansässigen Rentner oft durch die Gegend kutschiert. Dann gibt es noch jede Menge Dorfbewohner, die alle eine sehr eigene Persönlichkeit vorweisen. Alle Figuren sind so liebevoll ausgearbeitet, dass man sich als Leser glatt wie ein Teil der Dorfgemeinschaft fühlen kann. Der begangene Mord am Hendlwickerl kann stimmig und schlüssig aufgeklärt werden und man fiebert mit Muck und Sophie mit. Ich vergebe volle 5 Sterne für das gelungene Gesamtkonzept.

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  • witziger Regionalkrimi

    Hendlmord
    lisam

    lisam

    05. March 2014 um 16:25

    Ein kleines, friedliches Dorf am Starnberger See wird durch einen Mord erschüttert. Muck Halbritter, Schäfer und Lebenskünstler, findet im Hendlwagen den toten Besitzer, der mit seinen Grillspießen durchbohrt wurde. Er ist somit mitten drinnen in dem Fall, dabei ist eigentlich seine Frau bei der Kripo. Da Muck nie Nein sagen kann, wird er vom Seniorenverein Gemeinsam Dabeisein eingeteilt ihnen zu helfen. Nebenbei benötigen die Kinder und der Hof seine Aufmerksamkeit… Mir hat der Regionalkrimi gut gefallen. Es ist ein guter Mix zwischen einem Krimi und dem Leben in einem kleinen Dorf. Das Dorf- und Familienleben von Muck wird schön und auch witzig beschrieben. Mit der Auflösung des Krimis hätte ich so nie gerechnet. Es war dann sogar spannend, was ich mir nicht erwartet hätte. Kleine Zeichnungen lockern das Buch ebenfalls auf.

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  • Klamauk-Krimi

    Hendlmord
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    04. March 2014 um 20:26

    So, jetzt habe ich ewig überlegt, hin und her, her und hin, geflucht, aber es hilft nix! "Hendlmord" von Ida Ding erhält 5 Sterne! Selten habe ich eine so sympathische Familie kennengelernt, mich gleich heimisch gefühlt und bin mit Sack und Pack eingezogen, zum Muck und seiner Komissaren-Frau mit den Kindern, den Hühnern, dem Kater, den Schafen, den Leichen. Ja, die gibt es beim Starnberger-See auch! Es gibt aber auch unzählige Menschen mit Nachnamen Ding, vermutlich Verwandete der Autorin! Es gibt urkomische und kauzige Menschen, endlos strickende Zwillinge beispielsweise und generell haufenweise urtypische Bayern mit Leichen im Keller! Animositäten, Verhaftungen, man kommt nicht raus aus dem Lachen, muss sich damit aber beeilen, denn bei der vielen Action, die in Bayern herrscht, bleibt da nciht viel Zeit! Nepomuck ist eigentlich "nur" der Mann der intelligenten und sehr sympathischen Kommissarin, Halbritter (halb Bauer) mit Namen, bewirtet einen Bauernhof, ist Hausmann und teilberuflich Schreiner, Vollzeitvater und Vollzeitehemann und letzendlich der, der nie "Nein" sagen kann. Und ausgerechnet er findet die Leiche des Hähnchenstandbesitzers, was -typisch Dorf- dazu führt, dass er natürlich auch der Hauptverdächtige ist! Warum in die Ferne schweifen? Letztendlich hätte es diesen Druck gar nicht gebraucht, Nepomuck´s Hirn arbeitet und arbeitet. Der Leser darf tatsächlich miträtseln, Verdächtige gibt es genug, ich habe allerdings bald die Segel gestrichen, ich kann nicht denken, wenn ich lache. Ich habe mich jetzt auf 5 Sterne geeinigt, nicht, weil der Krimi literarisch wertvoll, horizonterweiternd oder langjährige Recherchearbeit benötigte, nein, dieser Klamauk-Krimi bekommt 5 Sterne, weil ich mich während der Lesestunden hervorragend unterhalten, endlos gelacht habe und tatsächlich mein eigenes sorgenvolles Leben komplett ausblenden konnte! So macht Lesen Spass, auch wenn man sich manchmal fragt, was man seinem Verstand grade antut! Ich möchte mehr davon!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
    kubine

    kubine

    01. March 2014 um 15:32
  • Freude am Lesen

    Hendlmord
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    26. February 2014 um 11:12

    Ganz schön schräger, humorvoller , liebevoll illustrierter , tierisch guter Starnberger-See-Krimi Nicht nur der Hahn ist tot, muss Muck Halbritter, Schäfer, Lebenskünstler, Ehemann einer Kriminalpolizistin leider feststellen. Den Rest seiner Augsburger Hühner hat es auch noch erwischt und dann muss er auch einen noch grausameren Mord entdecken: er findet den Hendlwickerl von seinen eigenen Grillspiessen durchbohrt in seinem Wagen. Da ist es um die idyllsche Ruhe von Pöcking am Starnberger See geschehen... Aber das ist nur ein Teil der Geschichte, auch die rüstigen Senioren vom Verein „Gemeinsam Dabeisein“ mischen mit und haben ihre Geheimnisse, genauso wie Mucks Sohn Emil und weitere Dorfbewohner. Seine Tochter Emma ist dagegen mehr das ausgleichende Element in diesem turbulenten humorvollen Buch. Als Extra hat es noch von der Autorin, die gleichzeitig auch Grafikerin ist, liebevolle Schwarz-weiss-Vignetten. Ein Personenverzeichnis und ein Glossar mit bayrisch-französischem Vokabular runden das Buch ab. Mir hat die Geschichte großen Spaß bereitet. Es ist schon mehr ein bayrisches Lustspiel als ein Krimi, aber die Auflösung der Kriminalfälle überrascht doch, sie ist absolut nicht vorhersehbar gewesen. Manche Personen sind liebevoll überzeichnet, das tut der Lesefreude aber keinen Abbruch. Lediglich ein windpockenkrankes Kind ins Krankenhaus mitzunehmen überstieg meine Vorstellung von Humor, das war aber mein einziger Kritikpunkt. Ein offenes Ende verspricht hoffentlich noch eine Fortsetzung, denn ich möchte unbedingt wissen , wie die Familiengeschichte der Familie Halbritter geklärt wird und liebgewonnene Figuren, allen voran der Muck und seine Tochter Emma möchte ich sehr gerne in weiteren Geschichten erleben. Fazit: Freude am Lesen (um mit dem Slogan einer Bayrischen Automobilmarke zu sprechen) , ganz klare Leseempfehlung für alle, denen ein bisschen bayrischer Humor im grauen Alltag gut tut. Einfach griabig !

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  • Rezension zu "Hendlmord"

    Hendlmord
    Zsadista

    Zsadista

    26. February 2014 um 10:31

    Das gemütliche Dorf Pöcking am Starnberger See … gemütlich? Naja, zumindest bis zu dem Mord im Hendlwagen. Muck Halbritter, liebenswerter Chaot, Schäfer und Hühnerliebhaber, zuständig für alles und jeden und dazu noch Retter des Seniorennachmittags des „Gemeinsam Dabeisein“ Clubs. Muck schlittert unüberlegt und unschuldig direkt in den Mord hinein. Es wäre alles nicht halb so schlimm, wenn er nicht versteckte Päckchen in gefrorenen Hühnern gefunden hätte und genau in dem Augenblick von vom Gesetz persönlich, nämlich Jäger Wolfi, am Tatort erwischt worden wäre.   „Hendlmord“ ist ein lustiger Krimi mit einem Protagonisten, den man einfach gern haben muss. Muck ist eine so erfrischend naive Frohnatur, an ihm kommt man einfach nicht vorbei. Der Krimi ist so herrlich schräg, man kann eigentlich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Trotzdem dass er witzig und schräg ist, wird schön vertuscht, wer der Mörder ist. Man kommt dem Täter bis ans Ende nicht auf die Spur. Ida Ding ist genau mein Ding!

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  • Lustiger Heimatkrimi, der durch herrlich skurrile Figuren überzeugt

    Hendlmord
    coala_books

    coala_books

    20. February 2014 um 13:42

    Der Hahn ist tot! Das wäre an sich schon schlimm, aber nein, mit ihm hat es die gesamte geliebte Hühnerzucht von Muck Halbritter erwischt. Der Familienvater und Landwirt ist tief getroffen. Als er wenig später dann noch den Hedlwickerl in seinem Hähnchengrill vorfindet, ist das Hähnchendrama perfekt. Zwar ist seine Frau Sophie, als Kommissarin ganz neu in der Mordkommission, mit der Aufklärung betreut. Doch als sich Muck auf die Suche des Mörders seiner geliebten Hühnerzucht macht, wird er irgendwie auch in den Mordfall rund um den Hendlwickerl hineingezogen und ist letztlich sogar selbst einer der Tatverdächtigen. Neben dem Mörder seiner Hendl macht er sich also notgedrungen ebenfalls auf die Suche nach dem Mörder des Hendlwickerl und stößt dabei auf so manch überraschende Entdeckung. Drama in Pöcking, ansonsten eine recht beschauliche Gemeinde am Starnberger See. Das idyllische Setting bietet die ideale Kulisse für den witzigen Kriminalfall rund um die Familie Halbritter. Die Figuren sind herrlich skurril und typisch bayrisch und bringen sehr viel Witz und Charme in die Geschichte und besonders Muck wächst einem mit seinen ganz eigenen Eigenarten mit der Zeit richtig ans Herz. Der witzige und fesselnde Schreibstil in der Ich-Perspektive rund um Muck fesselt einen sofort und versetzt einen direkt ins Geschehen. Gemeinsam mit Muck ist Spaß garantiert, wenn man seine Mitmenschen plötzlich in einem Licht sieht und da ein oder andere Geheimnis aufgedeckt wird. Eine interessante Hintergrundgeschichte zur Familie Halbritter verspricht zudem noch einiges für hoffentlich geplante Fortsetzungen. Ein witzig skurriler Krimi im tiefsten Bayern, der vor allem durch seine liebevollen Figuren sowie durch das Unikat Muck Halbritter überzeugen kann. Lustig und doch immer wieder überraschend verspricht der Roman beste Unterhaltung und macht definitiv Lust auf weitere Abenteuer in Pöcking.

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  • Rezension zu "Hendlmord" von Ida Ding

    Hendlmord
    dorli

    dorli

    19. February 2014 um 12:05

    Pöcking am Starnberger See. „Vier Spieße im Leib sind kein Unfall.“ Zu diesem Schluss kommt Muck Halbritter, als er den Hendlwickerl Ludwig Aigner tot in dessen Hendlbude findet. Ruckzuck steckt Muck mittendrin in den Ermittlungen. Denn er will seine Frau Sophie unterstürzen, die gerade zur Mordkommission gewechselt hat. Außerdem gibt es für Muck im Dorf noch viele weitere Aufgaben zu erledigen, seine geliebten Augsburger Hühner würden getötet und plötzlich sind auch Drogen im Spiel… Mit „Hendlmord“ ist Ida Ding ein unterhaltsamer, turbulenter und spannender Roman gelungen. Die Autorin hat sich als Handlungsort ein idyllisches Fleckchen am Starnberger See ausgesucht. Doch die Beschaulichkeit ist trügerisch: hier wird gemordet! Auch wenn die Krimihandlung nicht mit Höchstspannung daherkommt, konnte ich doch miträtseln und wurde am Ende von der Identität des Täters überrascht. Der Krimi ist prall gefüllt mit Wortwitz und einer riesigen Portion bayrischem Charme, der frisch-fröhliche Schreibstil macht das Lesen zu einem großen Vergnügen. Der Clou sind ganz eindeutig die wunderbaren und zum Teil recht skurrilen Figuren. Allen voran natürlich der Ich-Erzähler dieser Geschichte: Muck Halbritter. Der Muck ist jemand zum Knuddeln und Herzen, er kümmert sich um alles und ist für jeden da. Sein größter Fehler: Er kann einfach nicht „Nein“ sagen. Was Muck erzählt und vor allem, wie er es erzählt, ist einfach herrlich. Er grübelt und denkt sehr viel und als Leser erfährt man jeden einzelnen dieser Gedanken (und es sind manchmal recht kuriose Gedanken :-)). Sofort ins Herz geschlossen habe ich auch Mucks 8-jährige Tochter Emma. Emma ist ein pfiffiges Mädel und dient anscheinend ganz Pöcking als Orakel, und merkwürdigerweise stimmen ihre Vorhersagen und Ahnungen irgendwie immer. Und dann ist da noch die muntere Seniorengruppe „Gemeinsam Dabeisein“. Ein kunterbunter Haufen, der es faustdick hinter den Ohren hat. Am Ende des Buches gibt es ein Personenverzeichnis und für alle Nicht-Bayern ein hilfreiches Glossar. Außerdem hat Ida Ding die Geschichte an vielen Stellen mit witzigen kleinen Illustrationen verziert. „Hendlmord“ ist ein spaßiger Krimi, der wunderbar kurzweilige Unterhaltung bietet. Ich freue mich schon auf das nächste Halbritter-Abenteuer, wenn ich wieder mit Muck und seinem Traktor, dem Tiger, durch Pöcking brausen äähm… tuckern kann.

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  • In Pöcking geht es rund!

    Hendlmord
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    13. February 2014 um 20:27

    Muck Halbritter, Schäfer, Lebenskünstler und Ehemann von Sophie, Kriminaloberkommissarin, kümmert sich um alles und jeden und gerät dabei glatt in Schwierigkeiten: als der Wickerl in seinem Hendlwagen von Spießen durchbohrt ausgerechnet von ihm gefunden wird und er auch noch später dabei "erwischt" wird, wie er das Innenleben der Hühner vom Wickerl untersucht, nutzt das der Wolfi für seine kleine persönliche Rache. Im beschaulichen Pöcking wird es hektisch, denn eins ums andere passiert und Muck muss überall retten, was zu retten geht. Die armen Augsburger Fugger-Hühner werden gemeuchelt, seine kleine Tochter Emma ist das Orakel von Pöcking und sein Sohn Emil ist verliebt. Muck ist ein wenig altmodisch, aber herzensgut und verzweifelt fast an all seinen Aufgaben. Muss er doch auch noch für seinen Schwiegervater einspringen und den Rentnerverein "Gemeinsam Dabeisein" zum Einkaufen chauffieren und den Schwiegervater zur nötigen Herzoperation überreden. Und seine Liebste, die Sophie, beschützen und ihr helfen, den Mordfall aufzuklären. Ist sie doch gerade erst vom Drogendezernat zur Mordkommission gewechselt. Ach - und dann ist auch noch die Elektrik in Haus und Hof, die der Muck lieber nicht selbst anfassen mag, hat er doch als Kind schlechte Erfahrungen gemacht. Apropos Kind: als er 12 war, hat sein Vater sich aus dem Staub gemacht und Muck hat seiner Mama auf dem Totenbett versprochen, ihn zu finden. Ja, der Muck ist schwer beschäftigt mit all diesen Dingen! Es geht turbulent zu im Ort - und der Show-Down ist einer Großstadt würdig ... Und Ida Ding hat all das in einen so bezaubernden Krimi gepackt, dass einem das Herz aufgeht! Dezentes Bayerisch, das man auch als Nicht-Bayer verstehen kann (oder im Anhang nachschlagen kann), sympathische und weniger liebenswerte Protagonisten, das ein oder andere Ausgefallene (z.B. eben Emma's Wahrsagerei), viele witzige Tiere und die treffende, aber nicht überladen Beschreibung der Gegend, der Menschen, der Dörfer und der Stadt - ein Buch, das rundum Freude macht! Dazu viele liebevolle Illustrationen der Autorin, passend im Buch verteilt und einfach entzückend (ich hätte mir viel mehr davon gewünscht), "bayrisch-karierte" Kapitelnummern und witzige Kapitelüberschriften - es ist unglaublich, wie pickepacke voll dieses Buch mit Besonderheiten ist! Man lächelt, man lacht, man staunt, man möchte trösten - und am Ende bleibt nur eins zu sagen: Fortsetzung dringend nötig! Die (Lese-)Welt braucht viel mehr von Muck und Sophie, von Emil und Emma, von den Gemeinsam-Dabeiseiern, vom Wolfi und dem Kraulfuß, dem Bene und der Burgl, dem Chiller und dem Zorro! Pöcking ist für mich jedenfalls festes "Leseziel" geworden, drum hoffe ich auf viele weitere Bände!

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  • Komödie oder Krimi?

    Hendlmord
    Leserin71

    Leserin71

    13. February 2014 um 10:28

    Muck Halbritter wohnt sein ganzes Leben lang schon im kleinen Dorf Pöcking am Starnberger See. In „Hendlmord“ erzählt er aus seiner Perspektive und so wie ihm der Schnabel gewachsen ist, was sich alles rund um die Ermordung des Hendlbraters zugetragen hat. Das ist aber nicht die einzige Tragödie, die sich dort abspielt: Mucks geliebte Hühner fallen auch einem Mörder zum Opfer, das Schaf lammt, seine Tochter hat Windpocken und die Senioren „Gemeinsam Dabeisein“ müssen umziehen. Zu allem Überfluss sucht ihn seine Mutter aus dem Jenseits heim, damit er endlich seinen verschollenen Vater findet. Als Helfer in allen Lebenslagen hat Muck nicht immer den Blick fürs Wesentliche und schnell muss es auch nicht gehen. „Ich kann mich auch in Ruhe schicken“, ist einer seiner Lieblingssprüche. Schnell wird der Leser hineingezogen in das Geflecht dörflicher Beziehungen, in dem viele als Täter in Frage kommen.  Flott und mit viel bayerischem Sprachwitz und vielen Details erzählt Ida Ding die Geschichte. Gegen Ende wird es eigentlich noch richtig spannend, was ich aber leider gerade wegen der witzigen Erzählweise nicht richtig mitbekommen habe. Die Kombination Komödie und Krimi ist sicher nicht leicht zu schreiben. Das Ende ist schlüssig und lässt Raum für einen weiteren Band. Die Gegend um den Starnberger See und die Einwohner sind sehr liebevoll realistisch mit all ihren Eigenheiten beschrieben. Dass Muck seine Tochter mit Windpocken ins Krankenhaus und nach München mitnimmt ist nicht nachahmenswert. Kleine Zeichnungen lockern den Text auf interessante Weise auf, z. B. Wäscheklammern an der Hand als Hilfe für diejenigen, die "Klupperl" im Glossar nachschlagen müssen. Ein Personenregister im Anhang hilft den Überblick bei der Vielzahl der Dorfbewohner zu behalten. “Rita Falk meets Breaking Bad” steht auf dem Cover. Wer die amerikanische Fernsehserie nicht kennt, hat hier aber keine Verständnisschwierigkeiten. Fazit: Lesenswert für bavariaphile Komödienliebhaber, die auch gerne Krimis lesen.  

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  • Hendlmord ......und in Pöcking am Starnberger See ist es erstmal vorbei mit der Gemütlichkeit

    Hendlmord
    Nele75

    Nele75

    12. February 2014 um 15:30

    Muck Halbritter liebt sein Heimatdorf Pöcking, nahe Starnberger See. Dort lebt er mit seiner Familie, der Kripobeamtin Sophie und den Kindern Emma und Emil. Sein Geld verdient er als Schäfer und Schreiner. Doch als der Hendlwirt aufgespießt in seinem Verkaufswagen gefunden wird, ist es erstmal vorbei mit der Ruhe in diesem beschaulichen Örtchen. Denn auch bei den Halbritters gibt es Verluste zu verzeichnen, als Mucks Hühner tot aufgefunden werden. Handelt es sich um den gleichen Täter? Und aus welchem Motiv wurde gemordet? Fragen über Fragen, die Muck sich stellen muss, doch zum Glück bekommt er tatkräftige Hilfe. Die rüstige Rentnergruppe "Gemeinsam Dabeisein" mischt überall in Pöcking munter mit, ob nun gewollt oder nicht. Aber haben die alten Herrschaften selbst etwas zu verbergen? "Hendlmord" von Ida Ding ist ein spannendes, aber auch lustig-unterhaltsames Buch, welches auf dem Cover als "Starnberger-See-Krimi" bezeichnet wird - das darf Muck wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen, ist er doch so stolz, aus Pöcking zu stammen und nicht aus Starnberg, aber es heisst ja nun mal Starnberger See und nicht Pöckinger See ;-)) Die mitwirkenden Figuren sind allesamt sehr unterschiedlich, nach und nach kommen beim Lesen immer wieder neue Protagonisten hinzu, so dass man keinerlei Probleme hat, die einzelnen Personen einzuordnen. Doch spannend bleibt es fast bis zur letzten Seite, es kommen immer mal wieder überraschende Wendungen in den Fall "Hendlmörder", so dass es auf keiner Seite langweilig wird. Noch dazu sind immer wieder liebevolle, kleine Zeichnungen, passend zum jeweiligen Stand der Geschichte, auf einigen Seiten zu finden, was mir während des Lesens jedesmal aufs Neue gefallen hat. Auch das Cover ist interessant gestaltet, die Farben mit der grünen Wiese und dem blau des Himmels passen gut, der Titel ist sofort erkennbar und auf den ersten Blick ist zu sehen, dass es nicht immer ernst in der Geschichte zugeht. Denn trotz des Mordes und der sonstigen Probleme kommen auch immer wieder lustige Szenen vor, die den Leser schmunzeln lassen und das ganze Buch zu einem besonderen Krimi-Erlebnis gestalten. Mir hat diese Mischung jedenfalls gefallen. Am Ende des Buches findet sich noch eine Auflistung der mitwirkenden Personen und ein Glossar, eine Übersetzung einiger Begriffe aus der Geschichte. Was sich noch am Ende befindet, ist ein Hinweis auf eine evtl. Fortsetzung, worauf ich mich jetzt schon freue.

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  • Mord auf Bayrisch

    Hendlmord
    tweedledee

    tweedledee

    11. February 2014 um 15:49

    In Pöcking, einem kleinen Ort am Starnberger See fängt der Tag für Muck Halbritter böse an. Als Muck am frühen Morgen nach seinen Augsburgern sieht findet er nur noch die abgetrennten Beine vom Hahn auf, von den Hühnern weit und breit keine Spur. So schlimm wie der Tag anfängt geht es weiter, als Muck in den Ort fährt ist der Hendlwagen von seinem Freund Wickerl noch geschlossen, merkwürdig. Muck verschafft sich durch eine kleine Tür Zutritt und sieht seinen Spezi tot im Wagen liegen, mit den eigenen Hendl-Grillspießen durchbohrt. Wer tut dem Wickerl so was an und warum? Ein Glück ist Mucks Frau Sophie von der Drogenfahndung grad zur Mordkommission gewechselt, Sophie wird es schon richten. Ida Ding hat in "Hendlmord" die Atmosphäre in dem kleinen Ort Pöcking perfekt eingefangen. Das beschauliche Dorfleben erlebt man mit, die Charaktere sind allesamt schrullig wie auch einmalig und fast alle auch sehr liebenswert. Muck kommt sympathisch verplant, manchmal ein wenig vertrottelt rüber, mit der modernen Technik hat er es nicht wirklich, er ist der rauhe Naturbursche. Seine Sophie steht mit beiden Beinen fest im Leben, die kleine Tochter Emma macht Vorhersagen die ab und an eintreffen und der pubiertierende Sohn Emil erlebt seine erste Romanze. Zur Familie gehören noch der Schwiegervater Fidl, eine Schafherde und einige Ziegen. Eine wichtige Rolle spielt der Altenclub "Gemeinsam Dabeisein" der aus urbayrischen Originalen besteht. Auch die übrigen Dorfbewohner, die eine größere Rolle spielen sind detailliert beschrieben und strahlen bayrischen Charme aus. Die ländliche Idylle wird durch den Mord massiv gestört und Muck beginnt auf seine ganz eigene verquere Weise sich Gedanken zu machen und Informationen zu sammeln um den Mord an seinen Hühnern und am Wickerl aufzuklären. Wobei das Informationen sammeln ganz nebenbei passiert, da er jeden im Dorf kennt und jeder der Leute gerne ratscht. Dass der Dorffunk nicht immer von Vorteil ist merkt Muck am eigenen Leib, als er wegen des Mordes am Wickerl kurzzeitig verhaftet wird und er von den Dörflern danach geschnitten wird. Keiner will mehr was mit ihm zu tun haben, bis die Sache geklärt ist, nur die Gemeinsam Dabeiseier halten zu ihm. Wissen die älteren Herrschaften mehr als sie zugeben? Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht, der Krimi trifft genau die richtige Mischung aus Spannung und Humor, der bayrische Dialekt liest sich dank des Glossars am Ende des Buchs auch für Nichtkenner locker weg. Ich habe schon lange kein Buch mehr mit so liebevoll gezeichneten Charakteren gelesen, der Muck und die Dörfler sind mir richtig ans Herz gewachsen und die kleinen Illustrationen runden die Geschichte perfekt ab. Fazit: Ein Schmankerl für Fans von (bayrischen) Lokalkrimis, unbedingt lesen.

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