Ilaria Palomba Tu dir weh

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Inhaltsangabe zu „Tu dir weh“ von Ilaria Palomba

Ohne Narben wirst du nicht alt

Du warst nie das Nesthäkchen, deine Freunde sind Langweiler und dieses ganz normale Leben bestärkt nur deinen Wunsch abzuhauen? Du hast Lust auf mehr, auf immer mehr Leben?

Dann lies dieses Buch und folge Stellas Weg. Er führt bis an die Grenzen und vielleicht darüber hinaus. Aber Vorsicht: Du könntest dir weh tun.

Die hübsche, neunzehnjährige Philosophiestudentin Stella lernt auf einer Party einen Mann mit verführerischer Stimme kennen: Marco. Kurz darauf machen sie es im Auto. Das erste Mal ist wie ein Rausch. Doch der Drang, es so noch einmal zu erleben, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit. Das Berührende ist: Stella spürt von Anfang an, was Marco mit ihr vorhat, doch kann sie sich noch befreien, bevor es zu spät ist …

Eine bitter-süße Abrechnung mit der Macht der Männer und der Sehnsucht nach immer mehr Leben.

„Brennend, irritierend, klaustrophobisch, besessen. Man liest es in einem Atemzug.“

La Repubblica

„Eine harte, unverfrorene Geschichte inmitten einer heruntergekommenen Gegend à la Trainspotting.“ Il sole 24 Ore

Irgendwie jugendlich-vorhersehbar, aber doch anders als erwartet. Besnders gut fand ich die Gedankengänge der Hauptperson...

— schuhbidu

Verstörend anders, nicht schlecht... Mal etwas neues!

— laura_lovegood1

Grezübersteigend, kontrovers, mutig, fern von jeder Moral, klar und krass. Dieses Buch tut einfach nur weh....

— Floh

Eine Droge in Buchform, die 314 Seiten lang, oder sogar noch darüber hinaus, süchtig macht.

— safido

Dieses Buch wühlt auf, beschreibt so real, dass man fast zu atmen vergisst! Absolut krass!

— Misteringreen

Brutal, Düster, real, es zeigt wie grausam die Welt doch sein kann.

— fredi_enderle

Dieses Buch verbreitet eine sehr düstere Stimmung, nicht jedermanns Sache!

— Little-Cat

Ein Buch, das starke Emotionen erzeugt. Ekel, Abscheu, Mitleid. Das den Leser aber auch nicht loslässt, bis er mit am Abgrund angelangt ist.

— claudia_seidel

Verstörend, abstoßend und doch fesselnd. Dieses Buch ist beklemmend und lässt nicht mehr los.

— ColourfulMind

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  • Nicht Jugendfrei, aber mit sehr sehr vielen Botschaften.... Ein Verfall unter Drogen, Sex und Alk...

    Tu dir weh

    Floh

    Das Lesen dieses Buches ist ein einziger Schmerz, der Schmerz, der mit der Protagonistin überschwappt. Mit "Tu dir weh" hat Autorin Ilaria Palomba ein überaus mutiges und sehr kontroverses Debüt herausgegeben, welches Grenzen übertritt und den Leser schonungslos schockiert. Von obstzön, eklig, erschreckend, tragisch bis wachrüttelnd, schmerzlich und vielleicht sogar wahr...."Tu dir weh", mir fehlen fast die Worte, so sehr hat es mich zerissen, den Verfall einer Jugendlichen mitzu erleben. Der seelische und körperliche Schmerz ist so greifbar wie selten in einem Roman. . Erschienen im Aufbau Verlag Blumenbar (http://www.aufbau-verlag.de/) "Er ist süß, dieser Kuss. Süß und bitter gleichzeitig. Stella fühlt sich frei. Sie fühlt, dass sie all das machen kann, was sie ihr immer verboten haben." Seite 11 Inhalt: "Ohne Narben wirst du nicht alt- Du warst nie das Nesthäkchen, deine Freunde sind Langweiler und dieses ganz normale Leben bestärkt nur deinen Wunsch abzuhauen? Du hast Lust auf mehr, auf immer mehr Leben? Dann lies dieses Buch und folge Stellas Weg. Er führt bis an die Grenzen und vielleicht darüber hinaus. Aber Vorsicht: Du könntest dir weh tun. Die hübsche, neunzehnjährige Philosophiestudentin Stella lernt auf einer Party einen Mann mit verführerischer Stimme kennen: Marco. Kurz darauf machen sie es im Auto. Das erste Mal ist wie ein Rausch. Doch der Drang, es so noch einmal zu erleben, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit. Das Berührende ist: Stella spürt von Anfang an, was Marco mit ihr vorhat, doch kann sie sich noch befreien, bevor es zu spät ist … Eine bitter-süße Abrechnung mit der Macht der Männer und der Sehnsucht nach immer mehr Leben." Handlung: Die Geschichte von einer hübschen und begabten 19 Jährigen, Stelle, aus gutem Hause, von den Eltern behütet wie der eigene Augapfel. Doch die Eltern wissen gar nichts, wissen nicht wie es in Stellas Herzen rebelliert. Dan trifft sie auf einer Party Marco. Marco mit der verführerischen und gefährlichen Aura. Marco mit dem drohenden bösen Blick, Marco mit den Drogen, dem Alkohol und den miesen Freunden. Marco der Stelle einen sagenhaften Orgasmus beschert.... Langsam aber sicher reißt Marco Stella aus ihrem Leben. Schnell gerät sie in den Sog und der Sucht aus Drogen, Sex und Abhängigkeit von einem Mann. Verstörend schmerzlich dürfen wir Zeuge werden, wie schnell das Leben ein junges Mädchen in den Abgrund stürzt. Derb unverblümt und schonungslos möchte die Autorin mit dieser grenzübertretenden Geschichte wichtige Botschaften und Signale geben. Absolut nicht Jugendfrei und knallhart....VORSICHT! "Ihr Fuß hämmert jetzt den Rhythmus des Teufels auf den versifften Fußboden." Seite 33 Zum Schreibstil: Zunächt hervorgehoben: dieses Buch ist knallharte und schonungslose Kost. Die Autorin ziert sich nicht und führt derb und grenzüberschreitend die Dinge dem Leser vor Augen. VORSICHT! Wer mutig ist, und sich traut sich in ganz andere Ausmaße von Wort und Sinn zu begeben, der wird hier in "Tu dir weh" die Geschichte hautnah und erschreckend miterleben. Ich habe noch nie eine so mutigen und kontoversen Roman gelesen, der nicht nur durch Thematik schockiert, sondern auch durch die knallharten Fakten ohne Schonung und Schönmalerei. Das nenn ich Mut. Und diesen Mut setzt die Autorin in ihrem Debüt um. Respekt. Sie schreibt kurze Sätze, die sie knackig und hart darlegt. Es basiert auf einer Mischung aus Erzählperspektive, den gesunden Gedanken von Stella (ihr warnendes Unterbewusstsein) und ihren tatsächlich gesprochenen Dialogen und Handlungen. Ein gelungener Schachzug, so kann der Leser jeden Blickwinkel miterleben. Ilaria Palomba bringt dem Leser die Geschichte und den Zefall von Stella sehr nahe, mit jeder Faser spürte ich den Schmerz, dem Stella ausgesetzt ist. Sehr intensiv und sehr nahe. Eine Autorin die berührt und die Leser erreicht. "Ob ich mit dir durchbrennen würde? Sogar sofort. Schade, dass du so ein Wichser bist und ich zu schlau, um auf dich reinzufallen" Seite 81. Autorin Ilaria Palomba hat mich bereits in den ersten Seiten als Leserin gewonnen. Sie ist mutig, traut sich was und wagt sich in viele Tabus. Sie überschreitet ganz klar Grenzen und eckt an. Aber sie mahnt auch und führt schonungslos vor Augen. Sie besitzt einen ganz besonders klaren, authentischen, jungen und ungefilterten Stil, die Emotionen, Gedanken, Gefahren und Schwierigkeiten aus der Sucht nach Drogen, Sex und einem Mann deutlich darzustellen. Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind aussagekräftig, kurz und knackig. "Was für ein absurder Scheißort. Waren Hippies nicht eigentlich faule Säcke?" Seite 89 Schauplätze: Der Autorin gelingt es durch reale Darstellung der Schauplätze eine Welt des hoffentlich nicht normalen jugendlichen Alltags zu schaffen. Irgendwo in Italien. Sehr genau hat sie die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Ihr Fokus liegt auf viele Details und Umschreibungen, so hat sie im trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung geschaffen und provoziert zusätzlich. Die schäbige abgewrackte und stinkende Bude eines Fixers, die berauschenden Partys und Festivals, der Kick in den Autos, dunkle durchtanzte Nächte, billige Unterkünfte, das heimische Heim von Stella, die pulsierende Uni..... Ein bösartiges Kopfkino wird hier in Gang gesetzt und bewegt. Vieles möchte man eigendlich gar nicht so genau gelesen haben...verstörend, bitter, schockierend. . "Ein Trip ist wie die Philosophie - du musst wissen, wie du auf den Oberflächen tanzt. Wenn du zu tief hineinfällst, wirst du wahnsinnig." Seite 160 Charaktere: Auch bei der Wahl der Charaktere punktet die Autorin Ilaria Palomba weiter haushoch. Hier hat sie wirklich verstörende und beklemmende Psychogramme für die Protagonisten erstellt und wiedergegeben. Gerade Stella lässt den Leser nicht mehr los. Wie sie sich in die Abhängigkeit stürzt, ihren Körper für Drogen, Sex und für einen Mann, Marco, verkauft. Wie sie sich zerstört. Ihr Unterbewusstsein warnt, aber Stella rebelliert und verliert sich. Die Autorin führt genau vor Augen, was mit den Drogen so gefährlich ist, wie es die Personen verändert und in welchen Strudel man bereits nach kürzester Zeit gerät. Da bekommt man Angst. Auch Stellas Eltern erreichen ihre Tochter nicht mehr. Hilflos, machtlos, traurig... Freunde, die keine Freunde sind, Fixer, Raver, Lesben....Hier trifft sich alles, was schockiert und an die Grenzen stößt. Die Autorin hat mich wirklich geschockt. Ich habe mit Stella mitgelitten. Zunächst musste ich aber erst all die krassen Charaktere zuordnen. Anfangs dachte ich, Stella wächst mit zwei Müttern auf: Monica und Nikola. Nikola ist im italienischen wohl ein Männername und Stellas Vater. "Marcos Finger, Schauer vom MDMA und Koks: Sie ist verstört und gleichzeitig erregt, feucht und widerlich gierig auf extreme Gefühle." Seite 229 Auch Stellas große Liebe und Abhängigkeit Marco ist sehr intensiv gezeichnet und der Leser spürt, welche Macht und Gefahr er auf Stella ausübt und welches miese Spiel er mit ihr spielt. Schlußendlich ist er nur ein armes Opfer seiner Drogen. "Jedes mal werden wir krassere Sachen ausprobieren, und je kranker und perverser diese Sachen werden, bei denen ich dir zuschaue, desto mehr werde ich dich mögen." Seite 233 Meinung: Zu erst möchte ich die vielen versteckten dennoch offensichtlichen Botschaften loben, die die Autorin in diesem Buch sehr gewissenhaft bedacht hat. Jedoch ist ihre Zurschaustellung sehr krass, und wirklich nicht für jeden zu empfehlen. Keinesfalls Jugendfrei, dafür gibt es zu viel Sex, gewalt und Missbrauch. Der Umgang mit Drogen und Alkohol wird sehr sehr detailliert dargestellt. Die unterschiedlichen Arten von Rauschmitteln, deren Zubereitung und Einnahme. Muss man so was alles so genau erfahren? Nein. Daher ein Sternabzug von mir. Was mich wiederum besonders an diesem Roman beeindruckt hat, ist der Mut der Autorin Dinge so offen und krass und provozierend darzustellen. Dadurch hat sie mich bewegt und schockiert. Hier braucht der Leser starke Nerven und viel Toleranz. Alles wirkte auf mich im Geschehen sehr beklemmend und verstörend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen und mein Entsetzen verarbeiten. Autorin Ilaria Palomba bedient viele Emotionen, jongliert auf der Grenze zum Abstoßenden, spielt mit bitteren Facetten und herutergekommenen Seelen. Sie bricht Tabus und Überrascht und glänzt mit Erschütterung und Begebenheiten und den vielen Familienproblemen und auch den Problemen auf den Weg des Erwachsenwerdens. Hochgelobtes Buch, aber die sehr vielen Drogen waren mir zu viel, auch der derbe Sex ist grenzfällig, daher einen Sternabzug. "Wenn du knapp dem Tod vorbeischrammst, erinnern sich die Leute plötzlich, dass du existier hast." Seite 287 Die Autorin: "Ilaria Palomba, 1987 in Bari geboren. Studierte Philosophie in Bari und literarisches Schreiben in Rom. Ihr Gedichtband I buchi neri divorano le stelle wurde mehrfach ausgezeichnet. Tu dir weh ist ihr Romandebüt." Zum Cover: Das Cover ist sehr bissig. Nicht ganz mein Geschmack. Die Farbgestalltung gefällt mir. Dieses Cover hätte mich nicht direkt angesprochen, aber dennoch ist ja der Inhalt was zählt, und der Inhalt begeistert und überzeugt mich einfach sehr! "Was gibt es Extremeres als den Tod? Wir müssen dem Tod entgegentreten. Für mich ist der Tod der stärkste Orgasmus." Seite 306 Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich erschütternden Gefühl und völliger Fassungslosigkeit. Ich habe noch nie so viel Mut, gebrochene Tabus und gestürmte Grenzen in einem Buch gelesen. Dieses Buch schmerzt und tut dir weh.....

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    • 20

    Igelmanu66

    06. September 2014 um 22:43
  • Hammerhart!

    Tu dir weh

    PunkAlaney

    Diese Geschichte hat mich sofort gefesselt, absolut authentisch und für mich als Leser nachvollziehbar. Mit jeder Seite wird man tiefer in den Bann der Hörigkeit gezogen. Ich fragte mich ständig: Würde ich mich auch so verhalten oder könnte ich an dieser Stelle eine Grenze ziehen? Gerade mit dem Gedanken selbst zwei Töchter zu haben, las ich mit Panik und Grauen. Allerdings finde ich das Buch in der Kategorie Erotik deplatziert. Mir gab es null Stimulation, ganz besonders mit dem autobiographischen Hintergrund...

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    • 3
  • FSK 18 und nichts für schwache Nerven - Tu dir weh von Ilaria Palomba

    Tu dir weh

    Litfara

    Buchcover:Ja das Cover ist jetzt wirklich nicht schön oder hässlich halt eben normal. Die Farbe rot passt sehr gut zum Buch und soll auch finde ich ein wenig das Blut und die Schmerzen symbolisieren. Ich finde nur etwas komisch das auf dem Cover der Eine dem Anderen auf die, die Zunge beißt. AUTSCH Das tut doch weh! Der Titel, passt perfekt, weil der Hauptcharakter macht genau das wortwörtlich. Zum Inhalt: Bei diesem Buch bin ich mal komplett von meinem üblichen Leseverhalten abgekommen. Eigentlich lese ich viel Fantasy und Jugendbücher, doch ich wollte mal etwas Neues ausprobieren. Zum ersten Mal habe ich einen erotischen Roman gelesen und, ich glaube Shades of Grey wär, ein sanfterer Einstieg in dieses Genre gewesen. Das Buch bin ich recht locker angegangen, ich hatte mich auf eine neue Erfahrung in meiner Lesewelt gefreut. Zwar machten mich schon der Titel „Tu dir weh“ oder so Sätze wie „ohne Narben wirst du nicht alt“ etwas stutzig nur ich machte mir keine großen Sorgen. Es wird von einer Philosophiestudentin namens Stella erzählt. Sie lebt in einer normalen Mittelstandsfamilie und schreibt super Noten zumindest hätte ich das nicht nur in der Kurzbeschreibung gelesen. In dem ersten Satz steht direkt und sie erwachte in ihrer Kotze. Ok was ist den das bitte für ein Anfang, aber naja schnell weiterlesen vielleicht wird es ja besser. Von Wegen die nächsten Seiten glänzten nur so vor Schimpfwörtern, die ich hier nicht jetzt erwähnen möchte. Hier habe ich doch manchmal den Ideenreichtum der Autorin bewundert. Was die für Wörter erfunden hat. Also man liest wirklich die ersten Seiten des Buches und weiß gleich, worum es geht, nämlich um Party, Sex und Drogen. Irgendwann im Laufe der Geschichte lernt Stella Marco kennen. Ja man lernt jemanden kennen und erzählt nett miteinander alles ok. Doch die beiden kannten sich vielleicht gerade erst mal eine Stunde und landeten direkt bei Marco im Auto und testeten die Rückbank. Vorher wurden natürlich noch paar Lines gezogen und wie schon die ganze Zeit in dem Buch. Hauptsache schön Hacke dicht. Das war die erste Stelle, wo ich mir doch dachte, sag mal Mädchen wo ist dein Gehirn, ist das im Rauschnebel verloren gegangen. Zudem trifft sich immer weiter mit diesem Marco und wie soll ich sagen sie wird süchtig nach ihm. Der Typ schadet ihr nur und sie rennt im nach wie ein verliebtes Schaf. Der Typ macht dann immer nur krassere Sachen mit ihr und die steigern sich von dem einen auf das andere. Am guten Schluss wurde es mir manchmal echt zu ekelhaft, aber ich habe weiter gelesen trotzdem. Es ist bei diesem Buch wirklich wie bei einem Unfall man will nicht hinsehen, muss aber. Diese Entwicklung die Stella macht, ist wirklich erschreckend von der braven Studentin zur drogensüchtigen Prostituierten. Am liebsten wäre ich an manchen Stellen zu ihr gegangen und hätte sie wachgerüttelt. Man denkt nur: So naiv und dumm kann doch kein Mensch sein. Aber Stella macht es jedes mal was noch Bekloppteres. Zwar hatte ich immer die Hoffnung sie kriegt noch die Kurve, aber sie hat es einfach nicht geschafft. Ich glaube genau, das ist es, was mich so an das Buch gefesselt hat. Diese unheimliche Spannung und das Unwissen, das man als Leser hatte. Ja Sex ist ein großes Thema in diesem Buch und Stella hüpft von einem Bett ins andere und das nicht nur mit Männern. Diese Stellen wurden sehr genau beschrieben und man dachte, das wäre eher ein Regiebuch für einen Hardcoreporno. Also ich glaube, ich habe bei 6 Typen aufgehört zu zählen ein Wunder, das die nicht schwanger wurde oder Aids bekam. Und wirklich das es so viele Drogen gibt, wusste ich gar nicht, was die Autorin da alles erfunden hat. Entweder die ist Drogenfahnder oder mal Dealer gewesen. Der Schreibstil ist ziemlich kurz, abgehackt und ohne Umschweife also nur die knallharten Fakten. Ich war wirklich etwas über ich ihn schockiert manchmal, aber irgendwie war es auch das, was ich mochte. Es war mal was komplett Anderes. Die Charaktere waren auch sehr flach kurz und man konnte sie sich nicht wirklich als Menschen vorstellen vor allem, weil sie manchmal so unlogisch und naiv handelten. Mich hat wirklich fasziniert, das ein einziger Man eine Frau so verändern kann und in einen Teufelskreis aus Drogen Kriminalität stürzen kann. Mein Fazit: Das Buch ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven und zugeknöpfte Menschen, definitiv FSK 18. Der Roman ist schockierend und süchtig machend zu gleich. Entweder man liebt diese Story oder hasst sie. Ich bin mir da nicht so sicher, aber ich fand es auf jeden Fall spannend und ein tolles Buch zum Erschrecken und Nachdenken.

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    • 2

    Floh

    28. July 2014 um 07:51
  • FSK 18!!!

    Tu dir weh

    safido

    Zum Inhalt: Ohne Narben wirst du nicht alt. Die hübsche, neunzehnjährige Philosophiestudentin Stella lernt auf einer Party einen Mann mit verführerischer Stimme kennen: Marco. Kurz darauf machen sie es im Auto. Das erste Mal ist wie ein Rausch. Doch der Drang, es so noch einmal zu erleben, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit. Das Berührende ist: Stella spürt von Anfang an, was Marco mit ihr vorhat, doch kann sie sich noch befreien, bevor es zu spät ist … (Buchrücken) Meine Meinung: "Der Fixer steckt sich einen abgeschnittenen Strohhalm in die Nase und zieht die erste Line weg. Danach reicht er ihr den Strohhalm. Sie sehen aus wie zwei Blätter im Wind: Der eine zittert wegen des Entzugs, die andere aus Panik." (S. 30) Stella ist schon eine wundersame junge Frau. Sie ist klug, studiert Philosophie und kann ihre Mitmenschen eigentlich ziemlich gut einschätzen. Dies wird durch ihre immer wieder und sehr häufig eingeflochtenen Gedanken deutlich. Dennoch tut sie stets das Gegenteil von dem, was ihr Kopf ihr rät. Weil sie rebellieren will? Weil sie sich langweilt? Weil sie ihren Eltern entfliehen will? Festzuhalten ist jedenfalls, dass sie sich immer wieder freiwillig in die Situationen begibt, die sie mehr als einmal an den Rand des Abgrunds bringen. Und stellenweise sogar darüber hinaus. Die Dinge, die Stella erlebt, auf was sie sich im Verlauf der Geschichte einlässt, sind, um es auf den Punkt zu bringen, krass. Dabei sollte krass in der krassesten Form verstanden werden, die es gibt. Zumindest meiner Meinung nach. Es geht hier nicht einfach um Drogen, Partys und Sex während der Studentenzeit. Vielmehr sind es Exzesse, Orgien, Verbrechen. Abgründe tun sich auf während des Lesens. Und die ganze Zeit kann man sich nur wünschen, dass Stella ihre Augen öffnet und begreift, was da mit ihr los ist. "Carla schlüpft auf den Rücksitz. Zieht Stellas T-Shirt hoch. Sie beugt sich vor, um den Kristall von Stellas Brüsten zu lecken. Sie spürt die feuchte Zunge auf ihrer Brust. Ihr ist heiß, Ihre Brustwarzen werden hart, der Slip langsam feucht. Carla übergibt ihr den Kristall mit der Zunge. Stella ignoriert den bitteren Geschmack wie von Medizin, kämpft gegen den Brechreiz. Schluckt. Kalt. Heiß. Speichel. Körpersaft. Lust. Marco schiebt sich die Hand in die Hose." (S. 50) In die meisten Protagonisten, die mir in Büchern begegnen, kann ich mich ganz gut hineinversetzten. In den Fällen, wo mir das nicht möglich ist, kann ich ihre Handlungen meist aber dennoch irgendwie nachvollziehen. Bei diesem Buch war das nicht so. Ich hätte mich aber ehrlich gesagt auch gewundert, wenn ich mich mit Stella hätte identifizieren können. Wenn ich mich nicht sogar vor mir selbst erschrocken hätte, wenn ich zu dieser Einsicht gelangt wäre. Nun muss ich aber zugeben, dass all dies dennoch eine gewisse Wirkung auf mich hatte. Das Buch hat mich mit seiner Offenheit, Wucht, Eindringlichkeit, den geschilderten Abscheulichkeiten und den mehr als einmal überschrittenen Grenzen in einen Sog gerissen. Ich war regelrecht in einem Rausch, musste und wollte so schnell wie möglich die Seiten umblättern, auch wenn ich stellenweise schockiert und erschrocken war über das, was ich da grad gelesen habe. Oder vielleicht auch gerade deshalb? Fest steht, dass es mir nicht möglich war, mich Stellas Schicksal zu entreißen. Die zu Papier gebrachten Worte sind wie Schüsse. Die Sprache ist abgehakt, schnell, direkt, gnadenlos, ehrlich. Wenn man dieses Buch lesen möchte, sollte man sich bewusst sein, dass es darin Dinge zu lesen gibt, die einem die Sprache verschlagen können. Und das ist nun keine positiv behaftete Redewendung meinerseits. Aber all das macht auch den Reiz von "Tu dir weh" aus – man muss es eben nur "ertragen" können. "Sie spürt Haare, die in ihrem Hals stecken geblieben sind, und Spermatropfen auf den Lippen. Sie kommt sich vor wie eine abscheuliche Sexgöttin und liebt sich dafür, ekelt sie sich. Dann liebt sie sich wieder." (S. 142) Wenn ich mir so durchlese, was es über Ilaria Palomba als Person zu lesen gibt, könnte ich mir sogar vorstellen, dass dieses Buch evtl. einen Teil ihrer eigenen Erfahrungen als Studentin wiedergibt. Aber das ist bloß reine Spekulation meinerseits. Und selbst wenn es nicht ihre eigenen Erfahrungen sein sollten, hat sie für mich kein übertriebenes und unglaubwürdiges Szenario geschaffen. Auf mich wirkte das Gelesene trotz aller Unvorstellbarkeit bevor ich es las, durchaus lebensnah – zumindest was diesen Bereich der Gesellschaft angeht. Man kann dieses Buch nicht im herkömmlichen Sinne mögen. Es ist eine Droge in Buchform, die 314 Seiten lang, oder sogar noch darüber hinaus, süchtig macht. Entweder man lässt sich darauf ein, begibt sich auf diesen Trip, oder man lässt es bleiben. Dazwischen gibt es nicht viel. Schwarz oder weiß. Up oder down. "Er fährt den Rechner hoch, sucht Musik von den Narkotek und vollendet die Lines mit einer Karte. Stella zieht und legt sich auf das Sofa. Sie merkt, dass die Wirkung schwächer ist als am Vortag. Ihr fällt noch ein, dass sie drei Tage hintereinander Drogen genommen und zwischendurch ihrem Vater Sartre erklärt hat. 'Vielleicht bin ich Wonder Woman'." (S. 184) BOOKWIVES

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    • 2
  • Höchste Höhen und tiefste Tiefen

    Tu dir weh

    Mirka

    "Tu dir weh" ist eines der wenigen Bücher, die man perfekt in einem Wort beschreiben könnte und dann wäre eigentlich schon alles gesagt: Krass. Einfach nur krass. Die ersten 150 Seiten habe ich wie in einem Rausch gelesen, danach musste ich das Buch erstmal eine Weile zur Seite lesen, weil es mich so bedrückt hat, so von sich eingenommen hat, dass ich das Bedürfnis hatte, etwas Distanz zwischen mich und die Geschichte bringen zu müssen.  Von Anfang an wird der Leser in eine Welt hineingezogen, die ihm - in der Regel zumindest - ziemlich suspekt erscheinen wird. Was auf den ersten Blick noch wirkt wie eine Party, auf der alle ein wenig zu viel getrunken und gekifft haben, stellt sich schnell als etwas völlig anderes heraus. Kiffen, trinken, Sex - ich denke, das hat auf die Wenigsten noch eine schockierende Wirkung. Und genau deswegen ist "Tu dir weh" auch auf einer völlig anderen Ebene erzählt. Ecstasy, Ketamin, Opium, Heroin. In einer Stelle zieht Stella, die 19-jährige Studentin, die wir 314 Seiten lang begleiten dürfen, eine stecken gebliebene Nadel aus dem Arm eines Heroinsüchtigen. An einer anderen Stelle drückt der Mann, mit dem sie schläft, Marco, eine Zigarette auf ihrem Rücken aus. Orgien, ungeschützter Sex. Immer genau dann, wenn man denkt, schlimmer kann es nicht kommen, kommt es schlimmer, ohne jedoch zu konstruiert zu wirken. Weil Stella auf glaubwürdige Art und Weise genau das passiert, was in einer Spirale von Abhängigkeiten den meisten zu passieren scheint: Der komplette Kontrollverlust. Phasenweise hatte ich das Gefühl, dass "Tu dir weh" ein wenig die Versprechen einlösten, die "Shades of Grey" gemacht hat, aber nicht hatte halten können: Düster und schmerzhaft, abstoßend und unglaublich packend zugleich. Das hier ist kein Mummyporn. Dafür ist die Autorin, geboren 1987, vermutlich zu jung, zu anders sozialisiert worden. Beim Lesen fragt man sich, wie viel von ihr selbst - sie studierte, genau wie ihre Protagonistin Stella, Philosophie in Bari - in der Geschichte steckt, die sie mit Nachdruck und einer beklemmenden Kaltschnäuzigkeit erzählt, steckt. Ich weiß, dass man famos über Dinge schreiben kann, die man nicht selbst erlebt hat, ich weiß das. Aber dennoch: Ich rätsele seit Tagen, was für ein Mensch Ilaria Palomba wohl ist, ob sie mehr mit Stella teilt, als den Studiengang und -ort, die Haarfarbe. Ich würde sie gerne aus ihrem Leben erzählen hören. Viele Geschichten werden davon getragen, dass sie eine Liebesgeschichte erzählen, die man so schön findet, dass man für ein Happy End die Daumen drückt. In "Tu dir weh" ist Liebe zumeist mit Abhängigkeit gleichzusetzen: Von einander, von Erniedrigung, von immer härteren Drogen. Die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen. Nichts an dieser Geschichte ist schön: Nicht, wie Stella immer weiter abrutscht, sich immer weiter von ihren Eltern entfernt. Nicht, wie Marco Stella abwechselnd zu sich lockt und dann wieder wegstößt. Nicht, wie alles auf den großen Knall hinsteuert. Die Sprache ist simpel, manchmal klar und manchmal unzusammenhängend, rauschhaft. Die Charaktere sind, obwohl nur skizziert, ziemlich eindrucksvoll. Sie spiegeln glaubwürdig all die Hoffnungslosen wider, die sich in dieser Szene bewegen und geben ihnen eine Stimme. Es wäre falsch zu sagen, dass mir "Tu dir weh" gefallen hätte. So ein Buch "gefällt" nicht. So ein Buch schüttelt durch, rüttelt wach, packt und erschüttert. Ich habe im Rahmen einer Leserunde viele Stimmen vernommen, die das Buch als zu düster, zu dunkel, ZU krass wahrnahmen und ich kann das nicht so recht verstehen. Klar, "Tu dir weh" ist vermutlich kein Buch, das die Masse anspricht - obwohl ich es ihm extrem gönnen würde! -, aber ich finde es wichtig, sich auch auf solche Geschichten einzulassen: Weil sie passieren. In "Shades of Grey" wird vielleicht - vermeintlich - 'harter' Sex geschildert, aber am Ende (SPOILER ALERT!) doch geheiratet, inklusive Eigenheim und kuscheligen Babys. Kurz: Während "Shades of Grey" die BDSM-Szene mit Füßen tritt, hat sich "Tu dir weh" wertungsfrei seiner Szene angenommen und eine Geschichte erzählt, die nicht schön ist, aber wahr.

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    • 5
  • Erschreckend, ehrlich und traurig…

    Tu dir weh

    Buchfeeling

    03. February 2014 um 08:42

    Anfangs etwas verwirrend folgen wir der jungen Stella, die behütet aufgewachsen ist, sehr unerfahren im Umgang mit Männern ist und auf einer Party an einen Mann gerät, der sie im Drogennebel verführt. Der Schreibstil im Präsens, also der Gegenwart, ist ein wenig irritierend, weil eher selten im Buch-Bereich. Wenn man sich auf das Buch, die Schreibweise und den ungewöhnlich offenen Stil einlässt, ist man aber schnell mitten im Geschehen. Die Autorin schreibt so realistisch die Gefühle und Gedanken von Stella, dass der Leser den Drogenrausch, die Hilflosigkeit und die nachfolgende Übelkeit körperlich spüren kann. Ein erschreckend ehrliches Buch über falsche Freunde und was passiert, wenn man “dazu gehören” möchte… Ich habe mich beim Lesen manchmal selbst an meine Jugend erinnert, wie es sich anfühlte, von dem Jungen, den man meint zu lieben, ignoriert zu werden und dem Drang, alles zu tun, um ihm zu gefallen, von ihm wahrgenommen zu werden…. Beängstigend, ehrlich und traurig… Ein Eltern-Buch das nachdenklich stimmt….

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  • Leserunde zu "Tu dir weh" von Ilaria Palomba

    Tu dir weh

    Blumenbar

    Du warst nie das Nesthäkchen, deine Freunde sind Langweiler und dieses ganz normale Leben bestärkt nur deinen Wunsch abzuhauen? Du hast Lust auf mehr, auf immer mehr Leben? Dann lies dieses Buch und folge Stellas Weg. Er führt bis an die Grenzen und vielleicht darüber hinaus. Aber Vorsicht: Du könntest dir weh tun. Kurz zum Inhalt: Die hübsche, neunzehnjährige Philosophiestudentin Stella lernt auf einer Party einen Mann mit verführerischer Stimme kennen: Marco. Kurz darauf machen sie es im Auto. Das erste Mal ist wie ein Rausch. Doch der Drang, es noch einmal zu erleben, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit. Das Berührende ist: Stella spürt von Anfang an, was Marco mit ihr vorhat, doch kann sie sich noch befreien, bevor es zu spät ist ...  Eine bittersüße Abrechnung mit der Macht der Männer und der Sehnsucht nach immer mehr Leben.  "Brennend, irritierend, klaustrophobisch, besessen. Man liest es in einem Atemzug." La Repubblica   Die Autorin: Ilaria Palomba, 1987 in Bari geboren. Sie studierte Philosophie in Bari und literarisches Schreiben in Rom. "Tu dir weh" ist ihr Romandebüt. "Wenn ich etwas bin, dann das Mädchen, das ich mit fünf war, bevor die Hirnwäsche der Gesellschaft einsetzte. Ich war eine, die zwischen einer Umarmung und einem Fußtritt keinen Mittelweg kannte." Nun, wer traut sich mit uns in die Welt sexueller Verheißung und fataler Abhängigkeit?  Alle Mutigen und Lebenshungrigen können sich bis einschließlich 10. März für die Leserunde bewerben. (Aufgrund der Wartungsarbeiten haben wir uns entschlossen, die Bewerbungsfrist bis einschließlich 12.3. zu verlängern.)  Wir stellen 25 Freiexemplare zur Verfügung und sind wahnsinnig gespannt auf Euch!!! Euer Blumenbar-Team

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    • 371
  • Tu dir weh

    Tu dir weh

    Themistokeles

    12. August 2013 um 20:45

    Dieses Buch war für mich ein echtes Erlebnis, auch wenn allgemein eher auf einer negativen Ebene, da es so viele Stellen in diesem Buch gab, die für mich so extrem heftig und teilweise ekelhaft waren, dass ich nah dran war nicht weiter lesen zu wollen und mich dann extrem beeilt habe das Buch durch zu bekommen, damit es möglichst schnell hinter mir liegt. Ich selbst habe keinerlei Erfahrungen mit Drogen, aber irgendwie kann ich mir nur zu gut vorstellen, dass es zu einem ähnliches Szenario, wie dem in diesem Buch, führen kann, wenn man so stark in den Drogensumpf abrutscht, wie Stella. Was mich dabei nur sehr gestört hat, waren die Anmerkungen im Text, wie anders Stella vorher war, aber dieses anders sein, nie näher erläutert wurde, man es sich daher einfach nicht vorstellen konnte, zumal alle ihre langjährigen Freunde scheinbar selbst schon ewig Drogen nehmen und das so selbstverständlich, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, dass Stella mal so anders gewesen sein könnte. Zudem muss ich zugeben, ist mir ihre Abhängigkeit in Bezug auf Marco noch unverständlicher, als ihre Drogensucht. Allein schon durch die ganze Beziehung der beiden zueinander und sein Verhalten vom Beginn ihrer Bekanntschaft an, kann ich Stella so gar nicht verstehen, besonders was sie da bloß an diesem Kerl anziehen soll. Und was ganz sicher ist, wer »Shades of Gray« schlimm findet, von seinem sexuellen Part her, hat dieses Buch hier definitiv noch nicht gelesen und ich kann auch ganz klar sagen, er sollte es auch nicht machen, denn so abstoßend, wie der gesamte sexuelle Part hier beschrieben wird, ist es besser, es nicht unbedingt zu kennen. Denn vor allem waren es diese widerlichen sexuellen Szenen, die das Buch für mich so grausam und ekelhaft gemacht haben, da man sich einfach ekeln und fremdschämen musste. Zumal es halt auch alles keinen Sinn zu haben schien und Stellas Verhalten vollkommen bekloppt war. Man merkt jedoch auch an dem Roman sehr, wie sich Italien doch auch von Deutschland unterscheidet, sowohl vom Verhalten der Eltern her, die meinen ihre 21.jährige, bisher ja scheinbar vollkommen liebe und nette Tochter, noch kontrollieren zu müssen, als auch von den jüngeren her, bei denen ich oft dachte, dass die von ihrer Art her, nie im Leben volljährig sein dürften. Stella hätte ich nämlich höchstens auf 15 geschätzt, so wie sie sich benommen hat. Wobei sie mir halt auch durch das gesamte Buch ein großes Rätsel geblieben ist und ich mit ihr nicht mal wirklich Mitleid haben konnte, trotz den Dingen, die ihr so passieren. Einfach ein Roman, der in meinen Augen einfach vollkommen grausam, unverständlich und ekelhaft ist, der mir keinerlei Spaß beim Lesen gemacht hat, aber irgendwie doch noch ein paar Pluspunkte bekommt, weil ich mir leider doch vorstellen kann, dass das die Realität von Drogensüchtigen sogar manchmal treffen könnte, auch wenn vieles doch sehr absurd beschrieben wirkte, vielleicht aber nur, weil einem ständig erzählt wurde, wie anders die Charakter mal, vor nicht allzu langer Zeit gewesen sein sollten, was man einfach nicht glauben kann, denn alle sind sie einfach nur ekelhaft und abstoßend.

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  • Erschreckend, aufwühlend, ekelhaft - und einfach nur süchtig machend

    Tu dir weh

    sabrinacremer

    13. July 2013 um 21:46

    „Sie fühlt Liebe und Hass, Krieg und Frieden, Verlangen und Angst. Sie ist verloren. Sie liebt ihn. Obwohl sie nichts von ihm weiß. Sie begehrt ihn. Ihr gefällt dieser Blick eines Hurensohns auf ihrem Körper.“ (Seite 11) Stella studiert Philosophie. Auf einer Party lernt sie Marco kennen und ist sofort von ihm begeistert. Doch er ist alles andere als gut für sie: die junge Frau gerät in einen Strudel aus Drogen und Sex. Und in diesem Strudel muss sie ganz schön strampeln, um zu überleben. „Opium ist ein gutes Mittel gegen Schmerzen. Es führt zu genau dem seelischen Zustand, in dem sich Stella am liebsten immer befände: Unverletzlichkeit.“ (Seite 99) Drogen und Sex machen den überwiegenden Teil des Buches aus. Ca. 90%, würde ich schätzen. Das sei als Warnung vorweg gesagt. Hat mich schon das Buch „Nachts werden wir erwachsen“ von den Socken gehauen, so toppt diese Geschichte das noch bei Weitem. Das Prädikat „abgefuckt“ ist hier mehr als verdient. Wer mit abartigem Rudelbumsen unter Drogeneinfluss nicht klar kommt, sollte hier gar nicht erst weiter lesen. Alle anderen sei gesagt: ihr tut das auf eigene Gefahr! Stella ist eigentlich ein schlaues Mädchen. Nicht umsonst studiert sie Philosophie und hat dort gute Noten. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie Marco kennen lernt. Ein Mann, der sehr gemischte Gefühle in ihr auslöst und von dem sie abhängig wird. So abhängig, wie von den Drogen. Er macht ihr Versprechungen, und enttäuscht sie doch immer wieder bitter. Und damit auch mich. Ihre Eltern können nur hilflos zuschauen. Sie finden keinen Zugang zu ihrer Tochter. Die Stimmung zwischen den dreien verschlechtert sich mehr und mehr. Was hier an Drogen aufgefahren wurde, ist einfach unfassbar. Schier alles verschlingt Stella gemeinsam mit ihren Freunden. Diese „Freunde“ sind aber mit Vorsicht zu genießen. Nicht nur, dass sie sie mehr und mehr mit Drogen versorgen, sie wird auch immer mehr zum Sexobjekt, gar zur Prostituierten, für die Drogenszene. Männer, Frauen, zwei oder mehr – egal. Wer schon bei den Sexszenen in „Shades of Grey“ oder ähnlichem rot angelaufen ist, der sollte von diesem Buch die Finger lassen – und ab hier nicht mehr weiterlesen. Ich versuche, hier in meiner Rezension nichts zu beschönigen oder zu verharmlosen. Schließlich sollten Leser, die zum Buch greifen, wissen auf was sie sich eingelassen haben. Erschreckend zu lesen, was die italienische Autorin hier in ihrer Fantasie geformt und zu Papier gebracht hat. Zu lesen, wie Stella bei einem Blow-Job dem Typen auf den Schwanz kotzt, weil eben dieser so stinkt, brachte auch mich innerlich zum Würgen. „Sie kotzt. Und er drückt weiter seinen Schwanz in ihren Rachen: >>Du saust mir den ganzen Schwanz ein, Schlampe.<< Sie spürt etwas Hartes an ihrem Anus. Sie ist von Kotze verschmiert. Oder Wichse. Sie kann es nicht mehr genau sagen.“ (Seite 277/278) Stella ist innerlich zerrissen. Immer wieder sagt sie sich, dass sie Marcos Anrufe nicht beantwortet, dass sie nicht springt, wenn er ruft und dass sie diese Sexorgien nicht mehr mitmacht. Doch so sehr sie sich das auch einredet, so sehr scheitert sie. Ich habe ihr die Stärke gewünscht und für sie gehofft, dass sie es schafft. Doch irgendwie wollte sie meine stillen Gebete nicht erhören. Und so schlitterte ich als Leserin immer weiter mit ihr in das Verderben, das scheinbar nicht enden wollte. Immer wenn ich dachte, schlimmer kann es nicht werden, hat sie mich – und sich – eines Besseren belehrt. Doch auch ich war süchtig – nach dem Buch. Vermutlich ebenso süchtig wie Stella nach ihren Drogen. Seite für Seite habe ich – innerlich zitternd wie ein Junkie – umgeblättert. Seite für Seite habe ich gehofft, dass die Protagonistin wieder klarkommt mit ihrem Leben, sich wieder fängt und von den Drogen los kommt. Seite für Seite hat sie wieder Dinge getan, die mich verzweifeln ließen. Die Geschichte ist eine wilde Achterbahnfahrt durch die langen Nächte von Stella. Als Leser muss man schon einiges aushalten und darf nicht zu zart besaitet sein. Ansonsten geht man in diesem Buch unter. Auch wenn die Geschichte erschreckend, brutal, ekelhaft und – ich sage es noch einmal – abgefuckt ist: mir hat sie gefallen, mich an das Buch gefesselt und geradezu umgehauen. Es ist aber definitiv kein Buch für jeden! Und entweder liest man es in einem Zug durch, oder legt es nach den ersten Seiten angewidert weg. (Eine Leseprobe zum Buch konnte ich leider nicht finden.) Ohne Narben wirst du nicht alt. „Ich will verrecken, Gott, warum lässt du mich nicht verrecken. Ich pumpe mich mit Drogen voll, warum verrecke ich nicht.“ (Seite 276) bookwives.wordpress.com

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  • Unsere Lieblingsquotes im Mai

    litschi

    Hallo ihr Lieben, Auch im Mai küren wir wieder unsere Lieblingskurzmeinung! Wieso? Weil das Schreiben einer Kurzmeinung (Quote) eine Kunst für sich ist - und das wollen wir belohnen! In einer Kurz-meinung versucht man in 140 Zeichen kurz und knackig auszudrücken, wie einem ein Buch gefallen hat. Andere Leser sehen so was sie vom Buch erwarten können. Wie schreibt man einen Quote? Ihr könnt ganz einfach selbst eine Kurzmeinung zu einem Buch schreiben. Dazu geht ihr einfach auf die Buchseite und klickt auf die kleine Sprechblase unter dem Buch. So sieht das dann aus. Wie wird der Lieblingsquote des Monats Mai ermittelt? Da wir nicht alle Kurzmeinungen im Blick haben, könnt ihr uns helfen, indem ihr eure Lieblingsquotes bzw. eigene Quotes in dieses Thema postet. Vielleicht könnt ihr auch - bei Quotes von anderen Lesern - in ein paar Worten erklären, warum euch gerade diese Kurzmeinungen so gut gefallen haben. Bitte vergesst nicht den Nickname des Verfassers dazu zu schreiben. Dieser bekommt nämlich, im Gewinnfall, ein tolles Überraschungspaket von uns! Das war übrigens unsere Lieblingskurzmeinung im April. Ich wünsche euch viel Spaß! :)

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  • ABGEFUCKT, SCHOCKIEREND und sowas von FESSELND..

    Tu dir weh

    BeautyBooks

    20. May 2013 um 23:00

    *Die Worte, die man spricht, haben Konsequenzen.. Worte haben ein Gewicht.. Und das hier sind die Folgen.. - Seite 94* Stella ist jung, hübsch und studiert Philosophie.. Seit zwei Jahren führt sie eine Beziehung.. Lieben tut sie ihren Freund jedoch nicht wirklich.. Eigentlich widert er sie an.. Auf einer Party lernt sie Marco kennen.. Marco mit seiner verführerischen Stimme lädt Stella auf eine Spritztour ein.. Kurz darauf machen sie es im Auto.. Das erste Mal mit ihm ist wie ein Rausch für sie.. Sie lernt seine Freunde kennen und trifft sich immer wieder mit ihnen um abzuhängen, Partys zu feiern und einen draufzumachen.. Mit ihrem Freund beendet sie die Beziehung.. Die Finger kann sie von Marco jedoch nicht lassen.. Der Drang, es noch einmal zu tun, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit.. Drogen, Sex, Gewalt.. Sie verabscheut diese Zeit, der sie sich aber auch nicht entziehen kann.. Marco bestimmt über ihren Körper.. Die Drogen werden immer härter.. Und plötzlich gerät alles außer Kontrolle.. Meine persönliche Meinung: Ich muss gestehen, dass ich immer wieder, seit Shades of Grey, irrsinnig neugierig auf Erotikromane und ähnliches bin.. Diese Bücher ziehen mich momentan immer mehr an.. "Tu dir weh" fiel mir mit seinem auffallendem erotischen Cover sofort ins Auge.. Ich musste es einfach zur Hand nehmen und lesen, und schon nach den ersten Sätzen wusste ich, dass dieses Buch keine leiche Kost werden würde.. Und genauso war es auch.. Zu diesem Buch fallen mir eigentlich nur drei Wörter ein: ABGEFUCKT, SCHOCKIEREND und sowas von FESSELND.. Ich habe diese 310 Seiten in nur wenigen Stunden verschlungen.. Ich war geflasht von dieser Geschichte, und bin es eigentlich immer noch.. Stella ist ein 19-jähriges Mädchen, das ein ganz normales Leben führt.. Sie hat seit zwei Jahren einen Freund.. Diese Beziehung wurde eigentlich schon zur Gewohnheit.. Sie kennen sich gut, schlafen miteinander, doch eigentlich widert er sie vollkommen an.. In einer Partynacht, als Stella stockbesoffen war, und am ausnüchtern vor einem Lokal herumlümmelt, lernt sie Marco kennen.. Diesem und seinen Freunden schließt sie sich sofort an und verbringt die restliche Nacht mit ihnen.. In dieser Nacht schläft sie mit Marco im Auto und betrügt ihren Freund.. Ihre Beziehung beendet sie schlussendlich, ihr Freund am Boden zerstört.. Immer wieder zieht es sie zu Marco.. Doch der meint es nicht immer gut mit ihr.. Er ist grob, besitzergreifend und will sie eigentlich nur vögeln.. Sie kommt durch ihn in den Drogenrausch.. Die Drogen werden von Tag zu Tag härter.. Sie weiß, dass dieser Mann und seine Freunde kein guter Umgang für sie sind.. Und trotzdem kann sie all dem nicht aus dem Weg gehen.. Sie ist süchtig nach diesen Gefühlen, die sie dabei empfindet.. Stella rebelliert.. Sie tut stets das Gegenteil, was ihr Kopf ihr eigentlich rät.. Will sie ihrem jetzigen Leben entfliehen? Mit ihren Eltern kommt sie nicht wirklich klar.. Schon gar nicht, seitdem sie Marco und dessen Freunde kennt.. Streit ist jeden Tag vorprogrammiert, denn Stella ist nur mehr selten zu Hause, und schon gar nicht zu abgemachten Zeiten.. Das, was Stella erlebt, kann man einfach nur als KRASS bezeichnen.. Wir sprechen hier nicht mehr von den Drogen, den Partys und dem Sex.. Was Stella noch dazu erlebt sind Verbrechen, Orgien und Exzesse.. Ich wollte Stella desöfteren rütteln um ihr zu verdeutlichen, dass sie doch einfach die Augen öffnen und begreifen soll, was hier eigentlich abgeht.. Wir erleben in diesem Buch eine relativ schnelle Sprache.. Der Schreibstil ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig.. Direkte und abgehakte Sätze, gnadenlos, ehrlich und knallhart.. Der Reiz dieses Buches ist auf jeden Fall rießengroß, die Geschichte die darin vorkommt, sollte man einfach ertragen können.. Definitiv nichts für schwache Nerven.. Entweder man mag dieses Buch, oder man hasst es.. Ich denke, dass es hier kein zwischendrin gibt.. Ich mochte es, sehr sogar.. Ich weiss nun, dass ich definitiv mehr in dieser Sparte lesen möchte.. Auch ich war während dem Lesen dieses Buches gefühlsmäßig auf einem Trip.. Ich habe mich darauf eingelassen, und es in keinsterweise bereut.. Eine Geschichte die wohl jedem Leser die Erregung von Stella und ihrem Gefühlsrausch spüren lässt.. Makaber, schmerzhaft, hart und mitreißend.. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.. FSK 18 !!! *Philosophie ist ein bisschen wie das Leben: Wenn du deinen Arsch nicht hochkriegst, wirst du einen Dreck verstehen.. - Seite 35*

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  • Einfach krass...

    Tu dir weh

    Guaggi

    22. April 2013 um 21:48

    Ich weiß nicht mehr genau was ich erwartet hatte als ich dieses Buch zum ersten mal aufschlug, aber was mich erwartete war einfach nur krass! Ich bekam einen Einblick in das Leben einer 19jährigen Studentin die in Italien lebt und deren Dasein sich anscheinend nur um Partys, Sex und Drogen dreht.  Das Buch wird aus der Sicht der Hauptprotagonistin Stella erzählt und hat fast schon etwas von einem Tagebuch. Sie schildert in jedem noch so kleinem Detail ihre Drogenerfahrungen und Sexerlebnisse, so das ich mich beim lesen so manches Mal fragte warum ein Mensch sich sowas nur antut?! Obwohl ich zu Beginn des Buches stellenweise doch etwas angeekelt von dem gelesenen war wollte ich dennoch unbedingt wissen wie es weitergeht. Stellenweise hoffte ich noch das Stella zur Vernunft kommen und ihr Verhalten ändern würde, stellte dann aber fest das sie alles nur noch verschlimmerte. Ich war so manches Mal richtig verärgert und hätte dieser kleinen Tussi am liebsten den Kopf gewaschen. Wegen einem Mann der einen nur verarscht so tief zu sinken. Ok Liebe macht blind und manchmal auch dumm, aber Stella wusste das der Typ ihr nicht gut tat und machte trotzdem alles mit. Normalerweise hatte ich damit gerechnet das sich sowas wie Mitleid für die Hauptprotagonistin einstellt, aber ich war nur wütend. Der Autor schaffte es sogar das ich selbst für die Eltern von Stella nur noch Verachtung übrig hatte. Es gab in dem ganzen Buch nicht einen Sympathieträger und das schockierte mich noch mehr als der Inhalt. Ich habe mir für diese Rezension nun einen Tag Zeit gelassen damit das Gelesene etwas sacken konnte und bin trotzdem noch der Meinung das der Autor mit diesem Buch schockieren wollte. Es war von allem irgendwie immer zu viel. Zu viele Drogen, zu viel Sex, zu viel Gewalt. Vielleicht läuft es in der dargestellten Szene ja wirklich so ab, das kann und will ich nicht beurteilen können, aber mir war es am Ende doch etwas zu viel des Guten.Dennoch werden in diesem Buch sehr gut verschiedene Arten von Abhängigkeit aufgezeigt vor denen in unserer Gesellschaft so manches Mal die Augen verschlossen werden und die es verdient haben auch einmal bei Tageslicht betrachtet zu werden und zwar in ihrer vollkommenen Abscheulichkeit. Einfach lesen und eine eigene Meinung bilden.

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  • Ohne Narben wirst du nicht alt...

    Tu dir weh

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. April 2013 um 12:07

    *INHALT* Stella ist 19 Jahre alt und Philosophie-Studentin. Sie scheint ein normales, braves Leben zu führen und ist seit 2 Jahren mit ihrem Freund zusammen, als sie auf einer Party betrunken Marco kennenlernt und durch ihn zum ersten Mal härtere Drogen kennenlernt. Es kommt zum Sex zwischen ihr und Marco, den sie sehr genießt. Und so wird sie ihm hörig und gerät in eine Spirale aus Drogen, Sex und Gewalt, die sie verabscheut, aber der sie sich nicht entziehen kann. Unfähig, etwas dagegen zu unternehmen, verstrickt sie sich immer tiefer im Drogensumpf und lässt Marco ohne jede Widerrede über ihren Körper bestimmen.. *MEINE MEINUNG* Dieses Buch hat mich schockiert. Es hat sich eine regelrechte Hass-Liebe entwickelt - ich habe das Buch immer wieder weggelegt, weil es mir zu krass wurde, aber ich habe dann doch immer wieder danach gegriffen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und bringt die Dinge auf den Punkt. Sie beschreibt die gewalttätigen Szenen ebenso wie den Sex in aller Deutlichkeit und hat dadurch regelrechten Ekel in mir hervorgerufen. Der Schreibstil passt sehr gut zu dieser Thematik; er ist sehr kurz, teilweise auch sehr abgehackt, man könnte es schon fast als Staccato bezeichnen. Zwischen den Beschreibungen des allwissenden Erzählers finden sich immer wieder kursive Einschübe, die Stellas Gedanken wiedergeben. Dadurch ist sehr schön der Konflikt der Protagonistin ersichtlich: Sie will eigentlich nicht, aber sie lässt es trotzdem immer wieder mit sich machen. Die Figuren selbst fand ich wenig sympathisch. Stella erscheint einfach nur naiv, dumm und hörig zu sein, unfähig sich zu behaupten und durchzusetzen. Marco dagegen ist ein Sadist und Zuhälter, der es immer wieder versteht, Stella um den Finger zu wickeln. Die meisten anderen Figuren sind ebenfalls drogenabhängig und scheinen den Blick für die Realität verloren zu haben. Lediglich Stellas Ex scheint noch "normal" zu sein, doch er kommt nicht an sie heran. Auch Stellas Eltern reagieren meiner Meinung nach völlig unverständlich - durch ihren Kontrollwahn und ihre Streitereien treiben sie Stella noch mehr in die Drogenabhängigkeit hinein, anstatt für sie da zu sein und ihr zu helfen. Den Plot insgesamt fand ich gegen Ende immer unglaubwürdiger. Die Grundidee gefiel mir, doch meiner Meinung nach wurde alles übertrieben: Stella gelangt viel zu schnell in die Drogenabhängigkeit, ist Marco viel zu schnell hörig und der Gegensatz zwischen dem, was sie denkt und dem, was sie tut, klafft viel zu weit auf, als dass er nachvollziehbar wäre. Meiner Meinung nach werden bei den Figuren, aber noch mehr bei der Handlung selbst sämtliche Grenzen der Authentizität gesprengt und das war für mich ein Teil des Problems. Nichts desto trotz schafft das Buch, was wohl intendiert war: Es schockiert. Es rüttelt auf. Es lässt einen fassungslos zurück und es beschäfigt auch über das Ende hinaus. Und weil ich noch immer nicht weiß, was überwiegt - ob ich es gut oder schlecht fand, entscheide ich mich für die Mitte, also 3 Sterne.

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  • schockierend aber dennoch fesselnd

    Tu dir weh

    Manja82

    11. April 2013 um 14:53

    Kurzbeschreibung: Ohne Narben wirst du nicht alt Du warst nie das Nesthäkchen, deine Freunde sind Langweiler und dieses ganz normale Leben bestärkt nur deinen Wunsch abzuhauen? Du hast Lust auf mehr, auf immer mehr Leben? Dann lies dieses Buch und folge Stellas Weg. Er führt bis an die Grenzen und vielleicht darüber hinaus. Aber Vorsicht: Du könntest dir weh tun. Die hübsche, neunzehnjährige Philosophiestudentin Stella lernt auf einer Party einen Mann mit verführerischer Stimme kennen: Marco. Kurz darauf machen sie es im Auto. Das erste Mal ist wie ein Rausch. Doch der Drang, es so noch einmal zu erleben, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit. Das Berührende ist: Stella spürt von Anfang an, was Marco mit ihr vorhat, doch kann sie sich noch befreien, bevor es zu spät ist … (Quelle: Blumenbar) Meine Meinung: Stella ist 19 Jahre alt und studiert Philosophie. Ihre Eltern lassen sie machen, solange ihre Noten stimmen. Und so kommt es das Stella sich zu langweilen beginnt. Sie will etwas erleben, etwas anderes machen, ihr Leben ist ihr einfach nicht mehr aufregend genug. Auf einer Party lernt sie Marco kennen und verliebt sich in ihn. Doch Marco ist ein richtig mieser Kerl. Durch ihn lernt Stella die Welt der harten Drogen kennen und er nutzt sie zudem regelrecht aus. Stella aber ist naiv und gibt immer wieder nach. So werden die Drogen immer härter und schließlich gerät alles komplett außer Kontrolle … Der Roman „Tu dir weh“ stammt von der italienischen Autorin Ilaria Palomba. Es ist ein Buch welches eine sehr deprimierende und beklemmende Grundstimmung verbreitet. Die Protagonistin Stella ist 19 Jahre alt und studiert. Eigentlich ist sie ganz normal mit einem ganz normalen Leben. Stella hat seit 2 Jahren einen festen Freund und alles geht seinen geregelten Gang. Aber genau dieses Leben langweilt sie, sie rebelliert dagegen. Auf einer Party lernt sie Marco kennen und verliebt sich in ihn. Allerdings ist eben er derjenige der Stella mit Drogen und Alkohol in Kontakt bringt. Stella wird total abhängig von Marco und er nutzt dies schamlos aus. Der Schreibstil der Autorin ist trocken und ungeschönt. Sie beschreibt diese doch sehr schockierende Handlung sehr realistisch. Ein Wort drückt ganz gut aus was dieses Buch ist: Es ist einfach krass. Obwohl die Handlung so erschreckend ist so hat es mich dennoch gefesselt. Ich wollte immer weiter wissen wie es mit Stella weitergeht und ob sie den Absprung schafft. Dabei habe ich ihre menschlichen Abgründe sehr gut kennengelernt. Am Ende war ich dann doch irgendwie froh, dass das Buch zu Ende war. Ich bereue es aber nicht es gelesen zu haben! Fazit: „Tu dir weh“ von Ilaria Palomba ist ein Buch das bewegt. Die Protagonistin ist naiv, die Handlung krass und schockierend und es wird nichts schön geredet. Definitiv nichts für zarte Gemüter!

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  • Keine Ahnung

    Tu dir weh

    Linahoney

    11. April 2013 um 12:05

    Als Ertses möchte ich sagen, dass ich nicht so recht glaube, dass es Rezensionen zu diesem Buch gibt, die ohne den kompletten Buchinhalt wieder zu geben, einem eventuelle nächsten Leser einen genauen Eindruck von dem Inhalt des Buches wiedergeben können. Ich glaube auch nicht, dass die Autorin der Geschichte etwas tiefgründiges schreiben bzw. damit einen Grund zum nachdenken geben wollte. Aber jetzt erstmal kurz zum Inahalt: Es geht um die 19-jährige Studentin Stella, die sich auf einer Party in Marco verliebt. Was ja nicht weiter schlimm wäre, wäre Marco nicht ein totaler Soziopath und Psychopath. Stella ist so verliebt in ihn, dass sie alles tut, was Marco will und auch alles tut was Marco tut. Und das ist nicht gerade wenig. Zusammen nehmen sie Drogen, haben andauernd Sex, den Stella auf die Art und Weise wie Marco es tut garnicht will. Doch Stella verliert bei Marco jeglichen Willen. Er benutzt sie als sein persönliches Spielzeug, er verkauft sie an andere Männer, ohne das Stella davon wirklich etwas mitbekommt, er lässt zu das während die beiden gerade Sex haben, einfach ein guter Freund von ihm dazu kommt und lässt ihn Sex mit Stella haben. Er zerrt sie vor eine Webcam vor der er sie zwingt mit ihm zun schlafen. Und so weiter.... Der Höhepunkt ist erreicht, als er sie in einer Lagerhalle alleine mit 3 Männern lässt, die sie erst unter Drogen setzten und dann vergewaltigen. Jetzt könnte man meinen, dass Stella eine ziemlich naive Person ist, die sich einfach alles gefallen lässt. Das stimmt aber nur zum Teil. Denn was Stella denkt und was sie letztendlich tut, wenn sie mal wieder in Marcos Augen schaut sind 2 völlig verschiedeen Dinge. Und ich glaube dass ist dann auch der Grund, warum ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Es ist keinesfalls ein Erotikroman wie es sie derzeit sonst überall gibt. Klar, zu 75% besteht dieses Buch aus Sex, aber auf eine sehr verstörende und traurige Art und Weise. Ich ziehe den Hut vor der Autorin, denn ich glaube um so ein Buch zu schreiben muss man ziemlich intelligent sein. Ich weiß auch nicht, ob sie einfach ihre "schlimmsten Sexfantasien" aufgeschrieben hat, aber ich glaube die Autorin selbst würde sich eher als Marcos eigentliche Freundin sehen, die in dem Buch aber nur am Rande erwähnt wird und als äußerst brav dargestellt wird. Meine Lesezeit für dieses Buch war 1 1/2 Tage, wobei ich eher die Nacht als den Tag durchgelesen habe, da ich es nicht mehr weglegen konnte. Das Ende war .....Keine Ahnung, verstörend wie das ganze Buch selbst. Aber ich würde es Jugendlichen unter 18 Jahren definitiv nicht zum lesen geben. Dafür ist es meiner Meinung nach viel zu heftig, auch wenn die meisten in dem Alter schon so ihre ersten Erfahrungen gemacht haben. 4 Punkte

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