Das deutsche Krokodil

von Ijoma Mangold 
3,9 Sterne bei8 Bewertungen
Das deutsche Krokodil
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Eine höchst interessant, gut zu lesende Biografie, die ein bisschen anders daher kommt als erwartet

Apfelgruens avatar

Recht interessante, gut geschriebene Biographie mit kleineren Längen.

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Inhaltsangabe zu "Das deutsche Krokodil"

Ijoma Alexander Mangold lautet sein vollständiger Name; er hat dunkle Haut, dunkle Locken. In den siebziger Jahren wächst er in Heidelberg auf. Seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater ist aus Nigeria nach Deutschland gekommen, um sich zum Facharzt für Kinderchirurgie ausbilden zu lassen. Weil es so verabredet war, geht er nach kurzer Zeit nach Afrika zurück und gründet dort eine neue Familie. Erst zweiundzwanzig Jahre später meldet er sich wieder und bringt Unruhe in die Verhältnisse.
Ijoma Mangold, heute einer unserer besten Literaturkritiker, erinnert sich an seine Kindheits- und Jugendjahre. Wie wuchs man als 'Mischlingskind' und 'Mulatte' in der Bundesrepublik auf? Wie geht man um mit einem abwesenden Vater? Wie verhalten sich Rasse und Klasse zueinander? Und womit fällt man in Deutschland mehr aus dem Rahmen, mit einer dunklen Haut oder mit einer Leidenschaft für Thomas Mann und Richard Wagner?
Erzählend beantwortet Mangold diese Lebensfragen, hält er seine Geschichte und deren dramatische Wendungen fest, die Erlebnisse mit seiner deutschen und mit seiner afrikanischen Familie. Und nicht zuletzt seine überraschenden Erfahrungen mit sich selbst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498044688
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:18.08.2017

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    Yolandes avatar
    Yolandevor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine höchst interessant, gut zu lesende Biografie, die ein bisschen anders daher kommt als erwartet
    Das deutsche Krokodil

    Autor (Klappentext):

    Ijoma Mangold, geboren 1971 in Heidelberg, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna, Nach Stationen bei der Berliner Zeitung und der Süddeutschen Zeitung wechselte er 2009 zur Wochenzeitung Die Zeit, deren Literaturchef er seit 2013 ist.
    Zusammen mit Amelie Fried moderierte er die ZDF-Sendung "Die Vorleser". Außerdem gehört er zum Kritiker-Quartett der Sendung "lesenswert" des SWR-Fernsehens. Mangold lebt in Berlin.

    Inhalt (Klappentext):
    Ijoma Alexander Mangold lautet sein vollständiger Name; er hat dunkle Haut und dunkle Locken. In den siebziger Jahren wächst er in Heidelberg auf. Seine Mutter stammt aus Schlesien, sein Vater ist aus Nigeria nach Deutschland gekommen, um sich zum Facharzt für Kinderchirurgie ausbilden zu lassen. Weil es so verabredet war, geht er nach kurzer Zeit nach Afrika zurück und gründet dort eine neue Familie. Erst zweiundzwanzig Jahre später meldet er sich wieder und bringt Unruhe in die Verhältnisse.

    Das Buch hat mich schwer begeistert und beeindruckt. Wenn man den Klappentext liest, denkt man sofort an rassistische Übergriffe und Benachteiligung in allen Facetten des Lebens. Und genau das ist es eben nicht. Ijoma Mangold fühlte sich selten durch seine Hautfarbe diskriminiert. Mit viel Selbstreflexion schildert er seine Geschichte, ständig überprüft er seine innere Haltung und ob vielleicht eine Überassimilierung "Schuld" daran ist, dass er sich so, seiner Meinung nach, unbehelligt durch den deutschen Alltag bewegen kann und konnte. Auch in der Auseinandersetzung mit seinen nigerianischen Wurzeln, die für ihn erst im jungen Erwachsenenalter Bedeutung bekamen, lässt er den Leser ausgiebig an seinen Gedankengängen teilhaben. 
    Das Buch ist gut zu lesen, es gibt ein paar Passagen, die für mich etwas zu intellektuell waren, aber schließlich ist der Mann Literaturkritiker. Irritiert war ich nur zu Beginn, als Mangold seine frühen Kindheitserlebnisse in der 3. Person schildert und von sich als "der Junge" spricht. Ab dem 2. Teil ändert sich dies aber und die Erzählweise wechselt in die Ich-Perspektive.

    Fazit: Eine höchst interessante, gut zu lesende Biografie, die ein bisschen anders daherkommt als erwartet.

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    Apfelgruens avatar
    Apfelgruenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Recht interessante, gut geschriebene Biographie mit kleineren Längen.
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    Das_Leselebens avatar
    Das_Leselebenvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Lebensgeschichte die erzählt werden muss
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    Eliza1991s avatar
    Eliza1991vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ijoma Mangold beschert uns ein Prachtstück der Literatur!
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    Samtamtuckers avatar
    Samtamtuckervor 2 Monaten
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    waschi1vor 3 Monaten
    Golondrinas avatar
    Golondrinavor 5 Monaten
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    juleliestvor 5 Monaten

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