Ildefonso Falcones Die Kathedrale des Meeres

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Inhaltsangabe zu „Die Kathedrale des Meeres“ von Ildefonso Falcones

Vom Steinträger zum Seekonsul der Stadt BarcelonaBarcelona im 14. Jahrhundert: Die Landbevölkerung stöhnt unter dem Joch der Feudalherren. Barcelona jedoch ist frei. Und Barcelona ist reich. Hier macht der junge Arnau seinen Weg vom mittellosen Steinträger zu einem der angesehensten Bürger der Stadt. Er ist Teil eines unerhörten Plans: die Errichtung einer Kathedrale, die den Himmel stürmen soll.»Wie in Ken Folletts ›Säulen der Erde‹ wächst auch hier die Hauptfigur in dem Maße heran, wie der Bau der Kathedrale voranschreitet.« La Vanguardia

Sehr unterhaltsam

— papaverorosso

Dieses Buch ist einfach soo gut. Ich habe jede Emotion die es gibt, gefühlt. Die Geschichte von Arnau Estanyol ist so ergreifend und schön.

— CurlyHairedBookworm

Ein Roman, der nicht durch die durchschaubare und stereotypische Geschichte besticht, sondern durch fundierte historische Darstellung.

— kirara

eine richtig schöne Geschichte

— Tamii1992

Ein tolles Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.Der Autor schafft es, dass man sich in seine Welt hineinträumt.

— etu317

Hat mich auf der ganzen Linie überzeugt, würde nun gern einmal nach Barcelona reisen, um Santa Maria del Mar zu besichtigen :-)

— MartinaM

Eine tolle Geschichte, die ins Barcelona des 14. Jahrhunderts entführt.

— Zinu

Das Buch bietet einen interessanten Einblick in die Zustände Kataloniens im 14. Jhd., aber es konnte mich leider nicht wirklich packen...

— parden

ein sensationelles Buch, alles auch sehr glaubwürdig, spannend bis zum Schluss, ich bin begeistert

— Bernhard123

Zieht den Leser in die Geschichte hinein. Top historischer Roman!

— baerbel21

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Yolande

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  • Noch ein Buch über eine Kathedrale?

    Die Kathedrale des Meeres

    papaverorosso

    13. January 2017 um 13:58

    Ich habe dieses Buch mit den Worten geschenkt bekommen: „Noch ein Buch über den Aufbau einer Kathedrale, nur diesmal ist die Kulisse viel schöner…“. Meine Mutter bezog sich damit auf „Die Säulen der Erde“, Super-Bestseller von Ken Follett, einer meiner absoluten Lieblingsautoren. Der Vergleich ist unausweichlich: Zwei Romane über den Aufbau einer Kathedrale im mittelalterlichen Europa. Kann in diesem zweiten Roman was Neues sein, wird es die dementsprechend hohen Erwartungen erfüllen können? Ich hatte am Anfang starke Zweifel. Doch dann kommt sie, die Kulisse, das Herz und die Seele dieses Buches: Barcelona. Eine Stadt mit tausend Überraschungen, die man bei jedem Besuch nur jedes Mal aufs Neue lieben kann. Die heute v. a. für modernere Bauten berühmt ist, Mutter von Gaudí und Miró. Die jedoch eine lange Geschichte hinter sich hat und schon immer einer der wichtigsten Knotenpunkte Europas war. Dieses Buch lohnt sich, um eine neue, oft vergessene Seite von Barcelona kennenzulernen: ihre mittelalterliche Geschichte. Die Geschichte dreht sich um Arnau, der Sohn eines relativ wohlhabenden Bauers und Landpächters, der auf seinem Land verzichtet und schwierigste Lebensbedingungen akzeptiert, um sich und seinen Sohn von der Tyrannei eines Landadligen zu entziehen und endlich FREI zu sein. In einer Zeit, in der auf dem Land Bauer durch alte, unmenschliche Bräuche aus dem Lehnsrecht unterdrückt werden, kann Arnaus Vater die Freiheit nur durch eine Flucht in die Stadt finden: Barcelona. Dort finden die beiden eine andere Welt, in der Händler, Banker und Handwerker am Aufsteigen sind und das eigene Glück durch Fleiß und Scharfsinn selbst schmieden können. Die kleine Familie findet dort tatsächlich Freiheit, aber kann sie auch ihr Glück finden? Während wir Arnau groß werden sehen, während er Freundschaft, Leidenschaft, Trauer, Verzweiflung und Liebe kennenlernt, lernen wir unglaublich viel über die Stadt, die Zeit und die Kathedrale, die Arnau hilft aufzubauen, kennen: Santa Maria del Mar. Die Liebe, die Arnau für diese Kirche empfindet, zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch und überträgt sich auf den Leser mit jeder neuen Seite. Also, noch ein Buch über eine Kathedrale. Aber eine andere Kathedrale, an einem anderen Ort, mit einer anderen Atmosphäre. Ein anderes Buch.  Ein Buch, das mich wegen der Vielfalt an Umgebungen, Menschen, Lebensarten und Bräuche fasziniert hat, durch die sich die Geschichte bewegt. Und, gleichzeitig, durch die spannende Geschichte seines Protagonisten, die dazu führt, dass man das Buch nicht aus der Hand lassen kann. Manchmal scheint diese Geschichte jedoch in den Hintergrund zu treten, sie scheint zu einem schieren Vorwand zu werden, uns etwas über die Stadt oder geschichtliche Ereignisse zu erzählen. In diesen Punkten des Romans wird die Narration schwächer, etwas gekünstelt. Wenn man diese Passagen ignoriert, bewerte ich den Roman insgesamt als sehr gelungen und eindrucksvoll. Was den anfänglichen Vergleich angeht, gilt für dieses Buch dasselbe, was der Architekt Berenguer de Montagut Arnau über seine Kathedrale erzählt: "Das, was ich dir versichern kann, ist, dass es einzigartig wird, und das ist weder besser noch schlechter, es ist nur das: einzigartig"

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  • Das Meer wird vom Sturm aufgewühlt und legt einen Diamanten frei

    Die Kathedrale des Meeres

    kingofmusic

    War ich vor ein paar Tagen noch geringfügig vom "Untergang Barcelonas" von Albert Sanches Pinol enttäuscht, hat mich "Die Kathedrale des Meeres" (um das Fazit dieser Rezension gleich vorweg zu nehmen) wie ein Sturm, der sich zu einem Orkan ausweitet, regelrecht umgeblasen. Mindestens die letzten 250 Seiten konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und musste einfach wissen, wie die Geschichte um Arnau Estanyol und alle mit ihm verbundenen Personen weiter- und ausgeht. Natürlich geht auch diese Geschichte gut aus, die Bösen erhalten ihre gerechte Strafe und die Guten bleiben gut, dennoch ist das "Grande Finale" spannend geschildert und man fiebert regelrecht mit, was denn mit dem ehemaligen Seekonsul der Stadt Barcelona wird und was seinen Freunden und Feinden einfällt, ihn zu retten bzw. zu denunzieren und zu demütigen. Ildefonso Falcones ist Rechtsanwalt in Barcelona und hat tief in der katalanischen und spanischen (Rechts-)Geschichte geforscht, um alle historisch belegten Verwicklungen kongenial mit der Lebensgeschichte seiner (teils) fiktiven Personen zu verknüpfen, um so dem Leser einen realen Einblick in das Katalonien des 14. Jahrhunderts geben zu können. So folgt der Roman im Wesentlichen der Chronik von König Pedro III. (nachzulesen im Nachwort des Autors). Überhaupt werden im Nachwort noch einige Dinge er- und geklärt, die einem beim Lesen in den jeweiligen Abschnitten das ein oder andere Fragezeichen auf die Stirn gezaubert haben - ein weiterer Pluspunkt dieses großartigen Romans. So erfährt man z. B. etwas über das "Recht der ersten Nacht" - unfassbar, was die Feudalherren sich gegenüber ihren Leibeigenen erlauben konnten. Erst 1486 wurde das Recht abgeschafft - natürlich gegen großzügige Entschädigung der Feudalherren...Überhaupt habe ich beim Lesen viel über die damals üblichen Sitten und Gebräuche gelernt und häufig ob der vorherrschenden Unmenschlichkeit mit dem Kopf geschüttelt - auch bzw. insbesondere bei den Passagen, in denen es um Glaubensfragen und die Macht der Kirche ging. Und so werde ich mir auch die beiden anderen historischen Romane von Ildefonso Falcones mit Genuss zu Gemüte führen, auch wenn der Schreibstil mit Sicherheit keine literarische Offenbarung darstellt - zum flüssigen Lesen mit gleichzeitiger Erweiterung des geistigen Horizontes eignen sich die Bücher jedoch allemal.

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    • 6

    Sabine17

    12. May 2016 um 22:40
  • Historische Fakten spannend erzählt...

    Die Kathedrale des Meeres

    Zinu

    10. January 2016 um 22:09

    Klappentext Das mittelalterliche Barcelona steht in höchster Blüte. Dort erlebt der junge Arnau den Bau von Santa María del Mar, einer riesigen Kathedrale, wie sie das Land noch nicht gesehen hat. Im Schatten des mächtigen Bauwerks erfährt er am eigenen Leib, welch schweres Los die Arbeit dort ist. Mit den anderen Steinträgern schleppt der Vierzehnjährige die riesigen Felsblöcke vom Montjuïc bis hinunter an den Hafen. Doch während sich die Kathedrale des Meeres in den Himmel reckt, wirft sie auch dunkle Schatten auf das Leben der Menschen: Das Volk leidet unter der Willkür des Adels, die Pest lauert vor den Toren. Und Arnaus Aufstieg zu einem der angesehensten Bürger der Stadt droht ihm zum Verhängnis zu werden: Er wird Opfer einer Intrige, und sein Leben gerät in höchste Gefahr. Über den Autor Ildefonso Falcones de Sierra ist Anwalt und leitet eine eigene Kanzlei in Barcelona. Früh schon hat er sich mit der Geschichte des mittelalterlichen Kataloniens beschäftigt. Nachdem er ein umfangreiches Wissen über das 14. Jahrhundert in Barcelona gesammelt hatte, begann er mit dem Schreiben seines Romans Die Kathedrale des Meeres. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und wurde vom Erfolg seines Buches, an dem er fünf Jahre geschrieben hat und das mit Ken Folletts Säulen der Erde verglichen wird, völlig überrascht. Der Roman erschien in über dreissig Ländern und hat sich in Spanien weit über zwei Millionen mal verkauft. Falcones ist ein grosser Pferdefreund und spielt in seiner Freizeit - wenn er nicht gerade schreibt - leidenschaftlich gerne Polo. Den Roman Die Kathedrale des Meeres widmet er dem Volk von Barcelona, das es geschafft hat, in dem kurzen Zeitraum von fünfundfünfzig Jahren eine der schönsten gotischen Kirchen der Welt zu bauen. (Quelle: amazon.de) Mein Leseeindruck Spanien im 14. Jahrhundert. Dank Ildefonso Falcones kann ich mir das Leben im reichen Barcelona jener Epoche gut vorstellen. Falcones versteht es, den Leser in diese vergangene Zeit zu entführen. Von der Geburt bis zum reifen Mann von über 65 Jahren begleiten wir Arnau durch sein Leben mit allen Höhen und noch viel mehr Tiefen. Gleichzeitig erleben wir den Bau der berühmten gotischen Kirche Santa Maria del Mar hautnah mit. Es ist faszinierend, wie packend Falcones historische Fakten mit Hilfe der Erlebnisse seiner Romanfigur Arnau schildert und vermittelt. Mein Interesse für die Kathedrale des Meeres ist jedenfalls geweckt. Wenn ich mal in Barcelona bin, will ich auf jeden Fall einen Blick auf und in die in Rekordzeit von nur 55 Jahren (1329 – 1348) gebaute Kathedrale Santa Maria del Mar werfen. Die volle Punktzahl kann ich dann aber leider doch nicht geben. Zum einen, weil es anfangs schon eine ganze Weile dauerte, bis mich die Story in ihren Sog gezogen hat. Zum anderen, weil es zumindest für meinen Geschmack doch auch die eine oder andere Durststrecke/Länge zu überwinden galt. Nichtsdestotrotz hat mir dieser Roman definitiv Lust auf mehr Historisches gemacht. Fazit Historische Fakten spannend erzählt. Eine tolle Geschichte, die ins Barcelona des 14. Jahrhunderts entführt.

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  • einfach traumhaft geschrieben

    Die Kathedrale des Meeres

    Bokmask

    26. August 2015 um 03:07

    Bei diesem Buch habe ich lange nicht gewusst, welchen Schatz ich im Regal stehen hatte. Diese Geschichte erzählt fast das ganze Leben des Arnau Estanyol. Vom Baby bis zum reifen Mann von über 65 Jahren. Es spielt im 14. Jahrhundert in Spanien / Barcelona. Der Autor hat einen einzigartigen Stil das Leben und die Landschaft zu beschreiben. Ich tauchte ab in eine mir völlig fremde Welt, mit all ihren schönen und unschönen Seiten. All die Intrigen und die Gier der Menschen waren förmlich greifbar. Aber auch die Momente des Glücks und der Zufriedenheit. Dieses Buch hatte wirklich alles, was ich von einem historischen Roman, der sich ganz nah am wirklichen Geschehen anlehnt, erwarte. Die Seiten flogen nur so dahin, sodass ich nicht merkte, dass es sich um ein Werk von knapp 700 Seiten handelte. Ganz bestimmt werde ich auch das zweite Buch von Ildefonso Facolnes lesen, "Die Pfeiler des Glauben" spielt in Andalusien, zu diesem Landstrich habe ich ein ganz besonderes Verhältnis. So ist meine Erwartung sehr hoch, doch ich denke das der Autor diese vollständig erfüllen kann. Diese Geschichte reiht sich ein in die Favoriten des Jahres.

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  • Santa María del Mar...

    Die Kathedrale des Meeres

    parden

    SANTA MARIA DEL MAR... Das mittelalterliche Barcelona steht in höchster Blüte. Dort erlebt der junge Arnau den Bau von Santa María del Mar, einer riesigen Kathedrale, wie sie das Land noch nicht gesehen hat. Im Schatten des mächtigen Bauwerks erfährt er am eigenen Leib, welch schweres Los die Arbeit dort ist. Mit den anderen Steinträgern schleppt der Vierzehnjährige die riesigen Felsblöcke vom Montjuïc bis hinunter an den Hafen. Doch während sich die Kathedrale des Meeres in den Himmel reckt, wirft sie auch dunkle Schatten auf das Leben der Menschen: Das Volk leidet unter der Willkür des Adels, die Pest lauert vor den Toren. Und Arnaus Aufstieg zu einem der angesehensten Bürger der Stadt droht ihm zum Verhängnis zu werden: Er wird Opfer einer Intrige, und sein Leben gerät in höchste Gefahr. Mitten in die schlichte Hochzeitsfeier des Gutsherren Bernat Estanyol mit Francesca platzen der Lehnsherr Llorenç de Bellera und seine Ritter. Das nun eingeforderte „Recht der ersten Nacht“ war im katalanischen Rechtswesen des 14. Jahrhunderts fest verankert. Als der Feudalherr und seine feixenden Spießgesellen die Brautleute und das Gehöft johlend verlassen, ist eine gerade geschlossene Ehe in ihren Grundfesten zerstört. Ein Jahr später entflieht Bernat mit Arnau, seinem neugeborenen Sohn, dem Joch des furchtbaren Adligen. Barcelona heißt das Ziel. Hier, in der aufstrebenden Metropole, winkt die Freiheit. Und ihr mächtiges Symbol ist gerade im Werden! In dem ehrfurchtgebietenden Gotteshaus Santa María del Mar, erbaut in der Rekordzeit von 55 Jahren und 1384 vollendet, manifestiert Falcones seinen Freiheitsbegriff. In diesem „vom Volk für das Volk“ errichteten Monument, wächst Arnau vom schlichten „Bastaixos“, dem Lastenträger, der die Steine aus den Bergen zur Kathedrale heranschleppt, zu einem der hochrangigsten Bürger Barcelonas empor. Es irrt nun, wer glaubt, das Leid habe damit ein Ende... Der Klappentext verrät, dass der praktizierende Anwalt Falcones ein ausgewiesener Fachmann in der Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Kataloniens ist. Vielleicht eine Erklärung für die zuweilen quälende wenn auch liebevolle Akribie, mit der Falcones die wahrhaftig nicht unkomplizierte politische Lage der katalanisch-aragonesischen Historie ausbreitet, während sein Figurentableau ein durchaus kräftigeres Farbenspiel vertragen hätte. Selbst der Hauptcharakter Arnau Estanyol bleibt nach einem durchaus spannenden Beginn der Erzählung oft eher blass und schablonenhaft, so dass er mich als Figur meist nicht wirklich ansprach. Arnau Estanyol war für mich kein wirklicher Sympathieträger - er dient hier  einfach als der Charakter, der durch die Geschichte Barcelonas und Kataloniens führt. Der brutale Beginn des Romans ist aufwühlend, empörend und mitreißend, er zwingt den Leser, immer weiterzublättern. Dieser Teil des Romans, in dem von Bernats Freiheitskampf und Arnaus Kindheit erzählt wird, ist insgesamt der beste des Buches - spannend, traurig und realistisch. Die Geschichte des erwachsenen Arnau vermochte dann leider nicht mehr so deutlich zu fesseln. War der junge Arnau mit seinem aufopferungsvollen Vater noch voller Farbe, lebendig und außergewöhnlich, so ist der erwachsene Arnau nicht mehr ganz so überzeugend - so wirkt er etwa, wenn er in den Krieg zieht, merkwürdig leidenschaftslos. Dem Autor ist die Verquickung von Fiktion und historischen Fakten nicht an jeder Stelle unterhaltsam gelungen; oft wirkt es, als würden einzelne Abschnitte, gerade wenn Falcones in Schwung ist, ziemlich abrupt unterbrochen, um langwierige Passagen mit historischen Erklärungen einzuflechten. Die Willkür des Adels und der Kirche in der beschriebenen Zeit sind als Leser an manchen Stellen manchmal kaum auszuhalten. Aber andere Themen wie die Pestepidemie, die die Hälfte der Bürger dahinrafft, die Judenverfolgung und die Schicksale der rechtlosen Frauen sind selbst mir als Nicht-Vielleser historischer Romane inzwischen hinlänglich bekannt und wurden hier selten so eingebaut, dass ich versucht war mitzuleiden. Was man Falcones in jedem Fall attestieren muss, ist eine unglaublich Recherche - das Hintergrundwissen, das er hier präsentiert, ist phänomenal. Man erhält so einen authentischen Eindruck der Zustände der damaligen Zeit. Nur die Geschichte um Arnau Estanyol wirkte auf mich oft zu leb- und farblos, was ich schade finde, und die klischeehaften, schwarz-weiß gezeichneten Figuren boten selten genug wirkliche Überraschungen... Ein solider historischer Roman mit fulminantem Hintergrundwissen des Autors, doch die Geschichte als solche konnte mich leider nicht vollends überzeugen. © Parden

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    • 10
  • Kathedrale des Meeres

    Die Kathedrale des Meeres

    baerbel21

    10. June 2015 um 21:24

    Inhalt:
    Der Bau der Kathedrale in Barcelona führt zu Familienintrigen und Machtspielen. Es geht um Unterdrückte, die sich nun erheben und gegen die bösen Herrscher ankämpfen. Ein eindrücklicher Roman, der das wahre Leben zu jener Zeit beschreibt.

    Meine Meinung:

    Fesselnd von Anfang bis Ende. Konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Kann ich allen Mittelalterfreunden empfehlen :)

  • "Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones

    Die Kathedrale des Meeres

    -nicole-

    Spanien, im 14. Jahrhundert: In einer dramatischen Flucht kann Bernat Estanyol sich und seinen kleinen Sohn Arnau vor seinem brutalen Lehnsherrn retten. Ihr Weg führt sie ins reiche Barcelona, die berühmte Stadt am Meer. Dort finden sie Unterschlupf im Töpferviertel. Während Bernat hart arbeitet, zieht der junge Arnau durch die Gassen Barcelonas und verfolgt mit großem Interesse den Umbau von Santa Maria del Mar. Einst eine kleine Kirche, soll aus dieser mal eine große und prächtige Kathedrale werden. Später hilft Arnau selbst am Bau mit: Er schleppt die schweren Steine vom Steinbruch bis hinunter in die Stadt und merkt am eigenen Leib, wie hart das Leben als Steinträger ist.  Die Jahre vergehen und Arnau erlebt neben Freude auch schwere Zeiten. Viele Schicksalsschläge muss er in seinem Leben hinnehmen, Krankheit und Armut suchen Barcelona heim. Sein Zufluchtsort ist immer noch die Kathedrale, deren Bau weiter voran schreitet. Das scheint im Kraft zu geben, denn Arnau kämpft sich weiter tapfer durchs Leben. Als es ihm endlich wieder besser geht, steht er vor neuen Problemen und wird Opfer einer Intrige.... Ein umfangreicher und prächtiger historischer Roman, der im Barcelona im 14. Jahrhundert spielt. Hauptfigur ist Arnau Estanyol, der als Kleinkind zusammen mit seinem Vater nach Barcelona kommt. Eine Rolle spielt auch die Kathedrale, deren Bau sich über viele Jahre hinweg durch den ganzen Roman zieht. Erinnert ein wenig an "Die Säulen der Erde", kommt aber nicht an Ken Folletts Bestseller heran. Ein Roman mit Höhen und Tiefen. Meine Meinung über dieses Buch ist zweigeteilt: Einerseits ist es eine interessante Geschichte mit einem detailreichen Einblick in die damalige Zeit, andererseits konnte es mich leider nicht wirklich packen. Mittelmäßig gut, dafür vergebe ich drei Sterne.

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    • 2
  • Abbruchbericht: Der "Dan Brown von Spanien ... ah ja ..."

    Die Kathedrale des Meeres

    anell

    23. October 2014 um 14:05

    Ich möchte vorausschicken, dass ich nach ca. 300 Seiten dieses Buch zur Seite gelegt habe. Mehr ging einfach nicht. Ein weiterer Hinweis: Diese Besprechung enthält Teile des Inhalts, 18+ Inhalte, GROßBUCHSTABEN und Sarkasmus. Letztes Jahr wollte mir JEDER Buchhändler dieses Buch andrehen. Die haben sich förmlich überschlagen, wie toll es nicht wäre. "Für Fans von Rebecca Gablé." "Der spanische Dan Brown!" "DER Bestlesser aus Spanien. 10000 Wochen auf Platz 1" "So gut wie "die Säulen der Erde"." Bla bla bla. Bei Bestsellern, gerade im historischen Bereich, bin ich immer immens vorsichtig. Rebecca Gablé, aka schwarz/weiß Schattenspieltheater mit Pferden oder "die Säulen der Erde" ... :/ Ich will damit nur sagen die Warnsignale waren da. Sie leuchteten rot. Blinkten, machten kreischende Geräusche. Aber das Buch lag in einer Wühlkiste für 2€ und ich hab es eingepackt. Jetzt nach 300 Seiten bin ich sowas von gefrustet, ernüchtert und wütend wütend wütend, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Fangen wir mal mit dem Anfang der Story an. Die beginnt nämlich mit einer Hochzeit. Nicht die von Prota Arnau, sondern die Hochzeit seiner Eltern. Alle feiern und sind happy. Es wird durchblicken gelassen, dass der Vater die Mutter nur deshalb geheiratet hat, weil sie ihm in einem Mittelalternegligee präsentiert wurde, durch das man ihre ganzen "Vorzüge" gesehen hat. Schon allein diese Szene hat mir gezeigt wohin der Hase hier läuft und was für einen Iny-Lorenz-Stellenwert die weiblichen Figuren in dieser Geschichte haben. Nach ungefähr 10 (!) Seiten  kommt es zum ersten großen Knall. Der böse Gutsherr kommt angerauscht und spielt den Weddingcrasher. Ganz schnell fällt der Begriff: Ius prime noctis Sagen wirs mal so. Dieses "Recht der ersten Nacht" ist historisch fragwürdig, die Quellen nicht eindeutig. Ich KANN und WILL diesen Blödsinn nicht mehr lesen. Da kommt mir die Galle hoch. Das ist nur wieder ein Mittel zum Zweck Gewalt gegen Frauen unter dem Deckmäntelchen der Historie salonfähig unter die Menge zu werfen. Weil  kaum fällt das Wort/der Terminus ius prime noctis/ droit de cuissage rutsch die Story in folgendes ab: Drama, Vergewaltigung, Blut, Geschrei, Trauma und du bist knietief drinn in der MA-Soap-Opera. Es ist einfach nur BILLIG³ Es kommt wie es kommen muss, der Burgherr rutscht also über die Braut. Mein Gedanke dabei: Gut, die Standardvergewaltigung haben wir also ENDLICH hinter uns, kann dann mal der Plot einsetzen? ABER NEIN! Es reicht dem Autor noch immer nicht. Diese eine Vergewaltigung reicht ihm noch nicht aus. Es ist immer noch nicht genug Drama, Vergewaltigung, Blut, Geschrei und Soap-Opera.  Noch nicht genug, billigste Unterhaltung vom Feinsten. Der Burgherr geht also runter und sagt zu dem Eheman: Okay Bro ... your turn. "Ich hab keinen Bock auf Bastarde (!) da ist  meine Frau nicht so für (!) also geh du hoch und XXXX sie auch noch mal (!) damit man nachher nicht weiß vom wem das Blag ist (!)" Das Geschrei, das Drama und das Trauma erreichen hier jetzt schon praktisch ihren Siedepunkt. Ich war am überlegen, das Buch auf Seite 20 zu beenden und mir die Augen mit Salzwasser zu spülen. Der Ehemann will natürlich nicht. Also droht der sadistische Burgherr ihn auszupeitschen und einen seiner Männer hochzuschicken, die diese "ich will keine Bastard Politik" durchsetzen. Da denkt sich der Ehemann ...  na ja ... wenn meine Frau schon von jemande gexxxx werden muss, dann doch von mir. Und geht hoch und XXXX seine Frau. Erneut setzte ich das Buch ab und fragte mich, ob ich sowas wirklich lesen WILL. Ob ich mit so einem sadistischen, wirren, kranken Scheiß, wirklich meine Lebenzeit verschwenden will ... Ich schreibe das hier nicht, weil ich Gewalt in Büchern nicht abkann. Oder weil ich leugne, dass in der Welt schlimme Dinge passieren oder passiert sind. Ich schreibe das, weil ich finde, dass es gerade in historischen Romanen diesen Trend gibt, Gewalt gegen Frauen mit "ES WAR DAMALS HALT SO" zu bagatellisieren. Frauen werden in solchen Romanen immer zum Opfer krasser, abscheulicher Gewalt, die den Rahmen mehr als einmal sprengt. Und gerade hier bei "die Kathedrale des Meeres" war es IMO einfach zu viel des "guten". Der Autor suhlt sich förmlich darin, immer noch einen und noch einen und noch einen drauf zu setzen. Und ja, ich bekomme den heiligen Zorn dabei. Ich hab dann tatsächlich noch weiter gelesen. Nach diesem "nicht ganz so guten "schönsten Tag im Leben"" ist der Gatte Gemahl ganz bass erstaunt, dass seine Frau psyschich nen Knacks weg hat. Ich mein ... wenn er sie nicht vergewaltigt hätte, hätte es eben ein anderer getan UND der Gatte wäre, so als Zugabe, noch ausgepeitscht worden. Er hatte ja keine Wahl! Das muss die Alte doch mal klar bekommen! Die Tatsache, dass sie schwanger ist/war wird auch erst ein paar Seiten später mal so nebenbei erwähnt (nachdem ich es mir ungefähr 6x gefragt hab. Als wäre (nur weil grad MA ist jeder Schuss auch gleich ein Treffer)). So alles gut, Kind hat Muttermal wie Vater, alles in Butter. Alles in Butter? ABER NICHT DOCH! Mr. "Ich will keine Bastarde" bekommt raus, dass der Jung nicht von ihm ist. Und weil die Leute im mittelalterlichen Spanien größere Gossip Girls als wir heute (und WIR haben  Twitter, Instagram und Facebook) weiß es natürlich gleich die ganze Grafschaft. Und jeder ist total hämisch, zu dem armen, armen Gutsherrn, weil er es echt NICHT auf die Palette bekommen  hat, der Bäuerin die er vergewaltigt hat einen Braten in die Röhre zu schieben ... ja ... wir erinnern uns diese "Keine Bastard-weil-meine-Frau-findets-scheiße-Politik" von vor zehn Seiten? Hinfällig! Total wayne! Weil der arme Gutsherr nämlich jetzt total in seiner Männlichkeit gekränkt ist und nachts nicht mehr schlafen kann. Und weil alle so hämisch sind, sogar das Gesindel, kann er das nicht auf sich sitzen lassen. Also was macht er? Richtig! Er holt die arme Frau (zusammen mit ihrem nicht-dein-Bastard-Sohn) zu sich auf die Burg,  als Amme für seinen echten Sohn. Der Vater vom Prota ist depri, weil ... alles weg und so. Also latscht er auf die Burg zum Brotbacken (fragt nicht) und trifft dort den Lehrling des Schmieds. Den quetscht er über Frau und Kind aus. Und siehe da ... ich hatte wirklich gedacht, es könnte nicht noch viel kränker und unlogischer und frauenfeindlicher werden ... wie jung und naiv ich war auf Seite 70. Turns out. Der Sohn von ihm liegt (zufälligerweise) hinter der Schmiede (!) in nem Bretterverschlag und ist so gut wie tot. Weil (obacht, die Erklärung müsst ihr euch geben): Der Graf hat der Mutter das Kind abgenommen und in die Schmiede gelegt. Wenn sie das Kind füttern will, muss sie aus den Gemächern der Gräfin und auf dem Weg dahin/dort/auf dem Weg zurück, wird sie von den Wachen/Soldaten u.o. dem Grafen erneut vergewaltigt ... weil ... Mittelalter und Leibeigenschaft und so. War damals so. Muss man mit leben. Also hat die Mutter das Kind jetzt einfach liegen lassen, wegen Drama und Trauma und billiger Unterhaltung. Der Vater will das Kind mitnehmen, aber der Lehrbub vom Schmied will ihn nicht gehen lassen. Also zieht er dem Jungen ein Eisenrohr über den Kopf und killt ihn und haut mit seinem Sohn ab. Ja ... ohne seine Frau. Die darf weiter (ohne Mann/Kind) auf der Burg hocken und sich prostituiren. Weil praktischerweise wurde sie von ihrer Familie ja verstoßen ... weil ... REASONS. Der verschwendet nich mal einen einzigen Gedanken an sie. Nie. Nicht mal in den Kapiteln danach. TADA! 90S. Was danach folgt ist eine nicht enden wollende Episode übers Töpfern. In Barcelona. 20 S. Infodump Lebensgeschichte über den Onkel des späteren Protagonisten Arnau. Der ist Töpfer und bla bla bla bla gesellschaftlicher Aufstieg wegen Kannen. Bla bla bla bla. [Insert obligatorischen Antisemitismus] bla bla bla. Dann wird noch eine maurische Sklavin zu Tode gepeitscht. Weil REASONS + nackte Haut + war damals halt so. Dann folgt eine nicht enden wollende Episode über das schleppen von Steinen + [Insert Antisemtismus] + [ Frauenfeidnlichkeit] + Drama + Schwarz/weiße Figurenzeichnung. TADA S. 301 die Seiten sind ja winzig. Ich denk mal ich hab 1/5 vom Buch gelesen und ganz im Ernst das reicht mir auch schon wieder. Die Kathedrale des Meeres ist mal wieder so eins von den Büchern, bei denen ich nicht begreifen kann, warum sie internationale Bestseller sind. Die Figuren sind schwarz/weiß. Gut/Böse. Alle Armen gut/alle Reichen böse. Die Gewalt gegen Frauen ist ... also ich bin wie gesagt nicht zart besaitet, aber hier hab ich, vor allem am Anfang, wirklich gedacht, dass der Autor auf vollkommen unnötige Art und Weise grausam ist. Es ist nicht logisch. Es ist nicht nötig. Es ist einfach nur noch widerwärtig. Ganz ganz billig, unterste Schublade. Der letzte Versuch aus Scherenschnittfiguren Empathie herauszupressen. Einfach nur grotesk. Ich habe das Buch abgebrochen, weil der Autor diese Linie immer weiter fährt und ich solche Bücher, die Gewalt gegen Frauen auf solche Art und Weise "abfeiern" einfach nicht ausstehen kann.

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  • Mitreißend

    Die Kathedrale des Meeres

    Sabine17

    Ich habe geweint, habe vor Wut imaginär zugeschlagen und selig gelächelt. Dieses Buch bedient die volle Bandbreite der Emotionen. Es wird die Lebensgeschichte von Arnau Estanyol erzählt, der im 14. Jahrhundert hauptsächlich in Barcelona lebte. Als Baby fast verhungert ist sein unfreier Vater mit ihm nach Barcelona geflohen. Dort kommen sie bei der Familie seiner Tante unter und erlangen ihr Bürgerrecht. Als die Familie der Tante reich wird, bekommen Arnau und sein Vater Intrigen und Missgunst zu spüren. Schließlich wird sein Vater aufgehängt und Arnau ist auf sich allein gestellt. Er wird in die Zunft der Bastaixos, der Lastenträger, aufgenommen, die in ihrer freien Zeit die Steine für den Bau der Kathedrale Santa Maria schleppen. Im Laufe der Jahre wird Arnau durch seinen Fleiß und sein gutes Herz zu einem der angesehensten Bürger Barcelonas und der Bau der Kathedrale geht voran. Doch bis zur Vollendung des Baus erlebet Arnau in Barcelona Kriege, die Pest, die Inquisition und die Judenverfolgung. Er gewinnt Freunde und Feinde und muss viele persönliche Schicksalsschläge verkraften. Das Buch war so flüssig und mitreißend geschrieben, dass ich die über 600 Seiten in 3 Tagen verschlungen habe. IDieses Buch war eines meiner Lesehighlights 2011. Alle, die die “Säulen der Erde” geliebt haben, werden auch dieses Werk in ihr Herz schließen. Fazit: für Liebhaber historischer Romane führt an diesem Buch kein Weg vorbei.  

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    • 2
  • Vom Steinträger zum Seekonsul der Stadt Barcelona

    Die Kathedrale des Meeres

    simoneg

    07. March 2014 um 22:56

    Barcelona im 14. Jahrhundert: Die Landbevölkerung stöhnt unter dem Joch der Feudalherren. Barcelona jedoch ist frei. Und Barcelona ist reich. Hier macht der junge Arnau seinen Weg vom mittellosen Steinträger zu einem der angesehensten Bürger der Stadt. Er ist Teil eines unerhörten Plans: die Errichtung einer Kathedrale, die den Himmel stürmen soll...    Wer "Die Säulen der Erde" mag, wird auch diesen Roman lieben. Es ist eine gut lesbare Geschichte mit sympatischen Protagonisten. Die Einblicke in die unterschiedlichen Gesellschaftsstrukturen in und außerhalb Barcelonas sind sehr interessant und vielleicht vergleichbar mit den Privilegien der Hansestädte im Vergleich zu Landleben. Angenehm ist auch, dass nicht alles ein gutes Ende hat, obwohl mache Teilgeschichte schon sehr konstruiert scheint,

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  • Santa Maria del Mar - mehr als eine Kirche

    Die Kathedrale des Meeres

    Penelope1

    09. January 2014 um 18:47

    Inhalt: Spanien, 14. Jahrhundert: Bernat flüchtet mit seinem kleinen Sohn Arnau vom ländlichen Spanien nach Barcelona. Denn hier in der Stadt gibt es Hoffnung: Hoffnung auf ein freies Leben, weg vom Joch der brutalen Lehnsherren, die ihre Macht unerbittlich ausnutzen – ohne jede Chance für ihr Untergebenen. Doch dass das Leben auch in Barcelona kein Zuckerschlecken ist, wird ihm schnell klar: auch hier herrscht trotz aller Freizügigkeit Armut, Arbeitslosigkeit, Mutlosigkeit… Arnau wächst heran und entdeckt in der Nähe eine Kirche, die sich im Bau befindet: Santa Maria del Mar, eine Kirche, die vom Volk für das Volk gebaut wird! Hier findet er Hoffnung bei der Jungfrau Maria, die für ihn fortan eine Art Mutterstelle vertritt und der er all seine Sorgen und Ängste anvertraut. Als er alt genug ist, hilft er sogar beim Bau dieser Volkskirche mit. Diese Kirche ist sein Leben – hierfür lohnt es sich zu leben – und zu kämpfen. Und während der Bau „seiner“ Kirche vorangeht, so geht auch das Leben in Spanien weiter: Kämpfe, , Ausbeutung, Geldgier, Glaubenskriege, Hass - und Arno muss immer wieder erleben, dass sich niemand diesen Machtkämpfen entziehen kann – selbst er nicht. Dabei gerät er immer wieder in Gewissenskonflikte, Intrigen und immer mehr entwickelt sich sein Lebenslauf zu einer Irrfahrt mit ungewissem Ausgang… Meine Meinung: Ein faszinierender historischer Roman, der den Leser nach Spanien führt und umfangreiche und interessante Eindrücke über das mittelalterliche dort gibt. Bisher waren mir durch diverse historische Lektüren eher die Lebens-Umstände in England und Deutschland bekannt, umso neugieriger war ich nun, wie sich das Leben in Spanien darstellte: Leider konnte ich keinen allzu großen Unterschied feststellen, auch hier gingen die Menschen keineswegs freundlicher miteinander um – das Leben erscheint wie ein einziger Kampf, gläubig, arm, und ohne Rechte, abhängig vom Gutdünken ihrer Lehnsherren oder von „Gottes Gnaden“. Ildefonso Falcones beschreibt diese Epoche und die Menschen in Spanien äußerst lebendig und bildhaft und so fühlt man sich bald schon nach Barcelona hineinversetzt, sieht die Kirche Santa Maria del Mar vor sich und lässt sich nur zu gerne auf diese Erzählung ein. Während man Arno auf seinem steinigen Lebensweg begleitet, begleitet man auch Spanien in einer aufreibenden und von Umbrüchen gekennzeichneten Zeit – man hofft, leidet, lernt, und staunt. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen – ich fand die Umsetzung und Verbindung zwischen realem Hintergrund und fiktiver Geschichte sehr gelungen und glaubwürdig. Im Nachwort erhält man noch einmal einen Überblick über die realen Geschehnisse in Spanien im 14. Jahrhundert, sodass einige Ereignisse an Grausamkeit nochmal hinzugewonnen, hatte ich doch gehofft, sie seien reine Erfindung! Fazit: Ein historischer Roman, der zu Recht ein Bestseller ist: er ist äußerst unterhaltsam, kurzweilig, und lässt das mittelalterliche Leben in Spanien im 14.Jahrhundert lebendig werden!

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  • bittere Enttäuschung

    Die Kathedrale des Meeres

    Thrillerverschlinger

    17. July 2013 um 17:42

    Hallo ihr Lieben, wer die Säulen der Erde von Ken Follett gelesen hat, kann dieses Buch nur als eine enttäuschende Nachahmung des Meisterwerkes empfinden Wer das Buch die Säulen der Erde nicht kennt, für den mag das Buch ganz nett und spannend sein, aber bitte lasst die Finger davon, wenn ihr die Säulen der Erde gelesen habt. Dieses Buch ist nichts im Vergleich dazu... Der Inhalt ist sehr ähnlich und damit hat der Autor dieses Buches eigentlich die Idee von Ken Follett gestohlen. Auch hier geht es um den Bau einer Kathedrale, das leiden des Volkes, Macht, Angst, Intrigen... Viele Grüße, Simone

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  • Atemberaubend spannend bis zum Schluß!

    Die Kathedrale des Meeres

    Mina - Das Irrlicht

    12. April 2013 um 23:10

    Um dieses Werk bin ich nun wirklich lang herum geschlichen. Immerhin hat dieses historische Schmökerlein gute 660 Seiten. Aber jede Seite war es wert, gelesen bzw. gehört zu werden. Ich habe das Buch in der wundervollen Lesung von Wolfgang Condrus (u.a. Synchronstimme von Alan Rickman) gelauscht und war Stunde um Stunde angetan. Das Hörbuch hat mich fast durch meinen kompletten Frühjahrsputz begleitet (den Anfang machte das m.E. völlig übertrieben gelobte „Die Landkarten der Zeit“, das mich zwar unterhielt, aber irgendwie auch sehr anstrengend war und daher auch keine eigene Rezension erhalten wird, ebenso wie der zweite Band der Wolkenvolk-Reihe von Kai Meyer). Die Geschichte rund um die Kathedrale des Meeres spielt im 14. Jahrhundert in Barcelona. Bernat, Leibeigener, flieht mit seinem fast verhungerten Sohn nach Barcelona und schlägt sich durch. Er arbeitet hart und gut, um sich und v.a. Arnau, ein Leben als freier Bürger der Stadt zu gewährleisten. Arnaus Mutter hat nie verwunden, dass sie der Eigentümer von Bernat’s Land in deren Hochzeitnacht vergewaltigte und man Bernat zwang, es ihm nachzutun. Aus dieser Nacht ging Arnau hervor, dem Francesca nie wirklich Liebe entgegen bringen konnte. Während eines Aufstandes während einer Hungersnot wird Bernat hingerichtet und Arnau muss lernen, ohne seinen Vater zurechtzukommen. An seiner Seite lebt der jüngere Joanet, der ihm zum Bruder wird. Doch gehen sie später sehr unterschiedliche Wege. Während sich Arnau als tüchtiger und mutiger Mann dem Leben stellt und während eines Aufstandes die Kinder eines jüdischen Mannes rettet, wird Joanet zum Mönch erzogen und später einer der härtesten „Richter“ im Rahmen der Inquistition. Er verbittert und versündigt sich letztlich gegen seinen Bruder Arnau, was diesen fast das Leben, auf jeden Fall aber das hart erarbeitete Geld und sein Ansehen kosten. Die Geschichten beider sind ergreifend. Arnau begegnet ohne es je wirklich zu wissen seiner Mutter wieder, Joanet verliert am Ende alles und richtet sich selbst. Ein gefühlvoll geschriebenes Werk, das manchmal brutal daher kam, um einem einen Geschmack vom Leben im 14. Jahrhundert zu vermitteln.  

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  • Die Kathedrale des Meeres von Ildefonso Falcones.

    Die Kathedrale des Meeres

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 03:32

    Dies ist die Lebensgeschichte von Bernadt Estanjol und seinem Sohn Arnau, sie ist aufregend, brutal und informativ. Ich persönlich habe mich noch nie so historisch gelangweilt, wie bei diesem Buch – aber ich habe auch bisher keinen echten Zugang zu diesem Genre gefunden. Für Erstleser eines historischen Romans ist dieses Buch auf gar keinen Fall geeignet, es ist zu brutal und die Charaktere wirken zu flach, um den Leser in ihren Bann zu ziehen.  Für alte Hasen des Genres und besonders Mittelalter-Interessierte stellt dieses Buch wohl einen besonderen Leckerbissen dar, man erfährt nämlich viel über die Lebensverhältnisse im Spanien, und speziell Barcelona, des 14. Jahrhunderts. Obwohl hier ein und ein halbes Leben abgehandelt werden, habe ich das Gefühl die Charaktere kaum zu kennen. Der Autor fokussiert zu sehr nach Außen und beschreibt das Leben und die gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit, ohne seinen Charakteren mehr als den nötigen Raum einzugestehen. So können sie sich nicht zu etwas zu entwickeln, dem ich mich emotional anschließen kann.  Mir als Frau enthält das Buch auch zu viel Gewalt und Vergewaltigungen, das mag im Mittelalter so gewesen sein, aber da ich es jetzt nicht mehr ändern kann, muss ich nicht unbedingt ständig davon hören. Der historische Roman, der mir wirklich gut gefällt, muss wohl noch geschrieben werden.

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  • Rezension zu "Die Kathedrale des Meeres" von Ildefonso Falcones

    Die Kathedrale des Meeres

    BlueNa

    20. April 2012 um 12:12

    Ein Historienepos . Bernat Estanyol, ein unfreier Leibeigener, muss mit seinem neugeborenen Sohn Arnau vor seinem Feudalherren de Bellera fliehen, da er um sein Leben und das Leben seines Sohnes fürchten muss. Sein Weg führt ihn nach Barcelona, in die Stadt der Träume, wo ein Leibeigener freier Bürger werden kann, wenn er ein Jahr und einen Tag in der Stadt gelebt hat. Die beiden kommen bei der Familie von Bernats Schwester unter und so vergehen die Jahre wie im Flug. Arnaus Lebensweg führt ihn von Kind an zu der Kirche Santa Maria del Mar, die von einem großen Baumeister seiner Zeit neu gebaut wird. Arnau ist fasziniert von der Kirche und den Bastaixos, den Lastenträgern, die unentgeltlich Steine vom königlichen Steinbruch zur Baustelle schleppen, um etwas zum Bau der Kirche des Volkes beizutragen. Nach einem Schicksalsschlag wird Arnau in die Zunft der Bastaixos aufgenommen und sein angenommener Bruder Joan wird Schüler an der Domschule. Bald trennen sich die Wege der beiden Brüder und das Schicksal im Schatten der stetig wachsenden Kirche Santa Maria del Mar wartet auf Arnau… . Mir ist es sehr schwer gefallen eine adäquate Inhaltszusammenfassung zu schreiben, denn in diesem Historienepos passiert über viele, viele Jahre hinweg unglaublich viel. Ein Ereignis jagt das Nächste, ein Schicksalsschlag folgt auf den Vorherigen, nie ist es Arnau vergönnt wirklich mal zur Ruhe zu kommen. Sein Bruder Joan und er sind früh auf sich allein gestellt, aber sie finden immer wieder nette Menschen und Freunde, die ihnen helfen. Frisch gestärkt gehen die beiden Jungen aus den Schicksalsschlägen hervor. Auch Arnau findet später meistens einen Weg aus der Misere, in der er gerade steckt und die er sich meistens nicht selbst zuzuschreiben hat. Oder jemand hilft ihm aus der Klemme. An Dramatik fehlt es diesem Buch wahrlich nicht! Was ich aber sehr schade fand, war die Detailarmut, die leider fast die gesamte Geschichte über vorherrschte. Mich hätten viel mehr das Leben und der Alltag der Menschen oder Beschreibungen des mittelalterlichen Barcelonas im 14. Jahrhundert interessiert. Und natürlich der Bau der Kirche, welcher leider nur eine Randfigur einnimmt, immer mal wieder einfließt in die Geschichte, aber nicht so im Mittelpunkt steht, wie ich es mir erhofft hatte. . Der Schreibstil des Autors hat diese typisch spanische Note, die mir sofort aufgefallen ist. Er ist anders als bei englischen oder deutschen Schriftstellern, irgendwie ein wenig ruhiger und gesetzter, nicht so sehr auf Spannungsaufbau aus, sondern eher erzählender Natur. Ich habe mich jedoch schnell mit dem Schreibstil angefreundet und konnte mich dann voll auf das Buch einlassen und ins Barcelona um 1330 eintauchen. Der Lebensweg Arnaus wurde interessant beschrieben, ich wollte auch immer wissen, wie es mit dem jungen, später dann älteren Mann, weitergeht. Trotzdem hatte das Buch auch seine Längen und ich bin ein wenig festgehangen, als es nicht so richtig vorangehen wollte mit der Story. In allen Kapiteln und jedem der vier großen Abschnitte, in die das Buch unterteilt ist, ist wahnsinnig viel passiert und ich hätte mir manchmal gewünscht, dass weniger geballtes Geschehen auf einen hereinbrechen würde, als mehr Details aus der Umwelt Arnaus preisgegeben würden. . Die Charaktere sind ganz unterschiedlich und ich muss die Vielfalt der Protagonisten loben. Dennoch betrachtet man die handelnden Personen eher aus der Ferne. Sie sind weniger greifbar, einzig Arnau, den man die ganze Zeit begleitet gibt ab und zu mal sein Gefühlsleben preis. Arnau ist ein guter und gerechter Mann, denn er weiß, wie es ist arm zu sein, Hunger zu haben und irgendwelchen Herren ausgeliefert zu sein. Außerdem betet er sehr oft zu Maria und unterstützt den Kirchenbau erst durch seine Muskelkraft, dann mit seinem Vermögen. Joan ist Arnaus angenommener kleiner Bruder und er liebt ihn sehr. Eine Zeit lang verschwindet Joan aus Arnaus Leben um sich geistlichen Studien in Italien zu widmen und kommt sehr verändert zurück. Aledis und Mar sind wichtige Frauen in Arnaus Leben, beide sehr selbstbewusst und stark und sehr sympathisch. Guillem mochte ich auch sofort! Der Maure hilft Arnau bei seinen Handelsgeschäften und wird ihm zu einem unersetzlichen Freund. . Die Gestaltung des Schutzumschlags gefällt mir außerordentlich gut. Hier sieht man den Innenraum einer gotischen Kirche, wie Santa Maria del Mar eine ist und die Rückseite einer Marienstatue, die ins Licht eines Rosettenfensters blickt. Das Cover trägt dazu bei, dass man denken kann, das Buch würde sich hauptsächlich um den Kirchenbau drehen, was leider nicht der Fall ist. Trotzdem ein sehr schönes Cover! Das gebundene Buch ist noch mit einem grauen Lesebändchen und einer gezeichneten Übersichtskarte von Barcelona im 14. Jahrhundert ausgestattet. . Insgesamt ist „Die Kathedrale des Meeres“ von Ildefonso Falcones ein lesenswerter historischer Roman, der Lesern von Ken Follets „Die Säulen der Erde“ gefallen könnte. Ich persönlich hätte dem Bau der Kirche gerne einen größeren Anteil an der Geschichte eingeräumt, einfach, weil mich das Thema interessiert und ich mehr darüber erfahren wollte. Die Geschichte über Arnau Estanyols Leben habe ich aber trotzdem sehr gerne gelesen und kann das Buch getrost weiterempfehlen!

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