Ilija Trojanow EisTau

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Inhaltsangabe zu „EisTau“ von Ilija Trojanow

Ein Mann, der die Gletscher so sehr liebt, dass er an ihrem Sterben verzweifelt: Zeno hat sein Leben als Glaziologe einem Alpengletscher gewidmet. Als das Sterben seines Gletschers nicht mehr aufzuhalten ist, heuert er auf einem Kreuzfahrtschiff an, um Touristen die Wunder der Antarktis zu erklären. Doch auf seiner Reise verzweifelt er an der Ignoranz der Urlauber, der mangelnden Achtung vor der fremden Welt und der fortschreitenden Schmelze des Eises. Ilija Trojanows neuer Roman erzählt mit gewaltiger Wortkunst von einem Mann, der auszieht, um für die Gletscher zu kämpfen. Ein poetischer und leidenschaftlicher Roman über die Erhabenheit der Natur und die Gefährdung unserer Welt.

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  • Eistau

    EisTau
    MrsFoxx

    MrsFoxx

    07. March 2014 um 14:10

    Zeno Hintermeier, einst Professor für Glaziologie, hat sein Leben und Arbeiten einem Gletscher in den Alpen gewidmet. Als dieser Gletscher dem Sterben geweiht ist, stürzt Zeno in eine tiefe Krise und gibt seinen Job auf. Jahre später heuert er dank eines Freundes auf einem Kreuzfahrtschiff an, und begleitet die Passagiere als Expeditionsleiter und Lektor auf der Reise in die Antarktis. Doch Zeno ist so gar nicht zufrieden damit, wie seine Mitmenschen mit der vermeintlich unberührten Natur des Südpols umgehen...  Ein ernstes und äußerst wichtiges Thema, das Ilija Trojanow hier angeht. Auch die Geschichte um Zeno, den der Leser hier in Form der Lektüre seines Notizbuches begleiten darf ist gut durchdacht. Nur leider fand ich den Schreibstil schon beinahe grauenhaft. Sehr viele Kommas und fast ausschließlich scheinbar endlose Bandwurmsätze. Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, den ein oder anderen Abschnitt zweimal lesen zu müssen.  Fast hätte ich dieses Buch abgebrochen, doch einzig das am Ende der einzelnen Kaptitel (die übrigens mit den aktuellen Koordinaten des Schiffes betitelt sind) eingestreute Kauderwelsch aus Nachrichten und Funksprüchen hat mich so neugierig gemacht, dass ich bei der Stange geblieben bin. Schade, denn ich hatte mir mehr erhofft.  Fazit: Eine sehr gute Idee, die leider am Schreibstil des Autor scheitert, da ein flüssiges Lesen kaum möglich ist.

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  • Abladestelle für Enttäuschung und Frust

    EisTau
    norbert_gillmann

    norbert_gillmann

    20. July 2013 um 17:19

    Eigentlich werden in diesem Buch zwei Erzählungen miteinander verwoben. Wäre kein Roman entstanden, hätte die Möglichkeit einer Vorgeschichte (der gescheiterte Glaziologe) und einer Folgegeschichte (der enttäusche Expeditionsleiter) in den dritten Erzählstrang, der in der Ungewissheit endet, münden können.  Trojanow hat sich für eine andere Form entschieden, die sein Anliegen verdeutlicht, jedoch nicht so konsequent verfolgt wie dies möglich gewesen wäre.  Er hatte sich etwas von der Seele schreiben müssen, deshalb ist diesem Buch nicht soviel Leidenschaft zu bescheinigen wie dies in früheren Werken der Fall ist.

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  • Rezension zu "EisTau" von Ilija Trojanow

    EisTau
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    26. October 2011 um 10:39

    Ein Gletscherforscher, ein Kreuzfahrtschiff, die Antarktis und eine leidenschaftliche Affäre: Ilija Trojanow zieht in seinem neuen Roman „Eis Tau“ alle Register seines Könnens. Als der Glaziologe Zeno in einem besonders heißen Sommer das langsame Sterben seines Forschungsobjektes erfasst, das Schmelzen eines gewaltigen Alpengletschers, schmeißt er frustriert seinen Job an der Universität hin. Daraufhin heuert er als Fremdenführer auf einem Kreuzfahrtschiff zu einer Antarktisreise an, um den Touristen die dortigen Wunder zu erklären. Nur allzu schnell begegnet Zeno der Ignoranz, der mangelnden Achtung und der dumpfen Vergnügungssucht der Touristen. Der Wissenschaftler ist auf der einen Seite berührt von der Schönheit der Eiswelten, andererseits beschämt, sich nun als Gletscherforscher und Touristenführer in der Antarktis zu verdingen. Auch Paulina ist von dem ewigen Eis verzaubert und fühlt sich zudem von Zeno magisch angezogen. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes kündigt alsbald ein Kunsthappening an. Der populäre Künstler Dan Quentin wird mit den Passagieren eine Kunstperformance im Eis inszenieren. Zeno beschließt, etwas gegen dieses großangelegte Spektakel zu unternehmen, ein Vorhaben mit tragischem Ende. Die Kunstaktion, die eigentlich auf die Gefahren für die unberührte Natur hinweisen soll, ist eine zusätzliche Belastung für die Eislandschaft und ihre Bewohner und ein symbolischer Hinweis auf so manche an rein wirtschaftlichen Interessen orientierte Naturrettungsaktion. „Eis Tau“ ist zudem eine poetische Parabel über den organisierten Massentourismus und die immer näher rückenden Naturkatastrophen, über die Ausbeutung intakter Ökosysteme durch den Menschen. Schonungslos und gekonnt wird hier die saturierte Gleichgültigkeit der Touristen und die Erfolgsgier der Medien der Faszination und Erhabenheit der noch relativ unberührten Landschaft der Antarktis gegenübergestellt. Trojanows Roman besticht durch sprachliche Schönheit und Eleganz, hat ein sehr ernstes Thema zum Inhalt, bleibt unterhaltsam und ist spannend zu lesen. Weil sich die Figuren und Charaktere stets auf dem schmalen Grat zwischen dem Universellen und dem Individuellen bewegen, wird dieses literarische Mahnmal, dass ebenso komische wie ergreifende Passagen enthält, zu einem Buch, dass uns wirklich alle angeht.

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  • Rezension zu "EisTau" von Ilija Trojanow

    EisTau
    goldfisch

    goldfisch

    30. September 2011 um 10:09

    Ein 6 Sterne Buch auf der " Lovelybooks-Richterskala". Ilija Trojanow hat das Sterben der Gletscher, das Tauen des Eises meisterhaft in Worte gekleidet. Der Leser bekommt gradezu expressionistische Sätze vor das Auge und ist gezwungen sich tief hinab in das Denken des Protagonisten zu begeben. Dafür bekommt er eine wunderbare Geschichte erzählt..Die Geschichte handelt von Zeno, dessen Lieblingsgletscher gestorben ist. Plötzlich ist die Landschaft unter dem Eis aufgetaucht und läßt einen Blick auf Ödnis und Leere zu. Zeno verzweifelt darüber und seine Ehe zerbricht. Von nun an hat er sich die "Rettung des Eises" auf seine Fahnen geschrieben und führt Kreuzfahrttouristen in die Anarktis. Tut er das wirklich um diesen Kontinent zu retten, oder will er nur dem Eis in seinen vielfältigen Erscheinungsweisen nahe sein? Wir Leser ahnen, Zeno wird ein furioses Finale am Ende der Welt inszenieren.Ein bewegendes, literarisches Meisterwerk.

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