Das Buch ist wirklich sehr informativ und bietet einen guten Einblick in die Welt von Bitcoin und dessen Hintergründe.
Besonders gefallen hat mir Mangolds persönliche Herangehensweise, bei der er seine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse einbringt. Das macht das Buch sehr lebendig und verständlich, auch für Einsteiger*innen in die Thematik.
Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm und lässt sich gut lesen. Ijoma Mangold beweist hier seine literarische Begabung und schafft es, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären.
Insgesamt würde ich "Die orange Pille" jedem empfehlen, der sich für Bitcoin interessiert und mehr darüber erfahren möchte. Auch wenn man schon etwas über das Thema weiß, findet man hier sicher noch interessante Informationen und Geschichten.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle!
Ijoma Mangold
Lebenslauf
Empathtisch und ehrlich: Ijoma Mangold wird 1971 in Heidelberg geboren. Er ist ein bekannter deutscher Literaturkritiker und seit 2008 auch Buchautor.
Mangold studiert in München und Bologna Literaturwissenschaft und Philosophie. Nach seinem Abschluss beginnt er als Redakteur bei der Berliner Zeitung zu arbeiten, schreibt für die Süddeutsche Zeitung und ist heute, seit April 2009, Literaturredakteur bei Die Zeit.
Zudem saß er bereits in der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises und Deutschen Buchpreises 2007 und erhielt im selben Jahr den Berliner Preis für Literaturkritik. Unter anderem hatte er 2008/09 außerdem eine Gastprofessur für Literaturkritik an der Universität Göttingen inne.
Neben Denis Scheck und Insa Wilke gehört Ijoma Mangold zur festen Besetzung des SWR lesenswert-Quartetts. 2018 erschien sein autobiographischer Roman "Das deutsche Krokodil".
Alle Bücher von Ijoma Mangold
Das deutsche Krokodil
Der innere Stammtisch
Die orange Pille
Die Besten 2008
Das deutsche Krokodil
Die orange Pille
Neue Rezensionen zu Ijoma Mangold
Die Idee eines dezentralen, deflationären Geldsystems war für mich schon immer faszinierend. Obwohl mich das Thema sowohl aus wirtschaftlicher wie auch sozialer und vor allem technischer Perspektive interessiert, tat ich mich etwas schwer mit diesem Buch. Dies lag jedoch keineswegs am Verständnis, sondern viel mehr an der Tatsache, dass der Autor wahnsinnig viel „um den heißen Brei herumredet“ – er selbst benutzt mehrmals die Floskel „Aber ich schweife ab“. Genau das tat er in meinen Augen leider allzu oft, weshalb sich nur wenig auf technische Fakten und Daten konzentriert werden konnte. Oftmals hatte ich deshalb das Gefühl, der Autor würde sich selbst erst noch ins Thema einarbeiten und es noch nicht in dem 100%igen Ausmaß begreifen, wie es für eine Vermittlung nach außen notwendig wäre. Aus diesem Grund hat mir DER BITCOIN STANDARD weitaus mehr Einblick geboten. Dennoch ist das Buch gut strukturiert und liefert interessante Beispiele und Fakten. Ohne Hintergrundwissen stelle ich es mir jedoch tatsächlich etwas schwierig vor, mitzukommen, da einige Fachbegriffe vorausgesetzt werden. Wirtschaftliche und geldpolitische Zusammenhänge werden auf nationaler wie auch internationaler Ebene und die Schattenseiten eines zentralen Bankwesens beleuchtet, Vorurteile durch Logik und Fakten ausgemerzt. Der Coin wird folglich nicht nur als Zahlungssystem, sondern primär als Freiheits- und Gerechtigkeitssystem initiiert. Abgesehen vom Bitcoin selbst beschreibt der Autor auch die Begriffe der Inflation und Deflation und liefert zahlreiche Beispiele aus der Welt der Wirtschaft, die auch für Laien absolut verständlich sind. Zwar bot es mir nichts wirklich Neues, doch war es interessant, eine Perspektive aus persönlicher Erfahrung zu lesen, die das Buch unterhaltsam und keineswegs trocken gestaltete. Für unvoreingenommene LeserInnen ist es deshalb absolut lesenswert, wobei ich durch das literarische Abschweifen fürchte, dass es für Einsteiger eher verwirrend als geradlinig ist. Was es aber auf alle Fälle ist, ist aufklärend, wachrüttelnd und informierend.
Als ich Ijoma Mangolds „Die orange Pille“ zu lesen begann, war noch keine Rede von einer Zwangsfusion der zwei größten Schweizer Banken, der Flucht in Gold und Bitcoin – wenn da die Lektüre nicht gerade zur rechten Zeit kam, weiß ich auch nicht …
Vielen Menschen ist das Finanzsystem, aber auch der Bitcoin zu kompliziert – nur etwas für Finanzer oder Nerds … Doch schon mit dem Einstieg Mangolds in die Materie wird klar, dass er das ganz anders sieht: Was will man – Vergessen oder die Wahrheit erkennen? Wer einfach nur wissen will, was es mit dem Bitcoin auf sich hat, möge die „orange Pille“ nehmen, naja, genauer gesagt lesen. Denn erst, wenn wir verstehen, wie die Zusammenhänge aussehen, wird uns klar, wie mächtig Börsen (und im Besonderen die Wall Street) und Noten- bzw. Zentralbanken sind. Der Bitcoin ist nicht zuletzt deshalb spannend, weil er von diesen Stellen unabhängig ist, doch taugt er zur „Heilung des Systems“ oder kann er als Alternative dienen?
Das Spannende an „Die orange Pille“ ist, dass dieses Buch nicht von einem Ökonomen, Finanzer oder ITler bzw. verwandten Professionen stammt, sondern von einem studierten Literaturwissenschaftler und Philosophen. Damit ist schon mal klar, dass seine Herangehensweise nicht technischer Natur ist und das tut dem Lesefluss gut. Denn seine Sätze sind mal kurz und prägnant, mal ziehen sie sich über mehrere Zeilen, das sorgt für Abwechslung und wenig Langeweile. Mangold erläutert, wie er der Faszination Bitcoin verfiel (ja, er nimmt auch sich selbst auf die Schippe und schreckt auch vor „aussagekräftigen Überschriften“ nicht zurück) und weshalb seiner Ansicht nach dem Bitcoin ein Freiheits- und Gerechtigkeitssystem inhärent ist. Auch wenn man in weiten Teilen Mangolds Begeisterung für den Bitcoin herauslesen kann, versucht er auch Neulinge mitzunehmen. Einen Abstrich von seinem „Korrektheitsansatz“ gibt es in puncto Klimafolgen des Bticoin-Minings – ja, er verhehlt die klimaschädlichen Folgen nicht, ist damit jedoch recht schnell „fertig“ (wie gerecht ist das mit dem Mining bei näherer Betrachtung denn?). In Summe bleibt aber zu konstatieren, dass Mangold ein kurzweilig zu lesendes Buch über den Bitcoin vorlegt, dem auch nicht tief in die Materie eintauchen wollende Leser alle relevanten Informationen und Mangolds Ansichten entnehmen können. Für Menschen, die zwar neugierig sind, sich aber noch nicht mit der Materie befasst haben, ein lesenswerter Überblick!
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Zusätzliche Informationen
Ijoma Mangold wurde am 02. März 1971 in Heidelberg (Deutschland) geboren.
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