Die Erben der Erde

von Ildefonso Falcones 
4,0 Sterne bei7 Bewertungen
Die Erben der Erde
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HEIDIZs avatar

Großartiges Epos aus einer spannenden Zeit über ein Menschenleben und seine Höhen und Tiefen

Ariettas avatar

Ein großartiges Meisterwerk, spannend, fesselnd und mitreißend.

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Inhaltsangabe zu "Die Erben der Erde"

Die lange erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers "Die Kathedrale des Meeres"
Millionen von Lesern waren fasziniert von Arnau Estanyols Geschichte, der beim Bau der Kirche Santa Maria mithalf. Nun erzählt Ildefonso Falcones in seinem neuen aufregenden Sittengemälde wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen.
Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Aber wir begegnen auch Arnau Estanyol wieder, dem Werftbesitzer, der sich um den Jungen kümmert. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen - und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann.
Ildefonso Falcones breitet wieder ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570103609
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:900 Seiten
Verlag:C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum:11.06.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.06.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Großartiges Epos aus einer spannenden Zeit über ein Menschenleben und seine Höhen und Tiefen
    Großartig !!!

    Gerade habe ich "Die Erben der Erde" von Ildefonso Falcones zu Ende gelesen und möchte euch berichten, wie mir das Buch gefallen hat.

     

    Vor diesen 925 Seiten muss man wahrlich keine Angst haben, sie lesen sich extrem flüssig, kurzweilig und spannend, ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen, es hat mich mitgerissen und davon getragen nach Barcelona und die Zeit, in der die Handlung rund um Hugo Llor spielt. Beginnend mit der Hauptperson als 12-Jähriger - der Halbweise ist, im Lauf der Handlung seine Mutter verliert, die Schwestern nicht mehr finden kann, ein kleines Mädchen aufnimmt, seine große Liebe verliert und schließlich .... - nein, das verrate ich nicht, es würde zuviel der Handlung vorwegnehmen - lest selbst, es lohnt sich !!!

     

    Barcelona wird lebendig und mit dieser Stadt die Charaktere des Buches, die vom Autor lebendig beschrieben werden - in ihrer Entwicklung, ihren Gefühlen und ihrem Tun.

     

    Die Spannung wird gleich zu Beginn aufgebaut und über das gesamte Buch gehalten, ja, ständig weiter ausgebaut, bis sich der Lebensweg des Hugo Llor zu schließen scheint, in einem Weinberg - irgendwie poetisch .... Dazwischen passiert aber so viel, so viel müssen er und seine Lieben aushalten - all das wird lebendig und bildhaft beschrieben, dass man meint, man sei real dabei. Ich könnte mir eine Verfilmung sehr gut vorstellen, hatte während des Lesens die Charaktere und Szenen ständig vor Augen.

     

    Diese Geschichte kann gut und gern als Epos bezeichnet werden, sie spannt einen Bogen über ein gesamtes Menschenleben mit seinen Höhen und Tiefen und den Wegbegleitern zu diesem Protagonisten.

     

    Wirklich erstklassig, wie ich es vom Autor erwartet hatte !!!  

     

    P.S. Arnau Estanyol aus "Die Kathedrale des Meeres" erlebt man wieder.

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    Ariettas avatar
    Ariettavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein großartiges Meisterwerk, spannend, fesselnd und mitreißend.
    Ein großartiges Meisterwerk

    Inhaltsangabe:

    Die lange erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers "Die Kathedrale des Meeres"
    Millionen von Lesern waren fasziniert von Arnau Estanyols Geschichte, der beim Bau der Kirche Santa Maria mithalf. Nun erzählt Ildefonso Falcones in seinem neuen aufregenden Sittengemälde wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen.
    Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Aber wir begegnen auch Arnau Estanyol wieder, dem Werftbesitzer, der sich um den Jungen kümmert. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen - und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann.
    Ildefonso Falcones breitet wieder ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist.


    Meine Meinung: zum Autor: Ildefonso Falcones, „taucht ganz in den Geist des Mittelalters ein.“, schreibt Diana Gabaldon, das kann man nur bestätigen. Dieser 4. Roman von ihm ist mal wieder ein großes und tiefgründiges Leseerlebnis, mit dem großen historischen Hintergrund Barcelonas. Man merkt beim Lesen, wie er diese Stadt liebt, er setzt ihr damit ein Denkmal. Es ist die Fortsetzung seines 1. Romans „ Die Kathedrale des Meeres. In diesem neuen Roman ist der 12 Jährige Halbwaise Hugo Llor , ein Schützling von Meister Estanyol der Held. Der seinen Meister und Beschützer bewundert, und gerne in dessen Fußstapfen treten möchte. Auch in dieser Geschichte geht es um Religion, ob Juden oder Christentum und den Auswirkungen. Rache, Treue, Liebe spielen eine große Rolle. Seine Recherche über Barcelona und das Umland im 14. Jahrhundert, sind überaus gründlich. Seine Figuren sind sehr real und lebendig, auch deren einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet. Sin Schreib-und Erzählstil sind wie immer sehr flüssig, klar, bildhaft und kraftvoll. Er versteht es einem mitzureisen und abzutauchen lassen in das Geschehen, man fiebert, hofft und bangt mit den Figuren mit.

    Zum Inhalt:

    Der 12 jährige Hugo, dessen Traum es ist mal Schiffsbauer zu werden, muss mit ansehen, wie sein Meister und Beschützer, grundlos hingerichtet wird. Hugos Träume zerplatzen wie Seifenblasen, sein Herz ist voll Trauer, und dann heiratet seine Mutter noch einmal. Hugo findet halt bei den Juden, mit dem sein Meister Arnau Estanyol sehr verbunden war. Hier zählen noch Treue und Loyalität. Er findet Arbeit im Weinberg bei seinen jüdischen Freunden, und ausgerechnet verliebt er sich auch noch in die Nichte des Weinbauern. Der Hass auf die Juden ist teilweise sehr groß in der Christlichen Bevölkerung. Hugo gerät selbst in Gefahr, er muss noch viele Bittere, traurige und erschütternde Erfahrungen machen. Man bekam oft selbst Gänsehaut beim Lesen und hätte gerne Hugo in die Arme genommen und Trost gegeben. Wie es mit Hugo weitergeht, nach all den Ausschreitungen der Inquisition, ob seine Träume und Hoffnungen in Erfüllung gehen, jedenfalls liegt noch ein dorniger und sehr steiniger Weg vor Hugo. Ich hoffte beim Lesen das es für ihn in Erfüllung geht und ihm die große Liebe für alles entschädigt. Es war schön in Hugos Welt einzutauchen und ihn auf seinem Weg zu begleiten.


    Ein Meisterwerk mit großem historischen Hintergrund ! Ein Lesegenuss !

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    michael_lehmann-papevor 3 Monaten
    Zu breit statt episch erzählt

    Zu breit statt episch erzählt

    Sein Thema hat Falcones schon längst gefunden. Historische Romane, angesiedelt in Spanien, vor allem um und in Barcelona, die hier wiederum eine Verknüpfung von Sachthemen (in der Fortsetzung von „Die Kathedrale des Meeres“) des Schiffbaus (weniger) und des Weinanbaus und Weinhandels (mehr) im 14. Jahrhundert dem Leser vor Augen führt. Wie immer bei Falcones ist dieser Teil des Buches weitgehend sorgfältig recherchiert und wird dem Leser detailliert nahegebracht.

    Und, ebenso wie gewohnt, verknüpft Falcones diesen konkreten Einblick in die spätmittelalterliche (spanische) Welt mit Fragen der religiösen Toleranz (Christentum und, vor allem, die Rolle der Juden in Barcelona um die Jahrhundertwende 1387 und der folgenden Jahre) und der weltlichen Macht (König Pedro stirbt zu Anfang des Werkes, sein Sohn, Juan, folgt ihm rachsüchtig auf den Thron und räumt umgehend umfassend auf. Was in jener Zeit das Rollen adliger Köpfe (und nicht-adliger Feinde, mit denen man noch eine Rechnung offen hat) umgehend zur Folge hat.

    Die Feigheit der lokalen Politiker, die Arroganz der Macht, die Zerbrechlichkeit des Lebens, all das fasst Falcones dabei atmosphärisch treffend und durchaus ansprechend zusammen. Wenn Häuser verloren gehen, verwitwete Mütter nur zur Sonntagsmesse ihre Kinder sehen können und ansonsten wie Leibeigene gehalten werden, wenn angesehene Existenzen mit einem knappen Wort zerstört, hingerichtet werden und zurückbleibende Ehefrauen selbst noch die Schuhe abzugeben haben.

    Mittendrin der zu Beginn 12jährige Hugo, den es auf den Spuren seines auf See verunglückten und verstorbenen Vaters zunächst in die Werft Barcelonas zieht. Und der dort an der Seite eines inhaftierten genuesischen Schiffbaumeisters (dessen „Fußkettenkugel“ er zu tragen hat) eigentlich getrost in eine Zukunft auf der Werft blickt.

    Doch es kommt, natürlich, anders und weitaus verwickelter, oder „schicksalhafter“, als er denkt. Zerschlagen, ernüchtert, heimatlos und voll innerem Grauen über die nun angebrochene Schreckensherrschaft hat er das Glück, das ein (ebenfalls gefährdeter) alter Jude ihn in die „Kunst des Weines“ einführt und Hugo somit beide Welten kennenlernt und miteinander verbinden kann.

    Wobei das letzte Element der Falcones Romane (natürlich) hinzutritt, die Liebe. Bei Falcones nicht immer in glücklicher Form. Wie die Hauptfigur des Vorgängerromans, Arnau, wird auch Hugo ein ähnliches Schicksal in der Liebe ereilen. Die wiederum vielfache Wendungen, Belastungen und Irrungen erfahren wird, religiös belastet daherkommt und sich (endlos anmutend) mit sehr wechselhaften Haltungen zueinander, dann in erbitterter Feindschaft, durch die gut 900 Seiten Text zieht.

    Was auf eine der Schwächen des Romans bereits hindeutet. Denn zu ähnlich gestrickt ist die Geschichte der Hauptfigur mit der Person des Arnau aus der „Kathedrale der Meere“, zu offenkundig das sehr ähnlich Strickmuster beider Romane, ohne dass Hugo einerseits und der Weinbau andererseits eine ähnliche Zugkraft und innere emotionale Beteiligung beim Leser auslösen können. Wobei sogar (in Teilen) Hugo mit der gleichen Familie in Konflikt gerät, wie Arnau damals.

    Die breite Erzählweise Falcones, die hier nicht „episch“ sondern tatsächlich einfach nur breit und langatmig wirkt, bereitet in nicht wenigen Teilen des Romans dem Leser allerdings doch Mühe, die interessanten und lebendig dargestellte Lebensweise jener Zeit in Spanien durchweg zu genießen. Gewürzt mit nicht wenigen einzelnen Schicksalen, einer Prise klarer Erotik, teils brutaler Härte und miteinander im Guten und Bösen verknüpften Lebenslinien.

    „Er konnte nichts sehen. Es gelang ihm nicht, die Augen zu öffnen….aber er hörte das Pfeifen der Axt und das knackende Geräusch“.
    Was hier nicht von einem zerspaltenem Holz, sondern von einem durchschnittenen Genick herrührt.

    Wie gewohnt reich an Details, am Ende aber einfach auch erschlagend, zu breit und langwierig (mitunter auch in komplizierter Sprache) erzählt, zudem zu „provinziell“ (mit zu wenig „Barcelona“) und einfach zu ähnlich dem Vorgänger, um durchgehend zu fesseln.

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    Erdhaftigvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hervorragend recherchiert, mies übersetzt
    Die Erben der Erde

    Der Vorgänger erschien vor einigen Jahren und drehte sich um den Bau der Kathedrale Santa Maria del Mar in Barcelona. Ähnlich, wie bei Folletts Säulen der Erde, drehte sich nicht nur vieles um den Kirchenbau sondern um die Familie, die dazu beitrugen und klerikale Verstrickungen. Dieser Roman knüpft teilweise daran an, fokussiert unter anderem die in Spanien aufkommende Inquisition. Inhaltlich beeindruckt Falcones durch gute Recherche, man lernt viel über Barcelona zur Zeit der Inquisition als Spanien am katholischsten war. Auch die Personen und ihre Handlungen sind eigentlich gut vorstellbar ebenso die dargestellten Schauplätze - egal, ob man die Stadt kennt oder nicht.

    Leider wird die Geschichte dem ersten Band in keiner Weise gerecht. Das liegt weniger am Inhalt als anscheinend an der Übersetzung. Viele verschachtelte Bandwurmsätze und viele lange Namen von Personen, die grundsätzlich ausgeschrieben werden, verderben das Lesen. Damit nicht genug beinhalten viele Kapitel inhaltliche Wiederholungen als ob Leser zu dumm sind, sich die bisherigen Geschehnisse zu merken. Auch das behindert den Lesefluss gewaltig.

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    jaylinns avatar
    jaylinnvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Man kann dieses Buch lesen, ohne den ersten Band zu kennen. Der Lesegenuss erhöht sich aber immens, wenn man den ersten Band gelesen hat.
    Lesegenuss

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    Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Aus diesem Grund kennzeichne ich diesen Beitrag mit |Werbung|. Für meine Beiträge werde ich grundsätzlich nicht bezahlt. 

    Allgemeines:

    Ildefonso Falcones wurde 1959 in Barcelona geboren. Er arbeitet dort als selbstständiger Anwalt. Eigentlich beschäftigte er sich beruflich mit der mittelalterlichen Rechtsgeschichte Kataloniens. Dabei entstand in fünf Jahren Arbeit sein Roman Die Kathedrale des Meeres, der 2006 erschien und sich allein in Spanien mehr als zwei Millionen Mal verkaufte. Die Erben der Erde ist der Folgeband und erschien auf Deutsch am 11.06.2018 bei Bertelsmann als gebundenes Buch mit 925 Seiten.

    Inhalt:

    „Millionen von Lesern waren fasziniert von Arnau Estanyols Geschichte, der beim Bau der Kirche Santa Maria mithalf. Nun erzählt Ildefonso Falcones in seinem neuen aufregenden Sittengemälde wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen.

    Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Aber wir begegnen auch Arnau Estanyol wieder, dem Werftbesitzer, der sich um den Jungen kümmert. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen – und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann.“ (Quelle: Verlagsgruppe Random House)

    Meine Meinung:

    Die Handlung dieses zweiten Bandes der Barcelona Saga setzt im Jahr 1387 ein. Da ich auch Die Kathedrale des Meeres gelesen habe, bin ich – obwohl das doch schon ein wenig her ist – ziemlich schnell wieder drin in der Geschichte Barcelonas und in dem Erzählstil Falcones. Er kann einfach unheimlich gut Geschichten erzählen.

    Was das Leseerlebnis trübt, ist in jedem Fall das Fehlen eines Glossars. Unbekannte und ungeläufige sowie historische Begriffe werden zwar im Text erklärt, aber man kann sie unmöglich alle behalten und hat keine Lust, sie auf den gelesenen Seiten wieder zu suchen. Auch ein Inhaltsverzeichnis und ein historischer Abriss über die Herrschenden Barcelonas wären unheimlich hilfreich gewesen. Warum das bei einem Buch von fast 1000 Seiten fehlt, erschließt sich mir nicht. Die Anmerkungen des Autors am Ende des Buches sind eine kleine Entschädigung für diesen Mangel.

    Mich fesseln zwei Dinge in diesem Buch ganz besonders: die Geschichte des Jungen Hugo und das jüdische Leben. Mit unglaublicher Grausamkeit werden die Juden in Die Erben der Erde behandelt. Man lässt sie nicht in Frieden leben, vertreibt und tötet sie und zwingt sie zu konvertieren. Und selbst dann lässt man sie nicht in Ruhe und verbietet ihnen den Kontakt zu Menschen aus ihrem früheren Leben. Parallelen zu den Grausamkeiten des Dritten Reiches, aber auch zum Umgang mit Geflüchteten, Asylanten und Migranten im heutigen Deutschland, drängen sich auf. Somit ist dieser Roman, der im 14. Jahrhundert spielt, ein echtes Stück Zeitgeschichte.

    Hugo ist sozusagen ein Bindeglied zwischen den Büchern. Er verbindet den ersten und zweiten Band und er hat gute Freunde unter den Juden und keinerlei Vorbehalte gegen sie und andere Menschen. Sein Charakter ist von einem großen Gerechtigkeitssinn geprägt, er hasst Unterdrückung und Gewalt gegen Schwache. Hugo, selber Halbwaise, muss schon als Junge für sich alleine sorgen, seine Schwester ist in einem Kloster untergebracht, seine Mutter nach dem Tod des Vaters wieder verheiratet. Kontakt zu halten ist schwer.

    Arnau Estanyol, der Baumeister der Kathedrale des Meeres (die tatsächlich in Barcelona steht) und Protagonist des gleichnamigen Buches, ist zu Beginn des Buches noch sein Arbeitgeber. Mit Entsetzen muss Hugo mitansehen, wie dieser völlig zu Unrecht geköpft wird, weil man sich an ihm rächen will. Hugo ist nun auch im Visier der Mörder Estanyols und muss untertauchen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt für mich die eigentliche Handlung: Hugo und wie er sein Leben meistert. Er geht durch unglaublich viele Höhen und Tiefen, erlebt Verrat und Gewalt, lässt sich aber in seinem Charakter nicht verbiegen. Halt gibt ihm besonders seine ehemalige Sklavin Barcha, die seinen Haushalt führt und vor niemandem Angst hat. Außerdem hat Hugo ein Mündel aufgenommen, um das sich ein Geheimnis rankt. Alles ist verpackt in eine unglaublich packende Geschichte und lässt einen nebenbei noch viel Historisches lernen. Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass Falcones an keiner Stelle in schwülstigen Kitsch verfällt, wie das in vielen sogenannten historischen Romanen geschieht.

    Fazit:

    Man kann dieses Buch lesen, ohne Die Kathedrale des Meeres zu kennen. Der Lesegenuss erhöht sich aber immens, wenn man den ersten Band gelesen hat.

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    Shaaniels avatar
    Shaanielvor 4 Monaten
    Leider absolute Enttäuschung

    ⛪⛪Rezensionsexemplar⛪⛪
    -Bloggerportal Randomhouse -

    ⛪⛪⛪Die Erben der Erde⛪⛪⛪

    Autor: Ildefonso Falcones
    Verlag: C. Bertelsmann
    Preis: 25€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag und Lesebändchen
    Seiten: 928 Seiten
    ISBN: 978-3-570-10360-9
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018

    2 Von 5 Sternen ⭐⭐

    ⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪
    Inhaltsangabe:
    Entnommen von: www.randomhouse.de
    Die lange erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers "Die Kathedrale des Meeres"
    Millionen von Lesern waren fasziniert von Arnau Estanyols Geschichte, der beim Bau der Kirche Santa Maria mithalf. Nun erzählt Ildefonso Falcones in seinem neuen aufregenden Sittengemälde wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen. Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Aber wir begegnen auch Arnau Estanyol wieder, dem Werftbesitzer, der sich um den Jungen kümmert. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen - und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann.
    ⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪⛪
    Ildefonso Falcones breitet wieder ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist.
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    Weitere Informationen:
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    Hey ihr Süßen 💕
    Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr sehr lange gefreut, denn sein Vorgänger *Die Kathedrale des Meeres*, war atemberaubend gut. Für mich spielte dieser erste Teil in der gleichen Liga, wie *Die Säulen der Erde usw. Von Ken Follett*. Den ersten Teil dieser Barcelona Saga, kann ich jedem empfehlen ausnahmslos. Er war einfach unheimlich gut, denn ich habe die Protagonisten dort geliebt und durfte zusammen mit ihnen und der Kathedrale wachsen, was unheimlich schön und aufregend war. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, als bekannt wurde, das es einen zweiten Teil, in deutscher Sprache geben wird. Doch leider wurde ich schon im ersten Kapitel geschockt und nach Knapp 6 Seiten, saß ich fassungslos mit Tränen in den Augen, auf dem Sofa. Mein geliebter Protagonist Arnau Estanyol, aus dem ersten Teil, wurde schon im ersten Kapitel, aus dem Buch und diese unglaublichen Geschichte geworfen. Dieser Mensch mit dem ich wachsen durfte, wurde im ersten Kapitel hingerichtet. Ich war vollkommen fassungslos und konnte nicht mehr aufhören, zu lesen, denn ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Schließlich hat alles einen Grund in den Geschichten von Ildefonso Falcones. Diese Geschichte fängt tragisch an und man ist einfach nur fassungslos, aber dann entwickelt sich eine neue Geschichte, um Den 12 jährigen Hugo Llor. Doch leider musste ich sehr schnell feststellen, daß Hugo Llor, kein Arnaud Estanyol ist, was ja vollkommen legitim gewesen wäre, aber für mich hatte Hugo, so absolut keinen festen Charakter, so wie Weitere Protagonisten aus diesem Buch *Die Erben der Erde*. Ich war zwar unheimlich schnell in der Story drin und konnte auch zügig und flüssig lesen, denn der Schreibstil von Ildefonso Falcones ist nach wie vor sehr gut, dennoch konnte ich mich mit der Geschichte nicht anfreunden. Um genau zu sein, war sie unheimlich langatmig und langweilig. Der *Barcelona Flair* der im ersten Teil aufkam, hat mir hier vollkommen gefehlt. Es war einfach nur trocken, langatmig, staubig und langweilig. Leider, was unheimlich schade ist, denn ich hatte bis zum Schluss Gehöft, das es sich irgendwann doch noch lohnen würde. Doch leider habe ich diese knapp 900 Seiten, vergeblich gelesen. Es hat mir so rein gar nicht gefallen, es mag vielleicht eine wundervolle Geschichte sein, aber es ist einfach nichts atemberaubendes, nichts neuestes, nichts was mich gefesselt hat. Es ist ein solider Roman, doch leider nicht das was ich erwartet habe. Es ist unheimlich enttäuschend und schade aber leider kann ich diesem Roman nicht mehr als 2 Sterne geben. Es war einfach nicht das, was ich erwartet und erhofft hatte. Ganz lieben Gruß
    Sonja/Shaaniel

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    MichiBs avatar
    MichiBvor einem Monat

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    Wildponyvor 4 Monaten
    Weil Band 1 schon so toll war....
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