Ilka Bessin

 4.3 Sterne bei 14 Bewertungen
Autorin von Abgeschminkt und Abgeschminkt.

Lebenslauf von Ilka Bessin

Die Frau hinter dem pinken Jogginganzug: Ilka Bessin wird 1971 in Luckenwalde geboren. Nach einer Ausbildung zur Köchin und einer Umschulung zur Hotelfachfrau arbeitet sie einige Zeit als Kellnerin und später Geschäftsführerin in einem Restaurant. Es folgen kleinere Jobs und eine Phase der Arbeitslosigkeit, bevor sie nach der Jahrtausendwende ihre berühmte Figur Cindy aus Marzahn entwickelt.

Große Bekanntheit erlangt Bessin als Komikerin, als sie 2005 die „Quatsch Talentschmiede“ gewinnt. Sie wird als Schauspielerin und Comedian zunehmend erfolgreich, sowohl in der Rolle der Cindy aus Marzahn, als auch ohne diese Verkleidung. Beispielsweise tritt sie 2009 in der „Schillerstraße“ als Vermieterin Ilka auf. Von 2009 bis 2012 ist auf RTL zudem die wöchentliche Sendung „Cindy aus Marzahn & Die jungen Wilden“ zu sehen. Es folgen weitere Fernsehauftritte, Synchron- und Filmrollen. Bessin wird für ihre Fernsehkarriere mehrfach ausgezeichnet, unter anderem verleiht man ihr eine Goldene Kamera als beste Co-Moderatorin sowie mehrfach den Deutschen Comedypreis als Beste Komikerin.

Im Sommer 2016 gibt Bessin bekannt, die Rolle der Cindy aus Marzahn an den Nagel zu hängen. In den folgenden Jahren hat sie mehrere Fernsehauftritte ohne Verkleidung.

Im Herbst 2018 erscheint Bessins Biografie „Abgeschminkt“, in der sie Persönliches aus ihrem Leben, über ihre Karriere und ihre Rolle erzählt.

Seit 2019 tritt Bessin wieder als Komikerin auf. Als sie selbst geht sie mit dem Programm „Abgeschminkt und trotzdem lustig“ auf Tournee.

Neue Bücher

Abgeschminkt

 (1)
Neu erschienen am 18.06.2019 als Hörbuch bei Nova MD.

Alle Bücher von Ilka Bessin

Abgeschminkt

Abgeschminkt

 (13)
Erschienen am 26.11.2018
Abgeschminkt

Abgeschminkt

 (1)
Erschienen am 18.06.2019

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Neue Rezensionen zu Ilka Bessin

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Rezension zu "Abgeschminkt" von Ilka Bessin

Ich mochte die Biografie gerne lesen und kann sie mit gutem Gewissen weiter empfehlen
Daniela_glaubtvor 4 Monaten

Ich habe Ilka Bessin von Anfang an im Fernsehen verfolgt. Ich habe mich oft gefragt, wer hinter Cindy aus Mahrzahn steckt und wohl diese einzigartige Figur geschaffen hat. Ich mochte den trockenen, realistischen Humor sehr gerne und hätte mir gewünscht, dass davon auch etwas in diesem Buch zu finden ist. leider war dem nicht so. Der Schreibstil war nichts besonderes und ich habe das Buch deswegen so durchgelesen, ohne auf etwas Außergewöhnliches zu stoßen. Es ist mir schon klar, dass die Autorin das Buch als Ilka Bessin und nicht als Cindy schreibt, aber Humor hat sie ja trotzdem, denn sonst hätte sie die damalige Figur ja nicht erschaffen können. Schade, dass dieser in das Buch nicht mit eingeflossen ist.

Was man der Autorin aber hoch anrechnen muss, ist die schonungslose Ehrlichkeit, mit der sie die Biografie verfasst hat. Wenn ich so zurückdenke, ist das glaube ich einer der "abgeschminktesten", die ich je gelesen habe. Alleine schon die Kindheit hätte gereicht, um einen so richtig aus der Bahn zu hauen und trotzdem ist Ilka Bessin eine Frau geworden, die ihren Weg gegangen ist. Sie hat sich auf ihrem Elend ausgeruht, sondern hat immer irgendwie weiter gemacht. Damit ist sie für mich ein echtes Vorbild und ich werde sicherlich oft an dieses Buch zurück denken, wenn es bei mir mal nicht so gut läuft.

Ich habe einige der Dinge, die die Autorin beschreibt, selbst miterlebt und kann sagen, dass hier nichts beschönigt oder heruntergespielt wird. Die Autorin bringt hier so einige Dinge ganz klar auf den Tisch, unter anderem die Themen Mobbing, Arbeitslosigkeit und die Demenzerkrankung des Vaters. Das sind alles Themen, vor denen viel Menschen die Augen verschließen und ich finde es gut, dass sie öffentlich angesprochen werden.

Fazit:

Ich mochte die Biografie gerne lesen und kann sie mit gutem Gewissen weiter empfehlen. Was mir besonders gut gefällt ist, dass man ihre frühere Figur Cindy nicht kennen oder gesehen haben muss.

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Rezension zu "Abgeschminkt" von Ilka Bessin

Aufgeben ist Verlieren
Thomas_Lawallvor 4 Monaten

Erst als ich das Buch aufschlug, ergab sich die zweifellos etwas verspätete Frage, weshalb ich dieses Buch eigentlich lesen will. Wenn mir dereinst bei eher versehentlichen Besuchen eines bestimmten Fernsehsenders "Cindy aus Marzahn" begegnete, wechselte ich ebenso naserümpfend wie umgehend das Programm. Weshalb also?

Die Neugier, mich auf unbekanntem Terrain lesenderweise zu bewegen, trieb mich aber, wie so oft, an und siehe da, die Lektüre konnte umgehend "zünden". Da erzählt jemand aus seinem Leben und beginnt sofort, vor der eigenen Tür zu kehren. Das macht neugierig. 

Lesen soll ja klüger machen, erzählt man sich. Jedes einzelne Buch auf diesem Planeten soll gewissermaßen brauchbar sein. Und wenn nicht, gäbe es mindestens eine einzige Formulierung, von der man etwas lernen könnte, behaupten kluge Menschen. Stimmt, und in diesem Sinne hat "Abgeschminkt" einiges zu bieten, denn hier gibt es viele solcher Zeilen. Sehr viele sogar. 

Insofern geht Ilka Bessin weit über den eigentlichen Themenbereich einer Autobiografie hinaus. Mit "Botschaften" ist das ja immer so eine Sache. Wenn diese aber derart bodenständig rüberkommen, können sie gar etwas bewirken. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass nicht immer Eltern und das gesamte Umfeld das eigene Elend begründen. Sie fördern es zwar, aber eine positive, selbstkritische Einstellung und Distanz können die Dinge ins Gegenteil umkehren und nutzbar machen. Was zu beweisen war ...

Wer also einmal hinter die Kulissen des "Erfolgs" blicken möchte, und in diesem Fall nicht den gleichen Klamauk erwartet, den Cindy damals im unsäglichen Unterhaltungssektor sowie den Randgebieten und Reservaten für humoristische Sozialhilfeempfänger/innen geboten hat, wird hier nicht nur überraschend gut unterhalten, sondern erfährt viel von der Frau hinter der damaligen Maske. 

Fähigkeiten und Talente ebenso wie all ihre Fehler und Unzulänglichkeiten werden gnadenlos unterstrichen. Höchst interessant und sehr spannend sind hierbei Entwicklung und kleine Ereignisse, die sich als Bausteine für die spätere Karriere erkennen und verwenden lassen. Vermeintliche Kleinigkeiten, Episoden aus ihrem Leben, die sich in ihrer Ausbildung zur Köchin und Hotelfachfrau, der Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff, der sechzehnjährigen Arbeit als Kellnerin und der sich anschließenden Arbeitslosigkeit ergeben haben, welche sehr schmerzlich waren und doch wichtig für die weitere Entwicklung.
  
Auch die negativen Folgen des Erfolgs spart sie nicht aus. Man kann sich plötzlich Dinge erlauben, an die man früher nicht im Traum dachte oder jene dekadenten Verhaltensmuster allenfalls zickigen Superstars zuordnete. Doch nicht nur deshalb war mir Cindy aus Marzahn damals auf Anhieb unsympathisch. Nach der Lektüre von "Abgeschminkt" hat sich dies allerdings nachhaltig ins Gegenteil gewandelt.

Und übrigens: Nett (auf)geschrieben, Sabine Jürgens. Ja klar, wer schreibt seine Bio heute noch selbst? Andererseits ist es völlig unerheblich, wer beispielsweise die flotte Idee hatte, das Buch mit einer Danksagung zu beginnen. Man muss bei "Abgeschminkt" eh in der Lage sein, mit unkonventionellem Denken und den damit verbundenen, ständigen Überraschungen klarzukommen. Wie dem auch sei: Ganz hervorragende Haltungsnoten für die "kleine dicke Nervensäge".

Und das letzte Wort gehört Ilka Bessin: "Nur wer aufgibt, hat verloren."

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Rezension zu "Abgeschminkt" von Ilka Bessin

Ehrlich und unterhaltsam
EifelBuecherwurmvor 5 Monaten

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 15,00 [D]
Verlag: Heyne
Seiten: 288
Format: Paperback
Altersempfehlung: keine Angabe
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 26.11.2018

Inhalt:

Out of Marzahn – das wahre Leben von Ilka Bessin

Pinkfarbener Jogginganzug, eine Blume in der blonden Perücke, dicke Schminke, Berliner Schnauze – und langzeitarbeitslos. Das war „Cindy aus Marzahn“, die ab 2005 eine steile Karriere hinlegte. Im Laufe der Jahre wurde ihrer Erschafferin die Rolle jedoch zu eng; sie wollte viel mehr als „Cindy aus Marzahn“ konnte. 2016 war deshalb Schluss, die Kunstfigur ist weg und hat Platz für ihre Erfinderin gemacht: Ilka Bessin. Hier erzählt sie erstmals aus ihrem Leben: von ihrer ergreifenden Kindheit über die Arbeitslosigkeit bis hin zu ihrer Zeit als gefeierter Bühnenstar. Ihre bewegende Geschichte ist die einer Ausnahme-Künstlerin. Ein Buch, das einen berührt, immer wieder zum Lachen bringt und gerade deshalb Mut macht!

Design:

Klassisch schwarz kommt das Buch daher. Der Betrachter konzentriert sich also direkt auf das Foto der Autorin. Der fette, weiße Titel sprang mir als zweites ins Auge. Die restliche Schrift ist an die Farbgestaltung angepasst. Zeitlos und edel. Von den ganzen Fotografien gefiel mir übrigens das Autorenbild hinten auf der Innenseite des Paperbacks am besten.
Eine Kleinigkeit hat mich aber gestört: die vielen verschiedenen Schriftarten. Das ist zu viel Durcheinander, das besonders am Anfang des Buches auffällt. Gefühlt ist jede Seite anders. Das wirkt sehr unruhig. Zum Glück ist der Text einheitlich gestaltet, ansonsten wäre ich beim Lesen immer wieder darüber gestolpert.

Meine Meinung:

Cindy aus Marzahn war mir nicht unbekannt. Ich habe mehrere ihrer Auftritte im Fernsehen gesehen, Shows verfolgt und schlussendlich habe ich sie auch noch bei "Wetten, dass..." gesehen. Eine Comicerin, die stets polarisierte. Aufgrund meiner Wurzeln im Pott habe ich einen derben Humor. Es darf also auch mal etwas rauher zugehen. Und sie traf oft meinen Geschmack, aber natürlich immer im Bewusstsein, dass die Performance total überspitzt war.
Als ich nun las, dass es ein Buch über ihr Leben gibt, wollte ich es direkt lesen. Ich interessiere mich derzeit stark für die Geschichten anderer Menschen. Und ihre hörte sich interessant an, da ich ansonsten nichts von der Person hinter Cindy wusste. Das Buch ist allerdings auch für Leser geeignet, die Cindy nicht kennen.

Der Titel könnte nicht besser zum Buch passen. Denn so präsentiert sich Frau Bessin ihren Lesern: unverfälscht und ungekünstelt. Sie nimmt bei Leibe kein Blatt vor den Mund und geht auch mit sich selbst hart ins Gericht. Sie weiß, dass sie Fehler hat, und gibt diese auch zu. Diese Ehrlichkeit hat das Buch besonders für mich gemacht.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt, die jeweils durch eine graue Seite mit weißer Schrift abgetrennt sind:

    1971 - 1987 Kindheit und Jugend in der DDR
    1987 - 2005 Ausbildung, Jobs und Hartz IV
    2005 - 2016 Von der Talentschmiede zum Broadway
    2012 - 2017 Abschied vom Vater und von Cindy

Dieses chronologische Vorgehen gefällt mir. Aber sie springt dennoch auch mal in den Abschnitten zeitlich hin und her und streut Anekdoten oder wichtige Hintergrundgeschichten ein. Der gesamte Aufbau des Buches erinnerte mich daher stark an eine Dokumentation aus dem Fernsehen.

Ich habe das Buch an einem Nachmittag komplett durchgelesen, das heißt schon was! Das liegt mit Sicherheit auch an dem einfachen, gut zu lesenden Schreibstil. Keine ellenlangen Bandwurmsätze, die tausendfach verschachtelt sind. Das Buch könnte in Auszügen problemlos so auf der Bühne präsentiert werden. Man merkt eben, wo die Autorin ihre Wurzeln hat.

Manche Themen werden sehr ausführlich beschrieben, andere werden nur kurz angerissen. Natürlich muss man einen Fokus legen und kann nicht alles detailliert darstellen. Ich hätte mir an manchen Stellen dennoch ein paar weitere Seiten zu bestimmten Punkten gewünscht.

Ich wünsche Frau Bessin nur das Beste und danke für diesen ehrlichen Bericht. Auf den letzten Seiten habe ich tatsächlich ein paar Tränen vergossen. Und ich kann bestätigen: das Buch macht Mut. Das Ziel wurde erreicht.

Fazit:

Authentisch und persönlich. Ein interessantes Buch für zwischendrin. Es hat mir ein paar kleine Lektionen mit auf den Weg gegeben und ich werde es direkt weiterreichen. Für Fans von Cindy eine Pflichtlektüre, für alle anderen ein unterhaltsamer Bericht eines besonderen Lebens. Dafür gibt es von mir vier Sterne.

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Ilka Bessin wurde am 18. November 1971 in Luckenwalde (Deutschland) geboren.

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