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von Ildikó von Kürthy 
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Positiv (259):
DianaEs avatar

ein toller chick lit Roman, der viele Klischees bedient, aber genau das macht das Buch zu einer tollen Sommerlektüre

Kritisch (44):
Erdbeerchen73s avatar

FLACH. ETWAS WITZIG. NIX FÜR MICH. LIEBESZEUG HALT...

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Inhaltsangabe zu "Freizeichen"

'Ein Luftballon zum Lesen. Feinste Lach-Delikatesse!' BILD

Eine Frau die sich langweilt, ist zu allem fähig: Annabel hat seit Jahren denselben Mann und dieselbe Frisur. Sie ist einunddreißig und will endlich was erleben. An einem Sonntagmorgen reist sie nach Mallorca. Am Sonntagabend ist sie verliebt. Glaubt sie. Bis am Dienstag eine Konkurrentin auftaucht. Die ist dünn und liebt den Mann, den Annabel gerade verlassen will. Und das ändert natürlich alles!

'Ildikó von Kürthy ist die Spezialistin für den schlauen Frauenroman.' Welt am Sonntag

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499236143
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.05.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.05.2003 bei DHV - Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MamaSandras avatar
    MamaSandravor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Kennt man einen, kennt man alle: Kürthy-Romane.Frau Anfang 30, Beziehung alltagszerfressen und scheinbar langweilig.Ab zur Tante nach Malle!
    klischeehafte Unterhaltungslektüre - die Normalo-Frau Anfang 30

    Inhalt:

    Annabell braucht Abstand von ihrer alltagsbelasteten Beziehung. Anfang 30, nicht die perfekteste Figur und dazu noch eine ganz gewöhnliche Beziehung, die gerade irgendwie festzustecken scheint. Da packt sie kurzerhand die Koffer und fliegt zu ihrer Tante Gesa nach Mallorca.Dort gelandet, bekommt ihr bisher so langweiliges Leben erst einmal was geboten. Vom jungen Liebhaber mit Yacht bis hin zur vermeintlichen Affäre ihres geliebten Bennis ist soweit alles dabei. Da heißt es nun, Entscheidungen treffen wie es weiter gehen soll…

    Schreibstil:

    Aus der Ich-Perspektive erleben wir die aufregende Woche von Annabell hautnah und ins Detail genau mit. Typisch für Kürthy finde ich, wird eine eigentlich kurze Zeitspanne auf über 250 Seiten verteilt, indem zahlreiche Rückblicke erfolgen. Man hat das Gefühl vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen, während die Protagonistin wenige Tage ihres Lebens beschreibt. Immer wieder schweift Annabell ab in die Vergangenheit, seien es ein paar Jahre oder nur wenige Wochen zurück. Aber die Perspektive schafft wieder eine sehr persönliche Ebene zum Leser, man hat das Gefühl mit einer Freundin auf der Couch zu sitzen und zu plaudern.

     

    Meine Einschätzung:

    Kennst du einen Kürthy-Roman, kennst du alle – so empfinde ich es allmählich nach 4-5 Büchern von ihr. Und doch lese ich sie weiter, denn es heitert mich auf. In jedem Buch ist die Protagonistin Anfang/Mitte 30 oder 40. Entweder ist sie gerade Single geworden oder steckt in einer Beziehungskrise, wie jetzt in diesem Buch. In jedem Werk ist die Figur nicht perfekt, das Gewicht etwas zu viel, andere Frauen erscheinen wie Wunder neben der Normalo-Frau. Gegrübelt wird meist über Vertrauen, Liebe, Familiengründung, Fremdgehen oder Sich-Neu-Orientieren.

    Das alles sind Themen, die die allgemeine Frauenwelt eben unterhält. Und auch wenn ich inzwischen weiß, dass ich bei Kürthy wohl immer wieder denselben Frauentyp antreffe nur mit anderen Namen und nahezu gleichen Problemzonen, so greife ich dennoch gern dazu. Denn neben etwas schwererer literarischer Kost wünsche ich mir auch mal zwischendurch etwas zum komplett abschalten, ein Buch bei dem ich nicht nachdenken muss, das ich auch mal 1 Woche beiseitelegen kann ohne den Anschluss beim Weiterlesen verloren zu haben. Und letztlich identifiziert sich doch ein Großteil der Frauenwelt mit den Protagonistinnen ihrer Bücher. Auch wenn ich bei manchen Situationen den Kopf schüttele und mich frage wo denn eigentlich das Problem ist.

    Bei Annabell hatte ich gelegentlich diese Situation. Doch manchmal schafft Frau sich die Probleme eben selbst. In diesem Buch hat es mich oft gestört, dass die Protagonistin so abschweift. Man erwartet endlich ein wenig Entwicklung in der Geschichte, da erzählt sie wieder irgendetwas von vor 10 Wochen, was mich in diesem Moment überhaupt nicht interessiert und mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun hat.

     Sei es drum: Die Bücher sind alle ähnlich, fast gleich könnte man sagen. Aber dennoch bin ich gut unterhalten auf einem niedrigen Level der Literatur, mit dem Niveau einer Frauenklatschzeitung. Und ich weiß ja langsam, was mich erwartet.

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    DianaEs avatar
    DianaEvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: ein toller chick lit Roman, der viele Klischees bedient, aber genau das macht das Buch zu einer tollen Sommerlektüre
    Ildiko von Kürthy – Freizeichen

    Ildiko von Kürthy – Freizeichen

    Annabel Leonhard ist seit Jahren in einer festen Beziehung mit Benedikt Cramer. Es hat sich der Alltag eingeschlichen und überhaupt ist Annabel mit sich und ihrem Umfeld nicht zufrieden, und überlegt Ben zu verlassen. Um Abstand zu gewinnen fliegt sie zu ihrer Tante Gesa nach Mallorca. Die schrille, liebevoll durchgeknallte Frau hilft ihr auf ihre Art durch die schwere Zeit, und Annabel glaubt sich schon verliebt zu haben, daraus wird ein kleines Abenteuer, denn warum soll man nicht spielen, wenn man sich trennt? Doch dann trifft Annabel auf zwei Frauen und ausgerechnet Sonja hat es auf Ben abgesehen.

    Der Roman ist locker und flüssig geschrieben. Die Handlung ist voller Klischees, aber die sind so gut in die Geschichte intrigiert, dass es eine Freude macht, die Story zu lesen. Humorvolle und emotionale Passagen, gespickt mit ein paar Wendungen und auch ein paar Überraschungen, alles spannend verpackt. So macht Lesen Spaß.

    Das Buch ist schon eines der älteren Bücher von Ildiko von Kürthy, aber mir hat es auf jeden Fall den Sommer versüßt.

    Die Handlungsorte sind gut beschrieben, sodass ich mich besser in die Geschichte einlesen konnte.

    Ich konnte mich gut in die Gefühlswelt von Annabel rein versetzen, die mir sofort sympathisch, aber auch chronisch unzufrieden erscheint. Es ist immer lustig mit zuerleben, wie sie das eine denkt und dann etwas ganz anderes sagt. Mit Anfang 30 will sie wieder etwas mehr Pep in ihrem Leben, und deswegen fliegt sie nach Mallorca und vertraut sich ihrer Tante an, die auf ihre ganz eigene Art versucht, Annabel wieder aufzubauen,... was manchmal auch nach hinten los geht. Schon gleich zu Anfang, glaubt sie, sie wäre frisch verliebt. Da wurde sie mir etwas unsympathisch, aber im Verlaufe des Buches hat sie sich ihre Sympathiepunkte wieder zurück geholt.

    Tante Gesa ist einfach klasse, absolut sympathisch, manchmal anstrengend, aber im Grunde will man genau so eine Freundin haben, die ehrlich ist und auch mal schonungslos die Meinung sagt, dann aber auch eine Schulter hat zum anlehnen.

    So mag ich das.

    Obwohl Sonja recht quirlig ist, und wirklich auf Männerfang, hat mir ihre Figur auch gut gefallen, wankelmütig, direkt, nimmt sich was sie will. Aber irgendwie ist so auch nett und lebenslustig.

    Cora fand ich absolut sympathisch, aber ich mochte sie schon einem der vorherigen Bücher.

    Aber alle Charaktere sind gut beschrieben, detailreich ausgearbeitet und je nach Rollenverteilung sympathisch/unsympathisch und haben die Geschichte wirklich stimmig gemacht.

    Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, werde ich mir in naher Zukunft weitere Bücher der Autorin kaufen, denn der Schreibstil ist einfach klasse und hat mir viel Freude beim Lesen bereitet.


    Fazit: ein toller chick lit Roman, der viele Klischees bedient, aber genau das macht das Buch zu einer tollen Sommerlektüre.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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    sternbluts avatar
    sternblutvor 2 Jahren
    Ein Buch wie ein Unfall - man kanns einfach nicht weglegen...

    Annabell ist von ihrem Leben und ihrer Beziehung gelangweilt. Deswegen trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: um sich über ihr Leben klar zu werden und ein bisschen Farbe in ihre Geschichte zu bringen, fliegt sie für eine Woche zu ihrer Tante nach Mallorca. Dort verliebt sie sich - und lernt die Frau kennen, die scharf auf ihren Freund ist. Schnell wird ihr klar, dass der ganze Ausflug eine einzige Fehlentscheidung gewesen zu sein scheint.



    Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, die jeweils mit einem Zitat beginnen. Eins hat mich allerdings an den Zitaten zunehmend gestört: sie sind direkt aus den Kapiteln genommen. Heißt, man hat einen Satz auf jeden Fall zweimal gelesen. Einerseits ganz gut, weil man vorher schon grob weiß, um was es geht, wie bescheuert die "Zitate" eigentlich sind. Andererseits... liest man es eben zweimal. Das fand ich nicht so besonders... Einfach weil mich das nervt, wenn ich Dinge mehrfach vorgelegt bekomme. Da finde ich es persönlich besser, wenn man Schlagworte oder was in die Richtung hat, um ein Kapitel einzuleiten.

    Was mich ebenfalls etwas genervt hat: dass irgendwann mitten im Buch die Kapitel nochmal gesplittet wurden. Am Anfang ging es so von Kapitel zu Kapitel. Aber irgendwann fängt sie an, in den Kapiteln so kleine Sprünge reinzubringen. Da wird dann der neue Abschnitt mit einem großen Buchstaben in Pink eingeleitet, statt ein neues Kapitel anzufangen. Mir wäre letzteres persönlich lieber gewesen. Alles andere finde ich irritierend - vor allem, weil es einfach uneinheitlich ist.

    Die Geschichte war... naja. Die letzten Sätze des ganzesn Buches beschreiben es am Besten. Nein. Ich werde jetzt nicht spoilern. Aber irgendwie... wie gesagt, wie ein Unfall: auch wenn es irgendwie schrecklich ist, kann man es einfach nicht weglegen. Die Geschichte ist viel zu vorhersehbar, hat aber auch ein paar Überraschungen. Ansonsten gibt es mir allgemein zu viele Zufälle, die irgendwie total unrealistisch sind. Zum Beispiel, dass sie auf Mallorca zufällig in dem Hotel, bei dem sie zufällig was gewonnen hat, die Frau trifft, die zufällig was von ihrem Freund will. Ähm - nein. Muss einfach nicht sein. Es ist eigentlich von der Geschichte her ein Katastrophen- bzw. Fettnäpfchenbuch vom Feinsten, allerdings auf einer Ebene, die ich zu übertrieben finde. Da wollte die Autorin meiner Meinung nach einfach ein bisschen zu viel.

    Weiter gestört hat mich, dass etwa Dreiviertel der Geschichte aus Erzählungen um die eigentliche Handlung drumherum besteht. Die eigentliche Geschichte kann in Kürze erklärt werden, auch wenn sie sehr umständlich und ein bisschen unübersichtlich ist. Aber dann muss sie eben noch fünfzigtausend Mal von ihrem Leben erzählen, Personen vorstellen, ihre Abneigung gegenüber ihrer Füße erläutern... Zwar wird versucht, die Geschichte und der Rahmen drumherum aneinander anzupassen, allerdings war es mir einfach zu viel. Ich hätte mir da mehr von der Geschichte an sich erwartet. Ist aber vermutlich auch eine Sache der Schreibperspektive.


    Annabell fand ich persönlich übrigens ziemlich nervtötend. Ich meine, an sich passt es zu ihrer Art, dass sie auf mich nervtötend wirkt. Aber ich musste das einfach nicht haben. Ich mag allgemein diesen hysterischen Menschtyp nicht, der der Meinung ist in alles etwas reinlesen zu müssen. Mein Gott - man kann es auch übertreiben. Ich hab fast den Eindruck, dass man alle Frauenklischees irgendwie in sie reinlegen musste. Zickig, streitsüchtig, unzufrieden mit ihrer Figur, an allem etwas auszusetzen... Warum? Also ich meine... WARUM? Ich mochte es einfach nicht. Ich bin kein Freund von solchen Klischeebildern. Ich mag gerne starke Frauen, die gerne auch mal streitsüchtig sein dürfen. Ich mag auch schwache, unsichere Frauenfiguren. Aber das... DAS war mir einfach zu viel. Gar nicht mein Fall. Und viel zu egoman (was sie ja offensichtlich selbst an sich mochte).

    Auch die anderen Figuren fand ich jetzt nicht zwingend sympathisch. Ich glaube, der ruhige Benny war noch am ehesten eine Person, die ich in Ordnung fand. Vielleicht noch Cora, die sie im Hotel kennengelernt hat, auch wenn die mir auch ein bisschen strange rüberkommt. Die hat aber irgendwie noch was freundliches. Ansonsten sind mir die meisten irgendwie zu viel. Zu arg. Die reiche Tante, die mit lauter Typen verheiratet war, einfach nur, weil sie ihnen gerne Zeug abluchst und nicht gerne allein sein mag. Die Tussi, die sich von einem in den anderen verknallt. Der Junge, der eine Yacht fährt und der Meinung ist "Heeey, lass uns ein Spiel spielen...". Ich finde, das ist alles zu viel für ein Buch. Es darf gerne exzentrische Menschen geben. Gerne verrückte oder was auch immer. Aber es muss irgendwie ausgeglichen sein. Das war es hier nicht. Absolut nicht.


    Sprachlich war das Buch einfach gehalten. Es ist eine perspektivische Geschichte, die aus der Sicht von Annabell geschrieben ist. Nachdem ich sie nicht leiden konnte, ist es vermutlich verständlich, dass das ein weiterer Grund ist, warum ich das Buch nicht wirklich mochte. Sprachlich ist es an sich aber eigentlich einwandfrei. Eben an die Person Annabell gehalten. Wobei ich ihr persönlich ein bisschen mehr zugetraut hätte.

    Auch die Ausgestaltung des Buches fand ich jetzt nicht wirklich prickelnd. Ich mochte die Schriftart nicht wirklich. Dann wurden noch Bilder in die Kapitel eingearbeitet, die so überarbeitet wurden, dass sie durchgehend rosa bzw. pink gewesen sind... Ich muss das einfach nicht haben! Es hat zwar grundsätzlich inhaltlich gepasst. Aber nein. Es hatte für mich nichts mit dem zu tun, was ich mir darunter vorgestellt hätte. Ich hätte es tatsächlich schlichter gehalten. Aber irgendwie musste alles ja irgendwie rosa gehalten werden.


    So auch das Cover. Ich weiß nicht, was es genau mit dem Titel allgemein zu tun hat, aber das ist meistens ja irgendwie irrelevant. Die Farbe ist natürlich ziemlich penetrant, geht eben durch das ganze Buch durch, auch wenn Annabell nie davon spricht, dass ihr die Farbe besonders gefällt. Also... Finde ich es irgendwie unpassend. Dabei ist das Cover an sich schon auch an die Geschichte angelehnt und hätte wirklich gut sein können. Finde ich etwas schade, aber nun gut. Wenn man "Frauen" eben mit der Farbe rosa in Verbindung bringen muss, dann kann man das nicht ändern - ich finds schrecklich.



    Mein Fazit ist ein bisschen vernichtend: Vieles hat mir wirklich nicht gefallen und ich hab das Buch auch gleich entsorgt nachdem ich es gelesen habe (was nicht nur daran gelegen hat, dass meine Ausgabe schon ziemlich mitgenommen war). Ich war einfach der Meinung, dass meine Familie oder Freunde das Buch nicht gelesen haben müssen. Geschweigedenn dass es in meinem Regal stehen muss. Teilweise war es schon fast lustig, aber alles in allem überladen. Von allem zu viel - außer von der Geschichte. Da gab es irgendwie zu wenig. Als ich gelesen habe, dass es sich um einen "intelligenten Frauenroman" handeln soll, habe ich mir da wesentlich etwas anderes darunter vorgestellt, weswegen ich schon ziemlich enttäuscht über die Einfachheit und vor allem die Dümmlichkeit des Buches war. Muss man meiner Meinung nach nicht gelesen haben.

    Kommentare: 2
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    Schneekatzes avatar
    Schneekatzevor 5 Jahren
    [Rezension] Nette Sommerlektüre, mehr nicht

    Die einundreißigjährige Annabel sucht das Abenteuer, inspiriert durch eine Textstelle aus „Mein Name sei Gantenbein“ von Max Frisch zweifelt sie am Alltag und ihrer Beziehung und macht spontan einen Kurzurlaub bei ihrer Tante Gesa. Dort verliebt sie sich sofort in einen anderen und lernt noch zwei Frauen kennen, mit denen sie die nächsten Tage verbringt; eine davon kannte sie bereits aus Hamburg, ohne dass diese ahnte, wen sie da eigentlich vor sich hat.

    „Freizeichen“ ist ganz nett zu lesen, mehr leider auch nicht.
    Ich fand es schwer, mich in die Hauptprotagonistin hineinzuversetzen, besonders am Anfang erscheint es, als sei sie vollkommen überzogen dargestellt. Typische Marotten von Frauen werden übertrieben, es wirkt, als nehme sich das Buch selbst nicht ernst.
    Wenn man es mit etwas Ironie liest, kann man zwar schon hier und da schmunzeln, aber zum Ende hin häufen sich auch Zufälle, die sehr geplant wirken.

    Was mir allerdings gefällt und auch in anderen Romanen immer sehr wichtig erscheint, ist, dass die Entwicklung der Hauptprotagonistin schlüssig und nachvollziehbar ist. Anfangs zweifelte ich zwar das Urteilsvermögen der Annabel an, und auch das oberflächliche Verhalten von Cora, Sonja und der Tante wirkte nicht sehr vielversprechend, eher realitätsfern.
    Sieht man die Romanwelt aber als eigenständige fiktive Welt mit ihren eigenen Regeln an, kann man sich besser darauf einlassen und auch mehr entdecken.

    Fazit: Nette Sommerlektüre für zwischendurch, die man nicht allzu ernst nehmen sollte.

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    babylus avatar
    babyluvor 5 Jahren
    Herrliche Sommerlektüre

    Klar,an soviele Zufälle kann man gar nicht glauben und dann auch noch an ein Happy End,aber das Buch ist einfach nur witzig geschrieben,wie man es gewohnt ist von Ildikó von Kürthy.Ich persönlich fand mich in der ein oder anderen Situiation oder Aussage wieder und musste öfter laut lachen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Leicht und amüsant

    or Jahren habe ich bereits mit viel Vergnügen Ildikó von Kürthys "Mondscheintarif" gelesen. Ich wusste also, worauf ich mich bei dieser Lektüre einließ. Ganz bewusst hatte ich nach der schweren Kost und dem Abbruch von "Naked Lunch" ein leichtes Buch gewählt.

    Die Autorin bleibt sich und ihrem Thema treu: was beschäftigt die Frau mit Anfang Dreißig, obwohl sie eigentlich alles hat, was sie braucht? Sie macht sich Probleme und das nicht zu knapp.

    Annabel ist eigentlich glücklich liiert - seit einigen Jahren. Alles läuft wunderbar. Ihr Freund erträgt ihre Anfälle neurotischer Problematisierung, wie sie jede Frau hin und wieder befällt. Er weiß, was sie mag, kocht ihr zum Trost ihr Lieblingsgericht Spaghetti arabiata und klaut auch noch die Parmesantütchen aus den Miracolipackungen, weil diese Annabel an ihre Kindheit erinnern.

    Aber Annabel fehlt das Abenteuer in ihrem Leben, die Aufregung, das Kribbeln einer frisch Verliebten und das Wilde der früheren Jahre, auch wenn diese gar nicht so wild waren, wenn man ehrlich ist.

    Also beschließt sie von heute auf morgen, sich eine Auszeit auf Malle zu nehmen, die Beine baumeln zu lassen und zu überlegen, ob die Beziehung zu ihrem Ben noch wert ist, weiter geführt zu werden. Gleich am Ankunftstag glaubt sich Annabel verliebt. Das hält allerdings nur solange, bis sie Sonja auf der Insel begegnet. Ausgerechnet der Frau, die daheim durch allerlei Tricks versucht, ihr ihren Ben auszuspannen.

    Und so nimmt der Spaß für den Leser seinen Lauf. Amüsiert schauen wir auf die Abgründe, die wir alle kennen: den Neid, den Schönheitswahn, das Flirten und die Sticheleien unter Frauen. Wir erkennen uns wieder und denken, das könnte ich sie - zumindest mal hier und mal da.

    Und genau deshalb sind von Kürthys Romane auch solch ein Erfolg beschert. Sie nimmt die Eigenheiten von uns Frauen charmant auf die Schippe ohne sie ins Lächerliche zu ziehen. Sie piekt in die Wunde und nimmt uns nachher tröstend an die Hand. So unter dem Motto: alles gar nicht so schlimm, du bist nicht allein mit deinem Wahnwitz, wir sind viele und alles geht vorbei.

    Herzerfrischend für zwischendurch!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Freizeichen" von Ildikó von Kürthy

    Hm.. Weiß nicht so ganz, was ich von dem Buch halten soll..
    Es ist ganz gut geschrieben. Es lässt sich leicht und schnell lesen..
    ..aber irgendwie ist es mir ein bisschen realitätsfern..
    Zu viele "Zufälle", zu viel, was in so einer Woche geschieht,.. - einfach von jedem ein bisschen zu viel.. =/
    Aber für zwischendurch ganz ok. :)

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Freizeichen" von Ildikó von Kürthy

    Die Heldin Annabel Leonhard merkt, dass in ihrem Leben etwas nicht stimmt, erst als sie sich zum ersten Mal auf eine Waage stellt, die Auskunft über den Körperfettanteil gibt. Die 31-jährige Langeweile ihrer Beziehung und fasst den Plan, ihren Freund zu betrügen. Deshalb zieht sie zu ihrer schrillen, überdrehten Tante Gesa auf Mallorca. Und tatsächlich trifft sie den viel jüngeren Sunnyboy, in den sie sich sofort verliebt. Glaubt zumindest Annabel.

    Dieser witzig geschriebene Frauenroman lässt sich gut lesen, geht aber recht wenig in die Tiefe und für meinen Geschmack gibt es zu viele "Zufälle". Vielleicht habe ich auch schon zu viele Frauenromane gelesen.

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    S
    Samtpfotevor 6 Jahren
    Rezension zu "Freizeichen" von Ildikó von Kürthy

    Freizeichen, Ildikó von Kürthy

    Klappentext:

    Eine Frau, die sich langweilt, ist zu allem fähig: Annabel hat seit Jahren denselben Mann und dieselbe Frisur. Sie ist einunddreissig und will endlich was erleben. An einem Sonntagmorgen reist sie nach Mallorca. Am Sonntagabend ist sie verliebt. Glaubt sie. Bis am Dienstag eine Konkurrentin auftaucht. Die ist dünn und liebt den Mann, den Annabel gerade verlassen will. Und das ändert natürlich alles!

    Inhalt:

    Irgendwie ist Annabel mit ihrem Leben, mit ihrem Freund Ben und vor allem auch mit sich selber nicht mehr so richtig zufrieden. Ihre Kleider werden ihr langsam zu klein, sie fühlt sich alt und schrumpelig und ihre Haare sowie die Beziehung langweilen sie. Also beschliesst sie, von einer Sekunde auf die andere für einen Kurzurlaub nach Mallorca zu verschwinden. Bei ihrer Tante Gesa will sie sich ein wenig erholen und einen klaren Kopf kriegen. Doch da ihre zuweilen ziemlich schräge Tante, welche übrigens einen enormen Männerverschleiss hat, sie abzuholen vergisst und dann auch noch nicht zu Hause ist, muss Annabel von einem natürlichen Drang geplagt die Toilette auf einer Yacht am Hafen benutzen. Das Lächeln des vermeintlichen Besitzers raubt ihr jeglichen Verstand und bevor sie wieder klar denken kann, hat er ihr den Namen Stella verpasst, um die ganze Geschichte ein wenig spannender zu machen. Als sie endlich bei ihrer Tante eintrifft, hat sie eine Verabredung in der Tasche und eine grosse Anzahl Schmetterlinge im Bauch. Da sich Ben noch nicht gemeldet hat, lässt sie sich selber ziemlich viel Freiraum und als sie auch noch eine Nacht in einem Luxushotel gewinnt, scheint ihr Leben perfekt. Dort trifft sie dann auch noch Caro, welche die selben Selbstkomplexe wie Annabel hat und auch über einen reichen Erfahrungsschatz an Männergeschichten verfügt. Aber als sie dann die wunderschöne und langbeinige Sonja kennen lernt und auch noch erfährt, dass diese es auf ihren Ben abgesehen hat, beginnt es, so richtig kompliziert zu werden.

    Meine Meinung:

    Vor längerer Zeit habe ich "Mondscheintarif" von Ildikó von Kürthy gelesen und geliebt. Und nun habe ich mir endlich zwei weitere Bücher von ihr gekauft. Freizeichen ist eigentlich ein typisches Frauenbuch. Es geht um Komplexe, Neid, Zickenkrieg, Sex und viele, viele Männer. Man könnte also meinen, dass es sich hier um ein ganz normales und beliebiges Klischeebuch handelt, aber das stimmt nicht. Der Schreibstil von Ildikó von Kürthy ist wunderbar frisch, sie schreibt manchmal bissig und trotzdem sehr versöhnlich mit sich selber und der ganzen Frauen- und Männerwelt. Ihre Bücher sind nicht oberflächlich, sondern intelligent, sie schubladisieren nicht, sondern beschreiben und zudem geht es nicht um wahllos zusammengewürfelte Personen, die einfach dummerweise noch ein wenig Sex haben und dann nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll. Sondern es geht um ganz normale Frauen im mittleren Alter mit ganz normalen Problemen und ganz normalen Männern. Es geht um Situationen, die genau so passieren können und um die Lösung verschiedenster Probleme auf eine kreative Art und Weise.

    Also bitte liebe Frauen, lest dieses Buch oder lest generell Bücher von Ildikó von Kürthy. Es lohnt sicht, regt zum Nachdenken an und bringt euch mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit zum Lachen.

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    Phinis avatar
    Phinivor 6 Jahren
    Rezension zu "Freizeichen" von Ildikó von Kürthy

    Inhalt
    Eine Frau, die sich langweilt, ist zu allem fähig. Und so beschließt Annabel, 31 Jahre jung, eines Sonntagmorgens, zu ihrer Verwandtschaft nach Mallorca zu reisen. Und schon am Abend ist sie verliebt. Glaubt sie. Bis am Dienstag eine Konkurrentin auftaucht. Die ist gertenschlank und liebt den Mann, den Annabel gerade verlassen will. Und das ändert natürlich die Situation gravierend.

    Meinung
    Auch dieses Buch war eine leichte und lustige Kost für Zwischendurch. Es ist sehr witzig geschrieben und es macht viel Spaß es zu lesen.

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