Ildikó von Kürthy Neuland

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Inhaltsangabe zu „Neuland“ von Ildikó von Kürthy

Kommt da noch was, oder war es das jetzt? Das Begleitbuch für alle, die Sehnsucht haben, aber nicht genau wissen, wonach. Die Hälfte des Lebens ist vorbei. Es ist noch nicht zu spät. Aber wofür eigentlich: Selbstverwirklichung, Gelassenheit, Idealgewicht? Ist jetzt die Zeit für einen Neuanfang, für ein großes, vielleicht letztes Abenteuer? Ein Jahr lang habe ich mich auf die Suche gemacht: nach dem besseren Leben, innerem Frieden und einer neuen Frisur. Ich war sehr blond, ziemlich dünn und fast faltenfrei. Ich habe das Abenteuer, meine Mitte und mein Glück beinahe gefunden. Neuland ist ein einzigartiger Selbstversuch. Ein Mutmacher für alle, die ihr Leben verändern wollen.

Anders als erwartet.Ich hätte z.B. eine klarere Strukturierung oder größere Erkenntnisse erwartet. Es las sich dagegen mehr wie ein Tagebuch

— beyond_redemption
beyond_redemption

Amüsant zu lesen, aber eine etwas alltagsuntaugliche Suche nach sich selbst

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Eine humorvolle Ausführung über ein Jahr der festen Vorsätze und dann doch nicht ganz so knallharten Neuerungen.

— Tintenklex
Tintenklex

sehr unterhaltsames Buch über ein Jahr der Selbstfindung

— SchwarzeFee
SchwarzeFee

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  • Amüsant zu lesen, aber eine etwas alltagsuntaugliche Suche nach sich selbst

    Neuland
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    24. February 2017 um 20:05

    Ildikó von Kürthy war mir bisher als Autorin von amüsanten (Liebes-)romanen wie "Mondscheintarif" bekannt. "Neuland" ist ein Sachbuch, in welchem sie eine Art Sinnsuche beschreibt. Ildikó von Kürthy ist 46 Jahre alt und befindet sich offensichtlich in einer Midlife-Crisis. In einem Jahr versucht sie verschiedenste Dinge auszuprobieren und beschreibt ihre persönlichen "Challenges" Monat für Monat in "Neuland". Sie probierte Survival-Trainings, Auszeiten im Schweigekloster, Aufenthalte bei Wochenendseminaren, Yoga, Personal-Training usw. um sich selbst zu optimieren. Mehr als die Suche nach einem Sinn ihn ihrem Leben versucht die zweifache Mutter aber bei all ihren Selbstversuchen auf irgendeine Weise ihr äußeres Erscheinungsbild hin zum gängigen Schönheitsideal als blond, schlank und faltenfrei zu verbessern. Offensichtlich hat sie insbesondere ein Problem mit dem Älterwerden und den vermeintlich überflüssigen Pfunden. Ihr Schreibstil ist zwar gewohnt amüsant und in Teilen selbstironisch, jedoch empfand ich ihre persönlichen Aufgaben nicht als den richtigen Weg bzw. als "Mutmacher" sein Leben zu verändern. Dafür ist mir ihr Lebensstil als gut betuchte Autorin, die sich tagelange Auszeiten nehmen kann und tausende von Euro für Blondierung, Extensions und Botox-Injektionen ausgeben kann, einfach zu fremd. Von ihrem Sachbuch hatte ich mir eine Beschreibung ihrer inneren Selbstoptimierung und weniger Jugendwahn oder das Ausprobieren von trendigen Sportarten und Diäten vorgestellt. Weniger ein Mutmacher ist das Buch also tatsächlich eine für den Normalbürger untaugliche Suche nach einer Sehnsucht, "aber nicht genau [zu] wissen, wonach".

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  • Ein kurzweiliges Lesevergnügen

    Neuland
    TodHunterMoon

    TodHunterMoon

    03. February 2017 um 02:08

    Das Buch "Neuland" war ein Gewinn bei "buch-Boutique.de". Gekauft hätte ich es mir nie, weil es normalerweise nicht mein Lesegenre ist. Im Laden hätte ich vielleicht das schöne Cover bewundert, es  aber ganz bestimmt nicht aus dem Regal genommen. Jetzt bin ich einfach nur froh, dass ich "gezwungen wurde", aus meinen (Lese-)Gewohnheiten auszubrechen. Als ich das Buch aus dem Briefkasten fischte und es das erste Mal in den Händen hielt, war ich erst einmal etwas verwirrt. Warum ist Ildiko von Kürthy 2 Mal auf dem Cover bzw. ist sie das Eine überhaupt und wenn ja, was soll das? Beim Aufschlagen gefiel mir dann sofort der Aufbau des Buches. Kurze Kapitel in Tagebuchform, gespickt mit scrapbookartigen Abbildungen. Das Alles hatte mich ziemlich neugierig gemacht. Also dachte ich mir: "nur mal kurz die erste Seite lesen, um was es überhaupt geht"... Als ich wieder nach oben schaute, waren 2 Tage vergangen und das Buch zu Ende.  Ildiko von Kürthy schreibt spritzig, humorvoll und selbstironisch von Ihrer Suche nach sich selbst. Ob sie bis jetzt, mit Ende 40,  alles richtig gemacht hat, oder ob da noch was kommt, was sich verbessern bzw beeinflussen lässt um noch eine Spur glücklicher zu werden. Ein Jahr lang darf der Leser Beobachter sein bei einer Typveränderung, einer Nahrungsumstellung, bei dem Versuch sich liebgewordene Eigenarten abzugewöhnen. Er darf mit dabei sein bei verschiedenen Selbstfindungs- und Motivationsseminaren... um am Ende die Frage zu beantworten: "Kann man vor sich selbst weg rennen". Mich hat das Buch sehr unterhalten und ich musste oft lachen. Selbst kritische Themen werden humorvoll verpackt, frei nach dem Motto: ".. alle Dinge möglichst wichtig, aber keines völlig ernst nehmen" Es war bestimmt auch nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe.

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  • Wer bin ich und wieso eigentlich?

    Neuland
    Tintenklex

    Tintenklex

    16. January 2017 um 17:07

    Dieser Frage ist Ildikó von Kürthy ein Jahr lang auf den Grund gegangen und ihre Ergebnisse sind auf unterhaltsame Weise in diesem Buch zusammen gefasst. Beschrieben wird das Auf und Ab der Einhaltung von üblichen Neujahrsvorsätzen, aber alles unter dem Gesichtspunkt: Warum mache ich dieses oder jenes? Für mich? Oder doch nur für Andere? Was ziehe ich daraus? Und bin ich mit dem Ergebnis zufrieden? Eine Erkenntnis, die mir im Gedächtnis geblieben ist war: Ich will mich nicht mehr ernähren - ich will wieder essen. Kürthy beschreibt, wie sich das ganze Leben (auch und besonders das soziale) ändert, wenn man auf einmal seine Ernährung umstellt - und vieles mehr. Gespickt sind ihre persönlichen Erfahrungen mit Studien und Zitaten aus diversen Quellen. Alles zusammen ergibt dann die Geschichte einer Frau, die sich mit einem humorvollen Lächeln auf den Weg macht, sich selbst zu finden und bei dieser Suche ganz erstaunliches gelernt hat.

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  • Ein Jahr voller Experimente, humorvoll erzählt

    Neuland
    SchwarzeFee

    SchwarzeFee

    11. January 2017 um 11:06

    Irgendwann im letzten Jahr sah ich an einem arbeitsfreien Tag Frau von Kürthy im Frühstücksfernsehen, als sie über dieses Buch berichtete und da es nun im Paperbackformat vorliegt, habe ich es mir auch gekauft. Als ebenfalls Mittvierzigerin hat mich die Thematik natürlich direkt angesprochen und ich habe mich in vielen Dingen absolut wiedergefunden. Ildikó von Kürthy beschreibt hier ein Jahr voller Selbstversuche, angefangen mit einer Ernährungsumstellung und Alkoholverzicht, beschlossen in der Silvesternacht. In Tagebuchform lässt sie die Leserin daran teilhaben, so zum Beispiel an einem Aufenthalt im Schweigekloster, an der Umgestaltung zu einer verführerischen Blondine, an diversen Methoden, überflüssiges Körperfett loszuwerden, sich anders zu geben, zu kleiden... Ich musste oftmals wirklich lachen und habe mich selbst wiedererkannt, genauso oft bin ich aber auch nachdenklich geworden, wenn die Autorin von Kindheitserinnerungen, von einem Wochenende im Hospiz und anderen weniger oberflächlichen Thematiken als der Umgestaltung von Äußerlichkeiten spricht. Unweigerlich beginnt man, sein eigenes Leben zu überdenken und vielleicht auch Gedanken, die man zu dem Thema "was mag noch kommen?" schon hatte zu revidieren, umzustellen oder gar zu verwerfen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Aber natürlich muss man dazu sagen, dass die meisten der Selbstversuche von Otto Normalfrau schon aufgrund der immensen Kosten niemals selbst ausprobiert werden könnten - also Danke an Frau von Kürthy, dass sie das für uns bereits getan hat. Optisch war das Buch auch einfach schön, sind doch Fotos, Gedichte, Zitate oftmals collagenartig einfügt und lockern den Text dadurch schön auf und unterstreichen das Tagebuchartige nochmals. Inhaltlich hätte ich gern mehr darüber erfahren, wie Ildikó von Kürthys Familie mit all diesen Veränderungen umgegangen ist, dies wird leider nur am Rande erwähnt. Qualitativ hätte es vom Verlag her bei dieser Ausgabe durchaus etwas mehr sein können, ich habe es nur dieses eine Mal gelesen und bin bestimmt jemand, der gut mit seinen Büchern umgeht - und leider sieht es nun aus wie x-mal gelesen (gerade am Einband voller Leserillen). Aber dies ist bei Paperbackausgaben ja leider oft der Fall. P.S.: Ich bin auch brünett und hatte Gott sei Dank noch nie das Verlangen, blond zu sein - und das wird nun auch ganz sicher niemals mehr entstehen. Und ich weiß nun die Arbeit zu schätzen, die meine blondierte, schlanke, nahezu barbiehafte Schwägerin in ihre Optik steckt... in der Zeit lese ich lieber ein Buch :-)

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  • 1 Jahr auf der Suche nach sich selbst

    Neuland
    hei_ke82

    hei_ke82

    09. November 2016 um 17:20

    Schon seit Mondscheintarif bin ich riesengroßer Ildikó-von-Kürthy-Fan. Und auch Neuland hat mich wieder voller Begeisterung zurückgelassen. Es ist ein wunderbares Buch, das den Leser - wie immer bei Frau Kürthys Humor und Schreibe - zum Lachen bringt, aber auch zum Nachdenken über sich und das eigene Leben anregt. Vieles wurde aufgegriffen, was mich und bestimmt die meisten Frauen in meinem Alter bewegt. Und vieles konnte ich als Anregung für mich nehmen, wie mein weiterer Weg aussehen soll. Danke dafür!

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  • Leichte, unterhaltsame Lektüre mit wenig Weisheiten

    Neuland
    tausend_leben

    tausend_leben

    15. June 2016 um 14:55

    Die Hälfte des Lebens ist vorbei. War sie das nun, die bessere Hälfte? Oder erwartet uns in der zweiten Lebenshälfte noch etwas Großes? Worum geht es eigentlich im Leben? Um gutes Aussehen? Um Gelassenheit? Um Selbstverwirklichung? Darum Gutes zu tun? Oder nur darum, sein Leben so lange wie irgend möglich zu verlängern?„Alle Frauen in der Lebensmitte sind auf der Suche. Aber es gibt kaum eine, die genau weiß, wonach sie eigentlich sucht. Nach dem Sinn des Lebens? Nach Selbstbewusstsein, Gelassenheit, Achtsamkeit? Nach einem neuen Mann oder lieber doch nur nach einer neuen Haarfarbe? Wie eine panische Büffelherde fegt eine riesige Schar sich selbst verwirklichender Frauen rund um den Globus. Und wer nicht mindestens Yoga macht oder eine Gluten-Unverträglichkeit vorzuweisen hat, verhält sich verdächtig.“Ildikó von Kürthy ging für ihr neues Werk ein ganzes Jahr lang auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Ob sie ihn gefunden hat? Es sei soviel gesagt: Ob Schweigekloster und Meditation, Entschlackung am Tegernsee oder Yoga mit Ralf Bauer, ob Botox und Fettvereisung, gluten- und zuckerfreie Ernährung, knallhartes Sportprogramm oder radikale Typveränderung, ob Burlesque-, Selbstverteidigungs- oder Rhetorikkurs, ob Stil- und Organisationsberatung, Überlebenstraining oder sogar die Begleitung Sterbender im Hospiz – ausprobiert hat die Autorin vieles.Neun Herausforderungen stehen auf ihrer To Do-Liste: Kein Alkohol, kein weißer Zucker, keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr, nichts neues zum Anziehen und keine Einkäufe im Internet bei Großhändlern, strenge digitale Diät, einen Sommer lang so dünn, so blond und so schön wie möglich sein und dann mal sehen, ob sich das lohnt, Sport 4-6 mal die Woche sowie Ruhe und Konzentration durch Yoga und Meditation.Nachdem ich während des Lesens von ihrem Buch „Unter dem Herzen: Ansichten einer neugeborenen Mutter“ viel und herzhaft gelacht und mich als frisch gebackene Mama oft selbst wiedererkannt habe, musste ich mir natürlich auch dieses Buch aus dem Leben der Autorin kaufen.Ich persönlich finde Kürthys Schreibstil sehr unterhaltsam. Lustig und oft knallhart ehrlich. Ich habe wieder oft gelacht. Aus diesem Grund habe ich das Buch gerne zur Hand genommen und ziemlich schnell durchgelesen. Auch wenn ich mich dieses Mal nicht ganz so oft selbst wiedergefunden habe. Es drehte sich für mich doch etwas zu sehr darum, schlank und schön zu sein. Das es in der Kategorie „Ratgeber und Selbsthilfe“ eingeordnet wird, finde ich daher auch ziemlich übertrieben. Ok, ein paar Dinge habe ich mitgenommen für mein Leben. Beispielsweise meditieren, um den Geist zur Ruhe zu bringen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren. Die Zitate, die sie aus ihren Seminaren, gelesenen Büchern und Experteninterviews weitergibt, sind zum Teil wirklich lesenswert.„Achtsam sein heißt, das gewohnheitsmäßige Denken zu unterbrechen und den Ist-Zustand wertfrei wahrzunehmen. Ihr braucht nicht alles zu glauben, was euch durch den Kopf geht. {…} Innehalten schenkt Freiheit. Das Jetzt ist unser wahres Zuhause.“Und dabei ist es einfach amüsant, Ildikó von Kürty bei ihren Selbstfindungsversuchen zu beobachten und ihre ersten Meditationsversuche mitzuerleben. Auch in ihrer Beschreibung zur Gratwanderung zwischen Genuss und Verzicht, Völlerei und Maß finde ich mich hervorragend wieder.„Maßlosigkeit in ein vernünftiges Maß bringen, aber trotzdem Dummheiten machen und Regeln brechen: Darum geht es. Die Mischung muss stimmen zwischen Ordnung und Unordnung, zwischen Vernunft und Unvernunft, zwischen Gemüse und Nikotin, grünem Tee und grauem Burgunder. {…} Entscheidend ist nicht, dass man alle Genüsse aufgibt, sondern dass man die Herrschaft über sie behält.“Daran arbeite ich selbst gerade noch, wenn ich mir abends eine Tüte Chips öffne und dazu Schokoladenriegel esse ;-).Also, gespickt mit der einen oder anderen Lebensweisheit, ist das Buch von Frau von Kürthy in erster Linie unterhaltsam. Zumal die meisten ihrer Selbstfindungsversuche für die Ottonormalfrau unerschwinglich und wohl auch kaum geeignet sind, den Sinn des Lebens für sich zu entdecken. Botox, Fettvereisung, Haarverlängerung, Entschlackungskur mit der Prominenz. Bleibt nur zu hoffen, dass ihre Investitionen sich mit dem Buchverkauf wieder amortisieren.Bedenklich finde ich Kürthys Verallgemeinerungen was uns Frauen, aber auch die Männerwelt, angeht. Wenn man das so liest, könnte man denken wir seien alle ziemlich oberflächlich und auf Äußerlichkeiten bedacht – als würden alle Frauen ihre Antworten auf existenzielle Fragen des Lebens in Haarverlängerungen, Botox und Idealgewicht suchen. Ich kenne ehrlich gesagt keine. Aber ich verkehre auch nicht in der Hanseatischen Upperclass.„Botox ist wie Facebook: Wenn du nicht mitmachst, bist du Außenseiter. {…} Sind die Zeiten vorbei, in denen die Zeit noch ungestraft Zeichen hinterlassen durfte?“Es gibt auch einige (wenige) tiefgründigere und traurige Abschnitte, wie die Mithilfe im Hospiz, auch wenn  die Autorin hier nicht ganz so viel Zeit investiert wie in ihre Schönheitsbestrebungen.„Reue erlebt sie selten, wenn sie an den Sterbebetten sitzt. Aber in völligem Einvernehmen mit sich und der Welt sterben auch nur wenige. „Kaum einer geht gerne,“ sagt Schwester Jeanette. „Es ist schwer, loszulassen, und auch wenn das Leben unerträglich geworden ist, hängen die meisten an ihm. Einige wenige sterben weise und voll innerem Frieden. Das sind die großherzigen Menschen, die in sich selber ruhen. {…} Man stirbt so, wie man gelebt hat.“Irritierend fand ich, dass ich Zitate aus früheren Büchern wiedererkannt habe – und ich habe erst zwei Bücher der Autorin gelesen. Den Frauenromanen von Ildikó Kürthy wollte ich – nachdem ich ihren Schreibstil so toll fand – auch eine Chance geben und habe mir „Sternschanze“ gekauft. Leider. Ich fand ihn nämlich nicht besonders gelungen und sehr oberflächlich und flach. Aber das nur by the way. Dennoch: ihre Kolumnen und ihr Buch „Unter dem Herzen“ finde ich genial.Die große Überraschung zum Schluss bleibt in „Neuland“ meines Erachtens aus. Wenn man aber außer Acht lässt, dass es sich in Kürthys Jahr (und Leben?) viel um Oberflächlichkeiten dreht und nicht jedes Wort ganz so ernst nimmt, dann kann man sich beim Lesen köstlich amüsieren. Hin und wieder sind mir ihre Pointen allerdings auch etwas zu gewollt witzig und provozierend.„Im männlichen Gehirn, das Mutter Natur ja übersichtlich und platzsparend eingerichtet hat, wurden beide Bedürfnisse in einem Bereich angesiedelt. Wenn ein Mann also eine attraktive Frau sieht, wird der Teil seines Gehirns aktiviert, der ansonsten für Hunger zuständig ist. {…} In jedem Mann steckt ein beknackter Affe. Richtig. Aber jedem beknackten Affen steht ein dummes Huhn gegenüber, das sich beeindrucken lässt. Ich kann nur sagen, was das angeht, passen Männer und Frauen hervorragend zusammen.“Alles in allem eine leichte, unterhaltsame Lektüre, die immerhin die eine oder andere Weisheit durchblicken lässt, aber nicht als genereller Lebensratgeber herhalten kann. Da ich keine 3,5 Sterne vergeben kann, runde ich eher ab auf 3 .

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  • Buchverlosung zu "Neuland - Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand" von Ildikó von Kürthy

    Neuland
    aba

    aba

    Ein Selbstversuch in Selbsterfahrung Wer möchte die Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy auf eine besondere Reise begleiten? Ein ganzes Jahr lang hat sie ein einzigartiges Experiment geführt, bei dem das Versuchsobjekt sie selber war. In ihrem Buch "Neuland - Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand" erzählt sie offen und ehrlich über die Erfahrungen während dieser Zeit und die Ergebnisse nach ihrem Selbstversuch, und lässt dabei keine Fragen unbeantwortet. Wenn ihr lesen möchtet, was die prominente Schriftstellerin in diesem für sie einmaligen Jahr erlebt hat und welche Bilanz sie am Ende zieht, solltet ihr euer Glück bei dieser Buchverlosung versuchen! Ildikó von Kürthy über ihr Buch Die Hälfte des Lebens ist vorbei. Und jetzt ist es Zeit. Höchste Zeit. Aber für was eigentlich? Selbstverwirklichung, Gelassenheit, Idealgewicht? Soll ich nach meiner Mitte suchen oder nach einem großen, vielleicht letzten Abenteuer? Ist es Zeit für einen Anfang oder für ein Ende oder doch nur für eine Probestunde Pilates und eine andere Frisur? "Neuland" ist ein Neujahrsbuch. Ein Buch für Neuanfänger und Neuaufhörer. Ein Jahr lang habe ich mich auf die Suche nach dem besseren Leben gemacht. Joga in der Morgensonne. Fasten mit der Prominenz. Schweigen im Kloster. Rhetorik für Führungskräfte. Digitale Entgiftung. Ein Selbstversuch in Selbsterfahrung. Ich habe mich auf Spurensuche in meine Vergangenheit begeben, habe Sterbende in einem Hospiz begleitet und bin uralten Albträumen und vergessenen Wünschen begegnet. Ich habe 365 Tage lang keinen Alkohol getrunken, jeden Morgen meditiert, Gitarre spielen gelernt und auf fast alles verzichtet, was richtig gut schmeckt. Ich hatte zum ersten und wohl auch zum letzten Mal in meinem Leben lange blonde Haare, Idealgewicht und monatelang keine Schokolade im Haus. Ich habe gelernt, einen Stall und mein Leben auszumisten, glücklicher zu sein, auf den Fingern zu pfeifen und manchmal auch auf mich selbst. Noch Fragen? "Neuland" gibt ehrliche Antworten von der Sorte, wie man sie nur einer besonders guten Freundin verzeiht. Zur Autorin Ildikó von Kürthy ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Ihre Bestseller wurden mehr als fünf Millionen Mal gekauft und in 21 Sprachen übersetzt. Ihr Roman "Mondscheintarif" wurde fürs Kino verfilmt. Rechtzeitig zum Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit Wunderlich 25 Exemplare von "Neuland - Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand" unter allen, die Ildikó von Kürthy ganz anders erleben möchten. Was müsst ihr dafür tun? Nur auf eine Frage bis zum 27.12. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button antworten*: 365 Tage lang hat Ildikó von Kürthy ihren Selbstversuch zustande gebracht und dabei ein ganz anderes Leben geführt. Habt ihr schon mal daran gedacht, so ein ähnliches Experiment durchzuführen? Und wenn ja, welches Ziel hättet ihr dabei? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten! Viel Glück! * Bitte beachtet, dass wir die Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 349
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    25. May 2016 um 10:07
  • Was tut mir gut?

    Neuland
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    25. May 2016 um 10:04

    Jeder kennt den Punkt, an dem man sein ganzes Leben hinterfragt. Soll es so weitergehen wie bisher? Dann folgen gefühlte tausend Fragen hinterher. Genau so erging es Ildikò von Kürthy. So beschloss sie, ein Jahr lang bewusster zu leben. Kein Alkohol, kein Zucker und mehr Sport, um endlich das gewünschte Idealgewicht zu erreichen. Das Buch ist in Monatsabschnitte unterteilt. In denen sie schonungslos ehrlich erzählt,  was sie gemacht hat, welche Ziele sie sich gesteckt hat und wie es ihr dabei geht. Sie freut sich über jedes erreichte Ziel. Sie merkt, dass es ihr besser geht. Jedoch hat dieses bewusste Leben auch seine Tücken. So ist eine Party ohne Alkohol nur halb so lustig, wenn alle etwas angeschickert  sind und   man als einzige merkt, was für ein Stuss verzapft wird. Man kann nicht schnell irgendwo  etwas kaufen gehen. Überall ist Zucker und Fett enthalten. Der Höhepunkt ist ihr Wandel zur Blondine. Schon das Bleichen ist eine Tortur und dann nochmals bis die Haarverlängerung  endlich über die Bühne ist. Vorher hat sie sich noch zum Schönheitsdoc begeben. Nun sollte sie sich doch eigentlich schön fühlen, oder? Das ist doch das gängige Schönheitsideal heutzutage. Doch da folgt erstmals eine Ernüchterung. Die neuen Haare brauchen zu viel Aufmerksamkeit. Das Gesicht kann sie kaum mehr bewegen. Die Haare sind schnell wieder weg. So folgt schrittweise  der Rückwärtsgang ins alte Leben. Ich kann mir gut vorstellen, dass Ildikò von Kürthy dieses Jahr trotz all dem Leiden gutgetan hat. Aus verschiedenen Interviews weiss ich, dass sie einige Sachen beibehalten hat. Aber sie weiss jetzt auch, wer sie ist, was ihr gut tut und was sie auf keinen Fall mehr machen will. Ich mag die Sachbücher von Ildikò von Kürthy. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Oft denke ich, endlich spricht eine mal aus, was ich fühle oder denke. Ich fühle mich mit ihr seelenverwandt.

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  • Raus aus der Komfortzone – oder doch lieber wieder rein?

    Neuland
    peedee

    peedee

    16. April 2016 um 22:00

    In den Vierzigern erwischt es viele: die Frage nach dem Sinn, eine kleinere oder grössere Midlife-Crisis, ein Innehalten und einen Rückblick, aber auch Pläne schmieden für die Zukunft. Soll ich mich selbstverwirklichen? Abnehmen? Mehr Sport machen? Oder, oder, oder. Am besten alles zusammen. Auf dem Klappentext steht dazu „Ein Jahr Selbstverwirklichung für Anfänger“ – ich bin gespannt auf diesen Erfahrungsbericht der anderen Art. Erster Eindruck: Das Cover ist sehr schön gestaltet, mit der strahlenden, braunhaarigen Autorin; wenn man die Klappe öffnet, sieht man dann eine langhaarige Blondine in der gleichen Position (man erkennt die Autorin fast nicht!). Das Buch hat sehr viele farbige, zum jeweiligen Kapitel passende Collagen von Julia Thesenfritz. Ein türkisfarbenes Lesebändchen rundet den hochwertigen Eindruck ab. Kleiner Schönheitsfleck: Auf den rechten Seiten steht jeweils der Monat, in dem wir uns gerade befinden. Bei November steht jedoch auch „Oktober“. Das Buch ist in Form eines Tagebuchs aufgebaut und führt uns durch etwas mehr als ein Jahr, in dem die Autorin ihr Leben umkrempelt, z.B. Meditation; kein Alkohol; kein weisser Zucker; Schweigen im Kloster; Botox; Verwandlung in eine Blondine mit Wallemähne; Verzicht auf Kohlenhydrate nach 18 Uhr; und, und, und… Mir haben der Schreibstil und insbesondere der Humor sehr gut gefallen. Es hat so viele schöne Passagen, hier ein paar meiner Highlights: - „Ich bin eine Spezialistin in Sachen nutzloser Gedanken. Im engagierten Reinsteigern und superfinsterem Grübeln macht mir so leicht keiner was vor.“ (S. 30) - „Ich war ich, auch wenn ich mir mich anders vorgestellt hatte. Irgendwie geschmeidiger, biegsamer, energiegeladener und von heissblütiger Ausstrahlung.“ (S. 126) - „Yoga abzulehnen, ist, wie sich öffentlich gegen Vitamine auszusprechen oder den Müll nicht zu trennen.“ (S. 136) - „Man muss seine Sünden geniessen. Ansonsten ist man nicht nur ein Sünder, sondern auch ein Vollidiot.“ (S. 153) - „Da ich gar kein Gluten mehr esse – was für mich den Verzicht auf Grundnahrungsmittel wie Spaghetti, Baguette und Kekse bedeutet, […].“ (S. 206) Schön, dass die Autorin ein Genussmensch ist; ihre Definition von Grundnahrungsmitteln gefällt mir! Ich musste so über die Beschreibung ihres ersten Meditationsversuchs im heimischen Badezimmer lachen: Die Autorin lag mit geschlossenen Augen (bei leider unverschlossener Tür) auf dem Boden; die Haushaltshilfe Maria hat sich fast zu Tode erschreckt! Etliche ihrer ab-jetzt-mach-ich-alles-anders-Experimente waren mit erheblichen Kosten verbunden, seien es nur die diversen Kurse oder die Verwandlung in die temporäre Superblondine, die falten- und fettfrei ist. Ich bin überrascht, dass für die Autorin öffentliche Auftritte „die grösste anzunehmende Katastrophe“ sind. Aber das macht sie für mich noch sympathischer. Ihre Erlebnisse haben mich sowohl zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht. Fazit: „Wer neue Wege gehen will, muss alte Pfade verlassen“ (Manfred Grau). Und wenn man dann sieht, dass die neuen Wege nichts für einen sind, kehrt man eben wieder auf die alten Pfade zurück :-). Ein tolles Buch – danke für unterhaltsame Lesestunden!

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  • Ein Jahr lang jeden Monat etwas Neues angehen – lebensklug und humorvoll dargelegt

    Neuland
    GersBea

    GersBea

    Inhalt Ein Jahr Selbstverwirklichung. Ildikó von Kürthy geht wacker auf die Endvierzig zu. Zeit innezuhalten und sich Gedanken um den „Rest ihres Lebens“ zu machen. Seite 46: „Menschen sind hochentwickelte Sparmodelle, und ich bin eines der ausgeklügelten unter ihnen. Ich lebe in einem relativ stabilen, man könnte auch sagen: ziemlich unbeweglichen Gerüst aus einigen guten und etlichen schlechten Gewohnheiten.“ Um diesem Gewohnheitsgerüst zu entkommen, probiert sie jeden Monat Neues aus, bereit ihren „Erfahrungshorizont zu erweitern“. Sie setzt Wünsche in die Tat um, lässt sich aber auch auf Themen ein, die eigentlich nicht „ihr Ding“ sind. Manches führt sie konsequent durch, manches bricht sie ab. Jeden Monat berichtet sie was sie unternommen hat und mit welchem Ergebnis. Sie ist auch dann ehrlich, wenn’s nicht so positiv für sie ausfällt, und sieht sich selbst oft mit einem Augenzwinkern. Ihr Protokoll der neuen Erfahrungen wird ständig unterbrochen durch Reflektionen zu „normalen“ Verhaltensweisen wie ständig online sein, keine Zeit haben, die eigenen Kinder, die anderen Mütter, wie sehe ich Schönheit…. Erfrischend ist, dass ihre Ansichten durchaus auch Nicht-Mainstream und auch nicht immer „politisch korrekt“ sind, halt sehr persönlich. Das Ganze wird angereichert mit Zitaten und Erkenntnissen aus aktuellen Sachbüchern. Titelbild und äußere Gestaltung Das Buch ist sehr aufwändig gestaltet, es ist eine Freude es in den Händen zu halten. Fester Einband, Lesebändchen, aufwändige Grafik im Buch, farbige Überschriften und Seitennummern. Einziger Minuspunkt: diese Babyfarben sind nicht mein Ding. Meinung Für mich war es interessant zu lesen, wie eine etablierte Endvierzigerin mit Familie und ihr zusagendem Broterwerb in einer Großstadt wie Hamburg ihr Leben sieht. Ildikó von Kürthy schreibt aufrichtig über ihre Erfahrungen und Erlebnisse, mit viel Humor und Augenzwinkern: alle paar Seiten habe ich schallend gelacht, noch häufiger geschmunzelt und manchmal gedacht: jaja, so ist’s. Eindringlich fand ich die Schönheits-Passagen. Sie erblondet mit langen Extensionen und lässt sich „auffrischen“, mit dem Resultat, dass sie, die bislang nie so der „Hingucker“ war, plötzlich sogar im Supermarkt von Männern wahrgenommen wird. Aber der Preis dafür ist sehr hoch. Nicht nur, dass viele Euros und noch schlimmer viel Zeit dafür draufgehen, sie ist plötzlich nicht mehr sie selbst. Bekannte und Arbeitskollegen erkennen sie nicht mehr; sie kann auch nicht mehr ihre Stirn runzeln, um ihr Missfallen zu zeigen – Botox hat ihre Gesichtsmuskulatur lahmgelegt. Der Titel ist nicht so gut gewählt „Wie ich mich selbst suchte und jemand ganz anderen fand“, besser träfe es „Wie ich mich selbst suchte und endlich den Spagat zwischen Wünschen und Realität schließen konnte“. Sie wird nicht jemand anders – würde auch gar nicht zur Autorin passen – sondern einige langjährige Gewohnheiten werden geändert oder bewusst auch nicht geändert.In Oktober und November tut sich noch richtig was. Der Dezember findet quasi nicht mehr statt. Das Buch musste wohl unbedingt im Dezember druckfertig zur Auslieferung sein. Das hinterlässt ein schales Gefühl am Ende des Buches – schade. Fazit 4 Sterne für ein unterhaltsames Buch mit Tiefgang ohne bierernst zu sein. Das Buch werde ich sicherlich noch öfters zur Hand nehmen, um „einfach so“ ein paar Seiten zu lesen.

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    • 2
  • Neuland

    Neuland
    bine_2707

    bine_2707

    10. February 2016 um 06:56

    Ich habe schon einige Berichte über die Autorin im Bezug auf das Buch gelesen und war sehr gespannt auf ihr Jahr, ihre Veränderungen und ihre Erkenntnisse. Herausgekommen ist ein sehr persönliches Buch, in dem der Leser mehr über ihre Familie, ihr Leben und ihre Einstellung erfährt. Aber man ist auch hautnah dabei, wenn sie sich Fragen stellt wie es wohl wäre als langhaarige Blondine durchs Leben zu gehen oder welchen Spagat eine berufstätige Mutter durchlebt sowie das ewige Leid mit den Pfunden.   Insgesamt ein schönes und authentisches Buch. Ich denke jeder findet sich in einzelnen Kapiteln wieder und kennt die daraus resultierende Zwickmühle. Jedoch ist es schön zu wissen, dass man nicht alleine diese Gedanken hat und andere mit den gleichen Gewissensbissen und Schweinehunden zu kämpfen hat. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und flott zu lesen. Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil und der Idee hinter dem Buch direkt mitgerissen und ich habe das Buch nur sehr ungern weg gelegt. Insgesamt vergebe ich für das Buch 4 Sterne!

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  • Auf der Suche nach dem eigenen ICH

    Neuland
    Lagoona

    Lagoona

    14. January 2016 um 12:10

    Ein Jahr lang durfte ich Frau Kürthy und ihr Leben begleiten. Ein Jahr lang, in dem wir gemeinsam viel erlebt haben. Wer hat wohl letztes Jahr keine guten Vorsätze für das NEUE JAHR geschmiedet? Ich schätze die Meisten von uns haben sich spätestens im Dezember ein paar Gedanken zu diesem Thema gemacht. Mein Vorsatz für dieses Jahr war zum Beispiel: 2016 wird MEIN JAHR Ja, ich habe mir viel vorgenommen. Viele schöne Dinge und ich habe ganz bewusst schon letztes Jahr mit der Planung für 2016 begonnen. So habe ich in diesem Jahr mindestens einmal im Monat einen tollen Termin, auf den ich mich einfach richtig freuen kann. Mal ist es ein Massagetermin, mal ein Theaterbesuch oder auch mal ein Wochenendausflug. Mehr Zeit für mich selbst und sich selbst wiederzufinden, das scheint ein Thema zu sein, mit dem sich auch Frau Kürthy auseinandergesetzt haben muss. In Ihrem Buch 'NEULAND - Wie ich mich selber suchte und jemand ganz anderen fand' nimmt sie uns mit auf eine wunderbare Reise auf der Suche nach dem eigenen Ich. Hierbei werden Fragen wie, 'Wie lebt es sich wohl als Blondine ohne Falten im Gesicht?', ganz genau unter die Lupe genommen. Frau Kürthy versucht so viele neue Dinge und überrascht sich zum eigenen Erstaunen manchmal selbst. Wie weit kann man mit dem eigenen ICH eigentlich gehen? Kann man sich auf der Suche nach sich selbst einfach so verlieren? Das sind Fragen, die geklärt werden mussten. Von Januar bis Dezember tickt die Uhr nun in einem anderen Rhythmus, ein ganzes Jahr lang. Tatsächlich verschwindet die kurzhaarige Brünette Schriftstellerin, quasi die nette Dame von nebenan, in stundenlanger Tortur und eine neue, langhaarige, attraktive, junge Blondine wird geboren. Falten werden einfach mal eben so weggebügelt und der morgendliche Blick in den Spiegel verursacht ein schockierendes Erlebnis, wenn man sich denn plötzlich im eigenen Spiegelbild nicht mehr selbst erkennt. Erleben durfte ich auf den fast 400 Seiten von NEULAND sehr viel. Mal war es ein Ausflug in ein Schweigekloster, ein Besuch der Fashion Week in Berlin, regelmässige Termine mit dem neuen Personal Trainer, der das lästige Fett endlich zum Schmelzen bringen sollte, die Teilnahme an einem Kommunikationsseminar oder eines Survival Camps oder die absolute Krönung das Eintauchen in eine ganz andere Welt der Erotik in einem Burlesque-Kurs. Ich habe zudem viel über die Familie der Autorin erfahren dürfen. Habe oft herzhaft gelacht, aber auch einige traurige Momente gehabt. Ob man letztendlich wirklich glücklich ist, wenn man sich komplett verändert, dass ist wohl die alles entscheidende Frage, die sich vermutlich jeder auch nur selbst beantworten kann. Mein Fazit: Dieses Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. 12 ganze Monate lang durfte ich der fröhlichen, herzerfrischenden und amüsanten Frau Kürthy über die Schultern schauen und ihren Mut bewundern, so viele verrückte Dinge einfach mal auszuprobieren. Warum auch nicht? Recht hat sie. Ich gebe diesem tollen Buch ganze 4 Sterne und bedanke mich für eine ganz tolle Lesezeit 🌟🌟🌟🌟 Ildiko von Kürthy geht übrigens mit NEULAND auf Roadshow durch Deutschland. Nachdem ich so oft schmunzeln musste, habe ich mir natürlich direkt ein Ticket gekauft und freue mich schon riesig Frau Kürthy live und in Farbe, ganz in echt erleben zu dürfen 😊

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  • Schonungslos ehrlich, offen, ungeschönt - aber auch sehr intelligent und witzig

    Neuland
    hasirasi2

    hasirasi2

    Ich hatte das Glück, dieses Buch in der Buchboutique vorab zu gewinnen. Darüber habe ich mich als absoluter Ildikó Fan natürlich besonders gefreut. Und einerseits ist es wirklich ein typisches Buch von ihr, obwohl es andererseits doch ganz anders ist. Es ist ihre bisher persönlichste Geschichte. Nicht nur, weil sie mich (den Leser) ein Jahr ungeschönt an ihrem Leben teilhaben lässt, sondern auch, weil sie Sachen erzählt, die ich bisher noch nicht wusste. Warum zum Beispiel ihr Vater erblindete und was es in ihm ausgelöst hat, dass sie ihre Mutter 1 Jahr beim Sterben begleitet hat und einiges mehr. Ildikó von Kürthy berichtet schonungslos ehrlich und offen, was sie sich alles „angetan“ hat um eines ihrer Traumziele zu erreichen „Einen Sommer lang so dünn, so blond und so schön wie möglich sein und dann mal sehen, ob sich das lohnt.“ (Ich weiß nicht ob ich hier zu viel verrate ... Aber nein, so richtig gelohnt hat es sich wohl nicht. Ihre Freunde haben sie zum Teil nicht erkannt und Fremde in ihr das „Blonde Dummchen“ gesehen, aber dafür wurde sie heftig angeflirtet ;-).) Dabei enthüllt sie oft erschreckende Wahrheiten (ja, auch Botox spritzen lassen ist unangenehm und kann zu blauen Flecken führen und von der Kältebehandlung will ich gar nicht erst anfangen) und beschreibt ungeschönt, wie teuer, schmerzhaft und langwierig die diversen Experimente waren. Ich träume zwar auch hin und wieder von Extensions, würde mir nach ihrem Erfahrungsbericht aber nie welche machen lassen ... Natürlich kommt auch in „Neuland“ der Humor nicht zu kurz – ok, meistens habe ich aus Schadenfreude gelacht und ich habe wirklich sehr gelacht! Ich weiß jetzt auf jeden Fall, was ich in ein paar Jahren hoffentlich alles nicht ausprobieren werde. Aber ich habe auch Anregungen für mein eigenes Leben mitgenommen: ich würde gern morgens eine halbe Stunde in Ruhe meditieren (mal sehen, was mein Hund dazu sagt) und ich habe mir für das neue Jahr vorgenommen, einen ihrer Tipps anzuwenden „Aufgaben, die sie weniger als zwei Minuten kosten, erledigen Sie immer sofort.“  

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    • 6
    hasirasi2

    hasirasi2

    10. January 2016 um 14:07
  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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