Ignacy Karpowicz Sońka

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Inhaltsangabe zu „Sońka“ von Ignacy Karpowicz

Die Bäuerin Sońka, die im polnisch-weißrussischen Grenzgebiet in der Nähe von Słuczanka lebt, hatte als junges Mädchen eine stürmische Liebesbeziehung mit einem SS-Offizier, die nach einem Jahr in einer Tragödie endete. Jahrzehnte später strandet Igor, ein angesagter Theaterregisseur aus Warschau, nach einer Autopanne in ihrer Hütte. Sońka erzählt ihm ihre Geschichte und befreit sich so von der Last der Vergangenheit. Aufgewühlt beschließt Igor das Gehörte in einem Theaterstück zu verarbeiten. Damit provoziert er das Publikum - aber nicht nur das, denn die Macht der Gefühle führt ihn auch zu sich selbst. »Alles hier steht in Gänsefüßchen, ist leicht ironisch und selbstironisch gefärbt, überall schwingt die Furcht vor dem allzu Direkten, Sentimentalen oder einfach Gestrickten mit. Vertrauen wir also ›Sońka‹ und genießen dieses Angebot zugleich mit Vorsicht – das ist es, was Ignacy Karpowicz von uns will.« Dariusz Nowacki

Ein gutes Buch, magisch und schmerzhaft, klug und wahr, ergreifend, zweideutig. Und vor allem ist er wunderschön geschrieben.

— JulesBarrois
JulesBarrois
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    Sońka
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    05. May 2017 um 08:47

    Sońka - Ignacy Karpowicz (Autor), Katharina Kowarczyk (Übersetzerin), 208 Seiten, Berlin Verlag (2. Mai 2017), 20 €, ISBN-13: 978-3827013439   Zwei Personen begegnen sich in Królowe Stojlo, vier Häuser am Ende des Nichts im Grenzgebiet zwischen Polen und Weißrussland. Ein Ort, wo fast niemand wohnt und wo, allem Anschein nach, im Augenblick nichts passiert.  Der junge polnische Theaterregisseur Igor Grycowski bleibt wegen einer Autopanne liegen. Er trifft Sonia, die alte Frau mit ihrer Kuh. Sie hat eine Geschichte zu erzählen, ihre Geschichte aus dem Jahre 1941. Und er will sie hören. Sie lädt ihn auf eine Tasse Milch ein und beginnt zu sprechen. Es ist zunächst eine ungleiche Beziehung - sie legt ein Geständnis ab, ein Sterbebettgeständnis. Er sieht das Ganze als ein großes Material für eine Theateraufführung. Ganz langsam wandelt sich diese Beziehung immer mehr zu einer Partnerschaft. Der Anfang von Fall von Sonia ist die Liebe, eine verbotene, unerfüllbare und sündige Liebe. Zusammen mit der Liebe erlebt Sonia das Leben jenseits des Lebens - außerhalb der Geschichte, der Moral und der Gesellschaft als Gegensatz zu dem, was möglich ist. Aber die Liebe hat keine Chance im Kampf gegen den Hass, gegen das Böse, gegen das Schicksal, das niemanden glücklich sein lässt. Die Geschichte des belarussischen Mädchen Sonia ist einfach und kompliziert zugleich. Einfach im Konzept einer verrückten, jugendlichen Liebe, die nichts beachtet. Kompliziert, weil die Liebe in schwierigen Zeiten des Krieges zu erhaben und schön ist. Sonia wählte die Liebe als Leidenschaft, die nicht darüber nachdenkt, was ist, was war und was sein wird. Liebe, konzentrierte sich nur auf sich selbst. Idealisierte Liebe als eine Flucht aus der Realität. Ignacy Karpowicz entwickelt aus den Erzählungen und Erinnerungen der Alten zusammen mit den Gedanken und Überlegungen von Igor ein fantastisches, ein trauriges Buch. Eine Geschichte vom Glück und seinem Preis. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise an die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen möglicher Wahrheit und dem künstlerischen Schaffen. Dem Autor gelingt es über diese unausgesprochenen Momente der Geschichte und das tragische Schicksal zu schreiben, ohne in falschen Pathos oder in Kitsch zu verfallen. Er zwingt den Leser in Angst, in Gefühle und in Misstrauen. Ein ergreifendes fiktives Schauspiel. Es ist ein gutes Buch, magisch und schmerzhaft, klug und wahr, ergreifend, zweideutig. Und vor allem ist er wunderschön geschrieben. Lesenswert, weil es zeigt, was wirklich wichtig ist.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Berlin Verlages https://www.piper.de/buecher/sonka-isbn-978-3-8270-7936-7-ebook Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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